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G. P.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Grundlagen der Ernährung im medizinischen Kontext, geeignet für die Berufslehre. Sie behandeln wichtige Nährstoffe wie Vitamin D3, Fette, Magnesium und Eisen, sowie deren Funktionen und Mangelerscheinungen. Zudem werden verschiedene Diätformen, medizinische Präparate und deren Wirkungen, sowie die Bedeutung von Wasser und Elektrolyten im Körper erläutert. Die Karteikarten sind besonders nützlich für angehende Mediziner und Pflegekräfte, die ihr Wissen über Ernährung und deren Auswirkungen auf die Gesundheit vertiefen möchten.
Karten
101
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
19.05.2019 / 30.11.2020

Lernkarten

Definition Stoffwechsel 

Stoffwechsel bedeutet, dass Stoffe ihre chemische Form ändern (wechseln). Es handelt sich stets um chemische Reaktionen im Körper, die durch Enzyme unterstützt werden.

Definitin Energiebedarf 

Der Gesamtenergiebedarf eines Menschen setzt sich aus dem Grundumsatz und dem Leistungs oder Arbeitsumsatz zusammen

Kalorie oder Joule

Nahrung liefert Energie. Die aus der Nahrung zu gewinnende Energie wird angegeben in Kilokalorien oder Kilojoule. 1kcal = 4,2 kJ. Die Angaben für einzelne Nahrungsmittel erfolgen in der Regel bezogen auf 100g

Grundumsatz kcal und k

Bezeichnet die Energiemenge, die ein Mensch bei völliger Ruhe verbraucht. Diese Energie wird u.a. für die Atmung, die Herztätigkeit, die Regulation der Körpertemperatur und die Hirnfunktion gebraucht. Der Wert ist abhängig von: Alter (bei älteren tiefer als bei jungen), Gewicht, Körpergrösse und Körperoberfläche, Geschlecht (bei Frauen tiefer als bei Männer), Gesundheitszustand und Klima

Definition Leistungs oder Arbeitsumsatz 

Bezeichnet die Energiemenge, die ein Mensch für zusätzliche Leistungen (Arbeit, Sport) benötigt. Der Wert ist abhängig von der Muskeltätigkeit, der Umgebungstemperatur, der Verdauungstätigkeit aber auch der geistigen Leistung

Definition Body-Mass-Index (BMI)

Der BMI ist ein gutes Instrument für die Beurteilung des Körpergewichts bei Personen über 18 Jahren. Der BMI stellt ein Verhältnis her zwischen der Körpergrösse und dem Gewicht einer Person. Rechnung: Gewicht in kg : Körpergrösse m hoch zwei. Wichtig für die Beurteilung von Übergewicht ist der Taillenumfang (Bauchumfang)

Definition Nährstoffe 

Nährstoffe sind lebensnotwendige Bestandteile der Nahrungsmittel. Mit der täglichen Nahrung versorgen wir unseren Körper mit: 

  • Energielieferanten: Aus dem Abbau von Kohlenhydraten und Fetten wird Energie gewonnen
  • Baustoffen: Proteine dienen als Grundlage für den Aufbau von Geweben zb Muskelgewebe
  • Vitalstoffen: Vitamine, Mineralstoffe und Spirenelemente sind für verschiedene Vorgänge im menschlichen Körper wichtig

Kohlenhydrate Aufbau 

Aufbau Kohlenhydrate

Funktion schnelle Zucke

Je kürzer die Ketten, desto schneller werden sie zu Einfachzuckern abgebaut und können so resorbiert werden. Der Blutzuckerspiegel steigt schnell an, fällt aber in der Regel auch schnell wieder ab.

Funktion langsame Zucker

Sie bewirken ein langsames Ansteigen und Absinken des Zuckerspiegels im Blut.

Definition Fette (Lipide) 

Fett ist der energiereichste Nährstoff. Fette sind wasserunlöslich und werden deshalb über die Lymphgefässe resorbiert und im Blut für den Transport an Trägerproteine gebunden

Aufbau der Fette 

Fette bestehen aus Glyzerin und drei Fettsäuren und werden deshalb als Triglyzeride bezeichnet

Definition Gesättigte Fettsäuren 

Sie enthalten keine Doppelbindungen und bilden Fette, die bei Raumtemperatur meistens fest sind. Sie sind enthalten in tierischen Nahrungsmitteln wie Butter, Fleisch, Käse und auch in Kokosfett. Sie gelten als ungesund.

Definition Ungesättigte Fettsäuren

Sie enthalten eine oder mehrere Doppelbindungen und bilden Fette, die bei Raumtemperatur meistens flüssig sind (Öle). Diese Fettsäuren sind essentiell. Sie sind enthalten in pflanzlichen Ölen wie Oliven, Sonnenblumen und Distelöl, Nüssen und Fischölen. Sie gelten als gesund.

Definition Cholesterin

Ist ein fettähnlicher Stoff. Er gehört chemisch zur Gruppe der Steroide und dient im Organismus als Ausgangssubstanz für die Geschlechtshormone. Cholesterin muss nicht über die Nahrung zugeführt werden, da es in der Leber produziert wird. Cholesterinhaltig sind insbesondere tierische Nahrungsmittel, also Milchprodukte, Wurstwaren, Fleisch und das Eigelb.

Funktionen der Fette

  • Energielieferant: liefern doppelt so viele Kalorien wie Kohlenhydrate
  • Resorption: ermöglichen die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine
  • Isolation: bildet eine Wärmeisolierschicht 
  • Baustoffe: Cholesterin ist für den Aufbau von Hormonen notwendig

Definition LDL-Verbindungen 

Diese gelten als schlechte Transportform für Fette. Sie transportieren die Fette bzw. das Cholesterin zur Weiterverarbeitung in die Organe und Körperzellen.

HDL-Verbindungen Definition 

Diese gelten als gute Transportform für Fette. Sie binden nicht mehr benötigtes Cholesterin und transportieren es zurück zur Leber wo es abgebaut wird

Fettige Nahrungsmittel 

  • Pflanzliche Fette: hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Hitze und lichtempfindlich. 
  • Tierische Fette: hohen Anteil an Cholesterin und gesättigsten Fettsäuren, erhöhen das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen 
  • Fischöle: hohen Anteil an ungesättigten, Omega 3 Fettsäuren die im Kreislauf eine Schutzfunktion übernehmen 

Proteine 

Fast alle Körpergewebe stellen Proteinstrukturen dar. So gehören die Muskelzellen, Hautzellen aber auch einige Hormone und die Enzyme weitgehend zu den Proteinen

Aufbau Proteine

Grundbausteine der Proteine sind die Aminosäuren. Diese bilden Ketten von unterschiedlichster Länge, die verschiedene Strukturformen annehmen können

Funktionen der Proteine

  • Baustoffe: Der Organismus baut aus den Aminosäuren körpereigene Proteine auf. Es entstehen Enzyme, Hormone, Transportproteine, Abwehrkörper (Immunglobuline), Gewebe (Muskeln) 
  • Energielieferant: Auch aus dem Abbau von Proteinen kann Energie gewonnen werden

Mangel an Proteinen führt zu..

Ödemen, Infektanfälligkeit steigt, es kommt zu Muskelschwäche, Wachstumsstörungen

Definition Zöliakie

Es handelt sich um eine chronische Erkrankung der Dünndarmschleimhaut aufgrund einer Überempfindlichkeit gegen das Klebereiweiss Gluten.

Definition Vitamine

Sind essentielle organische Substanzen die an den verschiedensten Stoffwechselprozessen beteiligt sind. Sie müssen täglich dem Körper zugeführt werden

Definition Avitaminose

schwere Vitaminunterversorgung

Vitamin C, Askorbinsäure

  • Funktion: Schutzvitamin, Antioxidans 
  • Mangelerkrankung: Skorbut, Wundheilung ist verzögert, Infektanfälligkeit ist erhöht
  • Nahrungsmittel: Früchte, Zitrusfrüchte, Gemüse, Salat, Sauerkraut 

Vitamin B1, Thiamin 

  • Funktion: Wichtig für Kohlenhydrat-Stoffwechsel, unterstützt dadurch die Gehirn und Nervenfunktionen 
  • Mangelerkrankung: Beri Beri: Nervenentzündung, verminderte geistige und körperliche Leistungsfähigkeit
  • Nahrungsmittel: Schweinefleisch, Vollkorn, Fisch, Soja, Hefe

Vitamin B2, Riboflavin 

  • Funktion: Spielt bei vielen Stoffwechselprozessen eine zentrale Rolle
  • Mangelerkrankung: Mundwinkelrisse
  • Nahrungsmittel: Milchprodukte, Fleisch, Vollkor

Vitamin B6, Pyridoxin

  • Funktion: Proteinstoffwechsel, evtl hochdosiert gegen Übelkeit 
  • Mangelerkrankung: Nervöse Störungen
  • Nahrungsmittel: Vollkorn, Milchprodukte, Banane, Leber 

Vitamin B12, Cobalamin

  • Funktion: Blutbildung, Zellteilung 
  • Mangelerkrankung: Änamie, Nervenstörung 
  • Nahrungsmittel: Tierische Lebensmittel

 

Folsäure, Vitamin B9 

  • Funktion: Blutbildung, Zellteilung 
  • Mangelerkrankung: Anämie, bei SS kann es beim Ungeborenen zu einem offenen Rücken kommen 
  • Nahrungsmittel: Gemüse, Leber, Milch, Orangensaft

Pantothensäure, Vitamin B5 

  • Funktion: Fördert Granulation des Gewebes
  • Mangelerkrankung: Schlechte Wundheilung
  • Nahrungsmittel: In fast allen Lebensmitteln 

Vitamin H, Biotin auch als Vitamin B7 bezeichnet 

  • Funktion: Stoffwechsel, v.a. von Haut, Haare, Nägeln 
  • Mangelerkrankung: Hautveränderungen, Haarausfall 
  • Nahrungsmittel: Hefe, Leber, Eier, Reis 

Vitamin A, Retinol 

  • Funktion: Wichtig für Sehvorgang, Aufbau von Haut und Schleimhaut 
  • Mangelerkrankungen: Nachtblindheit, Grauschattierungen können nicht mehr voneinander abgegrenzt werden, ausserdem trockene, verhornte, rissige Haut 
  • Nahrungsmittel: Leber, Käse, Butter, Carotin

Vitamin D3, Cholecalciferol 

  • Funktion: Fördert die Resorption von Kalzium im Darm und unterstützt den Einbau von Kalzium in Knochen und Zähnen 
  • Mangelerkrankungen: Rachitis tritt bei Vitamin-D-Mangel während dem Wachstum auf, Knochen sind dann weich und verformen sich 
  • Nahrungsmittel: Lebertran, Fischöle, Butter, Eier 

Vitamin E, Tokopherol

  • Funktion: Schutzvitamin, Antioxidans 
  • Mangelerkrankung: Keine spezifisch
  • Nahrungsmittel: Pflanzliche Öle und Fette, Vollkorn, Nüsse, Butter

Vitamin K, Phyllochinon 

  • Funktion: Blutgerinnung 
  • Mangelerkrankung: Blutgerinnungsstörung, erhöhte Blutungsneigung 
  • Nahrungsmittel: Grüne Blätter (Spinat), Leber

Definition Mineralstoffe

Sind essentielle anorganische Substanzen mit vielfältigen Aufgaben im Organismus. Sie sind u.a. für den Aufbau von Knochen und Zähnen wichtig, regulieren das an und entspannen der Muskulatur oder beeinflussen das Blutvolumen und dadurch den Blutdruck

Kalzium 

  • Funktion: Knochen und Zahnaufbau, Muskelkontraktion, Nervenreizleitung 
  • Mangelerkrankung: Osteoporose
  • Nahrungsmittel: Milchprodukte, Gemüse, Nüsse, Mineralwasser

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