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S. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers. Sie konzentrieren sich auf die Funktionsweise von Organen wie der Lunge, Leber, Niere und dem Zwerchfell, sowie auf die Bedeutung von Vitaminen, Nahrung und Bewegung. Die Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten und Gesundheitsberufe, die ihr Verständnis der menschlichen Anatomie und Physiologie vertiefen möchten.
Cartes-fiches
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Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
13.08.2019 / 01.04.2020

Cartes-fiches

Die Nieren = paarig, links und recht der Wirbelsäule unter dem Zwerchfell liegen retroperitoneal (ausserhalb des Bauchraumes)

Nierenhilum:

Nierenhilum:

  • Nierenbecken$:
    • sammelt Urin und leitet diesen in Harnleiter
  • Ein- und Austritt von
    • Nierenarterie und Nierenvene
    • Nerven und Lymphgefässen

Die Nieren = paarig, links und recht der Wirbelsäule unter dem Zwerchfell liegen retroperitoneal (ausserhalb des Bauchraumes)

Nierenrinde:

 

  • enthält Nierenkörperchen mit Glomerulus
  • enthält Tubulusapparat

Die Nieren = paarig, links und recht der Wirbelsäule unter dem Zwerchfell liegen retroperitoneal (ausserhalb des Bauchraumes)

Nierenmark:

Nierenmark:

  • enthält Sammelrohre

Feinbau der Niere

Nephron

Nierenkörperchen und Tubulusapparat funktionelle Einheit der Niere (enthält ca. 1 Mio. Nephrone)

Feinbau der Niere

Nierenkörperchen

Nierenkörperchen

  • Liegen in Rinde
  • bilden Primärharn:
    • Blut fliesst durch Glomerulus und wird filtriert (Wasser, Elektrolyte, kleine Moleküle)

Tubulusapparat (Nierenkanälchen)

  • liegt in Rinde und z.T. in Mark
  • bilden Sekundärharn:
    • Konzentration des Primärharns durch
      • Reabsorptionsvorgänge
    • Anreicherung des Primärharns durch
      • Sekretionsvorgänge

Sammelrohre

  • münden über Papillengang in

Nierenkelch

Harnleiter

Nierengefässe

Arteria Renalis = Nierenarterie

  • verzweigt sich in 
    • Glomerulus = 1. Kapillarnetz
    • Abfluss über efferente Arteriole in
    • Peritubuläre Kapillaren = 2. Kapillarnetz
    • Abfluss in Venolen und --- Vena Renalis

Nierengefässe

Vena Renalis = Nierenvene

  • Abfluss in untere Hohlvene

Nierengefässe

  • zuführende (Afferente) Arteriole
  • wegführende (efferente) Arteriole
  • Glomerulus
  • peritubuläre Kapillaren
  • Vena renalis

Tubulussystem

Funktion des Tubulussystems = verändert und konzentriert Primärharn durch:

  • Rückresorption von 
    • Wasser
    • Blutsalzen (u.a. Natrium, Kalium Kalzium)
      • Wasser folgt passiv
    • Aminosäuren und Glucose
  • Sekretion von 
    • Harnsäure, Arzneimittel
    • bei Bedarf auch Kalium oder Wasserstoff-Ionen

Tubulussystem

  • zuführende Arteriole
  • wegführende Arteriole
  • Glumerulus
  • peritubuläre Kapillaren
  1. Filtration
  2. Reabsorption
  3. Sekretion
  4. Ausscheidung

Regulation und Parameter

Glomeruläre Filtrationsrate (GFR) = Filtrationsmenge (Primärharn) beider Niere pro Zeit

 

  • Parameter für Nierenfunktion
  • ca. 120ml/min (=170-180L/Tag!)
    • davon 99% rückresobiert

Regulation und Parameter

Autoregulation der durchblutung und Filtration

Autoregulation der durchblutung und Filtration =konstanter Blutdruck in Glomerulum notwendig!

  • Autoregulation der Gefässweite
    • Arteriole /Venolen
  • tubuloglomeruläre Rückkopplung
    • hohe NaCl-Konzentration in Tubulus -- Gefässverengung
  • Hormone
    • niedriger Blutdruck:
      • Renin: erhöht Aldosteron -- Verengung der Venolen
    • hohes Blutvolumen:
      • ANP-- erweitert Arteriolen

Der Urin= tägliche Urinmenge eines Erwachsenen ca. 1,5 Liter

Urinzusammensetzung

  • 95% Wasser
  • Harnstoff (tgl. 20-25g)
    • Endprodukt des Eiweissstoffwechsels
    • in Leber gebildet
  • Harnsäure
  • Kreatinin
  • Salze (Kochsalz, Phosphat, Säuren)

Der Urin= tägliche Urinmenge eines Erwachsenen ca. 1,5 Liter

Urindiagnostik

  • Teststreifen
    • Proteine: in kleinen Mengen normal
      • grosse Mengen:
        • Schädigung der Kapillarwände
    • Glucose: bei erhöhtem Blutzucker!
    • Erythrozyten: Erkrankung /SChädigung von 
      • Niere oder Harnwegen
    • Leukozyten: Infektion
    • Ketonkörper: Endprodukte bei Fettabbau
      • Fasten oder Diabetiker

 

Ableitende Harnwege

Harnleiter = ausgehend von Nierenbecken

 

  • ca. 2.5mm dick, 30cm lang
  • mit Urothel (Übergangsepithel) ausgekleidet
  • münden in Harnblase
    • Ventilmechanismus:
      • Urin kann nicht zurückfliessen

Ableitende Harnwege

Harnblase = Hohlorgan aus glatter Muskulatur

  • liegt im kleinen becken
  • mit Urothel ausgekleidet
  • dreischichtige Muskulatur
  • Fassungsvermögen ca. 800ml
    • Harndrang bei 350ml

Ableitende Harnwege

Harnrörhe = verbindet Harnblase mit Körperoberfläche

  • innerer Schliessmuskel: 
    • glatte Muskulatur
  • äusserer Schliessmuskel
    • quergestreifte Beckenbodenmuskulatur
  • Frau: ca. 4cm lang, verläuft fast gerade
  • Mann: ca. 20 cm lang
    • verläuft gebogen, mehrere Engstellen
    • Samenwege münden in Harnröhre ein

Wasserhaushalt

Regulation

  • 3 Hormone:
    • ADH/ Vasopressin aus Hypothalamus
      • Wasserrückresorption in Niere
    • Aldosteron aus Nebenniere
      • Natriumrückresorption (und dadurch Wasserrückresorption) in Niere
    • ANP aus Herz
      • Natrium- und Wasserausscheidung in Niere

Wasserhaushalt

Wassereinfuhr und- Ausfuhr

  • Einfuhr:
    • direkt:
      • über Getränke, Infusionen (ca. 1,5l)
    • indirekt
      • über wasserhaltige Nahrungsmittel (ca. 600ml)
    • Oxidationswasser
      • aus Nahrungsverstoffwechslung

Wasserhaushalt

Wassereinfuhr und- Ausfuhr

  • Ausfuhr:
    • Urin (ca. 1,5l)
    • Stuhl (ca. 200ml)
    • Haut (ca. 300 ml)
    • befeuchtete Ausatemluft (ca. 500ml)

Elelktrolyt- und Säure- Basen- Haushalt

Kaliumhaushalt

Kaliumhaushalt:

Hypokaliämie: Kaliummangel

  • bestimmte Diuretika, Laxanzien, Durchfall

Hyperkaliämie: Kaliumüberschuss

  • Nierenfunktionsstörung

Symptome: Störungen der Erregungsleitung (Herzrhytmusstörungen)

Elelktrolyt- und Säure- Basen- Haushalt

Natriumhaushalt

Natriumhaushalt

Hyponatriämie: Natriummangel

  • Erbrechen, Durchfall, Nierenerkrankung, Diuretika

Hypernatriämie: Natriumüberschuss

  • ADH-Mangel (Diabetes insipidus)

Symptome: Müdigkeit, Lethargie, Erbrechen, Verwirrtheit, Krämpfe

Elelktrolyt- und Säure- Basen- Haushalt

Säure-Base-Haushalt

Säure-Base-Haushalt

Konstanthalten des Blut-pH-Wertes (normal 7,40

  • Kohlensäure-Bikarbonat-System
  • Proteinpuffer:Albumin, Hämoglobin
  • Lungen und Nieren

Niere als endokrines Organ

Renin steigert Blutvolumen und Blutdruck

Renin, steigert Blutvolumen und Blutdruck

  • gebildet in Niere bei:
    • Minderdurchblutung der Niere (Blutdruckabfall)
    • Natriummangel
    • Sympatikusaktivierung
  • bewirkt über Zwischenschritt Bildung von:
    • Angiotensin ll:
      • Vasokonstriktion --> Blutdruck steigt
      • steigert Durst
      • erhöht Natriumrückresorption
      • stimuliert Freisetzung von Aldosteron und ADH
        • erhöhte Natrium- und Wasserrückresorption

Niere als endokrines Organ

Erytrhopoetin steigert Erythropoese im Knochenmark

Erytrhopoetin steigert Erythropoese im Knochenmark

  • zu 90 % in Niere gebildet
  • bei Sauerstoffmangel freigesetzt
    • Lungenerkrankungen
    • Höhenanpassung

Bau und Verlauf  des Verdauungstraktes

Wand des Verdauungstraktes

  • Mukosa: Schleimhaut
    • innen mit Epithel ausgekleidet
  • Submukosa: Bindegewegeschicht
  • Muskularis: Muskelschicht (quer und längs)
    • quergestreifte Muskulatur:
      • Mund, Rachen oder Speiseröhre
    • glatte Muskulatur:
      • restlicher Teil des Verdauungstraktes
    • äusserste Schicht:
      • Adventitia
        • Mundhöhle, Rachen, obere Speiseröhre
      • Serosa
        • Organe in Bauchhöhle

Bau und Verlauf  des Verdauungstraktes

Mechanische Verdauung / Chemische Verdauung

Mechanische Verdauung

  • Zerkleinerung durch Zusammenziehen der Muskulatur
    • Peristaltik fördert Transport des Inhaltes

Chemische Verdauung

  • Sekrete aus Speicheldrüse, Leber, Pankreas

Mundhöhle, Aufnahme und Vorbereitung der Nahrung, Schleimhaut mit mehrschichtigem unverhorntem Plattenepithel

Zähne

Zähne:

  • Zahnkrone, Zahnhals, Wurzel(n))
    • Wurzelkanal: Blutgefässe und Nerven
  • 32 Zähne:
    • Schneidezähne, Eckzähne, Backenzähne
    • Mahlzähne, Weisheitszähne

Mundhöhle, Aufnahme und Vorbereitung der Nahrung, Schleimhaut mit mehrschichtigem unverhorntem Plattenepithel

Zunge

Zunge:

  • quergestreifte Muskulatur
  • Papillen: Schleimhauterhebungen
    • Tastempfinden und Geschmackswahrnehmung
  • Funktionen:
    • hilft bei Kau- und Schluckbewegungen
    • formt schluckbaren Bissen
    • Geschmacks- und Tastempfinden
    • Mitbeteiligung bei Lautbildung und Sprechen

Mundhöhle, Aufnahme und Vorbereitung der Nahrung, Schleimhaut mit mehrschichtigem unverhorntem Plattenepithel

Speicheldrüsen

  • viele kleine in Mundschleimhaut
  • 3 paarige grosse Speicheldrüsen
    • Ohrspeicheldrüse
    • Unterkieferspeicheldrüse
    • Unterzungenspeicheldrüse
  • Speichel:
    • Wasser, antimikrobielle Substanzen
    • Speichelenzyme

Mundhöhle, Aufnahme und Vorbereitung der Nahrung, Schleimhaut mit mehrschichtigem unverhorntem Plattenepithel

Gaumen

Gaumen:

  • Schlucken:
    • verschliesst oberen Rachenraum

Rachen und Speiseröhre

Rachen

Rachen:

  • Schleimhaut-Muskel-Schlauch
  • verbindet:
    • Nase und Lufträhre
    • Mundhöhle und Speiseröhre

Rachen und Speiseröhre

Speiseröhre =Ösophagus

Speiseröhre =Ösophagus

  • ca. 25cm langer Muskelschlauch
    • beginnt hinter Ringknorpel
    • läuft hinter Luftröhre abwärts
    • Durchtritt durch Zwerchfell
    • geht in Magen über
  • oberer / unterer Ösophagussphinkter
    • Verschluss zu Rachen und Magen
  • 3 Engstellen
    • Ringknorpelenge
    • Aortenenge
    • Zwerchfellenge

Magen

Beginn der Verdauung (mechanisch und chemisch), Produktion von Intrinsic Factor

Magenwand

Magenwand

  • Muskularis: 3 Schichten
  • Magenschleimhaut:
    • einschichtiges Zylinderepithel
      • Belegzellen: Salzsäure und Intrinsic Factor
      • Hauptzellen: Pepsinogene
      • Nebenzellen: Magenschleim

Magen

Beginn der Verdauung (mechanisch und chemisch), Produktion von Intrinsic Factor

Magensaft (tgl. 2 liter)

Magensaft (tgl. 2liter)

  • Salzsäure
    • 1. Schritt der Eiweissverdauung
    • Schutz vor Bakterien und Viren
  • Pepsinogen
    • in saurem Magensaft zu Pepsin aktiviert
    • witere Spaltung der Eiweisse
  • Magenschleim
    • Schutz vor Selbstverdauung
  • Intrinsic Factor
    • Aufnahme von Vitamin B12

Entleerung des Magens

  • Verweildauer abhängig von Nahrung
    • 2-7 Stunden

Dünndarm, Speisebrei wird zu Ende verdaut, Aufnahme der dabei entstehenden Moleküle Rückresorption von ca. 8L Verdauungssäften

Dünndarmschhleimhaut

Dünndarmschleimhaut

  • Oberflächenvergrösserung
    • Schleimhautfalten
    • Zotten und Krypten
    • Epithelzellen mit Mikrovilli (Bürstensaum)
  • Brunner-Drüsen
    • bilden Schleim zum Schutz der Oberfläche
  • Lymphfollikel = Lymohozytenhaufen
    • Abwehr von Krankheitserregern

Dünndarm, Speisebrei wird zu Ende verdaut, Aufnahme der dabei entstehenden Moleküle Rückresorption von ca. 8L Verdauungssäften

Duodenum= Zwölffingerdarm

Duedenum= Zwölffingerdarm

  • Mündung des Gallen- und Pankreasganges

Dünndarm (Duodenum-- Jejunum - Ileum)

Leber, bildet Galle, sammelt und verteilt nährstoffreiches Blut, Umbau und Abbau körpereigener Stoffe

Leberläppchen= gebildet von Leberzellen

Leberläppchen, gebildet von Leberzellen

  • je ein Ast der Pfortader und er Leberarterie
    • Blut läuft durch Kappilarnetz (Sinusoide)
    • hier Austausch mit Leberzellen
    • dann Abfluss in Zentralvene
      • V. hepatica untere Hohlvene
  • ein feiner Gallengang
    • sammelt Galle
    • Vereinigen sich zu grossen Gallengängen
      • münden in Duodenum

Leber, bildet Galle, sammelt und verteilt nährstoffreiches Blut, Umbau und Abbau körpereigener Stoffe

Aufgaben

Aufgaben:

  • Produktion von Galle
  • Biotransformation
  • Kohlenhydratstoffwechsel
    • Glykogen
  • Fettstoffwechsel
    • Fettsäuren
  • Eiweissstoffwechsel
    • Aminosäuren
    • Bildung Gerinnungsfaktoren
  • Speicherfunktion
    • u.a. Vitamine, Eisen

Galle

  • Wasser, Blutsalze (Elektrolyte)
  • BIlirubin:
    • aus Abbau der Erythrozyten
    • wasserunläslich
      • in Blut an Albumin gebunden = indirektes Bilirubin
      • in Leber an Säure gekoppelt = direktes Bilirubin
        • wird mit Galle in Darm abgegeben
          • weitere Umbauprozesse
            • Ausscheidung über Fäzes/Urin

Étudier