Vielfalt der Pflanzen
Modul der UZI
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Flashcards
Basale Eudikotylen Merkmale
Blüten aus Kelch und Krone oder Perigon, variabel
Kern-Eudikotylen Merkmale
Blüten 5zählig
Gynoeceum verwachsen
Kelch und Krone frei oder verwachsen
Androeceum mit 5, 10 oder vielen Staubblättern
Asteriden und Rosiden
Rosiden Merkmale
Blätter meist mit 2 Nebenblättern (Stipulae) am Blattansatz
Kronblätter häufig freistehend
Asteriden Merkmale
Verwachsene Krone
Streufrüchte def.
Auch Öffnungsfrüchte. Durch Öffnen der Fruchtwand wird Samen entlassen. Frucht bleibt an Pflanze (Iris. Geranium)
Schliessfrüchte def.
Samen sind fest in der Frucht eingeschlossen. Frucht fällt mit Samen als Ganzes von der Pflanze (Apfel. Walnuss)
6 Streufrüchte
Balg (Sternanis) entsteht aus Fruchblatt
Hülse (Erbse, Erdnuss) entsteht aus Fruchblatt
Schote (Brassicaceae) entsteht aus 2 verwachsenen Fruchtknoten
Spaltkapsel (Viola) entsteht aus Fruchblatt
Porenkapsel (Papaver) entsteht aus Fruchblatt
Deckelkapsel (Anagallis) entsteht aus Fruchblatt
2 Sonderformen der Früchte
Achäne: einsamige Schliessfrüchte der Korbblütler (Sonnenblumenkerne)
Karyopse: einsamige Schliessfrüchte der Gräser (Secale cereale, Roggen)
Fruchtwand und Samenschale sind eng verwachsen
5 Formen der Samenverbreitung
Zoochorie, Tierverbreitung
Anemochorie, Wind
Hydrochorie, Wasser
Autochorie, Selbst
Anthropochorie, durch Mensch
Zoochorie 3 Formen
Myrmekochorie: Ameisenverbreitung. Samen mit süssem Anhängsel (Elaiosom) (Lerchensporn)
Epizochorie: Klebsamen, Trampelkletten
Endozoochorie: Darmwanderer (Beeren) und Versteckfrüchte (Nüsse)
Anemochorie 3 Formen
Windstreuer (Papaver)
Windflieger (Tussilago, Taraxacum)
Bodenläufer (Rose von Jericho)
Hydrochorie 2 Formen
Schwimmfrüchte mit Schwimmwesten (Kokosnuss)
Schwimmfrüchte mit Schwimmblasen (Sumpfdotterblume)
Autochorie 3 Formen
Erdfrüchtigkeit (Erdnuss)
Bohrfrüchte (Barthafer) Frucht bohrt sich nach Kontakt mit Wasser in den Boden
Schleuderfrüchte (Spritzgurke, Geranium) Saftdruckstreuer und Austrocknungsstreuer
Antropochorie Formen
Absichtlich (Kartoffel)
Unabsichtlich (Kanadische Goldrute als Zierpflanze eingeführt, dann invasiver Neophyt)
Arten können durch den Menschen natürliche Barrieren überwinden.
Moose Merkmale
Lebensraum für Kleinstlebewesen
Häufig Erstbesiedler
Torfmoose für Hochmoore wichtig
Photosynthesepigmente (wie alle grünen Pflanzen)
Kein differenziertes Leitungsgewebe. Wasser und Nährstoffe werden über die gesamte Oberfläche aufgenommen.
Einzellschichtig mit Ausnahme der Mittelrippe
GEschlechtsmerkmale werden unterteilt in Antheridien und Archegonien
3 Klassen von Moosen
Laubmoose (Bryum argenteum) immer beblättert, Blattstellung meist spiralig
Lebermoose (Marchantia polymorpha) Sporenmasse mit Schleuderfäden, Sporen werden weggeschleudert, élkörper in Zellen
Hornmoose (Phaeoceros laevis) sehr kleine Gruppe, grüne auf der Erde wachsene Lappen, nicht Blätter und Stämmchen
Moosige Rekorde
Wasser: Überdauern Trockenheit (18 Jahre)
Licht: wachsen noch bei 0,5 % relativem Lichtgenuss (Farne 1-2%. Blütenpflanzen steril bis 3%)
Hitze: überleben künstliche Erhitzung auf über 100° (wenn trocken) sonst bis 70°
Kälte: überleben im Experiment bis -196°, bei -9° noch positive Nettophotosynthese
Gymnospermen Merkmale
Nacktsamer, gehören zu den Samenpflanzen, Entstehung vor ca. 305 Mio Jahren
Ausschliesslich Bäume und Sträucher
Stoffleitungssystem ist weniger differenziert als bei Angiospermen
meist nadel- oder schuppenförmige Blätter
Pollenübertragung meist durch Wind (Anemophilie)
Keine auffälligen Blütenhüllen, produzieren keinen Nektar
Samenanlage nicht in Fruchtblättern, durch Zapfenbildung aber dennoch geschützt
2 Bestäubungsformen
Autogamie: Selbstbestäubung
Allogamie: Fremdbestäubung
Abiotische Bestäubung 2 Formen, 2 Vorteile, 2 Nachteile
Anemophilie: Windbestäubung
Hydrophilie: Wasser
+ über weitere Strecken möglich
+ unabhängig von schwankender Bestäuberpopulation
- in heterogenen Landschaften unwahrscheinlich
- Pollenproduktion energetisch aufwändig
Biotische Bestäubung
Zoophilie: Tiere
Blüte (morphologische Einheit) und Blume (Funktionell, wird von Tieren angeflogen)
Häufig zwittrige Blüten
Auffällige Blüten
Angebot von Nahrung (Nektar, Pollen)
Klebrige Pollen
Direkte Übertragung des Pollens
(Käferblumen, Fliegenblumen, Wespenblumen, Bienen- und Hummelblumen, Schmetterlingsblumen, Tagfalterblumen, Nachtfalterblumen, Nachtschwärmerblumen, Vogelblumen. Fledermausblumen)
3 Spezialisierungen von Bienen
oliogolektisch: wenig Pflanzen (Wildbienen)
monolektisch: nur eine Pflanze (Wildbienen)
polylektisch: Allrounder (Honigbiene)
Phytotherapie def.
Heilung, Linderung udnVorbeugung von Krankheiten bis hin zu Befindungsstörungen durch Arzneipflanzen
Rationale Phytotherapie: wissenschaftlich überprüft
Traditionelle Phytotherapie: Keine Zulassung nötig, keine wissenschaftlichen Unterlagen
4 Aufbereitungsarten für Phytotherapie
Abkochung (Dekokt): getrocknete Pflanzenteile ins kalte Wasser legen. kurz quellen lassen, dann aufkochen.
Kaltansatz: Vor allem geeignet für Pflanzenteile mit Schleimstoffen. Lindenblüten.
Tinkturen ansetzen: mit 40-80% Alkohol ziehen lassen.
Ölauszug: gut getrocknetes Pflanzenmaterial mit Öl übergiessen, ziehen lassen.
Ätherische Öle
riechen angenehm
wirken beruhigend oder stimmungsaufhellend
Dämpfe wirken keimtötend
lokal reizend, regen Durchblutung an, Wärmegefühl im Magen
Abhusten wird erleichtert
Bei Atemwegserkrankungen, Magen- und Darmmitter, Hauterkrankungen, Einschlafstörungen, Erkrankungen Bewegungsapparat, Mun- und Rachenterapeutika
In Zimt, Ingwer, Pfefferminze, Melisse, Salbei, Rosmarin, Kümmel, Kurkuma
Gerbstoffe
Wasserlösliche
Festigen das Eiweiss in oberen Haut- und Schleimhautschichten
Wundheilend, zusammenziehend, austrocknend, entzündungshemmend, bluttstillend, schmerz- und juckreizlindernd
In Heidelbeeren, Eichenrinde, Walnussblätter
Saponine
Schäumen mit Wasser
Kann fettige Substanzen emulgieren
Erleichtern das Aushusten von Schleim und Fremdstoffen aus dem Bronchialsystem
Achtung: in zu grossen Dosen reizen sie die Schleimhäute
Schleimstoffe
Mehrfachzuckerverbindungen
Wirken kühlend, reizmildernd, beruhigend
In Malven, Islandmoos, Lindenblüten
Bitterstoffe
Bitterer Geschmack (signalisiert Giftigkeit)
Bitterwert gibt an in wie viel ml Wasser 1g Bitterstoff noch als bitter empfunden wird. Löwenzahn BW 100. Enzian höchster BW 58'000'000.
Regen Verdauungsdrüsn in Mund, Magen, Darm an, bessere Verdauung.
Anregung der Sekretionsbildung (Speichel)
Anregung der Durchblutung im Magen-Darm-Trakt
Stärkend, leicht antidepressive Wirkung