Einführung: Didaktik der romanischen Sprachen

Vorlesung Fremdsprachendidaktik

Vorlesung Fremdsprachendidaktik


T. W.
Diese Vokabelkartei für Französisch auf Universitätsniveau umfasst 269 Vokabelkarten und konzentriert sich auf interkulturelle Kompetenz im Fremdsprachenunterricht. Sie bietet Aufgaben zur Perspektivenübernahme, Kulturvergleich und Begriffsbildung, wie z.B. "Hineinversetzen in literarische Figuren", "Analyse von Begrüßungsritualen" und "Bedeutungskollage". Die Plattform unterstützt auch das Rückwärtslernen von der Zielsprache zur Ausgangssprache. Diese Vokabelkarten eignen sich besonders für fortgeschrittene Lernende, die ihre interkulturellen Fähigkeiten vertiefen möchten, wie z.B. Studenten oder Examenskandidaten.
Karten
269
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Französisch
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
28.04.2019 / 20.08.2025

Lernkarten

Wie sahen traditionelle Lehrpläne vor 2003 aus (GeR)?

  • bundeslandspezifisch
  • fachbezogen
  • Festlegung der Ziele, Inhalte, Methoden und Lernerfolgskontrollen im Fremdsprachenunterricht
  • inputorientiert (was muss beigebracht werden und wie?)

Was ist das Problem an den traditionellen Lehrplänen vor 2003?

  • Inputorientierung: Lehrplan, Lehrwerk, subjektive Auswahl --> vorgegebene Themen/Inhalte --> Auswahl der Methoden/Medien
  • Lernziele nicht/kaum spezifiziert (müssen allenfalls vom Input abgeleitet werden)

Welche Rolle haben die Bildungsstandards seit 2003 bei der Regelung des FU in Deutschland?

  • bundeslandübergreifende Standards (beschlossen von der KMK)
  • fachbezogen
  • Festlegung der Kompetenzen, über die SuS am Ende eines bestimmten Bildungsganges verfügen sollen
  • outputorientiert: Unterrichtserfolg wird an der Leistung des Lerners am Ende eines Lehrgangs gemessen
  • Anlehnung an GeR

Inwiefern müssen Lehrer/innen seit den Bildungsstandards 2003 umdenken?

  • von Input- zu Output-/Kompetenzorientierung
  • traditionell --> Inputorientierung: Was habe ich gemacht? Was muss ich noch durchnehmen?
  • Kompetenzorientierung: Ausgangspunkt = Kompetenzziele (Was sollen die SuS am Ende der Unterrichtseinheit können? Was können sie schon? Was müssen sie zur Erreichung der Ziele noch üben?)

Was gehört laut den Bildungsstandards zur sprachlichen und interkulturellen Handlungskompetenz?

SuS können...

  • sprachlich handeln (alltagspraktisch orientiert)
  • die entsprechenden sprachlichen Mittel umsetzen
  • ihre Äußerungsabsichten angemessen gestalten und die Normen ihrer Gesprächspartner respektieren

Zwischen welchen Kompetenzbereichen unterscheidet man in den Bildungsstandards?

  1. Funktionale kommunikative Kompetenzen (kommunikative Fertigkeiten und Verfügung über sprachliche Mittel)
  2. Interkulturelle Kompetenzen (~savoir, ~savoir-faire und ~savoir-être im GeR)
  3. Methodische Kompetenzen (~savoir-apprendre im GeR)

Zwischen welchen kommunikativen Fertigkeiten wird in den Bildungsstandards unterschieden?

  • Hör- und Hör-/Sehverstehen
  • Leseverstehen
  • Sprechen: an Gesprächen teilnehmen und zusammenhängendes Sprechen
  • Schreiben
  • Sprachmittlung (~sinngemäße Übertragung)

Über welche sprachlichen Mittel sollen SuS laut Bildungsstandards verfügen?

  • Wortschatz
  • Grammatik
  • Aussprache + Intonation
  • Orthographie

Was gehört laut Bildungsstandards zu den Interkulturellen Kompetenzen?

  • soziokulturelles Orientierungswissen
  • verständnisvoller Umgang mit kultureller Differenz
  • praktische Bewältigung interkultureller Begegnungssituationen

Was gehört laut Bildungsstandards zu den Methodischen Kompetenzen?

  • Textrezeption (Hör-, Hör-/Seh- und Leseverstehen)
  • Interaktion
  • Textproduktion (Sprechen, Schreiben)
  • Lernstrategien
  • Präsentation und Mediennutzung
  • Lernbewusstheit und -organisation

Was wurde aus dem GeR in die Bildungsstandards übernommen?

  • unterschiedliche Kompetenzniveaus --> in BS für einzelne Jahrgangsstufen festgelegt
  • Niveaubeschreibung als Can-do-statements für die einzelnen Teilkompetenzen (aus GeR adaptiert)

Wie läuft die Entwicklung von (kompetenzorientierten) Lehrplänen für den FU seit 2006 (verbindliche Einführung der BS in allen Bundesländern) ab?

Länderübergreifende Bildungsstandards ⇒ länderspezifische Bildungspläne/Kerncurricula ⇒ Schulcurricula (konkrete Umsetzung in der jeweiligen Schule; z.B. Lehrbücher, Austausch,...)

Welche Elemente aus dem GeR bzw. den Bildungsstandards lassen sich in den kompetenzorientierten Kercurricula erkennen? Welche sind spezifisch für die Kerncurricula?

Übernommen:

  • gleicher Kompetenzbegriff/gleiche Kompetenzdefinition: Zielsetzungen, spr. + interkult. Handlungskompetenz, fachbezogene Kenntnisse und Fertigkeiten beschrieben durch Can-do-statements, allmähliche Weiterentwicklung
  • Kompetenz-Strukturmodell: Kompetenzauffächerung --> Unterteilung in Kompetenzbereiche und Teilkompetenzen (funktionale komm., interkult. komm., sprachliche Mittel, Methodenkomp.; komm. Sprachaktivitäten, allg. und sprachbasierte komm. Kompetenzen)
  • Zuordnung einer Klasse zu einem Kompetenzniveau (für einzelne Teilkompetenzen)
  • Kompetenzerwartungen am Ende von Doppeljahrgängen

Spezifisch:

  • Themenbereiche --> allgemeine thematische Vorgaben, lernerzentriert, weiter gefasst als in traditionellen Lehrplänen

Welche Großmethoden gibt es in der Fremdsprachendidaktik?

  1. Grammatik-Übersetzungsmethode
  2. Direkte Methode
  3. Audiovisuelle Methode (Hör-Seh-Methode)
  4. Audiolinguale Methode (Hör-Sprech-Methode)
  5. Kommunikativer Ansatz

In welchem Zeitraum war die audiovisuelle Methode (AVM) in der Fremdsprachendidaktik dominant?

  • 60er Jahre
  • zeitl. parallel zur Entwicklung der ALM in den USA --> Frankreich: AVM

In welchem Zeitraum war die audiolinguale Methode in der Fremdsprachendidaktik dominant?

  • Entwicklung in den USA
  • Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit:
  • 1930er: Interesse an wissenschaftlicher Erforschung gesprochener Sprache u. Sprachmittlung 
  • 2. WK: fehlende FS-Kenntnisse, Militär-Dolmetscher nötig
  • Nachkriegszeit: Fremdsprachenkenntnisse durch UN/UNESCO, internationale Handlungsbeziehungen usw. nötig

In welchem Zeitraum war die direkte Methode in der Fremdsprachendidaktik dominant?

  • Reformbewegung innerhalb der Fremdsprachendidaktik (Beginn: 80er Jahre des 19. Jhds.)
  • Ablöser der GÜM

In welchem Zeitraum war der kommunikative Ansatz in der Fremdsprachendidaktik dominant?

  • ab Anfang der 70er Jahre: gestiegener Bedarf an FS-Kenntnissen wegen Zusammenschluss europ. Staaten u. Tourismus; neue Zielgruppen v. FS-Lernenden (kein Privileg mehr)
  • Entwicklung v. Unterrichtsverfahren, die sich an Lerngruppe anpassen
  • auch heute noch aktuelle Grundlage im FU
  • 2 Phasen:
  1. 70er und 80er Jahre: pragmatisch-funktionales Konzept
  2. Mitte der 80er Jahre: interkulturelles Konzept

In welchem Zeitraum war die Grammatik-Übersetzungsmethode in der Fremdsprachendidaktik dominant?

  • 19. Jhd. in Europa
  • Vorbild = Unterricht der "alten Sprachen" --> Griechisch, Latein
  • übergr. Ziel am Gymnasium: allg. Geistesbildung der SuS
  • Sprachunterricht als Privileg --> „Bildungselite“

Welche Ziele verfolgt die Grammatik-Übersetzungsmethode im Fremdsprachenunterricht?

  • Lernen von grammatischen Regeln (Grammatik = Grundlage für Beherrschung der FS) und Wortschatz (Übersetzen = Ziel der Anwendung der FS)
  • schriftlicher Gebrauch der Sprache
  • übergreifendes Lernziel: Korrektheit des sprachlichen Ausdrucks bzw. des Textverständnisses, bewusste Einsicht in das formale Regelsystem und den Aufbau der Sprache (durch Vergleich mit Muttersprache)
  • allgemeine, formale Geistesbildung der SuS („ordnendes Denken“)
  • Vermittlung sprachlichen und kulturkundlichen Wissens

Welche Ziele verfolgt die direkte Methode im Fremdsprachenunterricht?

  • (mündliche) Beherrschung der FS --> Entwicklung eines Sprachgefühls
  • Entdeckung der Gesetzmäßigkeiten der Sprache (Grammatik) implizites Lehren + induktives Lernen
  • weg von der „starren“ Grammatikmethode hin zum aktiven FU
  • SuS sollen durch ausschließlichen Gebrauch der FS dazu gebracht werden, in der FS zu denken
  • SuS sollen sich ein neues, selbstständiges Sprachsystem aufbauen

Welche Ziele verfolgt die audiolinguale Methode im Fremdsprachenunterricht?

  • Sprachkönnen statt -wissen
  • ständiger Gebrauch der FS im Unterricht, Imitation der LA --> Fähigkeit, im Alltag kommunizieren zu können, Sprachgefühl entwickeln (s. Zeitraum: Ausbildung von Militärdolmetschern)
  • Vorrang des Hörens, Sprechens und Landeskunde vor Lesen und Schreiben

Welche Ziele verfolgt die audiovisuelle Methode im Fremdsprachenunterricht?

  • Sprachkönnen statt -wissen
  • ständiger Gebrauch der FS im Unterricht, Imitation der LA --> Fähigkeit, im Alltag kommunizieren zu können, Sprachgefühl entwickeln (s. Zeitraum: Ausbildung von Militärdolmetschern)
  • Vorrang des Hörens, Sprechens und Landeskunde vor Lesen und Schreiben

Welche Ziele verfolgt der kommunikative Ansatz im Fremdsprachenunterricht?

  • Hauptziel: Entwicklung von fremdsprachlichem Können:
  •  
  • pragmatische Ziele: Fähigkeit, im Alltag kommunizieren zu können, Anwendung der Fremdsprachenkenntnisse im Alltag zur Bewältigung alltägl. zielsprachiger Situationen, Kommunikationsabsichten verstehen und ausdrücken können
  • sprachliche Korrektheit
  • Interkulturalität, soziale + kulturelle Angemessenheit
  • persönliche Teilhabe an der Kommunikation in FS --> SuS sollen „als sie selbst“ kommunizieren können
  • Leseverständnis: v.a. selektives Verstehen (spezifische Infos) und globale Erfassung (grober Inhalt)
  • Linguistische, Soziolinguistische, Pragmatische und Strategische Kompetenzen entwickeln

Was sind die Hauptmerkmale der Grammatik-Übersetzungsmethode?

  • Grammatik im Mittelpunkt: Rekonstruktion und Reproduktion korrekter Sätze durch Regelanwendung durch Übersetzen
  • aktive Rolle der LA, passive Rolle der Lerner
  • einheitliche Ausgangs-/Muttersprache der Gruppe --> Muttersprache = Unterrichtssprache, Vergleichsgrundlage
  • homogene (Alter, Kenntnis-/Bildungsstand), leistungsstarke Gruppe
  • Lehrbücher in Blöcke aufgeteilt, Grammatikstoff nach Wortarten gegliedert
  • Grundlage der Sprachbeschreibung: geschriebene, literarisch geformte Sprache

Beschreibe das zugrundeliegende Lernkonzept der Grammatik-Übersetzungsmethode.

  • Kognitivismus: Sprachenlernen soll Entwicklung des logischen Denkens fördern, Verständnis und Anwendung der Konstruktionsregeln
  • Sprachenlernen als geistig-formale Schulung und Prozess der Formung der Persönlichkeit durch Auseinandersetzung mit der fremden Kultur
  • explizites Lehren + deduktives Lernen (Präsentation gramm. Regeln und Verknüpfung dieser Regeln --> Einsicht in das Gesamtsystem der Sprache)

Beschreibe das zugrundeliegende Konzept von Sprache bei der Grammatik-Übersetzungsmethode.

  • Strukturalismus: Sprache als geschlossenes System aus sprachlichen Zeichen, die in einer bestimmten, beschreibbaren Beziehung untereinander und zu Objekten/Konzepten in der Welt stehen
  • Sprache als System von Formen, aus einzelnen Sprachbausteinen bestehend
  • Sprachwissen, v.a. Fähigkeit, korrekt zu übersetzen = Beherrschung der FS

Was kennzeichnet das methodische Vorgehen der Grammatik-Übersetzungsmethode?

  • 3 Phasen:
  1. Einführung: Präsentation des Lehrstoffs (Grammatik)
  2. Übung: Satzbildung zum Grammatikstoff
  3. Anwendung: durch Lesen, Schreiben und v.a. Hin- und Rückübersetzen --> Vermittlung von Grammatikregeln und deren praktische Anwendung im Übersetzungstext
  • synthetisch-deduktive Methode: Erlernung der FS durch Verknüpfung zahlreicher, einzeln gelernter Regeln (deduktiv); von sprachlichen Einzelheiten zum Aufbau des Gesamtsystems (Synthese)

Was sind die Hauptmerkmale der direkten Methode?

  • direkte Vermittlung der FS --> Prinzip der Einsprachigkeit, FS = Unterrichtssprache (möglichst lebensnahe Situation)
  • Vorläufer der audiolingualen Methode:
  • Vorrang der gesprochenen Sprache
  • LA als sprachliches Vorbild
  • Fokus auf Wortschatz und „Chunks“ statt Grammatik
  • Anschaulichkeit und entdeckendes Lernen
  • aktiver Fremdsprachenunterricht

Beschreibe das zugrundeliegende Lernkonzept der direkten Methode.

  • neben Verstand werden auch Körper und Emotionen des Lerners berücksichtigt
  • Kognitivismus: Wahrnehmung, gedankliche Verarbeitung und Bewertung der Umweltereignisse beim Lerner entscheidend (Lernen = Informationsverarbeitungsprozesse)

Beschreibe das zugrundeliegende Konzept von Sprache bei der audiolingualen Methode.

  • Behaviourismus: Lernen als Konditionierung, Sprache = verbales Verhalten
  • Lernvorgang als Verbindung von Reiz (sprachlicher Input) und Reaktion (sprachliche Äußerung) --> Verhaltensprogrammierung
  • Gewohnheiten werden durch Verstärkung gefestigt (stimulated recall): z.B. Bestätigung richtiger Antworten statt Fehlerkorrektur
  • Strukturalismus: Sprache als System spr. Zeichen, die in einer Beziehung zu Objekten und zu anderen Zeichen stehen --> Beschreibung und Analyse der Sprache nach ihren spezifischen Formen und Strukturen, induktives Vorgehen (von Sprachphänomenen (Formen) auf System schließen)

Beschreibe das zugrundeliegende Lernkonzept bei der audiolingualen Methode.

  • Behaviourismus: Lernen als Konditionierung, Sprache = verbales Verhalten
  • Lernvorgang als Verbindung von Reiz (sprachlicher Input) und Reaktion (sprachliche Äußerung) --> Verhaltensprogrammierung
  • Gewohnheiten werden durch Verstärkung gefestigt (stimulated recall): z.B. Bestätigung richtiger Antworten statt Fehlerkorrektur

Was sind die Hauptmerkmale der audiolingualen Methode?

  • Grammatik nur im Hintergrund, in Alltagssituationen eingebettet und dialogisch präsentiert
  • Vorrang des Mündlichen: Hören, (Nach)Sprechen
  • FS = Unterrichtssprache
  • LA als sprachliches Vorbild (Authentizität der Sprachvorbilder!)
  • Automatisierung/Verinnerlichung von Sprachmustern durch Imitation und häufige Wiederholung (pattern drills)
  • „versteckte“ Grammatikprogression: Gramm. in Lektionen integriert, implizit, aber in einer Progression nach steigender Komplexität angeordnet, Auswahl und Gestaltung der Themen und Situationen nach entsprechenden Grammatikphänomenen
  • strikte Trennung von Grammatik und Wortschatz (separate Grammatik-Anhänge in Lehrbüchern)
  • induktives Lernen: vom Text auf Grammatikphänomene schließen

Was kennzeichnet das methodische Vorgehen in der audiolingualen Methode?

  • Automatisierung/Verinnerlichung von Sprachmustern durch Imitation und häufige Wiederholung von Modellsätzen (pattern drills)
  • „versteckte“ Grammatikprogression: Gramm. in Lektionen integriert, implizit, aber in einer Progression nach steigender Komplexität angeordnet, Auswahl und Gestaltung der Themen und Situationen nach entsprechenden Grammatikphänomenen
  • technologische Hilfsmittel wie Sprachlabor: Darbietung authentischer Sprechmodelle--> s. Übungen, eigenes Lerntempo, Wdh. möglich, detaillierte und objektive Beurteilung des Lerners
  • visuelle Hilfsmittel: Bilder, Tafel, Wendekarten, Wandbilder, Filme, TV usw.
  • Übungsformen:
  • Ergänzung eines Lückentexts
  • Satzbildung nach vorgegebenem Muster
  • Frage-Antwort-Übung (Umformung)
  • Dialogübung (Dialogergänzung/Durchspielen, Auswendiglernen)

Was sind die Hauptmerkmale der audiovisuellen Methode?

    • Weiterentwicklung der ALM
    • Verbindung von Sprache mit optischem Anschauungsmaterial
    • Einsatz von Bildern und Bilderfolgen zur Bedeutungsvermittlung bei Einführung, Übung und Sprachanwendung (Transfer)
    • zuerst Inhalt der Situation m.H. visueller Mittel, dann erst entspr. sprachliche Ausdrucksform
    • Grammatik im Hintergrund, in Alltagssituationen eingebettet und dialogisch präsentiert
    • Vorrang des Mündlichen: Hören, (Nach)Sprechen (Zusatz: Sehen!)
    • FS = Unterrichtssprache
    • LA als sprachliches Vorbild (Authentizität der Sprachvorbilder!)
    • Automatisierung/Verinnerlichung von Sprachmustern durch Imitation und häufige Wiederholung (pattern drills)
    • „versteckte“ Grammatikprogression: Gramm. in Lektionen integriert, implizit, aber in einer Progression nach steigender Komplexität angeordnet, Auswahl und Gestaltung der Themen und Situationen nach entsprechenden Grammatikphänomenen
    • strikte Trennung von Grammatik und Wortschatz (separate Grammatik-Anhänge in Lehrbüchern)
    • induktives Lernen: vom Text auf Grammatikphänomene schließen

    Beschreibe das zugrundeliegende Lernkonzept bei der audiovisuellen Methode.

    • Behaviourismus: Lernen als Konditionierung, Sprache = verbales Verhalten
    • Lernvorgang als Verbindung von Reiz (Bild) und Reaktion (sprachliche Äußerung) --> Verhaltensprogrammierung
    • Gewohnheiten werden durch Verstärkung gefestigt (stimulated recall): z.B. Bestätigung richtiger Antworten statt Fehlerkorrektur

    Was kennzeichnet das methodische Vorgehen in der audiovisuellen Methode?

    • Automatisierung/Verinnerlichung von Sprachmustern durch Imitation und häufige Wiederholung von Modellsätzen (pattern drills)
    • Grundstruktur: Bild → Dialog → Wiederholung → Ablösung von der visuell-akustischen Vorgabe → Satzmusterübungen → Integration von Schreiben + Lesen
    • „versteckte“ Grammatikprogression: Gramm. in Lektionen integriert, implizit, aber in einer Progression nach steigender Komplexität angeordnet, Auswahl und Gestaltung der Themen und Situationen nach entsprechenden Grammatikphänomenen
    • technologische Hilfsmittel wie Sprachlabor: Darbietung authentischer Sprechmodelle--> s. Übungen, eigenes Lerntempo, Wdh. möglich, detaillierte und objektive Beurteilung des Lerners
    • visuelle Hilfsmittel: Bilder, Tafel, Wendekarten, Wandbilder, Filme, TV usw. – Hauptunterschied zu ALM: gleichzeitiger Einsatz von akustischem und visuellem Material!
    • Übungsformen:
    • Ergänzung eines Lückentexts
    • Satzbildung nach vorgegebenem Muster
    • Frage-Antwort-Übung (Umformung)
    • Dialogübung (Dialogergänzung/Durchspielen, Auswendiglernen)

    Beschreibe das zugrundeliegende Konzept von Sprache bei der audiovisuellen Methode.

    • Behaviourismus: Lernen als Konditionierung, Sprache = verbales Verhalten
    • Lernvorgang als Verbindung von Reiz (Bild) und Reaktion (sprachliche Äußerung) --> Verhaltensprogrammierung
    • Gewohnheiten werden durch Verstärkung gefestigt (stimulated recall): z.B. Bestätigung richtiger Antworten statt Fehlerkorrektur
    • Strukturalismus: Sprache als System spr. Zeichen, die in einer Beziehung zu Objekten und zu anderen Zeichen stehen --> Beschreibung und Analyse der Sprache nach ihren spezifischen Formen und Strukturen, induktives Vorgehen (von Sprachphänomenen (Formen) auf System schließen)

    Was sind die Hauptmerkmale des kommunikativen Ansatzes?

    • pragmatische Perspektive --> Alltagsgebrauch von Sprache! (s. Ziele); sprachliche Mittel haben nur dienende Funktion, nicht im Fokus
    • pädagogische Leitlinien: Zielvorstellungen und Lernvoraussetzungen der Lerngruppe bei Zielsetzung berücksichtigen, Anspruch einer elitären Bildung aufgeben
    • didaktisch-methodisches Konzept: Ermittlung der Lernvoraussetzungen und Bestimmung der Zielsetzungen je nach Lerner
    • Inhalts- und Lernerorientierung: Aktivierung der Lernenden, Relevanz der Inhalte
    • kommunikative Übungen: Vorbereitung auf kommunikative Situationen
    • dialogfördernde Sozialformen: möglichst reale Kommunikation, gedanklicher Austausch
    • Öffnung nach außen: z.B. Muttersprachler, Cinéfête etc. --> Authentizität!
    • Lehrer als Helfer im Lernprozess
    • flexible Lernmaterialien: Kommunikationssituationen ≠ planbar/statisch, Anpassung des Materials an Komm.sit. und Bedürfnisse
    • Orientierung an didaktischen Prinzipien: Lerner-, Handlungs-, Prozess-, Kompetenz- und Aufgabenorientierung
    • 2 Phasen (in Richtung stärkere Lernerorientierung):
    1. das pragmatisch-funktionale Konzept der 70er/frühen 80er Jahre
    2. das interkulturelle Konzept seit Mitte der 80er Jahre

    Was sind die Merkmale des pragmatisch-funktionalen Konzepts im kommunikativen Ansatz?

    • zyklische Progression/Lernprogression der Grammatik (von einfachen zu komplexeren Sprachmustern)
    • Verringerung des Grammatikpensums: für die Alltagskommunikation ist nicht die komplette Grammatik nötig, Gewichtung nach tatsächlichem Vorkommen im Alltagssprachgebrauch
    • Themenschwerpunkte/Grundwortschatz --> bezogen auf Alltagskommunikation („spezifische Begriffe“)
    • Fokus auf Rollenanalysen: sprachliche Gestaltung von Rollen --> aktive Rolle, die in der FS zu beherrschen ist (z.B. Kunde) und Komplementärrolle, die man verstehen muss (z.B. Verkäufer)

    ⇒ gleichrangige Rollen von Grammatik, Sprechintentionen (--> Gramm.), Rollen/Situationen, Themen/Inhalten (-->Wortschatz) und Texten; Fokus auf bestimmte Aspekte je nach Schwerpunktsetzung der einzelnen Abschnitte

    • pragmatisch orientierte Textarbeit: Leseverständnis = wichtiger Aspekt der Alltagskommunikation, Verstehen von authentischen Alltagstexten statt „wertvolle“ Literatur, je nach Textsorte und Funktion des Textes charakteristische Sprache

    Lernen