Immunologie


R. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über das Immunsystem und seine Komponenten auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Themen wie Zellen, Rezeptoren, Antikörper und Lymphozyten, insbesondere T- und B-Zellen, sowie deren Funktionen und Interaktionen. Die Karteikarten erklären auch die Rolle von Organen wie dem Thymus und die Prozesse der Immunreaktion, Aktivierung und Differenzierung. Sie richten sich an Medizinstudenten, die ein tiefes Verständnis der Immunologie und ihrer Mechanismen erlangen möchten.
Flashcards
156
Students
1
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
28.05.2019 / 04.06.2020

Flashcards

Was ist der Blutsinus

Blutgefässe, in denen die reifen Blutzellen in den Blutkreislauf entlassen werden

Stadien der Erythropoese

Proerythroblast

Basophiler Erythroblast

polychromatischer Erythroblast

oxyphiler Erythroblast

Retikulozyt

Erythrozyt

Stadien der Granulopoese

Hämatozytoblast

Myeloblast

Promyelozyt

Myelozyt

Metamyelozyt

Stabkerniger Granulozyt

Segmentierter Granulozyt

Stadien der Thrombopoese

Megakaryoblast

Promegakaryozyt

Megakaryozyt

Thrombozyt

Definition Endomitose

Vermehrung der Chromosomenzahl ohne Kernteilung (bei Thrombopoese)

Entstehung von Glutathion

Tripeptid, ATP-abhängige Reaktionsfolge

Glutamat + Cystein = gamma-Glu-Cys

gamma-Glu-Cys + Glycin = GSH (Glutathion)

Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel

katalysiert erster Schritt des HMP-Shunts: Glc-6-P + NADP+ --> 6-Phosphogluconolacton + NADPH

bei Mangel zu wenig NADPH --> GSSG kann nicht mehr zu GSH reduziert werden und so kann zu wenig H2O2 abgegeben werden --> zu hoher oxidativer Stress --> EC leben weniger lange

=> hämolytische Anämie meist ausgelöst durch bakterielle und virale Infektionen oder Medikamente

Hypochrome (mikrozytäre) Anämie

kleine und blasse EC

  • Sideroblastische Anämien
  • Thalassämien
  • Eisenmangel

Hyperchrome (makrozytäre) Anämie

Produktion der EC eingeschränkt

  • Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure

Regulation des Eisenstoffwechsels

Auf der Stufe der Biosynthese von Transferrinrezeptoren, Ferritin und delta-ALA mittels eisenregulatorischen Proteinen (IRPs)

  • Zu wenig Eisen:
    • IRPs binden an mRNA von Ferritin, delta-ALA und Transferrinrezeptoren
    • = verminderte Synthese von Ferritin und delta-ALA
    • =erhöhte Synthese von Transferrin (=Transportprotein von Eisen im Blut)
  • Zu viel/genügend Eisen:
    • IRP verlieren Bindungsaktivität, da sie einen Fe-S-Cluster aufnehmen (=Aconitase)
    • dies erhöht indirekt die Translation von Ferritin und delta-ALA

Definition Hämostase

Als Hämostase bezeichnet man die Summe der physiologischen Prozesse, die den Stillstand einer Blutung herbeiführen

Drei Schritte der Hämostase

  1. Vasokonstriktion durch Serotonin und Thromboxan
  2. Adhäsion und Aktivierung der Thrombozyten (verlangsamte Strömungsgeschwindigkeit)
  3. Verschluss durch Fibrinpolymere und Thrombozyten

Primäre Hämostase

Ziel: Blutstoppung --> Thrombozytenanlagerung

  • vaskuläre Blutstillung: Vasokonstriktion (dies bewirkt, dass der Blutverlust vermindert wird und dass die Scherkräfte erhöht werden. Die erhöhten Scherkräfte führen dazu, dass die Thrombozyten eher am Gefässrand sind und sich somit besser anlagern können)
  • thrombozytäre Blutstillung: die Thrombozyten können dank dem Von-Willebran-Faktor besser an das Kollagen binden und werden aktiviert. Die Aktivierung führt zu einer Formveränderung der Thrombozyten (sie bilden dünne Fortsätze aus) und es werden gespeicherte Botenstoffe ausgeschüttet (z.B. ADP, Thromboxan und Thrombin). Die Thrombozytenaggregation wird vermittelt durch die Glykoproteinrezeptoren IIb/IIIa. An die Rezeptoren kann Fibrinogen binden. Mehrere Thrombozyten mit Fibrinogen können nun untereinander binden (=Aggregation).

Sekundäre Hämostase

Ziel: eigentliche Blutgerinnung

Sekundäre Hämostase wird eingeteilt in einen extrinsischen, intrinischen Weg und einer gemeinsamen Endstrecke.

  • Extrinsischer Weg: der durch die Gewebeschädigung fregelegte Faktor III formt einen Komplex mit VII (vom Blut) und aktiviert den Faktor X. Der X spaltet den II von Prothrombin zu Thrombin.
  • Intrinsischer Weg: Thrombin aktiviert die Thrombozyten und weitere Gerinnungsfaktoren (V, VIII und XI). XII wird beispielsweise aktiviert und aktiviert selber dann XI. XI aktiviert IX und danach form VIII einen Komplex mit IX. Dieser Komplex wiederum aktiviert X (--> Spaltung II).
  • Endstrecke: X kann an V binden und wird so viel effizienter bei der Spaltung von II (Firinogen --> Fibrin). Das gebildete Fibrin (=Ia) lagert sich zu Fibrinsträngen zusammen und aktiviert XIII (=Fibrinstabilisierender Faktor).

4 bedrohliche Pathogene für den Menschen

  1. Viren
  2. Bakterien
  3. Pilze
  4. Parasiten

Definition Transendotheliale Migration

Als transendotheliale Migration bezeichnet man die Wanderung bestimmter beweglicher Zellen durch die Gefässwand der Kapillaren (=Endothel). Sie ermöglicht den Zellen des Immunsystems das Gefässsystem zu verlassen, um beispielsweise an einen Infektionsort zu gelangen.

Ablauf Transendotheliale Migration

  1. Adhäsionsmoleküle vermitteln Andocken von Leukozyten auf Endotheloberfläche
  2. Leukozyten werden verlangsamt und treten in Kontakt mit Chemokine
  3. Chemokine stimulieren Aktivierung von Integrinen auf Leukozytenoberfläche. Vermitteln die Bindung der Zellen an Endothel.
  4. Stabil gebundenen Leukozyten bewegen sich gezielt fort und durchwandern aktiv die Endothelzellschicht

Definition Pleiotropie

Ein Zytokin kann je nach Zielzelle vielfältige und unterschiedliche Wirkungen haben.

Definition Redundanz

Verschiedene Zytokine können ähnliche Wirkungen haben.

3 Phagozyten-Zellarten

  1. Makrophagen
  2. Granulozyten
  3. Dendritische Zellen

3 wichtige Funktionen des Komplementsystems

  1. direkte Abwehr von Pathogenen
  2. Opsonierung für effizientere Phagozytose
  3. Verstärkung der Entzündungsreaktion

N. trigeminus Innervation welcher Kopfmuskeln

  1. Kaumuskulatur
  2. M. tensor tympani
  3. M. tensor veli palatini
  4. M. mylohyoideus
  5. M. digastricus Venter anterior

N. facialis Innervation welcher Kopfmuskeln

  1. Mimische Muskulatur
  2. M. stapedius
  3. M. stylohyoideus
  4. M. digastricus Venter posterior

N. glossopharyngeus Innervation welcher Kopfmuskeln

  1. M. stylopharyngeus
  2. M. constrictor pharyngis superior

N. vagus Innervation welcher Kopfmuskeln

  1. Pharynxmuskulatur
  2. Larynxmuskulatur
  3. Gaumenmuskulatur

1. Schlundtasche

Trommelfell, Paukenhöhle, Tuba auditiva

2. Schlundtasche

Tonsilla palatinae, Fossa tonsillaris

3. Schlundtasche

Gl. parathyroidea inferior, Thymus

4. Schlundtasche

Gl. parathyroidea superior, C-Zellen, Ultimobranchialkörper

Primär lymphatische Organe

Knochenmark und Thymus

(in Fetalperiode auch Leber)

Sekundäre lymphatische Organe

Lymphfollikel, MALT, Tonsillen, Lymphknoten, Milz

Definition Sinusoide

Als Sinusoide bezeichnet man weitlumige Blutgefässe mit unvollständiger Basalmembran und diskontinuierlichem Endothel.

Merkmale der adaptiven Immunität

  1. spezifische Erkennung der Antigene
  2. hohe Diversität der Antigenrezeptoren
  3. immunologisches Gedächtnis
  4. funktionelle Spezialisierung der Effektorzellen

Definition osteomeataler Komplex/Einheit

Als ostiomeatalen Komplex/Einheit bezeichnet man die funktionelle Einheit aus dem mittleren Nasengang, den Öffnungen zu den Kieferhöhlen und den vorderen Siebbeinzellen und ihren Eingägnen. Er hat eine zentrale Bedeutung als Kreuzungspunkt zwischen den Siebbeinzellen und der Kieferhöhle. Er ist deshalb wichtig für den Sekretabfluss aus den Nasennebenhöhlen.

Etagengliederung des Pharynx mit Grenzen

oben: knöcherne Schädelbasis

Epipharynx/Nasopharynx

Uvula

Mesopharynx/Oropharynx

Epiglottis

Hypopharynx/Laryngopharnynx

Cartilago cricoidea

Waldeyer-Rachenring: welche Tonsillen sind paarig, welche nicht

Tonsilla pharyngea = Rachenmandel = 1

Tonsillae tubariae = Tubenmandel = 2

Tonsillae palatinae = Gaumenmandel = 2

Tonsilla lingualis = Zungenmandel = 1

Antikörper-Struktur

Vier Polypeptidketten mit zwei identischen schweren (1V, mehrere C) und leichten (1V, 1C) Ketten verbunden mit Disulfidbrücken.

Variable Region: CDR1, CDR2, CDR3 (grösste Variabilität, am Übergang V und C)

Fab = Antigenbindunsstelle mit V-Regionen und 1 C-Region der leichten/schweren Kette.

Fc = Effektorfunktionsstelle mit C-Regionen der schweren Kette.

TCR-Struktur

Membrangebundenes heterodimeres Protein mit alpha- und beta-Kette, jede Kette hat V-Region und C-Region

V-Region: CDR1alpha, CDR2alpha, CDR3alpha (und das gleiche mit beta)

TCR selber keine Effektorfunktion, muss gebunden sein mit CD3- und zeta-Proteinen = TCR-Komplex. Zusammen mit Co-Rezeptormolekül CD4/CD8 kann Komplex T-Zelle aktivieren.

Unterschiede TCR und Antikörper

Antikörper:

  • binden viele verschiedene Mirkoben/Toxine mit hoher Affinität, sodass kleinste Mengen schon eliminiert werden
  • Isotopenswitch

TCR:

  • erkennen nur Peptid-MHC-Komplexe und binden mit niedriger Affinität
  • Bindung von T-Zellen an APCs muss durch zusätzliche Zelloberflächenadhäsionsmoleküle verstärkt werden
  • beide TCR-Ketten sind in Plasmamembran verankert --> keine sekretierte Form
  • keine Isotopenumschaltung

V(D)J-Rekombination

Alle Antigenrezeptor-Genorte enthalten V-, J- und C-Gene, aber nur schwere Ig-Kette/beta-TCR-Kette enthalten D-Segmente.

Schwere/beta-Kette: D/J werden verbunden, danach V/DJ

leichte/alpha-Kette: V/J werden verbunden.

Allgemein: Rag1/2 (Proteine) line up the two segments (V,D,J) and then cut it and build a loop (loop leaves and the segments are joined)

Study