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Nicole Moser
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Pharmakologie von kardiovaskulären und endokrinen Erkrankungen auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Blocker, Hemmer, Diuretika, Risikofaktoren, Therapien und spezifische Medikamente wie ACE-Hemmer ab. Besonders relevant sind die Nebenwirkungen (UAW), die bei verschiedenen Medikamenten auftreten können, sowie die Behandlung von Zuständen wie Angina Pectoris, Hypotonie und Schmerzmanagement. Patienten und medizinisches Fachpersonal profitieren von diesen Karteikarten, um ein tieferes Verständnis der Wirkungen und Risiken von Medikamenten in der Kardiologie und Endokrinologie zu erlangen.
Flashcards
139
Students
3
Language
German
Level
University
Created / Updated
19.12.2019 / 27.07.2021

Flashcards

CBB: IA

> Medis mit Tdp Risiko

> Antiarrhythmika, betaBlocker, digoxin

>Substrate von 3A4

>V, D: Inh. von 3A4

Art. Hypertonie: BetaBlocker

> Weniger wirksam in Schlaganfallprävention als RAAS-Blocker, Ca-kanalblocker und Diuretika
Gleich wirksam bzgl. KV Ereignisse

> Empfohlen als Alternative / Kombitherapie bei : 
-Angina Pectoris
- Post-myokardinfarkt
-HI mit red. Auswurfsfraktion
- Vorhofflimmern
-SS

Beta-Blocker: Indikationen

>Hypertonie (keine Erst-Linien Therapie!)
>HI
>angina Pectoris
> Post-Myokardinfarkt
> Rhythmusstörungen
> Migräneprophylaxe

-Therapie oft (bei HI immer) eingeschlichen
-Bei Stopp ausschleichen

 

BetaBlocker : UAW

•Abnahme der Herzfrequenz --> Bradykardie

•Abnahme der Kontraktilität --> Hypotonie, Herzinsuffizienz

•AV Blockierung

•Bronchospasmus

•Periphere Durchblutungsstörungen Kalte Extremitäten

•Hypoglykämieneigung & Maskieren von Hypoglykämiesymptomen
(Tachykardie und Zittern)

•Dyslipidämie

•GI Beschwerden

•Sexuelle Funktionsstörungen

•Müdigkeit -->Achtung beim Autofahren

•Schlafstörungen, Depression (?), Schwindel, Kopfschmerzen

•Rebound Effekt

Diuretika: KI

- (Hypovoliämie)
- (Hyponatriämie, Hypokaliämie)
- (Gicht)

RAAS-Blocker: KI

- SS

- Hyperkaliämie (>5.5mmol/L)

- Vorgeschichte Angioödem

- Beidseitige Nierenarterienstenose

Ca-kanalblocker: KI

DHP: keine

N-DHP: 
-schwere Erregungsleitungsstörung
- Bradykardie (<60 Schläge/min)
- HI mit red. Auswurffraktion

BetaBlocker: KI

- Asthma (nicht-selektive bBlocher)

- Schwere Erregungsleitungsstörungen

- Bradykardie (< 60 Schläge/min)

Hypertonie: schwarze Patienten

>RAAS-Blocker bei Monotherapie weniger wirksam
--> bevorzugt CCB und Diuretika einsetzen

> ACEi führen gehäuft zu Angioödem
--> bevorzugt AT1-A einsetzen (sofern RASS-Blocker benötigt wird)

Erstlinien-Antihypertensiva : Kombinationen

>Grundsätzlich alle Kombis möglich
> wenn möglich als Single-pill
> Beta-Blocker idR. nicht mit NDHP, weil Herzfrequenz ↓↓ (Kombination möglich zur frequenzkontrolle bei VHF)
> Keine Kombi von ACEi & AT1-A

Art. Hypertonie: Therapie-Resistenz --> Zusatztherapie

- α1 Blocker (Doxazosin Cardura CR®)

- Zentralwirksame Antihypertensiva (Methyldopa Aldomet ®, Clonidin Catapresan ®,  Moxonidin Physiotens ®)

- Muskulotrope Vasodilatatoren (Minoxidil Loniten ®; Kalium Kanal Öffner, Diazoxid Proglicem ®)

Art. Hypertonie: Zusammenfassung

•Generelle Blutdruckzielwerte für alle Patienten: < 140/ 90 mm Hg
     –Bei guter Verträglichkeit der Therapie:
      120 129 / 70 79 mmHg (< 65 J.) bzw. 130 139/ 70 79 mmHg (≥ 65 J.)

•Kombinationstherapie von Anfang an für die meisten Patienten

•Möglichst Erstlinien Antihypertensiva (RAAS Blocker, Calciumkanal
Blocker, Diuretika) und Kombinationspräparate einsetzen

•Substanzwahl unter Berücksichtigung von Kontraindikationen,
Komorbiditäten, Nebenwirkungsprofil, Interaktionsprofil, ethnischer
Gruppe (und Kosten)

Gicht: Pathogenese

- Störung des Purinstoffwechsels mit einer Hyperurikämie
--> Ablagerung von Harnsäurekristallen in Gelenke, Weichteile und Niere
--> heftige entzüdnliche Reaktion

- Kristalle nachweisbar in Synovialflüssigkeit

Gicht: Allgemeines

> 20-25% der evölkerung haben Hyperurikämie, 3-4% entwickeln Gichtanfall

•Steigende Prävalenz

•♂ >> ♀ (♀ v.a. nach der Menopause)

•↑ mit Alter

Gicht : RF

> Männliches Geschlecht

> Genetische Faktoren

> Diätetische Gewohnheiten

> Alkoholabusus

> Adipositas

> Art. Hypertonie

> DM 

> Hyperlipidämie

> Hoher Zellturnover: Neoplasien, chron. Hämolyse, Psoriasis

> Verminderte renale Harnsäureausscheidung
- NI und div. Nierenerkrankungen
- HI
- Medis (Diuretika, ASS, Ciclosporin, Tacrolimus)

akute Gicht

- innert Stunden hochakute, äusserst schmerzhafte Monoarthritis, oft in der Nacht auftretend
- untere Extremitäten 10 x häufiger betroffen
- Schwellung und Rötung ausgeprägt
- ev. Fieber 

> Dauert meist nur wenige Tage

Akute Gicht : Verlauf

– Intervalle zwischen den Attacken werden kürzer

– Anzahl befallene Gelenke nimmt zu (zu Beginn: 2/3 Monoarthritis;
später Oligo oder Polyarthritis)

Chronische Gicht

Meistens nach einer Phase rezidivierender akuter Arthritiden 

> anhaltende Gelenkschmerzen
> Entzündliche Schübe
> Gelenkdestruktion

Tophöse Gicht

•Harnsäurekristall Ablagerungen ( Tophi gelblich weissliche Knötchen)
in den Weichteilen und an Knochen

•V.a. an den Händen und in den
Schleimbeuteln

Gicht: Provokationsfaktoren

•Alkoholkonsum
•Purinreiche Mahlzeit
•Fasten
•Diabetische Ketoazidose
•Flüssigkeitsverlust ( perioperativ , körperliche
•Stresssituationen, z.B. Unfall oder Infektion

Gicht: Pharmakotherapie im akuten Anfall

Ziel: Beendigung der akuten Entzündungsreaktion

> Therapiebeginn so rasch wie möglich

- NSAID
- Cholchizin
- GK
- IL-1-Blocker

> Dauer der Schubtherapie: 3-7Tage 
> Schmerzen sollten nach 2 Tagen abgeklungen sein, sonst Kombitherapie
 

Gicht: Langzeittherapie

Ziel:
Normalisierung der Harnsäurekonzentration und Vermeidung von
Harnsäurekonkrementen in Gelenken, Nieren (Gichtnephropathie ) und
ableitenden Harnwegen (Uratsteine)

Zielwerte Harnsäure

–< 360 µ mol /l (6mg/dl)

–< 300 µ mol /l (5mg/dl) bei schwerer Gicht mit Tophi und/oder häufigen Anfällen

–Spiegel < 180 µ mol /l (3mg/dl) sind nicht empfohlen (Auslöser neurologischer Erkrankungen?

Gicht: Schubprophylaxe

Ziel: Verhinderung von akuten Gichtschüben nach Einleitung einer
harnsäuresenkenden Therapie

>idR 3-12Monate bis stabiler Serumwert erreicht ist

>Colchizin (tiefdos.) , NSAR (tiefdos.) oder Steroid (tiefdos.)

Gicht: nicht-Medi Massnahmen

•Bei Adipositas langsame Gewichtsreduktion

•Ernährung:
–Trinkmenge mind. 2 L/d (zuckerlose, nicht alkoholische Getränke)
–Verzicht auf: Bier (auch alkoholfreies) , Schnaps, fructosehaltige Getränke
(Fruchtsäfte und Softdrinks)
–Weniger: Fleisch, Innereinen, Meeresfrüchte
–Mehr: Milchprodukte; mehr Kaffee?

•«Medikamenten Check"

Allopurinol: UAW

>5-10% Therapieabbruch
>Hautreaktionen: Exanthem (Therapiestopp wegen Gefahr Überempflindlichkeitsreaktion)
> Hepatotox. Reaktionen! 
> Blutbildveränderungen (u.a. Agranulozytose)
> GIT-UAW

--> Kontrolle des Butbilds, der Nierenfkt, der Leberfkt. 

 

ACS: RF

•Hypertonie
•Dyslipidämie
•Rauchen
•Diabetes
•Erhöhtes Alter

ACS: Symptome

•Thoraxschmerz (in Ruhe > 15 20 Min)
•Schmerzen in den Schultern (eine oder beide ), Kiefer, Rücken
•Atemlosigkeit
•Kühle, feuchte Haut
•Übelkeit
•Benommenheit

STEMI

Myokardinfarkt mit ST-Hebung

(ST-segment elevation myocardial infarction)

--> "Buckel" im EKG

NSTEMI

Myokardinfarkt ohne ST-Hebung

(non-ST.segment elevation myocardial infarction)

Ass 100 + ADP-Blocker (max. 12mt)

typisches Muster für post-MI

ev. noch Betablocker, ACE-Hemmer oder Statine dazu

Angina Pectoris: "Medimuster"

1.Stufe:
- ASS 100 ; Betablocker; Statin (evtl. Herzkatheter)

2.Stufe:
–Zusätzlich Kalziumantagonist (evtl. Herzkatheter)

3.Stufe:
–Zusätzlich Langzeitnitrat oder Molsidomin Nicorandil
–evtl. Herzkatheter

+ IMMER:
lifestyle modifications
+ bei Bedarf: Belastungsabbruch, raschwirksames Nitroglycerin, 144

ASS

Ind: 
- Reokklusionsprophylaxe nach Revaskularisation
- Sekundärprävention (ischämischer Insult, TIA, Myokardinfarkt)
- ACS, PAVK

UAW: 
GIT-UAW, Asthma, Nierenfkt.-störung

IA: 
-Erhöhtes Blutungsrisiko mit NSAID, Kortikosteoride, SSRO
-alle NSAID: Inaktivierung ASS

Tc-fkt. nach 7-10d wieder normal nach Absetzen

Je gravierender KV-ereignis, desto mehr profitiert Patient

ADP-Blocker (C,P): UAW

>Hämorrhagien (Prasugrel > Clopidogrel)
> Allergische Reaktionen (z.B. Hautausschläge, u.a. auch Stevens Johnson Syndrom)

–Clopidogrel: u.a. Geschmacksstörungen, hämatologische Störungen (z.B.
Thrombozytopenische Purpura)

ADP-Blocker: IA

>OAK, Heparin, ASS, NSAID...

Clopidogrel: 
- Hemmt CYP2C19, 2C9 und 3A4 ! 
- IA mit PPI

Ticagrelor: 
- schwacher 3A4 & P-gP Hemmer (--> ! Digoxin, Ciclosporin)
- Keine IA mit PPI
 

Ticagrelor: UAW

bessere Wirksamkeit--> mehr Blutungen...

–Hämorrhagien (Ticagrelor > Clopidogrel);
–Dyspnoe
–ventrikuläre Pausen,
–Anstieg von Creatinin und Harnsäurewerten

Nitrate

Ind: 
Angina pectoris, HI

> Als Langzeitnitrat/ Basistherapie: wegen Toleranzentwicklung: nitratfreie Zeit
> Rasch wirksames Nitrat als Akut-/ Anfallstherapie

UAW: 
Flush, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Palpitation

IA: PDE-5-Hemmer kontraindiziert (lebensbedrohliche Hypotonie!)

Nitrate: WM

Nitrate dilatieren über NO Freisetzung die glatte Gefässmuskulatur:
–periphere Venendilatation --> ↓ der Vorlast --> myokardialer O 2 verbrauch ↓
–(Dilatation arterieller Gefässe --> ↓ Aortendruck und peripherer Widerstand)

stabile Angina Pectoris: Medis

 

- ASS, Betablocker, Statin
- Kalziumantagonist
- Nitrate, Molsidomin/Nicoradil

- Ivabradin (sel. If-Kanal-Hemmer)
- Ranolazin (Piperazinderivat)

ACS Notfall: Massnahmen

> Alarmieren

> Nitroglycerin sublingual (alle 5 minuten, max 3x)

> ASS 150mg

> Sauerstoff: einatmen 100%
Ziel: art. Sättigung 94-98% (88-92 bei COPD)

Study