Psychosomatik

Psychosomatik

Psychosomatik


I. S.
Diese Lernkarten behandeln psychosomatische Störungen auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Ätiologie, Symptome und Therapieansätze. Sie decken Themen wie Angststörungen, Essstörungen, Trauma und dissoziative Störungen ab, einschließlich spezifischer Diagnosekriterien und Behandlungsmethoden wie kognitiver Verhaltenstherapie und psychodynamischen Ansätzen. Ideal für Medizinstudenten und Fachkräfte, die ihr Verständnis psychosomatischer Erkrankungen vertiefen möchten.
Karten
120
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
02.07.2019 / 11.08.2019

Lernkarten

Konversionsstörung (dissoziative Störung)

  • psychogene Lähmungen, Krämpfe, Missempfindungen

Alexithymie: wie ist sie zu beurteilen?

kein Krankheitsbild sondern Persönlichkeitsmerkmal

negative affective Sd, general neurotic construct

  1. Depression
  2. Angst
  3. Somatisisierung
  • gemeinsame Diathese
  • jedes als FdR für andere

Zeiten von

  • Sprechstunde
  • probatorische Sitzung
  • Kurzzeit-TTT
  • Langzeit-TTT

  • 1x 25-50 Minuten
  • 2-6x
  • 12x 50 Minuten
  • Langzeit-TTT
    • VT: bis 80h
    • Tiefenpsych. TTT: bis 100h
    • analytische TTT: bis 300h

Angststörung

  • Lebenszeitprävalenz
  • Epidemiologie

  • 15%
  • eher Frauen, Abnahme nach 45y

kognitive Fehlattribution

körperlich wahrgenommene Symptome werden als drohende Gefahr fehlinterpretiert

Erwartungsangst

das einmalige Auftreten einer Panikattacke löst Angst vor einer weiteren Attacke aus

Panikstörung: ICD-10-Kriterien

  • mehrere Attacken pro Monat
  • Dauer: Minuten bis Stunden
  • abrubter Beginn, Maximum innerhalb von wenigen Minuten
  • wiederkehrende unerwartete Attacken, nicht auf spezifisches gerichtet
  • sekundäre Angst: Kontrolle zu verlieren, zu sterbe, verrückt zu werden, vor noch einer Attacke
  • häufig situationsbedingt: zb im Konflikt
  • 4 Symptome aus vegetativ
    • Herzklopfen, Tachycardie, Tremor, Schweiz, Mundtrockenheit, Dyspnoe, Übelkeit, Schwindel, Hitze, ..

Angsstörungen: Häufigkeit

  1. soziale Phobie
  2. spezifische Phobie
  3. generalisierte Angst
  4. Agoraphobie
  5. Panikstörung

Panikstörung: Ätiologie

  • neurobioloischer Aspekt: beteiligte Hirnstrukturen
  • biologisches Modell
  • psychologisches Modell
  • integratives Modell

  • Hirnstrukturen
    • Locus coeruleus: NA
    • Raphekern: Serotonin
    • Amygdala, Hippocampus
  • Biologisch: CO2-Inhalation provoziert Angstattacke
  • psychologisch: hohes Angsniveau, Panikinuduktion, katastrophisierende Fehlinterpretation
  • integrativ
    • angeborene Übererregbarkeit
    • Verstärkung durch überkontrollierendes Elternteil
    • negative Affekte bedrohen Abhängikeitsbeziehung

 

Panikstörung: TTT

  • Medis
    • Trizyklische Antidepressiva
    • SSRI
    • MAO-Hemmer
    • Benzos
  • Verhaltens-TTT
    • Entstehungsmodelle
    • Konfrontation mit internen, externen Angsauslösern
    • Entspannung
  • Psychodynamische TTT
    • Konfliktbearbeitung
    • Bedeutung der Paniksymptome

Agoraphobie: Diagnosekriterien

Furch vor oder Vermeidung von mind. 2 Situationen:

  • Menschenmenge
  • öffentlicher Platz
  • alleine Reisen
  • Reisen, mit weiter Entfernung von zu Hause

Agoraphobie: Klinik

  • vegetative Symptomatik
  • Symptome, die Thorax & Abdomen betreffen
  • psychische Symptome

spezifische Phobie: Subtypen

  • Tier-Typus
  • Umwelt-Typus: Höhe, Wasser, Stürme, ...
  • Blut-/Spritzenphobie
  • Situativer Typus: Flugzeug, Aufzug, Tunnel,
  • andere

Urbach-Wiethe-Sd

Störung der Amygdala --> keine Angst

Spezifische Phobie: besonderes Merkmal

  • bestimmte Ort, Gegenstand, Situation: außer Agroaphobie, soziale Phobie
  • Einsicht, das Angst übertrieben ist
  • selten therapiert, da oft einfach Vermeidung

Generalisierte Angst: Diagnosekriterien

  • mind. 6 Monate: an den meisten Tagen
  • nicht anfallsartig!
  • mind. 3 von 6:
    • Ruhelosigkeit
    • leichte Ermüdbarkeit
    • Konzentrationsschwierigkeiten/Leere im Kopf
    • Reizbarkeit
    • Muskelversapnnungen
    • Ein-/Durchschlafstörungen
  • auch
    • Befürchtungen
    • motorische Spannung
    • vegetative Übererregbarkeit

Soziale Phobie: Kriterien

  • Furch oder  Vermeiden von Aufmerksamkeit, Angst vor peinlichem Verhalten
  • in der Situation: mind 2 Symptome
    • Erröten oder Zittern
    • Angst zu erbrechen
    • Mitkion-/Defkäkationsdrank bzw Angst davor
  • Einsicht, dass übertrieben

Angststörungen:TTT

  • VT
    • Psychoedukation
    • Konfrontation
  • Psychodynamische TTT
    • Konflikte
    • Abhängigkeitsverhältnisse
    • Ärgerwahrnehmung
  • Medis
    • SSRI: wirkt gut, aber hohe Rückfallrate
    • CAVE: Benzos nur kurzfristig

kognitive Wende

1970er: jetzt: kognivit-behaviorale Theorien

3. Welle

1990er: Achstsamkeit, Akzeptanz, Emotion

Operante Konditionierung

Skinnder: Lernen an Konsequenzen

Lernpsychologie nach Bandura

Lernen am Modell

Seligmann

erlernte Hilflosigkeit

Beck

kognitives Modell

Depression als Folge negativer Denkschemata

kognitive Triade: negative Sicht auf

  • Selbst
  • Umwelt
  • Zukunft

Lewinsohn

Verstärkerverlust

TTT

  • neue Verstärkerquellen schaffen
  • dafür nötige soziale Fertigkeiten
  • bessere Wahrnehmung

Verhalten: 3-Ebenen-Modell

  1. äußere Verhaltensebene: sichtbares, motorisches Verhalten
  2. innere Verhaltensebene: Kognition, Emotion
    1. physiologische Verhaltensebene: endokrine, vegetative Ebene

7-Phasen-Modell nach Kanfer, Grimm

Therapie Ablauf bei Verhaltens-Therapie

2-Faktorenmodell der Phobien

  • Entstehung: Klassische Konditionierung
  • Aufrechterhaltung: Operante Konditionierung: zb negative Verstärkung: weniger Angst bei vermeiden

SORKC-Modell

  • S - Situation: Auslöser
  • O - Organismus: welche Vorraussetzungen bringt jemand mit?
  • R - Reaktion: wie reagiert die Person: Verhalten, Gedanken, Gefühle
  • K - Kontingenz: wie häufig, regelemäßig?
  • C - Konsequenz: zb zukünftig: vermeiden

Kognitive Umstrukturierung: Schema ABC

ABC-Schema nach Ellis

  • A - Activating Event: Kollege grüßt nicht
  • B - Belief (irrational): Der mag mich nicht
  • C - Consequence (irrational): Minderwertigkeitsgefühl

 

  • B - Belief (rational): Der ist halt unfreundlich
  • C - Consequence (rational): Wut

verschiedene Psychotherapien: Grundsätze

  • Verhaltenstherapie: Lernprozesse
  • Psychodynamische Therapie: Innere Konflikte
    • Psychoanalyse
    • Tiefenpsychologische Psychotherapie

Intellektualisierung

Entwicklung einer Theorie zur Erklärung

weniger auf eigene Handlung bezogen (Rationalisierung) sondern eher allgemein

Sublimierung

ganz viel Sport, wegen Konflikten

Verdrängung

nicht daran denken, Vergessen von unangenehmen Dingen

Verleugnung

daran denken, es aber nicht wahrhaben wollen

Krankheitsgewinng

  1. primärer Krankheitsgewinn als Ursache der Krankheit
    1. unbewusst, innerpsychisch
  2. sekundärer Krankheitsgewinn: Aufrechterhaltung
    1. bewusstseinsfähig, sozial

Objektbeziehungsdreieck

"Sie glauben jetzt mit mit zu erleben (X), was Sie zur Zeit mit Y erleben und was Sie genauso seinerzeit mit Z(Kindheitsparnter) erlebt haben"

Symptombildungs-Abwehr-Dreieck

"Eigentlich fühlen oder wünschen Sie sich A, was Ihnen Angst macht (B), weshalb sie C dagegen einsetzen"

3 Krankheitsmodelle

  1. Trieb-Konflikt-Modell
    1. verdrängte Konflikte --> Angst: Symptom zum Spannungsabbau
  2. Defizit-Modell
    1. Defizin in frühkindlicher Versorgung --> Störung bei Bildung einer funktionsfähigen psychischen Struktur
  3. Trauma-Modell
    1. -->dissoziative/intrusive Symptome

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