Psychosomatik

Psychosomatik

Psychosomatik


I. S.
Diese Lernkarten behandeln psychosomatische Störungen auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Ätiologie, Symptome und Therapieansätze. Sie decken Themen wie Angststörungen, Essstörungen, Trauma und dissoziative Störungen ab, einschließlich spezifischer Diagnosekriterien und Behandlungsmethoden wie kognitiver Verhaltenstherapie und psychodynamischen Ansätzen. Ideal für Medizinstudenten und Fachkräfte, die ihr Verständnis psychosomatischer Erkrankungen vertiefen möchten.
Karten
120
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
02.07.2019 / 11.08.2019

Lernkarten

Bulimia nervosa: lanfristiges Outcome

  • 50-75% Remission
  • 30% teilweise Remission
  • 20-30% noch Kriterien der Essstörung

Broca-Index

anwendbar: 160-180cm

Körpergröße in cm - 100

Adipositas wenn > 20%

BMI

KG (kg) / Körpergröße2

Adipositas: über 30

androider Fettvertilungstyp

Waist-to-hip-Ratio über 1/Frauen über 0,85

prädisponiert für

  • metabolisches Sd
  • DM
  • Hypercholesterinämie

gynoider Fettverteilungstyp

Waist-to-hip-Ratio unter 1/Frauen unter 0,85

prädisponiert für

  • KHK
  • schlechte Gewichtsabnahme

Adipositas per magna

BMI > 40

Binge Eating: Merkmale

  • Fressattacken: zu viel, zu schnell, ohne Hunger
  • nach Attacke Ekel, Schuld
  • alleine Essen
  • Kontrollverlust
  • keine ausreichenden Gegenmaßnahmen: Gewichtszunahme

Binge Eating: Epidemiologie

  • Männer und Frauen fast gleich oft
  • kein genauer Altersgipfel

Binge Eating: TTT

nur die Kombination wirksam für dauerfhaften Einfluss

  • Verhaltenstherapie, evtl psychodynamische TTT
  • Diät
  • Bewegung

Ultima Ratio: Medis, OP

Binge Eating: psychische Ätiologie

  • external eating: Essen bis Teller leer
  • emotional eating: als Trost, Beruhigung, ...
  • restrained eating: Kontrollverlust bei verbotenen Speisen

thrifty genotype hypothesis

warum ist Adipositas so häufig, obwohl zT genetisch bedingt (evolutionär?)

  • für Hungersnöte vorteilhaft
  • heute: Schlankeheitsdruck, sitzende Tätigkeiten, Frenseher und PKW, Verügbarkeit

Persönlichkeitesstörungen: allgemeine diagnostische Kriterien

  • Abweichung von der "Norm" in: Kognition, Affekt, Impulskontrolle, Art des Umgangs
  • Verhalten unflexibel, unangepasst, unzweckmäßig
  • persönlicher Leidensdruck
  • stabil, von langer Dauer, im Kindesalter/Adoleszenz begonnen
  • keine andere psychische Störung
  • keine organische Störung

Persönlichkeit: Entstehung

  • 80% erworben: Charakter
  • 20% angeboren: Temperament

Persönlichkeitsstörung: Grundannahme

in 3 Situationen

  • vergangene Beziehung
  • aktuelle Beziehung
  • Arzt-Pat-Beziehung

Gegenübertragung

  • Definition
  • Formen

= die Gesamtheit aller unser emotionalen Reaktionen, die in Kontakt mit einem Patienten entstehen

  • konkordant: wie der Patient
  • komplementär: Rolle annehmen, die der Patient einem überträgt

Persönlichkeitsstörungen: Klassifikation

  • Cluster A: sonderbar, exzentrisch
    • paranoid
    • schizoid
  • Cluster B: dramatisch, emotional, extrovertiert
    • emotional instabil
      • impulsiv
      • Borderline
    • histironisch
    • narzistisch
    • dissozialer, psychopatisch
  • Cluster C: ängstlich, furchtsam, vermeidend
    • zwanghafter = anankastisch
    • ängstlich
    • abhängig

paranoide Persönlichkeitsstörung

  • Klassifikation
  • Beispiel
  • Eigenschaften

  • Cluster A: sonderbar, exzentrisch
  • -
  • Eigenschaften
    • Misstrauen
    • Verschwörungen
    • selbstbezogen
    • Groll hegen
    • Erlebtes verdrehen: feindlich
    • Streitsucht
    • übertriebene Empfindlichkeit bei Zurückweisung

schizoide Persönlichkeitsstörung

  • Klassifikation
  • Beispiel
  • Eigenschaften

  • Cluster A: sonderbar, exzentrisch
  • Sheldon Cooper/Domi
  • Eigenschaften
    • kein Interesse an sexuellen Beziehungen
    • Gefühle nicht ausdrücken
    • eher Tätigkeiten alleine
    • keine/kaum Freunde
    • weniges macht Freude
    • emotionale Kühle, Gleichgültigkeit
    • Phantasie
    • mangelhaftes Gespür für Normen

emotional instabile Persönlichkeitsstörung

  • Klassifikation
  • Beispiel
  • Eigenschaften

  • Cluster B: dramatisch, emotional, extrovertiert
  • Elliot
  • 2 Typen
    • impulsiv: Streit, Wutausbrüche, launig, tut nichts was nicht direkt belohnt wird, ohne Rücksicht auf Konsequenz.
    • Borderline: Selbstverletzungen, Unsicherheit, intensive aber instabile Beziehungen, Gefühl von Leere

histrionische Persönlichkeitsstörung

  • Klassifikation
  • Beispiel
  • Eigenschaften

  • Cluster B: dramatisch, emotional, extrovertiert
  • Jordan
  • Eigenschaften
    • Mittelpunkt stehen
    • Verführen
    • viel Wert auf Äußeres
    • braucht Anerkennung
    • beeinflussbarkeit
    • theatralisch

narzistische Persönlichkeitsstörung

  • Klassifikation
  • Beispiel
  • Eigenschaften

  • keine Klassifkiation im ICD-10
  • Cluster B: dramatisch, emotional, extrovertiert
  • Dr. Cox, Dr. Moureau
  • Eigenschaften
    • keiner darf kritisieren
    • Überlegenheit
    • Anspruch auf besondere Privilegien

dissoziale Persönlichkeitsstörung

  • Klassifikation
  • Beispiel
  • Eigenschaften

  • Cluster B: dramatisch, emotional, extrovertiert
  • Janitor, Ösophagus-CA-Kerl
  • Eigenschaften
    • herzloses Unbeteiligtsein
    • verantwortungslosigkeit
    • kein Schuldbewusstsein, keine Angst vor Bestrafung
    • andere beschuldigen, rationalisieren
    • keine ANDAUERNDEN Beziehungen
    • geringe Frustrationstoleranz
    •  

zwanghafte Persönlichkeitsstörung = anankastisch

  • Klassifikation
  • Beispiel
  • Eigenschaften

  • Cluster C: ängstlich, vermeidend
  • -
  • Eigenschaften
    • Vorsicht
    • Detail,Regeln, Liste, Ordnung
    • Rigidität
    • Gewissenhaftigkeit, Skrupel
    • Leistungsbezogenheit

ängstliche Persönlichkeitsstörung

  • Klassifikation
  • Beispiel
  • Eigenschaften

  • Cluster C: ängstlich, vermeidend
  • -
  • Eigenschaften
    • fühlt sich unbeholfen
    • braucht körperliche Sicherheit
    • Angst vor Ablehnung
    • Anspannung, Besorgtheit

abhängige Persönlichkeitsstörung, asthenisch

  • Klassifikation
  • Beispiel
  • Eigenschaften

  • Cluster C: ängstlich, vermeidend
  • -
  • Eigenschaften
    • will, dass andere entscheiden
    • unfähig, selbst zu entscheiden
    • Unterordnung
    • stellt selbst keine Ansprüche
    • Angst vor verlassenwerden

Traumatische Neurose

eigenständiges Krankheitsbild mit neuropathogenen Substrat

Janet/Charco psychologischer Ansatz über PTBS

traumatische Neurose nicht eigenständig sonder Teilaspekt der Hysterie

PTBS: Diagnosekriterien

  • A: nach DSM-V (Erleben, Mitelerbem Erfahren, Konfrontation)
  • B: Intrusion
  • C: Vermeidung
  • D: Negative Kognitionen/Affekte, Emotionalität
  • E: Hyperarousal
  • F: Zeitkriterium > 1 Monat
  • G: Psychosoziales Belastung

PTBS: DSM-Definition

  • direktes ERLEBEN des traumatisierend Ereignisses oder
  • persönliches MITERLEBEN, wie es anderen zustößt oder
  • ERFAHREN, dass das Ereignis wem zustößt
  • wiederholte KONFRONTATION mit aversiven Details

PTBS: Intrusion

  • Wiederkehrende Erinnerungen, belastende Träume
  • Flash Backs
  • psychische Belastung bei Konfrontation
  • physiologische Reaktion bei Konfrontation

Dissoziation

Trennung von Wahrnehmungs- und Gedächtnis

  • Beeinträchtigung von integrativen Funktionen, Gedanken, Wahrnehmung, Identität

dissoziative Störungen

keine körperliche URsache

zeitlicher Zusammenhang mit Belastung

medialer Präfrontaler Kortext: Funktion

dämpft dauernd die Amygdala

starke Aktivität: --> Amgydala fährt runter

PTBS: FdR

  • prätraumatisch: weiblich, Gewalterfahrung, niedriger Bilddungsstatus, psychiatr, Vorerkrankung, Genetisch
  • peritraumatisch: Schweregrad, Dissoziation, Situationsbeurteilung
  • posttraumatisch: weitere Belastungen, fehlende soziale Unterstützung, fehlendes Disclosure

PTBS: welches Trauma nach Häufigkeit

  1. Vergewaltigung
  2. Krieg
  3. Misshandlungen in der Kindheit

PTBS: Pathologoie, Neurobiologie

Emotionale Situation

  • Amygdala: Furcht-Gedanken
    • implizit, emotional, zeitlos
  • Hippocampus, Cortex
    • explizit, declarativ, Vergessen möglich

PTSB: TTT: Phasen

  1. Stabilisierung
    1. Beziehung
    2. Psychoedukation
  2. Traumabearbeitung
    1. strukturiertes, dosiertes Wiedererleben
    2. Traumaerinnerung
  3. Integration
    1. Identität nicht mehr um Trauma organisiert
    2. Trauerarbeit

PTBS: TTT

  • Psytho-TTT
    • Verhalttens-TTT
    • Psychodynamische TTT
    • EMDR = Eye Movement Desensitization + Reprocessing
  • Medis
    • SSRI: langsam steigend, mind 1y

PTBS: Gesprächsführung

  • eher nach Symptomen als nach Trauma fragen
  • Gesprächspausen vermeiden
  • Psychoedukation
  • Dissoziation ansprechen

Artefizielle Störungen = Münchhausen-Sd

psychiatrische Erkrankung, bei der Patienten Symptome vortäuschen

  • Lämungszustände
  • nicht heilende Wunden
  • ...

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