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A. F.
Diese Karteikarten behandeln Infektionskrankheiten und deren Diagnostik auf einem fortgeschrittenen Niveau. Sie konzentrieren sich auf Erreger wie Viren, Bakterien und Parasiten, sowie auf Symptome, Inkubationszeiten und Komplikationen von Krankheiten wie Tuberkulose, Masern und Malaria. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Ärzte, die sich auf Infektionskrankheiten spezialisieren, da sie detaillierte Informationen zu Diagnose und Behandlung bieten.
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Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
03.08.2019 / 04.08.2019

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Durch welche Erreger wird die Legionärskrankheit verursacht?

Die Legionärskrankheit wird durch Bakterien der Gattung Legionellen hervorgerufen. Bakterien der Gattung Legionellen verursachen aber nicht nur die Legionärskrankheit!

 

Welches Organ wird bei der Legionärskrankheit, von der Infektion besonders häufig betroffen?

Es ist die Lunge! 
Bei der Legionärskrankheit dominieren Symptome einer Lungenentzündung (Pneumonie). 
Dabei kann die Pneumonie tödlich verlaufen!

Wie werden die Legionellen bei einer Infektion einer Legionärskrankheit übertragen? nennen Sie die beiden wichtigsten Krankheiten, die durch Legionellen verursacht werden?

Die Übertragung der Legionärskrankheit erfolgt in aller Regel nicht durch direkten Kontakt mit infizierten Personen, sondern durch die Einatmung von Legionella pneumophila.

Die Legionärskrankheit, die häufig zu Pneumonie führt. 
Das wesentlich milder verlaufende Pontiac Fieber.

Wo liegt der bevorzugte Aufenthaltsort von Legionellen?

Legionellen bevorzugen etwa 40° warmes Wasser. Legionellen können sich daher sehr gut in Duschen, Klimaanlagen oder in Badeanstalten vermehren. 
Hinweis: Legionellen überleben keine Wassertemperaturen über 60°, wenn sie diesen Temperaturen dauerhaft ausgesetzt sind.

Wie wird die Legionärskrankheit behandelt?

Die Legionärskrankheit bedarf antibiotischer Therapie. (Zum Beispiel mit Erythromycin).

Wie heißt der Erreger der Masern?

Masernvirus oder Morbillivirus (ist ein RNA Virus)

Auf welche Weise wird das Masernvirus (Morbillivirus) übertragen?

Das Morbillivirus kann auf zwei verschiedene Weisen übertragen werden: 
Tröpfcheninfektion 
Kontaktinfektion

 

Wie lang ist die Inkubationszeit bei einer Maserninfektion?

Die Inkubationszeit der Masern beträgt 8-14 Tage.

Das 1. Stadium der Masern wird als Prodromalstadium bezeichnet. Unter welchen Symptomen leidet ein Kind typischerweise im Prodromalstadium der Masern?  

In dem 3-7 Tage dauernden Prodromalstadium der Masern kommt es zu einer Entzündung der Schleimhäute in den oberen Atemwegen mit Schnupfen und Bronchitis aber auch zu einer Entzündung der Augenbindehäute (Konjunktivitis). 
Die Kinder leiden unter Übelkeit, Halsschmerzen und Kopfschmerzen. 
Im Prodromalstadium kann das Fieber mäßig sein; aber auch bis zu 41° ansteigen.

Es können Kopnikflecken entstehen. Koplikflecken sind kalkspritzerartigen weiße Flecken an der Wangenschleimhaut gegenüber den Backenzähnen.

 

Wie wird das 2. Stadium der Masern genannt?  Wo beginnt bei einem typischen Verlauf der Masern das Exanthem? 

Exanthemstadium

Das Exanthem beginnt beim typischen Verlauf der Masern hinter den Ohren und im Gesicht.

Das Exanthem bereitet sich dann von kranial nach kaudal aus. 

 

Welche Charakteristika weist das Masernexanthem auf?

Typisch für das Masernexanthem sind unregelmäßig geformte, rötliche größere Flecken, die zusammenfließen (konfluieren). 
Das Exanthem der Masern beschreibt man mit einem Fachausdruck als makulopapulöses konfluierendes Exanthem.

Im 3. Stadium der Masern – dem Rekonvaleszenzstadium – kommt es zu einer Entfieberung. Wie verändert sich die Haut?

m Rekonvaleszenzstadium der Masern beobachtet man häufig eine kleieartige Abschuppung der Haut. Auch in diesem Stadium sind die Masern noch infektiös.

Wir merken uns:

ein Patient mit Masern ist bereits drei bis fünf Tage vor dem Auftreten des Masernexanthem ansteckend. Die Ansteckungsgefahr bleibt bis zu 4 Tage nach Abklingen des Exanthems. Am größten ist die Ansteckungsgefahr unmittelbar vor dem Ausbruch des Masernexanthems.

 

Nennen Sie einige besonders häufige Komplikationen der Masern!

Häufig beobachtet man im Zusammenhang mit dem Masern:   
eine Otitis media (Mittelohrentzündung), 
eine Bronchitis mit Pneumonie (Lungenentzündung), 
Durchfall, 
Masernenzephalitis

Im Rahmen der Komplikationen der Masern kann es auch – wenn auch sehr selten – zu einer subakuten sklerosierenden Panenzephalitis kommen.

Die subakute sklerosierende Panenzephalitis ist eine besonders gefürchtete Spätkomplikation der Masern. Sie tritt Monate bis etliche Jahre nach einer Maserninfektion auf. 
Bei der subakuten sklerosierenden Panenzephalitis kommt es zu einer generalisierten Entzündung des Gehirns, bei der die Nervenbahnen ihre Hüllen (Myelinscheiden) verlieren. 
Die subakute sklerosierende Panenzephalitis zerstört allmählich das Gehirn und ist nahezu immer tödlich. 
Die subakute sklerosierende Panenzephalitis rechnet man zu den Slow Virus Infektionen.

 

Eine kausale Therapie der Masern ist bisher nicht möglich!

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Was ist eine Meningitis?

Eine Meningitis ist eine entzündliche Veränderung der Gehirnhäute. Meist ist besonders betroffen die weiche Gehirnhaut (Pia mater).

Bei einer Meningitis ist die Entzündung meist nicht streng auf die Meningen (Hirnhäute) begrenzt, sondern auch in der Nachbarschaft nachweisbar.

Was verursacht eine Meningitis?

Ganz überwiegend wird eine Meningitis verursacht durch:

  • Bakterien

  • Viren

Welche Bakterien verursachen besonders häufig eine Meningitis?

  • Meningokokken (Neiseria meningitidis)

  • Pneumokokken

  • Hämophilus influenza (besonders Typ B: Abkürzung HIb)

 

Welche Symptome verursacht die bakterielle Meningitis im typischen Fall?

  • hohem Fieber mit Schüttelfrost

  • Lichtscheu (Photo-Phobie)

  • sehr starke Kopfschmerzen ....später in Benommenheit übergehend

  • Meningismus

Kind hatte morgens etwas Schnupfen, hat aber noch gespielt....das gleiche Kind liegt Abends hoch fiebernd im dunklen Zimmer und weint nach Anschalten des Lichtes....an der Haut finden sie einen rötlichen Ausschlag....

Jede sehr kurze Anamnese (nach Stunden) und Lichtscheu ist sehr verdächtig auf eine Meningitis! (besonders wenn ein Hautausschlag besteht)

Was versteht man unter Meningismus?

Meningismus ist ein Sammelbegriff für klinische Symptome, die entstehen, wenn ein an Meningitis Erkrankter versucht, einen Zug an den Meningen (Hirnhäuten) zu vermeiden: Besonders wichtig sind:

  • Opisthotonus: Überstrecken des Kopfes nach hinten

  • Lasegue-Zeichen: Anheben des gestreckten Beines führt im Rücken zu Schmerzen

  • Brudzinski-Zeichen: Kopf des Patient wird in Richtung Sternum (Brustbein) gebeugt; dann werden die zuvor gestreckten Beine in den Knien gebeugt (Die Beine werden an den Körper herangezogen)

  • Kernig-Zeichen: Wird ein gestrecktes Bein angehoben, so beugt der Kranke das Knie

 

Nennen Sie einige mögliche Komplikationen der bakterielle Meningitis?

Hirnabszesse: von den Hirnhäuten können Bakterien in andere Regionen des Gehirns gelangen und dort zu Eiteransammlungen führen

epileptische Anfälle: Entzündungen können Narben hinterlassen, an den Narben entstehen Krampfanfälle

subdurale Ergussbildung:  Entzündungen führen oft in der Umgebung zu stärkeren Flüssigkeitsansammlungen. Im Inneren des Schädels ist dies besonders problematisch, da der Knochen nicht ausweichen kann und der Hirndruck steigt.

Hydrozephalus: im Gehirn gibt es zwischen den Hirnventrikeln, in denen der Liquor (Hirnwasser) produziert wird und dem Liquor der sich zwischen den Hirnhäuten befindet, Verbindungsstellen. Durch entzündliche Verklebungen, aber auch durch Einbruch von Eiter in diese Verbindungsbahnen kann der Liquor nicht mehr normal zirkulieren und führt zu einem Liquorstau

Blindheit und Taubheit: wenn die entsprechenden Hirnteile oder durch Druck die jeweiligen Hirnnerven geschädigt werden.

Waterhouse-Friderichsen-Syndrom: akutes Versagen der Nebenniere durch Embolie und Einblutungen

Merke: ganz entscheidend für die Prognose einer bakterielle Meningitis ist der frühe Beginn der Behandlung mit Antibiotika.

Wie kommt bei einer bakterielle Meningitis der "Hautausschlag" zustande?

Die kleinen roten Flecke am ganzen Körper bei - vor allen Dingen bakterieller Meningitis - sind Mikro-Embolien.

Durch einen Glas-Spatel oder ein sauberes Glas lassen sich die Mikro-Embolien nicht wegdrücken. (im Gegensatz zu rötlichen Hautflecken vieler anderer Kinderkrankheiten)

 

Warum findet man bei der tuberkulösen Meningitis - im Gegensatz zu der Meningokokken-Meningitis - Ausfälle der Hirnnerven?

ie Bakterielle Meningitis durch die typischen Erreger wie Meningokokken, Pneumokokken, HIb....führen zu einem Befall der Hirn-Haube. (direkt unter dem Schädeldach).

Bei Meningitis durch Mycobacterieum tuberculosis sind die basalen Hirnregionen (also jene Teile des Gehirns, die auf der Schädelbasis) liegen, besonders betroffen. Dort verlaufen die Gehirn-Nerven.

Im Gegensatz zur Meningokokken-Meningitis beginnt die tuberkulöse Meningitis schleichend.

 

mit welchem Fachausdruck wird die Infektionskrankheit Milzbrand in der Medizin bezeichnet? ?

Der Fachausdruck für den Milzbrand lautet Anthrax. 
(Der griechische Name Anthrax bedeutet soviel wie Kohle. Der Name Anthrax (Kohle) leitet sich von der schwarzen Farbe der Eiterbeulen beim Hautmilzbrand ab).

Durch welchen Erreger wird der Milzbrand verursacht?

Der Erreger des Milzbrandes (Anthrax) ist ein Bakterium mit Namen Bacillus anthracis.

Der Milzbrand (Anthrax) ist eine Zoonose.  Was bedeutet der Begriff Zoonose?

Der Begriff Zoonose bedeutet, dass die Krankheit sowohl bei Menschen als auch bei Tieren vorkommt. Im Falle des Anthrax (Milzbrandes) wird die Krankheit von Tieren auf den Menschen übertragen. 
Eine Übertragung von Mensch zu Mensch kommt beim Milzbrand nicht vor. 

 

Der Milzbrand tritt bei Menschen in drei  unterschiedlichen Manifestationsformen (3 verschiedene Typen) auf. Welche Typen des Milzbrandes gibt es?  

Hautmilzbrand, 
Lungenmilzbrand, 
Darmmilzbrand

Nennen Sie die wichtigsten Eigenschaften des Milzbranderregers!

Das vom Erreger produzierte Milzbrandtoxin ist hochgiftig.

Die Sporen von Bacillus antracis können unter Umständen Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte überleben.

Erklären Sie den Namen Milzbrand anhand eines besonderen Symptoms der Erkrankung!

Bei Milzbrand kann sich die Milz vergrößern und schwarz verfärben. Das hervorstechende Symptom einer schwarz verfärbten Milz hat der Erkrankung den Namen Milzbrand gegeben.

Bei dem Ausbruch des Milzbrandes im Sommer 2016 in Sibirien, wurde die Krankheit wieder aktiv nachdem gefrorene Böden auftauten, die Kadaver von an Milzbrand verendeten Tieren enthielten, die dort schon seit Jahrzehnten lagerten.

Mit welchem anderen Begriff wird die Infektionskrankheit Mononukleose auch noch bezeichnet?

Die infektiöse Mononukleose wird auch häufig als Morbus Pfeiffer oder als Pfeiffersches Drüsenfieber bezeichnet. 

Wie heißt der Erreger des Pfeifferschen Drüsenfiebers (Mononukleose)?

Die infektiöse Mononukleose wird durch das Epstein-Barr-Virus verursacht!

Was bedeutet aparent und inaparent?

Aparent - Symptome sind klar

Inaparent - Symptome sind unklar

Lokale / Zyklische Infektion?

Lokale - Einrittsstelle - erreger bleibt

Zyklische - Inkubationszeit - Generalisationsstadium - Organstadium

Sonderfprmen der Infektion

- Superinfektion

- Reinfektion

- Sekundäre Infektion (z. B. zusätzliche Infektion im Krankenhaus)

Verlauf der Infektion

- fulminant (Pat. stirbt)

- akut (z. B. Kinderkrankheit)

- subakut / inaparent

- chronisch / Pfeifferischer Drüsenfieber

- rezidivierend / Malaria

- latenter Verlauf / MS / Borreliose

Stärkre einer Infektion aufgrund der Symptomatik

Stumm / Toxoplasmose

abortiv / verkürzt / Grippe

manifest / apparenter Verlauf

Epidimie, Pandemie, Endemie

Epidemie - Zeitlich, örtlich begrenzt

Pandemie - über mehrere Kontinente, weltweit

Endemie - verseuchtes Gebiet

Symbioniten, Parasiten, Saprophyten

Symbioniten - gegenseitig nützlich (Darmbakterien)

Parasiten - ernährt sich von den anderen (Läuse, Malaria)

Saprophyten - renährt sich von unseren toten Substanzen (Milben, Karieserreger)

 

Resistenz, Immunität, Empfänglichkeit, Anfälligkeit

Resistenz - wird nicht krank

Immunität  - B-Zellen / Antikörper

Empfänglichkeit  - der Patient ist geschwächt

Anfälligkeit  - der Pat ist immer wieder krank

Étudier