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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Copyright © Uni Zürich – Institut für Banking und Finance
Erstellt / Aktualisiert 28.06.2019 / 14.01.2021
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Welche sind die vier verschiedenen statischen Investitionsrechnungen? (Theorie)

Die vier statischen Verfahren sind:

  • Kostenvergleichsrechnung
  • Gewinnvergleichsrechnung
  • Rentabilitätsrechnung
  • Amortisationsrechnung/ statische Payback-Methode

        (Skript Kapitel 2.2 Investitionsrechenverfahren)

 

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Was sind die Merkmale der statischen Investitionsrechnungsverfahren? (Theorie)

Statische Inverstitionsrechnungsverfahren erfreuen sich aufgrund ihrer Einfachheit grosser Beliebtheit. Aufgrund ihrer Einfachheit führen die statischen Verfahren jedoch zu Ungenauigkeiten, da ein gleichförmiger Verlauf der zurechenbaren Kosten und Erträge über die gesamte Nutzungsdauer des Investitionsprojektes angenommen und somit der unterschiedliche zeitliche Anfall der Zahlungsströme vernachlässigt wird. 

(Skript Kapitel 2.3 Statische Investitionsrechnungsverfahren)

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Was ist eine Diversifikationsinvestition? (Theorie)

Bei einer Diversifikationsinvestition wird das Produktionsprogramm erweitert und/oder der angestammte Geschäftsbereich wird durch artfremde Tätigkeiten mit dem Ziel der Risikoreduktion ergänzt.

Horizontale Diversifikation: Erwerb neuer Produktionsstätte in welcher ein branchenfremdes Produkt gefertigt wird

Vertikale Diversifikation: Erwerb von Anteilen am Zulieferer

(Skript Kapitel 2.1.2 Kategorisierungen)

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Was ist eine Umstellungsinvestition? (Definition)

Bei einer Umstellungsinvestition werden bestehende Anlagen ersetzt um mit einem neuen technologischen Verfahren zu produzieren.

(Skript Kapitel 2.1.2 Kategorisierungen)

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Was ist eine Rationalisierungsinvestition? (Definition)

Bei einer Rationalisierungsinvestition wird die Wirtschaftlichkeit und die Produktivität erhöht. Eine Anlage wird durch eine effizientere Anlage ersetzt.

(Skript Kapitel 2.1.2 Kategorisierungen)

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Was ist eine Ersatzinvestition? (Definition)

Bei einer Ersatzinvestition wird eine bestehende Anlage durch eine gleichartige mit grundsätzlich gleicher Kapazität ersetzt.

(Skript Kapitel 2.1.2 Kategorisierungen)

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Was ist eine Erweiterungsinvestition? (Definition)

Unter Erweiterungsinvestition versteht man z.B. den Unternehmenszusammenschluss oder den Erwerb einer neuen Produktionsstätte.

(Skript Kapitel 2.1.2 Kategorisierungen)

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In welche fünf Unterinvestitionsarten lässt sich die Sachinvestition aufgliedern? (Theorie)

  • Erweiterungsinvestition
  • Ersatzinvestition
  • Rationalsierungsinvestition
  • Umstellungsinvestition
  • Diversifikationsinvestition

        (Skript Kapitel 2.1.2 Kategorisierungen)

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In welche drei Investitionsarten können Investitionen aufgeteil werden? (Theorie)

  • Sachinvestitionen
  • Finanzinvestionen
  • Immaterielle Investitionen

(Skript Kapitel 2.1.2 Kategorisierungen)

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Was ist das Capital Budget? (Definition)

Im Capital Budget werden geplante Investitionen aufgelistet, die sich im Prozess des Capital Budgeting durchgesetzt haben.

(Skript Kapite 2.1.1. Begriffe und Definitionen)

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Was bezeichnet der Begriff Capital Budgeting? (Definition)

Der Begriff Capital Budgeting umschreibt den Prozess der Investitionsanalyse und der Investitionsentscheidung. Ziel ist es, eine Entscheidung zu treffen, welche Projekte im Capital Budget berücksichtigt werden sollen.

(Skript Kapitel 2.1.1. Begriffe und Definitionen)

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Was versteht man unter Investition im engeren und im weiteren Sinne? (Theorie)

Unter der Investition im engeren Sinne (i.e.S.) wird der Einsatz von finanziellen Mitteln zur Bildung von Vermögen in bestimmten Bereichen eines Unternehmens verstanden. 

Unter der Investition im weiteren Sinne (i.w.S.) wird der Einsatz von finanziellen Mitteln zur Bildung von Vermögen in allen Bereichen eines Unternehmens verstanden. Dabei ist es unerheblich, ob das neu gebildete Vermögen bilanziell erfasst wird oder nicht (z.B Weiterbildungen).

(Skript Kapitel 2.1.1. Begriffe und Definitionen)

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Was ist eine Investition? (Theorie)

Unter Investition wird der Einsatz von Zahlungsmitteln für einen meist langfristigen, auf die Zukunft gerichteten Zweck verstanden.

(Skript Kapitel 2.1.1. Begriffe und Definitionen)

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Welche sieben Aspekte müssen Unternehmen bei Investitionsentscheidungen berücksichtigen? (Theorie)

  • Investitionsentscheidungen sind von langfristiger Bedeutung (langfristige Kapitalbindung)
  • Investitionen hängen mit der strategischen Ausrichtung zusammen.
  • Investitionen können nicht kostenneutral rückgängig gemacht werden.
  • Das Timing ist von zentraler Bedeutung. z.B Erfolgt eine Investition zu früh, ist der Markt ev noch nicht reif.
  • Die Investitionspolitik beeinflusst die Risikoposition.
  • Einfluss auf viele Unternehmensbereiche (z.B Personal).
  • Das durch die Investition gebundene Kapital hätte alternativ eingesetzt werden können (Opportunitätskosten).

         (Skript Kapitel 2.1 Einleitung in die Investitionsrechnung)

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Welche sind die Vor- und Nachteile der Amortisationsrechnung?

Vorteile:

  • Einfachheit
  • Einbezug von Liquidität, d.h. von Cash-flows
  • Einbezug des Risikoaspekts.
  • Je kürzer die Payback-Periode, desto geringer ist das Risiko einer Fehlprognose.
  • Je kürzer die Payback-Periode, desto rascher stehen die Mittel dem Unternehmen wieder zur Verfügung.

 

Nachteile:

  • Kein Einbezug der Rentabilität.
  • Schwankungen und zeitliche Unterschiede im Anfall der Zahlungsströme bleiben unberücksichtigt.

(Skript Kapitel 2.3.4 Amortisationsrechnung/ Statische Payback-Methode)

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Welche relative Grösse haben IRR und NPV, falls eine positive Annuität vorliegt? (Theorie)

(Skript Kapitel 2.5.3 Annuitätenmethode)

NPV<0

IRR<Kapitalkosten

IRR>0

NPV>0

Es ist keine Aussage möglich.

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Anhand welcher Formel lässt sich die Annuität berechnen? (Formel)

Annuität A:

\(NPV\over RBF_{k,n}\)

wobei

  • A: Annuität, periodisierter Net Present Value
  • RBFk,n: Rentenbarwertfaktor für den Zinssatz k und die Dauer n, während der die Zahlung der Rente erfolgt.

(Skript Kapitel 2.5.3 Annuitätenmethode)

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Was ist die Annuitätenmethode und wie lautet die Investitionsregel bei der Annuität? (Theorie)

Investoren verlangen, dass ihr Kapitaleinsatz sowie die minimal geforderte Verzinsung über die Rückflüsse der Investition erwirtschaftet werden. Im Falle eines positiven NPV wird darüber hinaus auch noch ein Überschuss erzielt. Wird dieser Überschuss gleichmässig auf die Nutzungsdauer verteilt, erhält man die sogenannte Annuität.

Es wird investiert, falls die Annuität grösser als Null ist.

(Skript Kapitel 2.5.3 Annuitätenmethode)

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Begründe, ob man eher den NPV oder die IRR als Investitionsentscheidungshilfe berücksichtigen soll. (2 Punkte) (Theorie)

Im Normalfall liefern der NPV und die IRR selbe Resultate.

Für den NPV spricht, dass die IRR-Regel bei Spezialfällen modifiziert werden muss (z.B mehrfacher Vorzeichenwechsel der Cash Flows).

Für die IRR spricht, dass eine Renditezahl einfacher interpretiert werden kann als eine absolute Zahl (NPV).

(Skript Kapitel 2.5.2 Internal Rate of Return (IRR))

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Sollte in ein Projekt (mit normalen Zahlungsströmen) investiert werden, dass eine IRR von 5% und eine Diskontierungsrate von 7% aufweist? Begründe deine Antwort. (Theorie)

Investiere, wenn die IRR über der Diskontierungsrate liegt, denn dann liegt die erwartete Verzinsung über der im Minimum geforderten Verzinsung. 

Nein, da dass Projekt die Mindestverzinsung nicht erreicht und einen negativen NPV aufweist. 

(Skript Kapitel 2.5.2 Internal Rate of Return (IRR))

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Anhand welcher Formel lässt sich die Internal Rate of Return (IRR) berechnen? (Formel)

IRR:

\(NPV=0=-I_0+\sum_{t=1}^{T} {CF_t\over(1+IRR)^t}\)

(Skript Kapitel 2.5.2 Internal Rate of Return (IRR))

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Was ist die Internal Rate of Return (IRR)? (Theorie)

Wenn man die durch ein Projekt generierten Cash-flows mit der Internal Rate of Return diskontiert, erhält man einen Wert in der Höhe des Investitionsbetrages in t0. Anders formuliert resultiert bei der Diskontierung der Cash-flows mit der IRR genau ein Net Present Value von Null. 

(Skript Kapitel 2.5.2 Internal Rate of Return (IRR))

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Was widerspiegeln die Eigenkapitalkosten? (Theorie)

Die Eigenkapitalkosten widerspiegeln die Renditeforderung der Eigenkapitalgeber. Der Eigenkapitalkostensatz kann mit einem einfachen Risikokomponenten-Ansatz bestimmt oder modellbasiert hergeleitet werden. 

(Skript Kapitel 2.5.1 Net Present Value (NPV))

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Was widerspiegeln die Fremdkapitalkosten? (Theorie)

Die Fremdkapitalkosten widerspiegeln die Renditeforderung der Fremdkapitalgeber. Dieser wird in den Kreditverträgen explizit festgelegt und entspricht dem Zinssatz, zu dem sich eine Unternehmung verschuldet. 

(Skript Kapitel 2.5.1 Net Present Value (NPV))

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Anhand welcher Formel lässt sich der WACC berechnen? (Formel)

WACC:

\(EK*k_{EK}+FK*k_{FK}\over GK\)

wobei:

  • EK: Höhe des Eigenkapitals
  • kEK: Kosten des Eigenkapitals
  • FK: Höhe des Fremdkapitals
  • kFK: Kosten des Fremdkapitals
  • GK: Höhe des Gesamtkapitals 

(Skript Kapitel 2.5.1 Net Present Value (NPV))

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Was ist der durchschnittliche Kapitalkostensatz bzw. Weighted Average Cost of Capital (WACC)? (Theorie)

Bei Investitionsentscheiden und auch bei der Bewertung ganzer Unternehmen wird für die Diskontierung der prognostizierten Cash-flows oftmals der WACC verwendet. Dieser bezieht die Kosten für das Fremdkapital und für das Eigenkapital verhältnismässig mit ein. 

(Skript Kapitel 2.5.1 Net Present Value (NPV))

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Wie lautet die mathematische Formel des Net Present Value (NPV)? (Formel)

NPV:

\(NPV=-I_0+\sum_{t=1}^{T}{ CF_t\over(1+k)^t}\)

wobei:

  • I0: Investitionssumme im Zeitpunkt 0
  • CFt: Cash-flow zum Zeitpunkt t
  • k: Risikogerechter Diskontierungssatz t: Anzahl Perioden (Jahre)
  • T: Zeitpunkt, in welchem das Projekt endet. 

(Skript Kapitel 2.5.1 Net Present Value (NPV))

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Was ist der Net Present Value? (Theorie)

Wenn wir alle zukünftigen Cash-flows, welche durch ein Investitionsprojekt generiert werden, auf heute diskontieren, erhalten wir den Present Value dieser Cash-flows. Vergleichen wir diese diskontierten Cash-flows mit dem Investitionsbetrag des Projektes im Zeitpunkt Null, können wir erkennen, ob dieses Projekt einen Mehrwert generiert oder nicht. Nach der NPV-Regel lohnt sich dementsprechend eine Investition, wenn ein positiver NPV resultiert (je höher der NPV desto besser).

(Skript Kapitel 2.5.1 Net Present Value (NPV))

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Was ist der Hauptunterschied zwischen dem dynamischen und den statischen Verfahren? (Theorie)

Bei den dynamischen Verfahren geht es, im Gegensatz zu den statischen Verfahren, um eine ganzheitliche Betrachtung. Den Rechnungen wird nicht ein Durchschnittssjahr zugrunde geleget, es wird die ganze Nutzungsdauer, inklusive die Vorbereitungs- und Liquidationsphase, mit einbezogen.

(Skript Kapitel 2.5.5 Gegenüberstellung von statischen und dynamischen Rechenverfahren)

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Was sind die Vor- und Nachteile der dynamischen Investitionsrechnung?(7 Punkte) (Theorie) 

Vorteile:

  • Analyse der gesamten Projektlaufzeit
  • Alle Cash-flows werden berücksichtigt
  • Der Zeitwert des Geldes wird berücksichtigt
  • Durch Sensitivitätsanalysen ist der Vergleich von Worst-/Best-Case-Szenarien möglich

Nachteile:

  • Zurechnung der Cash Flows auf einzelne Projekte ist schwierig
  • Komplexität der Berechnung
  • Annahmen über die Zukunft müssen getroffen werden (= Unsicherheit)

(Skript Kapitel 2.5.5 Gegenüberstellung von statischen und dynamischen Rechenverfahren)