Erweiterte Biologie

2. Semester HLS Muttenz

2. Semester HLS Muttenz


M. B.
Diese Lernkarten decken fortgeschrittene biologische Themen auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf Zellen, Hormone, Immunsystem, Erreger und deren Lebenszyklen, sowie auf die Regulation von Stoffwechselprozessen. Besonders relevant sind die Funktionen von Hormonen, die Rolle von T-Zellen und die Mechanismen der Immunantwort. Studierende der Biologie profitieren von diesem umfassenden Überblick, um komplexe biologische Zusammenhänge zu verstehen und ihre Kenntnisse in der Biologie zu vertiefen.
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Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
24.05.2019 / 27.05.2019

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41. Welche Erreger sind für Tetanus und Botulismus verantwortlich?

Durch hochgiftige Toxine:

Chlostridien: C. tetani und C. botulinum

42. Wie verläuft eine Tetanusinfektion?

  • Infektion durch Verletzung oder Spritzen etc.
  • Inkubationszeit: 3-21 Tage (kann auch bis Monate sein)
  • Grippeähnliche Symptome
  • Verkrampfungen
  • Zuckungen
  • Kreislaufprobleme und Atemstillstand
  • Trotz intensiver Medizin: hohe Sterblichkeit

43. Wie wirkt der Tetanusimpfstoff?

Inaktives Tetanustoxin wird verabreicht - > neutralisierenden Antikörper bilden sich

44. Welche Arten der Botulismus Erkrankung gibt es?

Formen des Botulismus:

  • Wund-
  • Säunglings-
  • Darm-
  • Lenbensmittelbotulismus

45. Wie ist der Wirkmechanismus von Botulismus?

46. Wie erfolgt die Behandlung bei Botulismus?

  • Symptomatisch
  • Wundresektion
  • Magen- und Darmentleerung
  • Stabilisierung des Kreislaufes
  • Mechanische Beatmung
  • Botulismus Antitoxin: Antikörper welches an Toxin binden und es inaktivieren
  • Antibiotika: kontrainduziert: wenn Bakterien sterben -> noch mehr Toxin wird freigesetzt

47. Wie kann man sich vor Botulismus schützen?

  • Kein Impfstoff
  • Aufgeblähte Konserven nicht konsumieren
  • Meisten Botulismus: selbst hergestellte Konserven
  • Grössere Wunden: regelmässig desinfizieren
  • Nahrungsmittel von Säuglingen nichtmit Honix süssen
  • Sporen sehr stabil -> mind. 30Min bei 120°C erhitzen
  • Toxin: hitzeempfindlich, 100°C, wenige Sekunden, 85°C, 5 Minuten

48. Wie kann man Protozoen definieren?

  • Einzellige Eukaryoten
  • Viele kleine Arten
  • Eukaryoten welche weder Tieren, Pflanzen noch Pilzen zugeordnet werden können
  • Besitzen eukaryotische Zelle: Zellkern, Zellorganellen, Cytoskelett
  • Können Kolonien bilden

49. Beschreiben sie den Lebenszyklus von Giardia lamblia?

  • Aufnahme der Zysten über kontaminierte Nahrung
  • Im Darm: aus Zyste schlüpft Trophozoit
  • Trophozoit vermehrt sich, bildet Zysten
  • Zysten werden mit Stuhl ausgeschieden

50. Was ist ein gemeinsames Merkmal der Kinetoplasten?

Ein einziges grosses Mitochondrium mit einer Region mit hohem DNA Gehalt

Kinetoplasten sind ein Teil der Protozoen

51. Beschreiben sie den Lebenszyklus von Trypanosoma brucei gamiense/rhodesiense

  1. Infektion durch Stich der Tsetse Fliege
  2. Trypomastigoten passen sich der Form des Blutstroms an und gelangen in Körper
  3. Trypomastigoten vermehren sich durch Teilung in Körperflüssigkeiten
  4. Trypomastigoten sind im Blut
  5. Neue Tsetse Fliege saugt Blut mit Trypomastigoten
  6. Trypomastigoten passen sich den Verhältnissen des Mitteldarms der Fliege an
  7. Trypomastigoten verlassen Mitteldarm und nehmen epimastigote Form an
  8. Epimastigoten vermehren sich in Speicheldrüse der Fliege und werden wieder zu Trypomastigoten

52. Wie unterscheiden sich trypo-, epi-, und promastigote Form bei Trypanosomen?

Trypo-: Geisel ist mit Körper verbunden

Epi-: Geistel setzt in Körpermitte an

Pro-: Geisel setzt am Ende an, ist frei

53. Was versteht man unter dem Winterbottom Sign?

Schwellung der regionalen Lymphknoten in der Nacken- und Halsregion

54. Wo kommt Chagas vor?

Grösster Teil Südamerikas

55. Welcher Erreger verursacht Chagas?

Über Wildtiere, Haustiere und infizierte Menschen

-> trypanosoma cruzi

56. Beschreiben sie den Lebenszyklus der Leishmaniose

  1. Sandfliege saugt Blut
  2. Promastigoten werden phagozytiert von Makrophagen
  3. Promastigoten werden zu Amastigoten in Makrophagen
  4. Amastigoten vermehren sich in Zellen
  5. Neue Sandfliege saugt Blut
  6. Aufnahme von Parasytenzelle in Fliege
  7. Amastigoten werden zu Promastigoten im Mitteldarm
  8. Promastigoten vermehren sich und gehen in den Stechrüssel

57. Wofür dient der Apikalkomplex bei den Apicomplexa?

Komplex aus Organellen, dient zum Eindringen ins Gewebe

58. Welche 3 Haupttypen von Malaria gibt es und welche Erreger sind dafür verantwortlich?

Malaria Tropica

  • Plasmodium falciparum

Malaria Tertiana

  • Plasmodium vivax
  • Plasmodium ovale

Malaria Quartana

  • Plasmodium Malariae
  • Malaria Knowlesi

59. Beschreiben sie den Lebenszyklus von Plasmodien

  1. Mücke sticht Mensch
  2. Sporozoiten gehen in Leber
  3. Sporozoiten vermehren sich in Leberzellen und verlassen diese als Merozoiten
  4. Merozoiten gelangen in Blutbahn und vermehren sich in Blutzellen zu Gamonten
  5. Neue Mücke saugt Blut, Gamonten gelangen in Darm der Mücke
  6. Befruchtung im Mückendarm
  7. Aus Zygote wird Oocyste, daraus enstehen wieder Sporozoiten

60. Wo kann sich der Malaria Parasit vermehren?

In den Leberzellen des Menschen

In den Erythrozyten

In Annopheles (Darm/Speicheldrüse)

61. Was versteht man unter einem Schizonten?

Entwicklungstadium von Plasmodien

Leberschizont mit reifen Merozoiten

Schizond in Erythrozyten: mit reifen Merozoiten

62. Wo entwickeln sich die Sporozoiten?

In der Oocyten der Annopheles

63. Was versteht man unter der „kalten“ und der „heißen“ Phase bei Malaria?

Kalte: Die Körpertemperatur steigt, der Patient fühlt sich kalt, halt Kältefrost, Schütteln, Gänsehaut

Heisse: Der Patient hat heiss -> Entfieberung, schwitzt, niedriger Blutdruck, Erschöpfung, Müdigkeit

64. Nennen sie 3 schwere Symptome/Verläufe bei Malaria?

  • Zerebrale Malaria
  • Nierenversagen
  • Lungeödeme

65. Was versteht man unter Sequestration?

Befallene Erythrozyten verändern Oberfläche, werden «klebrig», ziehen gesunde an, bilden Rosetten, und verstopfen Blutgefässe

66. Was ist der Unterschied zwischen Rosettenbildung und Verklumpen?

Rosettenbildung: Befallene Blutkörperchen ziehen gesunde an

Verklumpen: Befallene Blutkörperchen kleben aneinander

67. Nennen sie 3 Grundregeln der Malariatherapie

  1. Besteht Verdacht auf eine Malariakrankheit ohne die Möglichkeit diese zu diagnostizieren, immer als Malaria therapieren
  2. Ist Malaria diagnostiziert aber die Malaria-Spezies nicht eindeutig bestimmbar, wird immer P.falciparum Malaria therapiert
  3. Ist der Schweregrad der Malaria nicht abschätzbar wird immer eine schwere Malaria behandelt

68. Welche Präventions-maßnahmen sollte man in Malariagebieten anwenden?

  • Lange helle Kleidung tragen
  • Moskitonetz
  • Mückenspray/Repellents: Wirkstoff DEET
  • Malariakomplexe
  • Notfallmedikamente

69. Was versteht man unter dem „Annual parasitic index“?

Anzahl Malaria Patienten pro 1000 Bewohner

70. Was versteht man bei den Ziliaten unter Makro- und dem Mikronukleus?

Makronukleus: Gene für alltägliche Funktionen

Mikronukleus: Gene für Reproduktionsvorgänge

71. Welcher Parasit verursacht die „Amöbenruhr“? In welchen Formen liegt der Parasit vor?

Entamoeba histolytica

Zysten, Minutaform: bis 20 hm

Magnaform: bis 40 hm

72. Was sieht man hier?

Giardia Lambia Protozoa

73. Was sieht man hier?

Plasmodium falciparum

74. Was sieht man hier?

Trypanosoma brucei gambiense

75. Was sieht man hier?

Trypanosomen

76. Was sieht man hier?

Krochenmarkpunktur

77. Was sieht man hier?

Malaria: junger Throphozoit im Siegelringstadium

78. Was sieht man hier?

Malaria: reifer Schizont

79. Nennen sie 3 Klassen von Würmern

Nematoden (Fadenwürmer), Trematoden (Egel) und Cestoden (Bandwürmer)

80. Welche 2 Larventypen gibt es bei den Trematoden.

Mirazidien: Wimpernlarve

Cercarien: Gabelschwanzlarve

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