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Flashcards
Wodurch kommt es sekundär zu einer Erhöhung der Hämatokrit- und Hämoglobinwerte.
Die Steigerung des Hämatokritwertes und des Hämoglobinwertes kann ganz unterschiedliche Ursachen haben:
länger bestehender Sauerstoffmangel zum Beispiel in Höhenluft,
Sauerstoffmangel infolge von Herzkrankheiten oder Erkrankungen der Lunge,
Steigerung der Erythrozytenzahl durch vermehrte Erythropoetinbildung bei Nierentumoren.
Zuführung von Erythropoetin bei Sportlern als Doping (EPO-Doping).
Mit welchem Fachausdruck wird - zur Abgrenzung gegenüber der Polycythaemia vera - eine solche sekundäre Steigerung des Hämatokritwertes und des Hämoglobinwertes bezeichnet?
Im Falle einer sekundären Steigerung der Zahl der roten Blutkörperchen (zum Beispiel bei Anpassung an Höhenluft) spricht man von Polyglobulie!
Sie haben oben bereits gelernt, dass die Fließeigenschaften des Blutes sich bei einer Polycythaemia vera verschlechtern. (Sie haben gelernt, dass die Viskosität des Blutes zunimmt). Nennen Sie einige Akuterkrankungen, die hierdurch entstehen können.
Sie haben oben bereits gelernt, dass die Fließeigenschaften des Blutes sich bei einer Polycythaemia vera verschlechtern. (Sie haben gelernt, dass die Viskosität des Blutes zunimmt). Nennen Sie einige Akuterkrankungen, die hierdurch entstehen können.
Erklären Sie, warum bei einer Polycythaemia vera das Erythropoetin im Blut niedrig ist.
Das Erythropoetin wird in der Niere gebildet und ist ein Hormon, das die Blutbildung anregt.
Im Falle der Polycythaemia vera kommt es jedoch aufgrund der malignen Transformation von Stammzellen im Knochenmark, bereits zu einer Steigerung der Blutbildung über das sinnvolle Maß hinaus.
Der Organismus versucht durch einen entsprechenden Regelkreis, die übersteigerte Blutbildung zu mindern und schüttet wenig Erythropoetin aus.
Welche Aufgabe hat eine Plasmazelle?
ie in den Plasmazellen gebildeten Antikörper bekämpfen in den Körper eingedrungene Fremdeiweiße wie Bakterien, Viren und dergleichen.
Wo wird die Plasmazelle gebildet?
Wie alle weißen Blutkörperchen wird auch die Plasmazelle im (roten) Knochenmark gebildet.
Der Begriff multiples Myelom und Plasmozytom hört man vielfach im gleichen Atemzug genannt. Gibt es zwischen diesen Begriffen einen Unterschied?
Vom Plasmozytom spricht man, wenn lediglich an einer einzigen Stelle im Knochenmark entartete Plasmazellen vorkommen.
Kommen an vielen (multiplen) Stellen im Knochenmark, maligne entartete Plasmazellen vor, so spricht man vom multiplen Myelom.Hinweis: manchmal wird das Multiple Myelom auch als Morbus Kahler bezeichnet.
Was versteht man unter dem Begriff monoklonale Antikörper?
Den Begriff monoklonale Antikörper hört man häufig im Zusammenhang mit Plasmozytom / multiplen Myelom.
Hiermit wird zum Ausdruck gebracht, dass eine entartete Plasmazelle, sich völlig unkontrolliert vermehrt (einen Klon bildet) und aus diesem Klon von Plasmazellen, eine große Menge gleicher Antikörper (monoklonale) entstehen.
Welche typische Veränderung findet man im Urin bei einem Patienten mit multipler Myelom?
Im Urin findet man bei einem Patienten mit multiplem Myelom oft das Bence-Jones- Protein.
Was versteht man unter einem Bence-Jones-Protein?
Sie haben oben gelernt, dass die entarteten Plasmazellen völlig am Bedarf vorbei Antikörper produzieren. Auch Antikörper sind Eiweiße. Die Antikörper beim multiplen Myelom entsprechen relativ kleinen Eiweißen (niedermolekularen Eiweißen).
Diese sehr kleinen Eiweiße, werden in der Summe als Paraproteine bezeichnet. Für die Niere sind sie toxisch. (Schädigend).
Die niedermolekularen Eiweiße werden durch die geschädigte Niere in den Urin ausgeschieden. (Im normalen Urin finden sich keine Eiweiße). Die im Urin nachgewiesenen, niedermolekularen Paraproteine werden dort als Bence-Jones-Proteine bezeichnet.
Das Multiple Myelom kann unter anderem durch eine autologe Stammzelltransplantation behandelt werden.
Was ist ein multiples Myelom?
Das Multiple Myelom ist eine bösartige (maligne) Erkrankung des blutbildenden Systems. (Umgangssprachlich auch als Blutkrebs bezeichnet).
Kennzeichnend für das Multiple Myelom ist die unkontrollierte Vermehrung von entarteten Plasmazellen!
Welches Hormon stimuliert die Bildung der Erythrozyten (Erythropoese) erforderlich?
Das Erythropoetin. (Dieses Hormon wird ganz überwiegend in der Niere gebildet)
Linksverschiebung / Defintion
Unter der Linksverschiebung versteht man das vermehrte Auftreten von unreifen neutrophilen Granulazyten im Differentialblutbild und deutet auf eine Infektion
Welches Eiweiß enthält ein Erythrozyt?
Das Hämoglobin (roter Blutfarbstoff)
Was versteht man unter MCV?
MCV bedeutet mittleres korpuskuläres Volumen. Gemeint ist hiermit das mittlere Volumen eines einzelnen roten Blutkörperchens.
Das MCV ist einer von mehreren Erythrozyten-Indizes: Der MCV dient bei einer Anämie (Blutarmut) der weiteren Differenzierung der Anämie: Ist das durchschnittliche Erythrozyten-Volumen
erhöht = makrozytäre Anämie
normal = normozytäre Anämie
erniedrigt = mikrozytäre Anämie
Was versteht man unter dem MCH Wert?
Der MCH-Wert (auch HbE-Wert genannt) ist der mittlere Hämoglobin Gehalt eines einzelnen roten Blutkörperchen. Bei verringertem MCH-Wert enthält ein einzelnes rotes Blutkörperchen zu wenig Hämoglobin.
Welche Werte werden bei einem kleinen Blutbild bestimmt?
Leukozyten (weiße Blutkörperchen)
Erythrozyten (rote Blutkörperchen)
Retikulozyten (Jugendformen der Erythrozyten)
Hämatokrit (Hkt)
Hämoglobin
MCV (mittleres korpuskuläres Volumen)
MCH (mittleres korpuskuläres Hämoglobin)
MCHC (mittlere korpuskuläre Hb-Konzentration
Thrombozyten (Blutplättchen)
Was ist Ferritin?
Im Blutstrom oder im Gewebe vorkommendes freies Eisen wäre ein Gift. Um den Körper vor dem freien Eisen zu schützen, wird das Eisen an ein Eiweiß gebunden. Dieses an Eiweiß gebundene "Speicher-Eisen" nennt man Ferritin.
Bei einer Eisen-Mangelanämie sind schon vor auftreten erster Symptome die Ferritin-Werte erniedrigt.
Was ist Transferrin?
Eisen wird z.B. bei zerfallenden Erythrozyten in der Milz freigesetzt. Das meiste Eisen gewinnt der Körper zurück. Um das Eisen auf dem Blutweg zu transportieren wird es an ein Eiweiß gebunden. Dieses Eiweiß (Transporteiweiß) ist das Transferrin.
Ferritin = Speicherform des Eisens
Transferrin = Transportform des Eisens im Blut
Was bedeutet der Nachweis von Normoblasten im Blut?
Normoblasten sind kernhaltige Vorstufen der Erythrozyten. Normoblasten findet man beim Gesunden im Knochenmark und nicht im Blut!
Normoblasten im Blut sind ein ernstes Zeichen z. B. für eine Leukämie.
In welche drei Gruppen kann man die weißen Blutkörperchen unterteilen?
Granulozyten
Lymphozyten
Monozyten
Die Granulozyten werden nach ihrem Färbe-Verhalten nochmal in 3 Gruppen unterteilt. Wie heißen die drei Formen der Granulozyten?
neutrophile Granulozyten
basophile Granulozyten
eosinophile Granulozyten
Wie viele Thrombozyten findet man beim Gesunden in 1 Mikroliter Blut?
Der Normal-Wert der Blutplättchen beträgt 140.000 - 400.000 Thrombozyten/ µl
Die Thrombozyten sind kernlose Scheiben, die noch kleiner sind als die Erythrozyten.
Wie alt werden die Thrombozyten?
Etwa 1 - 2 Wochen. Die Thrombozyten werden dann in Milz und Leber wieder abgebaut.
Was versteht man unter Gerinnungs-Faktoren?
Alle 13 Gerinnungs-Faktoren werden für eine regelhafte Blutstillung benötigt. Die meisten Gerinnungs-Faktoren sind Eiweiße, die in der Leber gebildet werden. (Ausnahme: z. B. Kalzium = Faktor IV.
Die Gerinnungs-Faktoren werden mit römischen Zahlen von I - XIII bezeichnet.
Was ist der Gerinnungs-Faktor I
Der Gerinnungs-Faktoren I ist das Fibrinogen. Am Ende der Blutgerinnung wird der (provisorische) Klumpen aus Thrombozyten, die das Gefäßleck abdichtet von einen Netz von Fibrin-Fäden stabilisiert. Dabei wird der Faktor I (Fibrinogen) in Fibrin umgewandelt und durch den Faktor XIII - den Fibrin stabilisierenden Faktor - zu einem stabilen Netzt verwoben.
Wie kann man sich vereinfacht die Blutgerinnung vorstellen?
Im Blut wird das Eiweiß Fibrinogen transportiert. Das Fibrinogen (Faktor I) ist in ständiger Bereitschaft zur Blutgerinnung.
Bei Bedarf wird der Gerinnungs-Faktor II - das Prothrombin - aktiviert und zu Thrombin umgewandelt. Das Thrombin wandelt das Fibrinogen in Fibrin um. (Für die Umwandlung des noch unwirksamen Pro-Thrombins in das aktive Thrombin werden die Gerinnungs-Faktoren V - XII benötigt.
Wie wird ein Hämoglobinmolekül abgebaut?
Ery wird in seinen Häm und Globinanteil gespalten. Das Eisen wird recycelt und entweder ins Knochenmark transportiert oder als Ferritin (Darm, Leber, Milz und Knochenmarkt) gespeichert.
Sind die Ferritinspeicher voll, wird es als Hämosiderin in der Leber und Knochenmark gespeichert.
Das eisenfreie Molekülrest von Häm wird in das wasserlösliche Urobilinogen abgebaut und über die Niere ausgeschieden.
Der andere Teil wird über mehrere Zwischenschritte in das fettlösliche Bilirubin umgeandelt und via Leber bzw Gallenflüssigkeit in den Darm abgegeben.
Im Dickdarm wird es enzymatisch zum braunen Sterkobilin gewandelt und so ausgeschieden.
Das Globin wird enzymtisch abgebaut.
Was ist eine Erythropoese?
Die Entwicklung der zellkernfreien Erythrozyten aus der pluripotenten Stammzelle:
Pluripotente Stammzelle-Proerythroblast-Erythroblast-Normoblast-Retikulozyt-Erythrozyt
Was ist Hämatokrit?
Bezeichnet den Anteil aller zellulären Bestandteile an Volumen des Blutes. Der Hämatokrit ist hauptsächlich von der Konzentration der Erys abhängig, die rund 99% der zellulären Bestandteile des Blutes ausmachen. Damit ermöglicht die Bestimmung des Hämatokrit Wertes vor allem einen Rückschluss auf den Anteil der Erys im Blut. Darüberhinaus kann der Hämatokrit Wert Aufschluss über den Wasserhaushalt des Patienten geben.
Wie werden die Leukos unterteilt?
- Monozyten (jung) Makrophagen (alt)
- Granulozyten (neutrophile, eosinophile, basophile)
- Lymphozyten: B- und T-Zellen
Wie werden die Lymphozyten unterteilt?
B - Zellen: B-Zellen, Plasmazelle, B-Grdächtniszelle
T-Zellen: T-Helferzelle, T-Suppressionszelle, T-Gedächtniszelle, Zytotoxische Zelle
Beschreibe den Entwicklung, Lebensdauer, Abbauort der Thrombozyten
Entwicklung: Pluripotente Stammzelle, Megakaryoblast, Megakaryozyt. Durch Abschnürrungen aus dem Zytoplasma des Megakaryozyten entstehen die Zellbruchstücke, die Thrombos.
Lebensdauer: 8-12 Tage
Abbauort: Milz und Leber
Beschreibe den Ablauf der primären Hämostase
Wird ein Gefäss verletzt, lagern sich Thrombos an die Bindegewebsfasern (Kollagen) der verletzten Gefässwände ab.
Die Ablagerung wird als Plättchen- Thrombozytenaggregation/ Adhäsion bezeichnet
Im weiteren Verlauf der Blutstillung bilden die Thrombos Pseudopodien aus.
Mit diesen mikrovilliartigen Fortsätzen können sich die Thrombos eng an einander lagern und soweit vernetzen, dass sich ein Thrombus bildet
Wie kommt es zur Gefässreaktion in der Blutgerinnung
Während der primäre Hämostase schütten die Thrombos ihren Granulatinhalt frei. Dabei bewirkt das ausgeschütterete Serotonin, dass sich die verletzten Gefässwände verkleben bzw einrollen
Was ist der endgültige Thrombus?
Die sekündäre Hämostase führt an der verletzten Stelle zur Ausbildung eines Fasernetzes aus Fibrin um den Thrombus herum (=endgültiger Thrombus). Fibrin wird mit Hilfe des Enzyms Thrombin aus der inaktiven Form Fibrinogen katalysiert.
Was versteht man unter Fibrinolyse?
Unter Fibrinolyse versteht man einen proteolytischen (abbauenden) Prozess, durch den das Fibrinnetz aufgelöst wird. Die Fibrinolyse dient vor allem der Auflösung von überschüssig gebildeten Fibrin und der Begrenzung des Gerinnsels auf den verletzten Bezirk.
Lückentext / Allergie
Um eine Allergie zu bekommen, muss man erst einmal Kontakt mit dem Stoff gehabt haben, man nennt es Sensibilisierung. Dieser Stoff wird nun zum Allergen. Das Immunsystem beginnt nun die Antikörper gegen diesen Stoff zu bauen. Kommt es nun zum Zweitkontakt mit dem Auslöser, so reagiert das Immunsystem mit einer überschiessenden Immunantwort, die bis zum anaphylaktischen Schock gehen kann. Dieser Schock kommt aber nur beim Allergie Typ 1 vor.
Ablauf / Anaphylaktischer Schock
- lokale allergische Entzündung
- generalisierte Haut - Schleimhautreaktion mit Ödemen und Luftnot (Bronchialspasmus)
- Ausweitung der Reaktion auf die inneren Organe mit Bauch- und Unterleibskrämpfen
- Schockzeichen, Puls über 100, Bewustseinverlust, Schlammblutbildung
- Kreislauf - Atemstillstand, kein Puls
Was passiert bei der Typ 4 Allergie?
Zelluläre Immunreaktion. Allergen lagert sich auf der Zellmembran der Körperzelle ab, die T - Zellen (TH2) attackieren diese. D.h., dass die Makrophagen angelockt werden und es kommt zur lokalen Entzündung mit einhergehender Gewebsschädigung. Typisches Beispiel ist die Kontaktallergie