Modul der UZI


L. W.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Vielfalt der Pflanzen und ihre Merkmale, Formen und Anpassungen. Sie decken Themen wie Photosynthese, Bestäubung, Samenverbreitung und die Besonderheiten verschiedener Pflanzenklassen ab. Ideal für Biologiestudierende, die sich auf universitärem Niveau mit der Botanik vertraut machen möchten.
Flashcards
72
Students
4
Language
German
Category
Biology
Level
University
Created / Updated
05.06.2019 / 07.01.2025

Flashcards

Basale Eudikotylen Merkmale

Blüten aus Kelch und Krone oder Perigon, variabel

Kern-Eudikotylen Merkmale

Blüten 5zählig

Gynoeceum verwachsen

Kelch und Krone frei oder verwachsen

Androeceum mit 5, 10 oder vielen Staubblättern

Asteriden und Rosiden

Rosiden Merkmale

Blätter meist mit 2 Nebenblättern (Stipulae) am Blattansatz

Kronblätter häufig freistehend

Asteriden Merkmale

Verwachsene Krone

Blüten der Asteraceae (Korbblüttler)

Fruchtaufbau

Streufrüchte def.

Auch Öffnungsfrüchte. Durch Öffnen der Fruchtwand wird Samen entlassen. Frucht bleibt an Pflanze (Iris. Geranium)

Schliessfrüchte def.

Samen sind fest in der Frucht eingeschlossen. Frucht fällt mit Samen als Ganzes von der Pflanze (Apfel. Walnuss)

6 Streufrüchte

Balg (Sternanis)  entsteht aus Fruchblatt

Hülse (Erbse, Erdnuss)  entsteht aus Fruchblatt

Schote (Brassicaceae)  entsteht aus 2 verwachsenen Fruchtknoten

Spaltkapsel (Viola)  entsteht aus Fruchblatt

Porenkapsel (Papaver)  entsteht aus Fruchblatt

Deckelkapsel (Anagallis)  entsteht aus Fruchblatt

5 Schliessfrüchte

Steinfrucht (Malus domestica)

Nuss (Juglans regia)

Beere (Musa x paradisiaca)

Spaltfrucht (Acer pseudoplatanus)

Bruchfrucht (Buglossoides arvensis)

2 Sonderformen der Früchte

Achäne: einsamige Schliessfrüchte der Korbblütler (Sonnenblumenkerne)

Karyopse: einsamige Schliessfrüchte der Gräser (Secale cereale, Roggen)

Fruchtwand und Samenschale sind eng verwachsen

5 Formen der Samenverbreitung

Zoochorie, Tierverbreitung

Anemochorie, Wind

Hydrochorie, Wasser

Autochorie, Selbst

Anthropochorie, durch Mensch

Zoochorie 3 Formen

Myrmekochorie: Ameisenverbreitung. Samen mit süssem Anhängsel (Elaiosom) (Lerchensporn)

Epizochorie: Klebsamen, Trampelkletten

Endozoochorie: Darmwanderer (Beeren) und Versteckfrüchte (Nüsse)

Anemochorie 3 Formen

Windstreuer (Papaver)

Windflieger (Tussilago, Taraxacum)

Bodenläufer (Rose von Jericho)

Hydrochorie 2 Formen

Schwimmfrüchte mit Schwimmwesten (Kokosnuss)

Schwimmfrüchte mit Schwimmblasen (Sumpfdotterblume)

Autochorie 3 Formen

Erdfrüchtigkeit (Erdnuss)

Bohrfrüchte (Barthafer) Frucht bohrt sich nach Kontakt mit Wasser in den Boden

Schleuderfrüchte (Spritzgurke, Geranium) Saftdruckstreuer und Austrocknungsstreuer

Antropochorie Formen

Absichtlich (Kartoffel)

Unabsichtlich (Kanadische Goldrute als Zierpflanze eingeführt, dann invasiver Neophyt)

Arten können durch den Menschen natürliche Barrieren überwinden.

Moose Merkmale

Lebensraum für Kleinstlebewesen

Häufig Erstbesiedler

Torfmoose für Hochmoore wichtig

Photosynthesepigmente (wie alle grünen Pflanzen)

Kein differenziertes Leitungsgewebe. Wasser und Nährstoffe werden über die gesamte Oberfläche aufgenommen.

Einzellschichtig mit Ausnahme der Mittelrippe

GEschlechtsmerkmale werden unterteilt in Antheridien und Archegonien

3 Klassen von Moosen

Laubmoose (Bryum argenteum) immer beblättert, Blattstellung meist spiralig

Lebermoose (Marchantia polymorpha) Sporenmasse mit Schleuderfäden, Sporen werden weggeschleudert, élkörper in Zellen

Hornmoose (Phaeoceros laevis) sehr kleine Gruppe, grüne auf der Erde wachsene Lappen, nicht Blätter und Stämmchen

Moosige Rekorde

Wasser: Überdauern Trockenheit (18 Jahre)

Licht: wachsen noch bei 0,5 % relativem Lichtgenuss (Farne 1-2%. Blütenpflanzen steril bis 3%)

Hitze: überleben künstliche Erhitzung auf über 100° (wenn trocken) sonst bis 70°

Kälte: überleben im Experiment bis -196°, bei -9° noch positive Nettophotosynthese

Gymnospermen Merkmale

 

Nacktsamer, gehören zu den Samenpflanzen, Entstehung vor ca. 305 Mio Jahren

Ausschliesslich Bäume und Sträucher

Stoffleitungssystem ist weniger differenziert als bei Angiospermen

meist nadel- oder schuppenförmige Blätter

Pollenübertragung meist durch Wind (Anemophilie)

Keine auffälligen Blütenhüllen, produzieren keinen Nektar

Samenanlage nicht in Fruchtblättern, durch Zapfenbildung aber dennoch geschützt

2 Bestäubungsformen

Autogamie: Selbstbestäubung

Allogamie: Fremdbestäubung

Abiotische Bestäubung 2 Formen, 2 Vorteile, 2 Nachteile

Anemophilie: Windbestäubung

Hydrophilie: Wasser

+ über weitere Strecken möglich

+ unabhängig von schwankender Bestäuberpopulation

- in heterogenen Landschaften unwahrscheinlich

- Pollenproduktion energetisch aufwändig

Biotische Bestäubung

Zoophilie: Tiere

Blüte (morphologische Einheit) und Blume (Funktionell, wird von Tieren angeflogen)

Häufig zwittrige Blüten

Auffällige Blüten

Angebot von Nahrung (Nektar, Pollen)

Klebrige Pollen

Direkte Übertragung des Pollens

(Käferblumen, Fliegenblumen, Wespenblumen, Bienen- und Hummelblumen, Schmetterlingsblumen, Tagfalterblumen, Nachtfalterblumen, Nachtschwärmerblumen, Vogelblumen. Fledermausblumen)

3 Spezialisierungen von Bienen

oliogolektisch: wenig Pflanzen (Wildbienen)

monolektisch: nur eine Pflanze (Wildbienen)

polylektisch: Allrounder (Honigbiene)

Phytotherapie def.

Heilung, Linderung udnVorbeugung von Krankheiten bis hin zu Befindungsstörungen durch Arzneipflanzen

Rationale Phytotherapie: wissenschaftlich überprüft

Traditionelle Phytotherapie: Keine Zulassung nötig, keine wissenschaftlichen Unterlagen

4 Aufbereitungsarten für Phytotherapie

Abkochung (Dekokt): getrocknete Pflanzenteile ins kalte Wasser legen. kurz quellen lassen, dann aufkochen.

Kaltansatz: Vor allem geeignet für Pflanzenteile mit Schleimstoffen. Lindenblüten.

Tinkturen ansetzen: mit 40-80% Alkohol ziehen lassen.

Ölauszug: gut getrocknetes Pflanzenmaterial mit Öl übergiessen, ziehen lassen.

Ätherische Öle

riechen angenehm

wirken beruhigend oder stimmungsaufhellend

Dämpfe wirken keimtötend

lokal reizend, regen Durchblutung an, Wärmegefühl im Magen

Abhusten wird erleichtert

Bei Atemwegserkrankungen, Magen- und Darmmitter, Hauterkrankungen, Einschlafstörungen, Erkrankungen Bewegungsapparat, Mun- und Rachenterapeutika

In Zimt, Ingwer, Pfefferminze, Melisse, Salbei, Rosmarin, Kümmel, Kurkuma

Gerbstoffe

Wasserlösliche

Festigen das Eiweiss in oberen Haut- und Schleimhautschichten

Wundheilend, zusammenziehend, austrocknend, entzündungshemmend, bluttstillend, schmerz- und juckreizlindernd

In Heidelbeeren, Eichenrinde, Walnussblätter

Saponine

Schäumen mit Wasser

Kann fettige Substanzen emulgieren

Erleichtern das Aushusten von Schleim und Fremdstoffen aus dem Bronchialsystem

Achtung: in zu grossen Dosen reizen sie die Schleimhäute 

Schleimstoffe

Mehrfachzuckerverbindungen

Wirken kühlend, reizmildernd, beruhigend

In Malven, Islandmoos, Lindenblüten

Bitterstoffe

Bitterer Geschmack (signalisiert Giftigkeit)

Bitterwert gibt an in wie viel ml Wasser 1g Bitterstoff noch als bitter empfunden wird. Löwenzahn BW 100. Enzian höchster BW 58'000'000.

Regen Verdauungsdrüsn in Mund, Magen, Darm an, bessere Verdauung.

Anregung der Sekretionsbildung (Speichel)

Anregung der Durchblutung im Magen-Darm-Trakt

Stärkend, leicht antidepressive Wirkung

Study