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Cartes-fiches
Was verstehen Sie unter dem Begriff „Polynomgrad“ im Zusammenhang mit der Analysedefinition in Mechanica?
9 305
Der Polynomgrad bezeichnet die Ordnung der Randpolynome der verwendeten Elemente bei einem p-Netz. Je höher der Polynomgrad ist, umsogenauer ist auch das Ergebnis der Analyse. Allerdings steigt mit höher werdendem Polynomgrad auch die Rechendauer.
Inwieweit müssen bei einer Balkenkonstruktion in Mechanica 3D-Elemente in Part konstruiert werden?
14 305
In Part muss bei einer Balkendefinition nur der Verlauf des Balkens selbst – denkbar als neutrale Faser – gezeichnet werden. Hierbei ist zu beachten, dass entsprechend der Aufgabenstellung die Linie in mehreren Teilen gezeichnet werden muss, um beispielsweise Streckenabschnitte mit Streckenlasten beaufschlagen zu können. Ferner müssen an den Stellen, an denen sich eine Randbedingung (Lagerstelle) oder eine Einzelkraft befinden, einzelne Punkte mit in den Linienzug konstruiert werden. Im Sinne der Kon-vention sollte der Linienzug entlang der x-Achse gezeichnet werden.
Was verstehen Sie unter einem sogenannten Constrainset?
4 305
Ein Constrainset besteht aus einer Sammlung von Randbedingungen
Warum muss manchmal in Mechanica die Netzdichte von Hand erhöht werden?
Randbereiche, an denen starke Krümmungen vorherrschen oder an denen Lasten wirken, bedürfen des Öfteren einer Netzverfeinerung. Ferner sorgt die automatische Vernetzung häufig für zu grobe Netze, die ungenaue Ergebnisse hervorrufen. Über die AutoGEM-Steuerung lässt sich die maximale Elementdichte steuern.
Wie ist die Vorgehensweise für eine FEM-Analyse in Mechanica?
6 305
Die Vorgehensweise ist wie folgt:
a) Zunächst erfolgt die Geometrievernetzung, wobei entschieden werden muss, ob eine Volumen- oder eine Schalenvernetzung vorgenommen werden soll. Im Falle einer Schalenvernetzung muss vor der Vernetzung eine oder mehrere Mittenflächen erzeugt werden.
b) Gegebenenfalls muss die Netzdichte von Hand nachkorrigiert werden.
c) Anschließend erfolgt die Definition der Randbedingungen.
d) Danach werden die Lasten angebracht (Punkt c) und d) können in ihrer Reihenfolge auch vertauscht werden).
e) Danach erfolgt die Definition der Analyse. Für einen ersten Durchlauf kann eine adaptive Einschrittkonvergenz stattfinden, um eventuelle Problemstellen ausfindig zu machen. Danach kann eine Mehrfachkonvergenz erfolgen, wobei der Polynomgrad nach und nach auf den maximalen Wert von 9 gesteigert werden kann.
f) Zuletzt erfolgt im Postprocessing die Ergebnisauswertung. Dabei kann unter einer Vielzahl von Möglichkeiten die Darstellung des Resultats vorgenommen und verändert werden.
g) Gegebenenfalls muss diese Liste mehrmals durchlaufen werden, wobei oft ganz zu Beginn eine Geometrieveränderung steht. Hervorzuheben ist die Möglichkeit, die FEM-Analyse in eine Optimierungsschleife mit Behaviour Modeling zu integrieren.
Wann können in Mechanica sogenannte Mittenflächen gebildet werden?
13 305
Mittenflächen sollten bei sogenannten dünnen Bauelementen gebildet werden (Dicken/Längenverhältnis >5). Hierzu eignen sich Schalen, Blechbauelemente und dünne Platten. Mechanica verfügt über einen leistungsfähigen Algorithmus zum automatischen Erkennen von gegenüberliegenden Flächen.
Warum sollten – wenn möglich – Schalenelementen der Vorzug gegenüber Volumenelementen gegeben werden?
11 305
Schalen haben den Vorteil, dass mit Schalenelementen als FEM-Netz gerechnet werden kann. Bei gleich hoher Güte des Ergebnisses sind die Rechenzeiten deutlich geringer als bei Volumenelementen. Schalenelemente gelten im FEM als sogenannte 2D-Elemente, auch wenn diese gekrümmt sind.
Inwiefern unterscheidet sich der Modellbaum in Mechanica von dem in Part?
3 305
Der Modellbaum von Mechanica hat zusätzlich zu den Features in Part auch noch Features für
- Lasten
- Randbedingungen
- Schalenpaare
- Simulationsflächen, beispielsweise zum Anbringen von Lasten oder Randbedingungen
- Materialeinträge
- Simulationsgeometrie wie Linien, Punkte, Achsen usw., die in Mechanica erzeugt wurden
Diese Mechanica-Features sind von Part aus nicht sichtbar und lassen sich auch nur in Mechanica erzeugen, verändern und löschen.
Was sagt Ihnen der Begriff „Prozentkonvergenz“?
15 305
Der Begriff „Prozentkonvergenz“ ist Bestandteil des Analysedefinitionsdialogs in Mechanica. Damit wird die Konvergenz der FEM-Berechnung eingestellt. Je kleiner der Wert ist, desto genauer ist das Ergebnis, jedoch steigt mit kleiner werdender Konvergenz auch die Rechendauer.
Beschreiben Sie die prinzipielle Funktionsweise einer Kopplung zwischen einem CAD-System und einem MKS!
1 306
Die Kopplung zwischen einem CAD und einem MKS kann auf zweierlei Arten erfolgen
- im integrierten Modus ohne CAD-Import/Export,
- im externen Modus durch Daten-Import/Export.
Die integrierte Methode ist dabei der externen Methode vorzuziehen, da die gesamte parametrische Kette erhalten bleibt. Ein Ersatzmodell muss nicht erstellt werden.
Welche Eigenschaften muss ein CAD-Modell besitzen, damit eine MKS-Simulation durchgeführt werden kann?
9 306
Die Eigenschaften bestehen aus folgenden Punkten:
- Das Modell muss aus Gelenken bestehen.
- Das Modell sollte keine Redundanzen aufweisen.
- Das Modell muss – im Falle einer dynamischen Simulation mit Kräften usw. – eine Masseneigenschaft besitzen.
- Im Falle einer integrierten Betriebsweise sollte das Modell ein Mindestmaß an Parametrik besitzen.
Warum benötigen wir in einem MKS oft Bewegungsbeschränkungen?
5 306
Dadurch, dass nahezu jedes MKS in Echtzeit keine Durchdringungsanalyse der vorhandenen Körper anstellen kann, muss der Benutzer die Bewegungsachsen in ihrem Bewegungsumfang entsprechend einschränken, um Kollisionen zu vermeiden. Ferner ist es häufig der Fall, dass Hebel, Betätigungselemente, Antriebe oder Ähnliches eine Art Anschlagsbegrenzung erhalten sollten.
Was ist der Vorteil eines integrierten MKS?
16 306
Ein integriertes MKS bietet folgende Vorteile:
- Die Definition der Bewegungskinematik erfolgt im CAD-System.
- Enthaltene parametrische Bezüge bleiben beim Wechsel in das MKS erhalten und können dort mit verwendet werden.
- Die Turn-Around-Zeiten zwischen Verbesserung an der Konstruktion und nachfolgender MKS-Simulation sind deutlich geringer als bei einem externen MKS-Tool.
- Bei einem integrierten System können die Ergebnisse aus der MKS-Simulation oft einer nachfolgenden FEM-Analyse zugeführt werden, beispielsweise bei der Nach-rechnung einer Lagerdeformation oder bei der Auslegung von Lastfällen unter Zug/Druck/Biegung/Torsion, indem die MKS-Messgrößen an die FEM weitergelei-tet werden.
- Falls die Möglichkeit einer integrierten Optimierung vorhanden ist, kann das MKS direkt mit dem Optimierungstool zusammenarbeiten und die Kinematik optimieren
Was ist der Unterschied zwischen einer offenen und einer geschlossenen kinematischen Kette?
Eine offene kinematische Kette besteht aus einer reinen Hintereinanderschaltung (Rei-henschaltung) von kinematischen Elementen über Dreh-, Schub- oder Zylinderlager.
Eine geschlossene kinematische Kette besteht aus einer kinematischen Schleife, die in sich geschlossen ist. Der kinematische Schluss erfolgt meist über die unbewegliche Basis. Bei geschlossenen Kinematiken besteht schnell die Gefahr der Überbestimmtheit.
Wie unterscheiden sich die KARDANische Drehung und die EULER‘sche Drehung?
26 306
Der Unterschied zwischen kardanischer Drehung und EULER’scher Drehung besteht in der Reihenfolge der Einzeldrehungen an den Achsen.
- Die kardanische Drehung erfolgt zunächst um die x-Achse, anschließend um die y-Achse und zuletzt um die z-Achse
- Die Euler’sche Drehung erfolgt zuerst an der z-Achse, danach um die neue x-Achse und zuletzt um die neue z-Achse
Zu beiden Verfahren existieren Rotationsmatrizen, deren Resultat die neue Lage des gedrehten Koordinatensystems darstellt.
Nennen Sie die Unterschiede zwischen einem globalen und einem lokalen Koordinatensystem!
20 306
Der Unterschied zwischen einem globalen und einem lokalen Koordinatensystem besteht darin, dass das globale (Welt)-Koordinatensystem unbeweglich ist und meist nur einmal vorkommt. Das lokale Koordinatensystem befindet sich grundsätzlich in allen Körpern, wobei jeder Körper – ob beweglich oder unbeweglich – sein eigenes lokales Koordinatensystem besitzt. Jedes lokale Koordinatensystem hat dabei seinen eigenen Namen.
Was verstehen Sie unter dem DENAVIT-HARTENBERG-Verfahren?
24 306
Das DENAVIT-HARTENBERG-Verfahren oder kurz DH-Verfahren ist eine spezielle Methode, um eine Transformation der jeweiligen Koordinatensysteme bis hin zum TCP (Tool Center Point) vorzunehmen. Das Ergebnis ist eine Beschreibung des Gesamtsystems anhand seiner Gelenkwinkel. Die DH-Transformation wird meist bei offenen kinematischen Ketten – hier besonders bei Robotern – angewendet. Dabei zeichnet sich die Methode auch durch ihre spezielle Notationsweise aus, die mithilfe der sogenannten DH-Parameter vorgenommen wird. Problematisch ist das Verfahren, wenn Gelenkachsen parallel zueinander verlaufen. Dann muss mithilfe eines Tricks eine Gelenkachsenlage angenommen werden, um eine durchgehende Berechenbarkeit sicherzustellen.
Welcher Unterschied besteht zwischen einer kinematischen und einer dynamischen Simulation in einem MKS?
14 306
Der Unterschied zwischen einer kinematischen und einer dynamischen Simulation ist folgender:
- Eine kinematische Simulation liefert Positionen, Geschwindigkeiten und Beschleunigungen, die einzig aus der geometrischen Beschreibung sowie vorhandener Positions-, Geschwindigkeits- und Beschleunigungsantriebe heraus bewegt wird.
- Eine dynamische Simulation liefert neben den oben genannten Ergebnissen und Möglichkeiten weitere Größen wie z. B. Kräfte, Momente und Kraft/Momenten-resultate aus Beschleunigung und Geschwindigkeit. Sie ermöglicht die Einbezie-hung der Modell- und Bauteilemasse sowie Feder- und Dämpferreaktionen. Ebenso kann die Gravitation bei der Simulation berücksichtigt werden. Die Antriebe können nun auch Kraft- oder Momentencharakter besitzen.
Wie werden MKS und FEM zusammengekoppelt?
7 306
MKS und FEM können durch zwei Methoden zusammengekoppelt werden:
- Wir führen eine MKS-Simulation durch und geben dann über geeignete Schnittstellen (händisch oder – im Falle eines integrierten Systems über die Parametrik und Messwerte) die für uns wichtigen Werte an das FEM weiter. Hier werden die entsprechenden Simulationen durchgeführt.
- Es geht auch anders herum; dies bedeutet, wir ermitteln zunächst in einer FEM-Baugruppe entsprechende – beispielsweise – Lagerreaktionen und übergeben diese Kräfte oder Momente über Schnittstellen oder die integrierte Methode an das MKS.
- Eine weitere Methode ist die Verwendung geeigneter Werkzeuge, die gleichzeitig eine MKS und eine FEM durchführen können (sogenannte elastische MKS, EMKS abgekürzt, oder flexible MKS, FMKS abgekürzt). Dabei müssen neben einer MKS-Definition auch FEM-Definitionen durchgeführt werden.
Wie unterscheiden sich ein Drehgelenk und ein Zylinderlager bezüglich ihrer Freiheitsgrade?
25 306
Ein Drehgelenk besitzt einen rotatorischen Freiheitsgrad. Das Zylinderlager besitzt einen rotatorischen und einen translatorischen Freiheitsgrad entlang der Drehachse. In der Regel können diese Freiheitsgrade durch Bewegungseinschränkungen mit „Anschlägen“ versehen werden.
Ein Mechanismus besitzt einen Freiheitsgrad. Wenn ein Motor an einer passenden Drehachse angebracht wird, sinkt der Freiheitsgrad auf null ab. Warum?
4 306
Ein Motor – oder eine Bremse – ist prinzipiell ein Festlager mit einem Freiheitsgrad.
In der Regel ist dies ein rotatorische Freiheitsgrad oder ein translatorischer Freiheitsgrad (bei einem Linearmotor). Motoren haben eine Achse, welche eine fest definierte mathematische Beziehung der Bewegungseigenschaften besitzt und von außen nicht verändert werden kann. Dies wirkt als Freiheitsgrad nach außen, der durch die Mathematik bestimmt wurde. Daher nimmt ein Motor einen Freiheitsgrad aus unserem Modell heraus.
Sind Federn kinematische oder dynamische Simulationselemente?
18 306
Federn haben eine Kraftwirkung nach außen, da ihre Länge nur durch eine wirkende Kraft (oder ihr Drehwinkel durch ein wirkendes Moment) beeinflusst wird. Da Kräfte und Momente zur Dynamik gerechnet werden, sind Federn dynamische Bauelemente.
Sie haben in einer kinematischen Simulation keinerlei Auswirkungen
Wie können Kräfte in einem MKS definiert werden?
11 306
Kräfte können über mehrere Methoden definiert werden: P entweder als Vektor mit Betrag und Richtung, oder P als Komponenten mit x-, y- und z-Komponente.
Ferner können Kräfte als Linien- oder als Flächenlast aufgebracht werden. Ebenso möglich sind zeitlich veränderliche Kräfte, Krafttabellen und benutzerdefinierte Kraftverläufe (beispielsweise anhand eigener Formeln, die das Kraftverhalten beschreiben).
Weiterhin können Kräfte – abhängig vom Zeitpunkt der Simulation – ein- oder ausgeschaltet werden.
Wie können die Simulationsergebnisse aus Mechanismus exportiert werden?
Simulationsergebnisse können aus Mechanismus über das sogenannte Graphtool exportiert werden. Die Möglichkeiten hierbei sind:
- als Bild in verschiedenen Größen, Auflösungen und Bildformaten,
- als Texttabelle,
- als Excel-Tabelle, welche in Excel direkt eingelesen werden kann.
Was bedeutet der Begriff „CFD“ in der Simulationstechnik?
6 306
Der Begriff CFD bedeutet „Computational Fluid Dynamics“ was so viel heißt wie „Rechnergestützte fluidisch-dynamische Simulation“. Sie wird dann angewendet, wenn es um Strömungssimulation geht. Grundlage hierfür sind die NAVIER-STOKES-Gleichungen einerseits oder die etwas einfacheren EULER-Gleichungen. Da numerisch gearbeitet wird, besitzt das Ergebnis die hinlänglich bekannten Probleme und Fallstri-cke. CFD-Simulationen sind aufwändig sowohl in der Handhabung als auch in der Simulationsrechnung selbst. In CAx-Systeme integrierte CFD-Systeme sind noch nicht in Gebrauch.
Welche Eingangsbedingungen können bei einer CFD-Simulation berücksichtigt werden?
10 306
Bei einer CFD-Simulation werden folgende Eingangsbedingungen benötigt:
- alle Daten über das Fluid, also Viskositäten, Temperaturabhängigkeiten, Scherspan-nungsverhalten usw.,
- alle Daten über die räumlichen Begrenzungen und deren fluidisches Verhalten, beispielsweise Reibung, Ausdehnung und Geometrie, Temperatur usw.,
- Modelle über Turbulenz, laminares Verhalten usw.,
- weitere Randbedingungen, beispielsweise Drehung von Geometrieteilen (bei Propellern o.ä.), Gravitation, Ein- und Ausströmgeschwindigkeiten, Drücke usw.
Was ist der Unterschied zwischen einer laminaren und einer turbulenten Strömung?
Eine laminare Strömung besitzt über den gesamten Bereich ihrer räumlichen und mathematischen Definition eine bestimmte REYNOLDSzahl, die nicht überschritten werden darf. Eine laminare Strömung bewegt sich gedanklich in dünnen Schichten.
Falls die REYNOLDSzahl einen kritischen Wert überschreitet, schlägt die laminare Strömung sofort in eine turbulente Strömung um. Der Physiker OSBORN REYNOLDS hat hierzu eine Gleichung entwickelt, welche dieses Verhalten genau beschreibt. Wichtig ist eine charakteristische Länge l, die Strömungsgeschwindigkeit v sowie die dynamische Viskosität, ebenso die Dichte des Fluids.
Was ist die REYNOLDSzahl?
2 306
Die dimensionslose REYNOLDSzahl (abgekürzt Re) beschreibt die physikalischen Zusammenhänge zwischen der Geometrie, der Geschwindigkeit des Fluids sowie dessen dynamischer Viskosität. Dabei werden – meist unter Laborbedingungen – die sogenannten kritischen REYNOLDSzahlen ermittelt, bei welchen eine laminare Strömung selbst unter geringsten Störungen von außen in eine turbulente Strömung umkippt. Als charakteristische Länge wird oft die Gesamtlänge des Körpers gewählt. Falls die Viskosität null ist, geht die REYNOLDSzahl gegen unendlich.
In Rohrleitungen beträgt die kritische REYNOLDSzahl ca. 2300. Falls eine gründliche turbulente Durchmischung stattfinden soll, wird Re > 10 000 gewählt. Dies ist beispielsweise bei Rührwerken der Fall.
Aus welchen Bestandteilen besteht ein CFD-Simulationsmodell?
19 306
Ein CFD-Modell besteht im Prinzip aus den folgenden Komponenten:
- einem mathematischen Modell, welches die innere Konsistenz des Problems genau beschreibt. Dieses Modell muss mit passenden Randbedingungen versehen werden, um ein korrektes Resultat zu erzielen.
- einem Diskretisierungsmodell, welches die vorhandenen Differenzialgleichungen approximiert. Es gibt hierzu verschiedene Submodelle, beispielsweise das Finite Differenzen-Modell (FDM), das Finite Volumen-Modell (FVM) und das bekannte Finite Elemente-Modell (FDM).
- einem geeigneten Netzmodell, das die Problembereiche geometrisch erfasst und dem Diskretisierungsmodell zuführt. Es existieren verschiedene Netzmodellansätze, die jeweils ihre speziellen Eigenschaften besitzen. Ferner gehören zu den Netzmodellen die richtigen Gleichungslöser, die auch nicht lineare Lösungstechniken beherrschen.
Warum muss bei einer CFD-Simulation das Netz oft von Hand erstellt werden?
15 306
magnetischen Kreisen. Das Tool arbeitet in 2D und ist Freeware (Windows). Ferner ist FEMM in der Lage, elektrostatische Felder sowie thermische Zusammenhänge rechnerisch zu erfassen und zu simulieren. Die Ergebnisse werden in Graphform oder in Farbplots dargestellt.
K13__(Seite 87)
Eine offene kinematische Kette besteht aus einer reinen Hintereinanderschaltung (Rei-henschaltung) von kinematischen Elementen über Dreh-, Schub- oder Zylinderlager.
Eine geschlossene kinematische Kette besteht aus einer kinematischen Schleife, die in sich geschlossen ist. Der kinematische Schluss erfolgt meist über die unbewegliche Basis. Bei geschlossenen Kinematiken besteht schnell die Gefahr der Überbestimmtheit.
Antworten zu
den Kontrollfragen
å CAD306
130l
K14__(Seite 88)
Der Unterschied zwischen einer kinematischen und einer dynamischen Simulation ist folgender:
P Eine kinematische Simulation liefert Positionen, Geschwindigkeiten und Beschleunigungen, die einzig aus der geometrischen Beschreibung sowie vorhandener Positions-, Geschwindigkeits- und Beschleunigungsantriebe heraus bewegt wird.
P Eine dynamische Simulation liefert neben den oben genannten Ergebnissen und Möglichkeiten weitere Größen wie z. B. Kräfte, Momente und Kraft/Momenten-resultate aus Beschleunigung und Geschwindigkeit. Sie ermöglicht die Einbezie-hung der Modell- und Bauteilemasse sowie Feder- und Dämpferreaktionen. Ebenso kann die Gravitation bei der Simulation berücksichtigt werden. Die Antriebe können nun auch Kraft- oder Momentencharakter besitzen.
K15__(Seite 110)
Bei einer CFD-Simulation ist die Güte des Netzes ausschlaggebend für die Qualität und Auflösung (also Feinheit) der Lösung. Diese Netze können momentan noch nicht automatisch generiert werde, wie es beispielsweise bei Mechanica der Fall ist. Händisch erarbeitete Netze besitzen oft viel Finesse, um die besonders interessanten Bereiche besonders hoch und genau aufzulösen. Dabei ist eine feine Netzverteilung über das gesamte Modell oft nicht notwendig, da sonst die Rechenzeiten astronomisch hoch werden (und damit auch die Kosten)
Was verstehen Sie unter dem sogenannten „Leapfrog“-Verfahren?
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Das Leapfrog-Verfahren bezeichnet eine spezielle Lösungsmethode bei einer CFD-Simulation, in welcher instationäre Strömungen berechnet werden. Durch numerische Integration werden für die anschließende Berechnung des Strömungsverhaltens die passenden Anfangswerte errechnet.
Was sind sogenannte Rheologische Studien?
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Rheologische Studien sind Untersuchungen an fließenden Stoffen, die sowohl körnig (beispielsweise Sand) als auch hochviskos (beispielsweise Kunststoffe) sein können.
In unserem Studienbrief wurde hauptsächlich auf das Fließverhalten von Kunststoffen eingegangen. Rheologische Studien basieren auf den bereits erwähnten CFD-Methoden. Daneben existieren auch Füllstudienrechner, die nur das Formfüllverhalten des Kunststoffes selbst untersuchen, ohne die Randbedingungen zu berücksichtigen, die aus dem Aufbau und den thermischen Eigenschaften der Kunststoffspritzgussform stammen (Beispiel Plastic Advisor).
Was wird bei einer Rheologischen Studie benötigt?
3 306
Bei einer Rheologischen Studie werden in der Regel die folgenden Informationen benötigt:
- die Geometrie des Formteils selbst,
- die rheologischen Daten des verwendeten Kunststoffes,
- die physikalischen und thermischen Eigenschaften des Werkzeuges,
- die Eigenschaften der Herstellmaschine – oft der Einspritzdruck sowie der Einspritzquerschnitt,
- weitere Randdaten wie die Temperierungsleistung, Kühlanordnung im Werkzeug usw.
Was wird mit dem Simulationstool FEMM simuliert und berechnet?
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Das Tool FEMM (Finite Element Method Magnetics) errechnet aus gegebenen geometrischen, elektromagnetischen und elektrischen Randbedingungen den magnetischen Fluss, Feldstärke, ausgeübte magnetische Kräfte usw. bei magnetischen Kreisen. Das Tool arbeitet in 2D und ist Freeware (Windows). Ferner ist FEMM in der Lage, elektrostatische Felder sowie thermische Zusammenhänge rechnerisch zu erfassen und zu simulieren. Die Ergebnisse werden in Graphform oder in Farbplots dargestellt.
In wieweit können Menschmodelle bereits in einem integrierten CAx-System verwendet werden?
21 306
Für Menschmodelle existieren mehrere Tools verschiedener Hersteller. Als Beispiel genannt sei das Tool Manikin von PTC, das sich nahtlos in die CAx-Umgebung von Pro/Engineer einreiht und vollständig parametrisiert ist. In Verbindung mit den Konstruktionsdaten aus dem CAD-Teil sowie MKS-Simulationen aus Mechanismus lässt sich dieses Tool breitbandig einsetzen, wo es darum geht, den Menschen in seiner technischen Umwelt zu simulieren (natürlich nur was seine kinematischen Fähigkeiten angeht).