GKT


G. P.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Grundlagen der Ernährung im medizinischen Kontext, geeignet für die Berufslehre. Sie behandeln wichtige Nährstoffe wie Vitamin D3, Fette, Magnesium und Eisen, sowie deren Funktionen und Mangelerscheinungen. Zudem werden verschiedene Diätformen, medizinische Präparate und deren Wirkungen, sowie die Bedeutung von Wasser und Elektrolyten im Körper erläutert. Die Karteikarten sind besonders nützlich für angehende Mediziner und Pflegekräfte, die ihr Wissen über Ernährung und deren Auswirkungen auf die Gesundheit vertiefen möchten.
Karten
101
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
19.05.2019 / 30.11.2020

Lernkarten

Magnesium

  • Funktion: Entspannen der Muskulatur, Nervenreizleitung 
  • Mangelerscheinung: Wadenkrämpfe, in SS harter Bauch, Herzrythmusstörungen
  • Nahrungsmittel: Grünes Blattgemüse, Nüsse, Vollkorn, schwarze Schokolade

Natrium 

  • Funktion: Reguliert das Blutvolumen
  • Mangelerscheinung: Zu wenig Natrium senkt das Volumen, der Blutdruck sinkt, zu viel Natrium erhöht das Blutvolumen, die Folge davon ist ein erhöhter Blutdruck und Ödeme
  • Nahrungsmittel: Kochsalz, Käse, Wurstwaren

Kalium 

  • Funktion: Reguliert den Wasserhaushalt der Zellen
  • Mangelerscheinung: Herzrythmusstörungen, Obstipation
  • Nahrungsmittel: Hülsenfrüchte, Bananen, Spinat 

Phosphor

  • Funktion: Knochen und Zahnaufbau
  • Mangelerscheinung: Störung im Knochen und Zahnstoffwechsel 
  • Nahrungsmittel: Milchprodukte, Getreide

Definition Spurenelemente

Sind anorganische Substanzen. Sie sind u.a. für den Aufbau des Blutfarbstoffs Hämoglobin, der Schilddrüsenhormone oder des Zahnschmelzes wichtig.

Eisen / Ferrum 

  • Funktion: Bestandteil des Blutfarbstoffs Hämoglobin der roten Blutkörperchen, bindet Sauerstoff für den Transport im Blut 
  • Mangelerscheinung: Anämie mit rascher Ermüdbarkeit
  • Nahrungsmittel: Fleisch, Leber, Hülsenfrüchte, Gemüse

Zink 

  • Funktion: Bestandteil einer Vielzahl von Enzymen 
  • Mangelerscheinung: Immunschwäche, Haarausfall, verzögerte Wundheilung 
  • Nahrungsmittel: Leber, Getreide, Fleisch, Milch

Fluor

  • Funktion: härtet den Zahnschmelz 
  • Mangelerscheinung: Erhöhte Kariesanfälligkeit 
  • Nahrungsmittel: Fluoridiertes Kochsalz, Meeresfische 

Iod 

  • Funktion: Bestandteil der Schilddrüsenhormone
  • Mangelerscheinung: Verminderte Bildung von Schilddrüsenhormonen
  • Nahrungsmittel: Meeresfrüchte, jodiertes Kochsalz

Selen 

  • Funktion: Bestandteil von Enzymen 
  • Mangelerscheinung: Kommt in unseren Breiten praktisch nicht vor 
  • Zu viel: Hautentzündung, Haarausfall
  • Nahrungsmittel: Fleisch, Fisch, Getreide

Wasser 

Wichtigste Bestandteil aller Lebewesen und Pflanzen 

  • Baustoff: Bestandteil aller Körpeezellen und flüssigkeiten 
  • Transportmittel: Wasser im Blut und in der Lymphe
  • Wärmeregulation: Durch Verdunsten des Wassers von der Hautoberfläcje wird dem Körper Wärme entzogen , es entsteht ein kühlender Effekt

Wassermangel

Führt zu Kreislaufversagen, Zittern, Blutdruckabfall. Wasserverlust erfolgt immer gekoppelt mit Elektrolytverlust. Ein solcher kann v.a. im Säuglings und Kleinkinderalter, lebensbedrohend werden

Ernährungspyramide

Aufbau

Vollwertkost

  • Begründer: Max Bircher-Benner und Werner Kollath 
  • Idee: Je naturbelassener ein Lebensmittel, desto grösser sein Wert für den menschlichen Organismus 

Vegetarische Kost 

  • Begründer: Pythagoras 
  • Idee: Der Vegetarier lehnt das Töten von Lebendigem ab. Rohkost wird bevorzugt. 
  • Ovo-lacto-vegetabile Kost erlaubt Eiergerichte, Milchprodukte und pflanzliche Lebensmittel 
  • Lacto-vegetabile Kost erlaubt Milch und pflanzliche Lebensmittel 
  • Vegane Kost ausschliesslich pflanzliche Kost, verzicht auf sämtliche Tierprodukte

Functional Food 

Lebensmittel werden gezielt mit bestimmten Stoffen angereichert, die sich positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirken sollen und als Bestandteil der täglichen Nahrung konsumiert werden können

Verschiedene Diätformen 

  • Salzarme, cholesterinarme Diät bei Herz-Kreislauferkrankungen 
  • Proteinarme Diät bei Gicht 
  • Zuckerbewusste Ernährung bei Diabetes
  • Kalorienbewusste Ernährung bei Übergewicht 

Definition Untergewicht 

Von Untergewicht spricht man bei einem BMI von unter 20

Ursachen Untergewicht 

  • Appetitmangel als Folge von Depression oder schlechter sozialer Integration 
  • Mangelernährung zb nach einer Erkrankung 
  • Magersucht (Anorexie): Personen empfinden sich als zu dick und verweigern deshalb das Essen. 
  • Ess-Brech-Sucht (Bulimie): Fressattacken, die dann durch schlechtes gewissen durch Erbrechen ungeschehen gemacht werden 

Symptome Untergewicht 

Die Betroffenen ziehen sich sozial zurück, handeln unter Zwang, alles dreht sich nur noch ums Essen. 

  • Magersucht: Starke Abmagerung, bei Frauen bleibt Menstruation aus, kann schwere körperliche Schäden verursachen oder sogar lebensgefährlich sein 
  • Ess-Brech-Sucht: Weniger auffällig, Normalgewicht bleibt erhalten, unkontrolliertem Konsumverhalten 

Therapie Untergewicht

An erster Stelle muss eine psychotherapeutische Begleitung stehen. Patienten sollen sich ihres Suchtverhalten bewusst werden. Eine appetitstimulierende Wirkung weisen Arzneidrogen wie Bitterstoffe und Aromatika auf.

Definition Fettleibigkeit (Adipositas) 

Von Übergewicht spricht man bei einem BMI von 30. Fettleibigkeit ist ein Risikofaktor für: 

  • Herz-Kreislauf-Störungen, hohen Blutdruck 
  • Alters-Diabetes
  • Rheumatische Erkrankungen in den tragenden Gelenken 

Ursachen Fettleibigkeit 

  • Psyche: Eine Depression kann dazu führen, dass man zu viel ist 
  • Stoffwechselstörung 

Appetithemme

Kreislauf anregende WS wie Ephedrin oder Coffein. Andere WS (Schilddrüsenhormone) regen den Stoffwechsel an so das es zu einem Gewichtsverlust kommt (Missbrauch). Der Appetit kann dadurch gehemmt werden, das die Sättigung erhöht wird, durch Verabreichung von Quellmitteln.

Lipasehemme

Hemmen das Enzym Lipase, das für die Spaltung von Fett verantwortlich ist. Wenn das Fett nicht gespalten wird, kann es nicht resorbiert werden und wird deshalb wieder ausgeschieden.

Medizinprodukte

Beeinflussen die Fett oder Kohlenhydratresorption indem sie diese Komponenten an sich binden und dadurch eine Resorption verhindern.

Diäten 

Um Gewicht zu reduzieren muss die aufgenommene Energiemenge kleiner sein als die Energiemenge, die verbraucht wird. Indem beträchtlich weniger gegessen wird, als für geplante Aktivitäten verbraucht wird und durch Bewegung! Dadurch werden mehr Kalorien umgesetzt als aufgenommen

Zusatztipps für Diäten 

  • 4-5 kleinere Mahlzeiten pro Tag sind besser als 3 grosse, keine Snacks 
  • Langsam essen, gut kauen, sich Zeit nehmen 
  • Auf einem kleineren Teller wirkt die Portion grösser
  • Täglich mind. 1.5 Liter ungesüsstes und alkoholfreie Getränke trinken 

Mittel bei Laktoseintoleranz 

Lacdigest, Lactease, Lactrase

Vitamin C Medis

Biorganic Vit C, Burgerstein Vitamin C, Cetebe, Redoxon

Vitamin B1 Medis

Benerva

Vitamin B2 Medis

Burgerstein B-Komplex

Vitamin B6 Medis

Benadon, Burgerstein Vitamin B6

Vitamin B12 Medis

Biovigor, Dünner Vitamin B12, Floradix HA plus Vit B12, Vitasprint B12, Vitarubin

Vitamin B Komplex Medis 

Becozym forte, Berocca, Berocca Boost, Burgerstein B-Komplex, Benexol B12

Folsäure Medis

Andreafol, Acidum Folicum Hänseler, Acidum folicum Streuli

Vitamin A Medis

Burgerstein Beta-Carotin, Vitamin A Phytomed, Burgerstein Vitamin A

Vitamin D3 Medis

Vi-De3, Vitamin D3 Streuli Prophylaxe/Therapie, Vitamin D3 Wild Öl

Vitamin E Medis

Burgerstein Vit. E, Ephynal, Evit, Vitamin E Mepha

Vitamin K Medis

Konakion MM / paedriatic

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