PF27 Muskuloskelettales System
BsC Pflege, 2. Semester, ZHAW
BsC Pflege, 2. Semester, ZHAW
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Lernkarten
Extension des Knies
- L2, L3, L4, M. quardrizeps
- das gebeugte Knie von unten unterstütezn mit einer Hand. Die andere Hand liegt am Sprunggelenk. Patient hebt das Bein ab dem Knie gegen Widerstand
Innervation: Flexion des Knies
- L4, L5, S1, S2, hintere Oberschenkelmuskulatur
- Die Hand auf die Patella des gebeugten Knies, die andere greift um das Sprunggelenk- die Ferse ist auf dem Bett
- Der Pat soll die Ferse auf dem Bett halten, bei Zug nach oben
Innervation der Dorsalflexion
- L4, L5
Innervation der Plantarextension
- S1
- Pat zieht oder drückt den Vorguss gegen einen Hand
Hallux valgus
- pathologischer Schiefstand der grossen Zehen
- grosszehen Grundgelenk weisst nach lateral ab
- Ursache
- in der Regel eine Abweichung der ersten Mittelfussknochens richtung Fussinnenrand
Genum varum
- O Beine
- Knochen bzw Gelenke der zur Körpermitte (medialer) Winkel keliner als Norm ist ¨
Genum valgus
- X Bein
- Valgus Stellung
- der zur Körpermitte gelegener Winkel ist grösser als die Norm
Anyklose
Versteifung von Gelenken mit vollständigem Bewegungsverlust
Arthroalgie
Gelenkschmerz
Arthrose
chronische, schmerzhafte, zunehmende funktionsbehindernde, degenerative Gelenkveränderung
Krepitus
Knirschen
Kyphose
dorsal, rückwärts gekrümmte WS
Lordose
nach vorne/ ventrale Krümmung der WS
Skoliose
krumm, gebogene, Seitverbiegung der WS
Ursachen von Funktionseinschränkungen
- mechanische Überlastung
- Trauma
- Abnutzung
- Entzündliche Erkrankungen
- Neoplasien: Tumore
- neurologishe Faktoren
- endokrine Faktoren
- Parathormon: wichtigstes Hormon des Calicum Stoffwechsels
4 lokale Leitsymptome der Gelenke & Muskulatur
- Schmerz
- Schwellung
- Steifigkeit
- Funktionsverlust
- bei Entzündungen: Rubor, Calor
Anamnese
- Wo?
- Gelenke und Umgebung.
- Welches Gelenk/e: monoartikulär polyartikulär? Gab es ein Muster/eine Reihenfolge des Befalls?
- Symmetrie? Gewandert? Ausgebreitet?
- Zeitlicher Verlauf:
- Wann begann es? Auslöser (Trauma?)
- Schleichend akut?
- Dauer der Schmerzattacken?
- Schwankungen über Tage/Tag Nacht?
- Wie stark ist der Schmerz?
- Wie ist der Schmerz?
- Was verschlimmerte/verbesserte die Symptome?
- Ruhe Aktivität? Bestimmte Körperhaltungen? Übungen Pause, Temperatur?
Begleitsymptome:
weitere Symptome am selben Gelenk (Schwellung, Überwärmungszeichen, Steifigkeit, Druckdolenz)?
Bewegungseinschränkungen:
Welche Bewegungen gehen schlechter – Laufen, Treppe steigen, Aufsitzen, Haare kämmen, Schuhe binden, Hemd knöpfen, …?
Allgemeinsymptome: Fieber, Frösten, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Fatigue, …?
Auswirkungen auf ATLs?
Bewältigungsstrategien?
Funktionelle Anamnese
• Aufstehen/ Aufsitzen
• Gehen (in m), inkl. Treppensteigen (Stockwerk)
• Gehhilfe (Stock, Rollator, …)
• Bücken
• Schuhe binden
• Pullover anziehen
• BH schliessen
• Haare kämmen
• Knöpfe schliessen
Abklären konkreter Symptome
• Vollständige Schmerzanamnese
• Steifigkeit? Wenn ja: Dauer, Tageszeit?
• Schwellung?
• Rötung?
• Neurologische Ausfälle?
• Muskelschwäche? Parese/Plegie?
• Bekannte Tumorerkrankung?
• Osteoporose Risiko?
• Bekannte chronische Erkrankungen?
Risikofaktoren der Osteoperose
• Weibliches Geschlecht, Alter > 50 Jahre.
• Leichter Körperbau, Untergewicht.
• Verwandte ersten Grades leiden oder litten an Osteoporose.
• Kinderlos, Postmenopause, frühe Menopause.
• Kalzium unter 500mg/Tag, häufige Diäten.
• Arthritis, Diabetes mellitus.
• Langfristige Einnahme von Glukocorticoiden, Alkohol, starkes Rauchen.
• Überfunktion der Nebenschilddrüse.
• Bettlägerigkeit über längere Zeit (Wochen/Monate).
Symptomanamnese: Rückenschmerzen
- Leitsymptom Schmerz => Schmerzanamnese:
- Ausstrahlung?
- Neurologische Ausfälle: Sensibilitätsstörungen, Darm und/ oder Blasenfunktionsstörungen?
- Risiko für Osteoporose?
- Systemische Symptome (Fieber, Schweissausbrüche, Gewichtsverlust, …)?
- Tumoranamnese
- Vitalzeichen nicht vergessen! (BAA)
Messung der / Extension/ Flexion
- physiologische Bewegungsamplitude : 10 / 0 / 150°
- d.h. der Patient kann um 10° (über-)strecken und 150° beugen
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- pathologisch : z.B. Streckdefizit von 20° = 0/20/150° d.h. der Patient kann 150° beugen, ihm fehlen aber 20°bis zur Nullstellung (Extension)
3 Kernfragen der Körperlichen Untersuchung
- Sind Entzündungszeichen Tumor, Rubor, Calor Dolor, Functio laesa vorhanden?
- Sind Bewegungs- & Funktionseinschränkungen vorhanden (ROM für jedes Gelenk)?
- Gelenksymmetrie?
Hinweise bei Beginn der Körperuntersuchung
- Konstitutionstyp, Muskulatur, Gewicht, Haltung von Kopf & Oberkörper, Gang, Bewegung, Mimik, …
- Schmerzen der Wirbelsäule: => krumme, schiefe Haltung
- Hüft- & Knieprobleme => Hinken, Schonhaltung eines Beines
- Schmerzen der Hände => vermeiden kräftigen Händedrucks
- Schulter/Ellenbogengelenkprobleme => werden deutlich beim Ausziehen des Hemdes/Pullovers
Fokus der Untersuchung
• Betroffenes Gelenk
• Gelenk der Gegenseite
• Gelenk distal und proximal des betroffenen Gelenks
Laségue
- Das (im Kniegelenk) gestreckte Bein in der Hüfte langsam und passiv anbeugen:
- bei schmerzhafter schialgie schon ab ca. 30° positiv.
- v.a. Bandscheibenschaden L4-S1, Neuritis oder Meningitis.
Ursachen des Halswirbelsäulen-Syndroms
• Traumen
• Blockierungen, ausgelöst durch:
- Fehlhaltungen und chronische Überlastungen
- Fehlbewegungen
- lokale Abkühlungen
• Bandscheibenvorfälle
• Degenerative Veränderungen
• Entzündungen einschließlich primär chronischer Polyarthritis (PCP)
• Tumoren
Nervenwurzelkompression
N. femoralis L1 – L4:
- Ausfall: Quadrizepsschwäche; Dermatom ventral Oberschenkel
N. Ischiadicus L4 – S3:
- Ausfall L4-5: Fußheberschwäche = Fersenstand nicht möglich
- Ausfall L5-S1: Wadenschwäche = Zehenstand nicht möglich
Epiondyltitis
- Tennis oder Golferarm
- Kontraktionsschmerz der betroffenen Muskelgruppe
- Druckschmerz
Carpal Tunnel Syndrom
- Positives Klopfzeichen auf ventraler Sehnenloge
- Parästhesien: in die palmare Handfläche
Chronische Polyarthiris
- Gaenslen-Handgriff
- vorsichtige Kompression aller Grundgelenke der Hand und des Fußes
Schmerzen in der Hüfte
- Tiefe Rücken bzw. ISG- Probleme projizieren sich meistens ins Gesäß oft zum sog. „Hüftknochen“ (Trochanter major)!
- echte“ Hüftgelenkschmerzen projizieren sich in der Regel in der Leiste u.o. ventral am Oberschenkel
- "Vierer Zeichen“ zur Lokalisation des Schmerzes
- CAVE! Bei Hüft-TEP nicht durchführen!
- Hüftgelenkprobleme lassen sich gut über passive Bewegungen reproduzieren
- Tendelenburg-Zeichen (Insuffizienzzeichen für M. gluteus med.)