PF27 Muskuloskelettales System

BsC Pflege, 2. Semester, ZHAW

BsC Pflege, 2. Semester, ZHAW


M. V.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über das muskuloskelettale System, insbesondere zu Gelenken, Muskeln und häufigen Erkrankungen wie Arthrose, Osteoporose und Nervenwurzelkompressionen. Sie decken anatomische Strukturen, diagnostische Verfahren und therapeutische Ansätze ab, einschließlich der Untersuchung von Schmerzen, Bewegungsstörungen und neurologischen Ausfällen. Ideal für Medizinstudenten und Fachkräfte, die ihr Wissen in Orthopädie und Physiotherapie vertiefen möchten.
Flashcards
79
Students
1
Language
German
Category
Medical
Level
Other
Created / Updated
02.05.2019 / 08.05.2019

Flashcards

Extension des Knies 

  • L2, L3, L4, M. quardrizeps 
  • das gebeugte Knie von unten unterstütezn mit einer Hand. Die andere Hand liegt am Sprunggelenk. Patient hebt das Bein ab dem Knie gegen Widerstand 

Innervation: Flexion des Knies 

  • L4, L5, S1, S2, hintere Oberschenkelmuskulatur 
  • Die Hand auf die Patella des gebeugten Knies, die andere greift um das Sprunggelenk- die Ferse ist auf dem Bett
  • Der Pat soll die Ferse auf dem Bett halten, bei Zug nach oben 

Innervation der Dorsalflexion

  • L4, L5 

Innervation der Plantarextension

  • S1
  • Pat zieht oder drückt den Vorguss gegen einen Hand 

Hallux valgus 

  • pathologischer Schiefstand der grossen Zehen
  • grosszehen Grundgelenk weisst nach lateral ab
  • Ursache 
    • in der Regel eine Abweichung der ersten Mittelfussknochens richtung Fussinnenrand 

Genum varum

  • O Beine 
  • Knochen bzw Gelenke der zur Körpermitte (medialer) Winkel keliner als Norm ist ¨

Genum valgus 

  • X Bein 
  • Valgus Stellung 
    • der zur Körpermitte gelegener Winkel ist grösser als die Norm 

Anyklose 

Versteifung von Gelenken mit vollständigem Bewegungsverlust 

Arthroalgie

Gelenkschmerz 

Arthrose 

chronische, schmerzhafte, zunehmende funktionsbehindernde, degenerative Gelenkveränderung 

Krepitus 

Knirschen 

Kyphose 

dorsal, rückwärts gekrümmte WS 

Lordose 

nach vorne/ ventrale Krümmung der WS 

Skoliose 

krumm, gebogene, Seitverbiegung der WS 

Gelenktypen & Auswirkungen auf Bewegungsradius 

Bewegungsrichtungen 

Bewegungsmöglichkeiten von Gelenken 

Ursachen von Funktionseinschränkungen 

  • mechanische Überlastung 
  • Trauma 
  • Abnutzung 
  • Entzündliche Erkrankungen 
  • Neoplasien: Tumore 
  • neurologishe Faktoren 
  • endokrine Faktoren
    • Parathormon: wichtigstes Hormon des Calicum Stoffwechsels 

4 lokale Leitsymptome der Gelenke & Muskulatur 

  • Schmerz 
  • Schwellung 
  • Steifigkeit 
  • Funktionsverlust 
    • bei Entzündungen: Rubor, Calor 

Anamnese 

  • Wo?
    • Gelenke und Umgebung.
    • Welches Gelenk/e: monoartikulär polyartikulär? Gab es ein Muster/eine Reihenfolge des Befalls?
    • Symmetrie? Gewandert? Ausgebreitet?
  • Zeitlicher Verlauf:
    • Wann begann es? Auslöser (Trauma?)
    • Schleichend akut?
    • Dauer der Schmerzattacken?
    • Schwankungen über Tage/Tag Nacht?
  • Wie stark ist der Schmerz?
  • Wie ist der Schmerz?
  • Was verschlimmerte/verbesserte die Symptome?
    • Ruhe Aktivität? Bestimmte Körperhaltungen? Übungen Pause, Temperatur?
  • Begleitsymptome:

    • weitere Symptome am selben Gelenk (Schwellung, Überwärmungszeichen, Steifigkeit, Druckdolenz)?

  • Bewegungseinschränkungen:

    • Welche Bewegungen gehen schlechter – Laufen, Treppe steigen, Aufsitzen, Haare kämmen, Schuhe binden, Hemd knöpfen, …?

  • Allgemeinsymptome: Fieber, Frösten, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Fatigue, …?

  • Auswirkungen auf ATLs?

  • Bewältigungsstrategien?

Funktionelle Anamnese 

• Aufstehen/ Aufsitzen

• Gehen (in m), inkl. Treppensteigen (Stockwerk)

• Gehhilfe (Stock, Rollator, …)

• Bücken

• Schuhe binden

• Pullover anziehen

• BH schliessen

• Haare kämmen

• Knöpfe schliessen

Abklären konkreter Symptome

• Vollständige Schmerzanamnese

• Steifigkeit? Wenn ja: Dauer, Tageszeit?

• Schwellung?

• Rötung?

• Neurologische Ausfälle?

• Muskelschwäche? Parese/Plegie?

• Bekannte Tumorerkrankung?

• Osteoporose Risiko?

• Bekannte chronische Erkrankungen?

Risikofaktoren der Osteoperose 

• Weibliches Geschlecht, Alter > 50 Jahre.

• Leichter Körperbau, Untergewicht.

• Verwandte ersten Grades leiden oder litten an Osteoporose.

• Kinderlos, Postmenopause, frühe Menopause.

• Kalzium unter 500mg/Tag, häufige Diäten.

• Arthritis, Diabetes mellitus.

• Langfristige Einnahme von Glukocorticoiden, Alkohol, starkes Rauchen.

• Überfunktion der Nebenschilddrüse.

• Bettlägerigkeit über längere Zeit (Wochen/Monate).

Ätiologie von Rückenschmerzen

Symptomanamnese: Rückenschmerzen

  • Leitsymptom Schmerz => Schmerzanamnese:
    • Ausstrahlung?
  • Neurologische Ausfälle: Sensibilitätsstörungen, Darm und/ oder Blasenfunktionsstörungen?
  • Risiko für Osteoporose?
  • Systemische Symptome (Fieber, Schweissausbrüche, Gewichtsverlust, …)?
  • Tumoranamnese
  • Vitalzeichen nicht vergessen! (BAA)

Neutral-Null-Stellung

  • Ausgangsstellung für Gelenkbewegungen ist eine definierte 0-Stellung

Messung der / Extension/ Flexion

  • physiologische Bewegungsamplitude : 10 / 0 / 150°
    • d.h. der Patient kann um 10° (über-)strecken und 150° beugen
  •  
    • pathologisch : z.B. Streckdefizit von 20° = 0/20/150° d.h. der Patient kann 150° beugen, ihm fehlen aber 20°bis zur Nullstellung (Extension)

Beurteilung der Muskelkraft

3 Kernfragen der Körperlichen Untersuchung 

  • Sind Entzündungszeichen Tumor, Rubor, Calor Dolor, Functio laesa vorhanden?
  • Sind Bewegungs- & Funktionseinschränkungen vorhanden (ROM für jedes Gelenk)?
  • Gelenksymmetrie?

Hinweise bei Beginn der Körperuntersuchung 

  • Konstitutionstyp, Muskulatur, Gewicht, Haltung von Kopf & Oberkörper, Gang, Bewegung, Mimik, …
  • Schmerzen der Wirbelsäule: => krumme, schiefe Haltung
  • Hüft- & Knieprobleme => Hinken, Schonhaltung eines Beines
  • Schmerzen der Hände => vermeiden kräftigen Händedrucks
  • Schulter/Ellenbogengelenkprobleme => werden deutlich beim Ausziehen des Hemdes/Pullovers

Fokus der Untersuchung

• Betroffenes Gelenk

• Gelenk der Gegenseite

• Gelenk distal und proximal des betroffenen Gelenks

Laségue

  • Das (im Kniegelenk) gestreckte Bein in der Hüfte langsam und passiv anbeugen:
  • bei schmerzhafter schialgie schon ab ca. 30° positiv.
    •  v.a. Bandscheibenschaden L4-S1, Neuritis oder Meningitis.

Ursachen des Halswirbelsäulen-Syndroms

• Traumen

• Blockierungen, ausgelöst durch:

  • Fehlhaltungen und chronische Überlastungen
  • Fehlbewegungen
  • lokale Abkühlungen

• Bandscheibenvorfälle

• Degenerative Veränderungen

• Entzündungen einschließlich primär chronischer Polyarthritis (PCP)

• Tumoren

Nervenwurzelkompression

N. femoralis L1 – L4:

  • Ausfall: Quadrizepsschwäche; Dermatom ventral Oberschenkel

N. Ischiadicus L4 – S3:

  • Ausfall L4-5: Fußheberschwäche = Fersenstand nicht möglich
  • Ausfall L5-S1: Wadenschwäche = Zehenstand nicht möglich

Epiondyltitis 

  • Tennis oder Golferarm 
  • Kontraktionsschmerz der betroffenen Muskelgruppe 
  • Druckschmerz 

Carpal Tunnel Syndrom

  • Positives Klopfzeichen auf ventraler Sehnenloge 
  • Parästhesien: in die palmare Handfläche 

Chronische Polyarthiris 

  • Gaenslen-Handgriff
    • vorsichtige Kompression aller Grundgelenke der Hand und des Fußes

Trendelenburg Zeichen bei Lähmung der Muculi glutei medius und minimus

Schmerzen in der Hüfte 

  • Tiefe Rücken bzw. ISG- Probleme projizieren sich meistens ins Gesäß oft zum sog. „Hüftknochen“ (Trochanter major)!
  • echte“ Hüftgelenkschmerzen projizieren sich in der Regel in der Leiste u.o. ventral am Oberschenkel
  • "Vierer Zeichen“ zur Lokalisation des Schmerzes
    • CAVE! Bei Hüft-TEP nicht durchführen!
  • Hüftgelenkprobleme lassen sich gut über passive Bewegungen reproduzieren 
  • Tendelenburg-Zeichen (Insuffizienzzeichen für M. gluteus med.)

Study