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Flashcards
Granulozyten / zu welcher Immunabwehr gehören sie? Neutrophile Granulozyten - wie viel % von weissen Blutkörperchen machen sie aus?
=Zellen der unspezifischen Abwehr.
Neutrophile Granulozyten machen 80% aller weissen Blutzellen aus
Für was ist das unspezifische Abwehr zuständig
es sorgt dafür, dass eindringende Pathogene (Bakterien, Viren, Parasiten, Pilze, geschädigte eigene Zellen) schnell abgetötet, phagozytiert und beseitigt werden.
Für was ist das spezifische Abwehr zuständig?
Geben Informationen über die körperfremde Atigene an die Lymphozyten weiter
Welche Zellen gehören zur unspezifischen Abwehr?
Neutrophile, Eosinophile, Basophile Granulozyten; Monozyten; natürliche Killerzellen (NK - Lymphozyt / Abkömmling der T-Zelle)
Für was sind die B - Zellen zuständig?
Sie produzieren Antikörper=Immunglobuline=komplexe Proteine mit mehreren Bindungsstellen für jeweils 1 bestimmtes Antigen. Der B - Lymphozyt produziert einen einzigen Antikörper Typ
Immunglobulin A / Vorkommen / Aufgabe
Vorkommen: im Schleim und in den wässrigen Sekreten der Schleimhäute, welche die im Kontakt zur Aussenwelt stehenden Körperoberflächen bedecken. (Speichel, Schweiss, Nasenflüssigkeit, im Schleim der Bronchien, des Darmes, des Urogenitaltraktes sowie in der Muttermilch)
Hauptaufgabe: Schutz der Oberflächen vor pathogenen Keimen. Verhindert das Anlagern und das Eindringen von Erregern und anderen antigenrepresentativen Materialien.
Immunglobulin D / IgD - Aufgabe
IgD fungiert bei ruhenden B - Lympphozyten als Rezeptor für Antigene. Im Plasma kommt IgD in geringer Form vor.
Immunglobulin G / IgG - warum macht es 75% aller Immunglobuline aus?
Das diffundiert bereitwilliger als alle anderen Immunglobuline durch die Wände der Blutgefässe und ist deshalb in den Gewebsflüssigkeiten das am meisten anzutreffender Antikörper.
Es kann die Plazenta passieren (platzentagängig) und wird im Kolostrum (Muttermilch) nachgewiesen
Immunglobulin M / IgM? Hauptwirkung
Ist der grösste Antikörper mit den meisten Bindungsstellen
Hauptwirkung: - Agglutinieren (Verklumpen von Antigenen)
- Neutralisation von Toxinen
- Aktivierung des Komplement Systems
IgE - Wirkung
Ist der Antikörper, der bei allen allergischen Reaktionen mitbeteiligt ist
- Das IgE bindet sich über die Fc-Rezeptoren an Mastzellen = basophile Granulozyten
- Kann dort über Jahre im Körper bleiben
- Bindet es ein Allergen, so veranlasst es die Mastzelle, die Inhaltsstoffe ihrer Granula (v. a. Histamin) auszuschütten, was die Allergie auslöst
Was enthalten die Mastzellen und wie ist ihre Wirkung?
Die Mastzellen enthalten Heparin und Histamin
Heparin: gerinnungshemmend, erleichtert das Ausschwemmen von Erregern
Histamin: - Vasodilatation der kleinen Gefässe und erhöhte Gefässpermeabilität (Ödeme)
- Konstriktion der grossen Gefässe wie Bronchien und Magen - Darm Trakt
- Entzündungsmediator
- reguliert Bildung der Magensäure
- Wirkt als Neurotransmitter und reguliert Schlaf-Wach-Rhythmus und Apettitkontrolle
- Die verschiedenen Funktionen werden über die Rezeptoren gesteuert.
Was ist eine Allergie?
Überschiessende Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte (spezifische), normalerweise harmlose Umweltstoffe (Antigene), oft mit Entzündungssymptomen.
=Fehlentscheidung des Immunsystems "Abwehr" apathogener Keime mit überschiessender Entzündungsreaktion. Die TH2 Zellen spielen in der Aktivierung der Mastzellen bzw der Anregung der IgE - Produktion eine wichtige Rolle
Erstkontakt Sensibilisierung - Ablauf
Antigen (Allergen) -> Dendritischen Zellen "verarbeiten" das Antigen und präsentieren es -> T - Zellen (diese stimuleiren sich gegenseitig bzw durch Komplementaktivierung (Das Komplementsystem ist ein Teil des unspezifischen humoralen Immunsystems, welches zur Eliminierung von zellulären Antigenen (z.B. Bakterien) beiträgt (unspezifische Immunreaktion) ->Stimulierte TH2 - Zellen->spezifische B-Zellen binden Antigen->transformieren sich in IgE produzierende Plasmazellen->IgE bindet sich an die Oberfläche von Mastzellen und Basophilen
Allergiephase an Beispiel Soforttyp
Mastzellen und Basophile enthalten in ihrer Zytoplasma Entzündungsmediatoroen wie z. B. Histamin
Wenn die gebundenen IgE Antikörper sich kreuzvernetzen, werden die Entzündungsmdiatoren ausgeschüttet
Allergische Symptome innert Sekunden oder Minuten
Entzündungsmediatoren: erhöhte Gefässpermeabilität, Kontraktion der glatten Muskulatur, Stimulierung der Hautnervenendigungen (Juckreiz), Komplementaktiverung etc: Auslöser der allergischen Reaktion
Pseudoallergie / Was ist das? / Beispiel
Reaktion über die Botenstoffe vermittelt, unmittelbar beim Erstkontakt (ohne Sensibilisierungsphase)
z. B. histaminempfindliche Personen nach Verzeht von Wein und Käse - Symptome und die Therapie wie bei der echten Allergie - Pseudoallergien äussern sich üblicherweise als anaphylaktsche Reaktion
Typ 1-4 Allergien
- Typ 1 - Allergie vom Soforttyp - klassische Allergie vermittelt durch die IgE gegen freie Antigene
- Typ 2 - Allergie zytotoxischer Typ - vermittelt durch IgG / IgM gegen zellgebundenen Antigene (Transplatatabstossung, Blutunverträglichkeit (Transfusionszwischenfall) oder Morbus Basedow (Autoantikörper gegen TSH - Rezeptor bindet sich an den Rezeptor der Schilddrüsenzelle und bewirkt eine Daueraktivierung der Thyroxin - Produktion)
- Typ 3 - Allergie - Antikörper gegen (lösliche) Antigene. Da die Antikörper und Antigene multivalent (mehrere Lösungen zulassend) sind, entstehen Immunkomplexe. Z. B. Glomerulonephritis, SLE (Systematische Lupus Erythematodes), Arthritis, exogen - allergische Alvelitis
- Typ 4 - Allergie vom Spättyp, Antikörper unabhängiger Typ, T- Zell vermittelt. Immunglobuline spielen da keine Rolle. Die überschiessende Reaktion wird durch die T - Zellaktivierung von Allergen spezifischen T - Zellen ausgelöst. Die T - Zellen sezenieren Zytokine, welche Komplement aktivieren und Makrophagen anlocken. z. B. Kontaktekzem, Neurodermitis, Tuberkulin - Test, chronische Asthma, chronischer Heuschnupfen
Antigene - Definition
Antigene sind Substanzen, an die sich Antikörper oder bestimmte Lymphozyten-Rezeptoren binden
Antikörper - Definition
Antikörper oder Immunglobuline sind globuläre Proteine, die von zu Plasmazellen differenzierten B-Lymphozyten produziert und sezerniert werden. Sie sind gegen Bestandteile eines Antigens gerichtet und besitzen die Fähigkeit an dieses zu binden
Autoimmunerkrankung Defintion
Reaktion des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe
Autoantikörper - Hypothese zur Veränderung der Antikörperstruktur
- Antikörper bestehen aus Proteinen und Zuckerketten
- Bei Autoimmunerkrankungen scheinen diese Zuckerketten einen Mangel an Sialinsäure aufzuweisen.
Hypothese: Mangel an Sialinsäure könnte eine Umwandlung von physiologischen Antikörpern zu Autoantikörpern entwickeln
HIV - was ist das?
Humanes Immundefizienz Virus
- behülltes RNA - Virus
- Familie der Retroviren
- Gattung der Lentiviren
Zielzellen der HI - Virus sind die T - Helferzellen. Ihre virusbedingte Reduktion führt zu AIDS (Acquired Immun Deficiency Syndrom)
Makrophagen / gehören zu / stammen aus / Aufgabe
gehören zu Leukozyten und entstammen aus der pluripotenten Zelle des Knochenmarks
Die Aufgabe der Makrophagen ist die Phagozytose. Sie sind jedoch fähig, auch vielfältige und hochwirksame Botenstoffe (Zytokine) sowie Enzyme (Bsp Lysozym) zu bilden.
Neutrophile Granulozyten - wenn vermehrt im Labor zu finden, dann
ist es ein Hinweis auf eine Entzündung oder Infektion
Die dendritische Zelle / was ist das? / Aufgabe
Dendritische Zellen können von den Makrophagen abstammen. Ihr Hauptaufgabe aber nicht die Phagozytose, sondern die Antigenpräsentation. Sie sind darauf spezialisiert, anderen Zellen des Immunsystems zu zeigen, welche Erreger sie aufgefressen haben. Damit aktivieren sie weitere Teile des Immunsystems (insbesondere der T-Zelle).
Die eosinophilen Granulozyten / Aufgabe
- Beseitigen bei einer allergischen Reaktion vorhandene Histamin
- Phagozytieren Antigen-Antikörper Komplexe, artfremdes Eiweiss (z. B. Wurminfektion)
Die Basophilen Granulozyten / Aufgabe
- Wenn Allergen vorhanden sind, sondern sie Heparin und Histamin aus. Sie phygozytieren nicht
Welche Eigenschaft haben alle Leukozyten gemeinsam?
m Gegensatz zu den kernlosen Erythrozyten und Thrombozyten enthalten alle weißen Blutkörperchen einen Zellkern. Die Leukozyten dienen der Abwehr von Krankheits-Erregern und von fremden Stoffen. Leukozyten sind beteiligt an Entzündungs-Vorgängen.
Was versteht man unter Diapedese?
Das Durchwandern der Blutgefäße durch die Leukozyten
In welche drei Gruppen kann man die weißen Blutkörperchen unterteilen?
Granulozyten
Lymphozyten
Monozyten
Die Granulozyten werden nach ihrem Färbe-Verhalten nochmal in 3 Gruppen unterteilt. Wie heißen die drei Formen der Granulozyten?
neutrophile Granulozyten
basophile Granulozyten
eosinophile Granulozyten
Welches Blutbild muss man anfordern, um eine Differenzierung der einzelnen Leukozyten zu erhalten.
Man muss ein sogn. großes Blutbild = Differentialblutbild anfordern. Beim kleinen Blutbild erhält man nur die Anzahl der Leukozyten. Nicht jedoch welche einzelnen Zellformen der Leukozyten in welcher Menge vorkommen.
Wo werden die Leukozyten gebildet?
Alle drei Grundtypen der Leukozyten werden zunächst im Knochenmark gebildet. Im Knochenmark entsteht aus einer Stammzelle eine der drei Vorläufer-Zellen der der weißen Blutkörperchen: (Myoblast, Lymphoblast, Monoblast)
aus den Myoloblasten entstehen die Granulozyten
aus den Lymphoblasten die Lymphozyten
aus den Monoblasten die Monozyten
Was ist gemeint wenn man von T-Lymphozyten bzw. von B-Lymphozyten spricht?
Die Lymphozyten entstehen im Knochenmark aus den Lymphoblasten
Ein Teil der Lymphozyten wandert dann durch die im Brustkorb gelegene Thymusdrüse und erhält dort ihre Funktion ("Prägung") zugewiesen. Diese Form der Lymphozyten nennt man T-Lymphozyten.
Die andere Gruppe der Lymphozyten erhält die Zuweisung ihrer Funktion (Prägung) im Knochenmark.
Nach dem englischen Wort für Knochen (bone) werden diese Lymphozyten als B-Lymphozyten bezeichnet.
Welche Funktion haben die B-Lymphozyten ?
Die B-Lymphozyten sind die Produktionsstätte der Antikörper. Dringt ein Krankheitserreger in den Körper ein, so hat dieser Erreger an seiner Oberfläche bestimmte Rezeptoren (Eiweiße), die für genau diesen Erreger typisch sind. Von den Millionen B-Lymphozyten passen einige wenige im Sinne eines Schlüssel-Schloss-Prinzips genau auf diesen Erregertyp.
Dieser "passende" B-Lymphozyt vermehrt sich, reift zur Plasmazelle heran und bildet massenhaft Antikörper gegen den eingedrungen Krankheitserreger.
Was versteht man unter einer T-Helferzelle?
Die T-Lymphozyten teilt man nochmals in zwei Gruppen:
Die T-Helferzellen
Die T-Suppressorzellen
Die wichtigste Aufgabe der T-Helfer-Zellen besteht darin, B-Zellen nach einem Kontakt mit einem Antigen (z.B. einem Virus) zur Antikörperbildung zu aktivieren.
Welche Aufgabe haben die Monozyten?
Die Monozyten halten sich nur wenige Tage innerhalb der Blutgefäße auf. Nach ihrer Diapedese wandern sie in verschiedene Gewebe und Organe aus.
Dort machen die Monozyten eine weitere Wandlung durch: Sie reifen zu ortsständigen Makrophagen: Die Makrophage nennt man auch die "großen Fresser". Wie die neutophilen Granulozyten sind sie zur Phagozytose befähigt.
Was versteht man unter Leukozytose?
Von Leukozytose spricht man, wenn die Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) über 10.000 / µl steigt
Was versteht man unter Leukopenie?
Von Leukopenie spricht man, wenn die Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) unter 4.000 / µl sinkt.
Was versteht man unter Agranulozytose?
Bei der Agranulozytose sind pro µl Blut nur noch wenige Hundert oder gar keine Granulozyten mehr nachweisbar. Es kommt zu hohem Fieber mit Schüttelfrost. In der Mundhöhle und im Rachen findet man zahlreiche Nekrosen der Schleimhaut. Es besteht hohe Gefährdung infolge Sepsis.
Eine Agranulozytose kann - wenn auch recht selten - infolge einer Allergie auf Medikamente ganz akut entstehen.
Wo werden die Erys gebildet?
Im Knochenmark