BAP Kapitel 3


M. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Zelllehre, geeignet für fortgeschrittene Lernende. Sie behandeln zentrale Themen wie die Struktur und Funktion der Zelle, einschließlich der Zellmembran, DNA, Chromosomen und Proteine. Besonders hervorgehoben werden Prozesse wie Zellteilung, Transportmechanismen und die Rolle der RNA. Die Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten, die sich auf Prüfungen vorbereiten, da sie detaillierte Einblicke in zelluläre Vorgänge und deren Bedeutung für den menschlichen Körper bieten.
Flashcards
58
Students
5
Language
German
Category
Medical
Level
Other
Created / Updated
24.04.2019 / 29.09.2025

Flashcards

Was sind Zellen

Die kleinse Bau- und Funktionseinheit des Körpers

Was sind die Aufgaben der Zellen? 4. Antworten

  • Stoffe aufnehmen, umbauen, freisetzten
  • Wachsen
  • Sich teilen
  • Auf Reize aus der Umgebung reagieren

Was sind Totipotente Stammzellen

Alleskönnende Stammzellen, welche zu einem Organismus heranreifen können

Was sind Pluripotende Stammzellen

Vielkönnende Stammzellen, welche sich zu allen Zellen im Körper entwickeln können

Was hat es im Inneren einer Zelle

  • 50% Zellorganellen
  • 50% Zytosol, bestehend zu 70-95% aus Wasser und darin gelöste Moleküle wie Proteine, Fette, Kohlenhydrate und Ionen

Aus was besteht die Zellmembran

Lipid-Doppelschicht, dazwischen Cholesterin und auf der Membran sitzen Membranproteine an welche oft Zuckermoleküle angehängt sind.

Was für differenzierte Zellen gibt es im Körper?

Knochen-, Sinnes-, Blut-, Epithel-, Ei-, Drüsen-, glatte Muskel-, Bindegewebs-, Flimmerepithel-, Knorpel-, Nerven- oder Samenzelle

Was für Gemeinsamkeiten haben (fast) alle Zellen?

Eine Hülle (Zellmembran) und mindestens zwei Bestandteile, die Grundsubstanz (Zytosol) und einen Zellkern (Nukleus). Sowie alle "Zellorgane" die Zellorganellen.

Was für Membranproteine gibt es?

  • Integrale Membranproteine, sie sind in die Membran eingelagert und durchdringen sie oft vollständig (Transmembranproteine).
  • Lipidankerproteine sind an einem Membranlipid wie an einem Anker befestigt.
  • Periphere Membranproteine sind nur angelagert.

Wie heissen die Zuckermoleküle, welche in ihrer Gesamtheit eine Hülle um die Zelle bilden und welche Aufgabe haben sie?

Glykokalix und sie spielen beim Zellkontakt eine Rolle und schützen die Zelle.

Welche Faktoren bestimmen, ob ein Stoff die Zellmembran durchdringen kann oder nicht?

  • Die Molekülgrösse, sehr kleine Moleküle wie z.B. Wasser (H2O), Sauerstoff (O2) oder Kohlendioxid (CO2) können die Membran ungehindert durchdrigen.
  • Die Fettlöslichkeit, je lipophiler ein Stoff ist, desto einfacher kann er die Zellmembran durchdringen.
  • Die Elektrische Ladung, Ionen können die Membran kaum überwinden.

Was für Membrantransportproteine (Transmembranproteine) gibt es?

  • Kanalproteine, bilden hydrophile Poren, es gibt Ionenkanäle und Aquaporine
  • Carrierproteine, schleusen die Substanz durch eine Änderung in der räumlichen Struktur in die Zelle. Da gibt es verschiedene Carrier, Uniport (transportiert eine Substanz), Cotransport (transportiert zwei Substanzen), Symport bzw Antiport (trasportieren in der gleichen bzw. in entgegengesetzter Richtung).
  • Ionenpumpen wie z.B. die Natrium-Kalium-Pumpe, transportiert aktiv, das heisst unter Energieverbrauch in die Zelle.

Welche Zellkontakte hat es auf der Zellmembran?

  • Haftkontakte
  • Verschlusskontakte
  • Kommunikationskontakte

Was für Zellorganellen gibt es?

  • Zellkern
  • Ribosomen
  • Endoplasmatische Retikulum
  • Golgi-Apparat
  • Lysosomen
  • Mitochondrien
  • Zytoskelett
  • Zentriolen
  • Zelleinschlüsse

Beschribe den Zellkern

  • Er ist von einer innere und äusseren Kernmembran umgeben, welche zusammen die Kernhülle bilden.
  • Die äussere Kernmembran geht in die Membran des ER über.
  • Sie ist von zahlreichen Kernporen durchsetzt.
  • Die Bestandteile des Kerninnenraums heissen Karyoplasma und bestehen aus der DNA, einem oder mehreren Kernkörperchen (Nukleoli) da wird die RNA gebildet und dem löslichen Anteil, dem Nuklear-Sol.

Beschreibe die Ribosomen

  • Dienen der Proteinbiosynthese
  • Bestehen hauptsächlich aus Proteinen und ribosomaler RNA (rRNA)
  • sind häufig kettenförmig zu Polysomen zusammengelagert

Beschreibe das ER

  • Es gibt das raue, mit Ribosomen besetzte ER und das glatte ER
  • Im rauen ER werden Proteine synthetisiert
  • Das glatte ER spielt bei der Lipidsynthese und der Lipidverteilung eine Rolle
  • In den Muskelzellen dient es als Kalzumspeicher

Beschreibe den Golgi-Apparat

  • Ist ein System aus napfförmigen Membransäckchen, die in Stapel von 5-10 aufeinanderliegen
  • Ein einzelner Stapel wird als Diktyosom bezeichnet, alle zusammen als Golgi-Apparat
  • Sie schnüren substanzgefüllte Bläschen ab, die Golgi-Vesikel
  • Erhält Substanzen vom ER, welche dann modifiziert und adressiert werden

Beschreibe die Lysosomen

  • Werden vom Golgi-Apparat gebildet
  • Können Fremdstoffe und zelleigene Organellen verdauen "phagozytieren*
  • Können sich in langlebigen Zellen anhäufen und bilden das gelb-bräunliche Lipofuszin, das Alterspigment

Beschreibe die Mitochondrien

  • Sind die Kraftwerke der Zellen
  • Besitzen eigene DNA (mtDNA) und Ribosomen
  • Sie habe eine innere und äussere Mitochondrien Membran
  • Im Innenraum (Matrixraum) sind die Enzyme für den Zitratzyklus und den Fettsäurenabbau lokalisiert
  • Hier findet die ATP-Synthese statt

Beschreibe das Zytoskelett und die Zentriolen

  • Sind stabilisierende Strukturen im Zytoplasma
  • Mikrofilamente bestehen aus Aktin
  • Intermediärfilament sind verschiedene Eiweisse mit Stützfunktion und etwas dicker als die Mikrofilamente
  • Mikrotubuli sind "Röhren" aus dem Protein Tubulin und tragen zur Erhaltung der Zellform bei, sind Bestandteil anderer Organellen wie z.B. der Kinozilien (Flimmerhaare) oder den Zentriolen
  • Die Zentriolen sind L-förmige Gebilde und spielen eine Rolle bei der Zellteilung

Was sind Zelleinschlüsse?

Sind Ansammlungen von Substanzen, die in der Regel von der Zelle selbst produziert werden wie z.B. das Hautpigment Melanin

Wie ist das "Körperwasser" beim Erwachsenen verteilt (und wie beim Kind)?

  • ca. 40% des Körpergewichtes befindet sich Intrazellulär (auch beim Kind). Bei 70 kg Körpergewicht sind das ca. 30l
  • Die extrazelluläre Flüssigkeit ist auf drei Räume verteilt:
  • Der Intravasalraum (Plasmaraum) macht ca. 5% aus
  • Im Interstitium macht es beim Erwachsenen ca 15% und beim Kind 25% aus
  • Die transzelluläre Flüssigkeit ist sehr gering.
  • Die %-Angaben beziehen sich auf das Körpergewicht!

Was stellt die Grenze zwischen dem Blutplasma und dem interstitiellen Raum dar und was geschieht hier?

  • Die Kapillaren
  • Wasser und kleine Moleküle werden ins Gewebe abgepresst, aber Blutzellen, grössere Proteine und andere grosse Partikel verbleiben im Plasma

Mit was steht die interstitielelle Flüssigkeit in Kontakt? 

  • Mit den Blutkapillaren
  • Mit den Lymphkapillaren

Wie werden die Stofftransporte an der Zellmembran unterteilt?

  • Passive Transportprozesse, d.h. der Trasport verbraucht keine Energie
  • Aktive Transportprozesse, d.h. der Transport verbraucht Energie

Was sind passive Transportprozesse?

  • Diffusion
  • Erleichterte Diffusion
  • Osmose
  • Filtration

Wie funktioniert die Diffusion?

In der Flüssigkeit gelösten Teilchen wandern aufgrund ihrer kinetischen Energie von Orten höherer Konzentration zu Orten niedriger Konzentration. Es findet also ein gerichteter Teilchentransport entlang eines Konzentrationsgefälles statt.

Wie funktioniert die erleichterte Diffusion?

Moleküle, die sehr gross oder schlecht fettlöslich sind, können die Zellmembran mithilfe entsprechender Carrier- oder Kanalproteine überwinden. Diese Art von Diffusion ist auf die Anwesenheit eines geeigneten Transportproteins angewiesen.

Wie funktioniert die Osmose?

Unter Osmose versteht man einen Lösungsmitteltransport (im Mensch ist das immer Wasser) durch eine semipermeable Membran, die zwei Lösungen unterschiedlicher Teilchenkonzentration voneinander trennt. Infolge des Einstroms von Lösungsmittel in den Raum mit höherer Teilchenkonzentration steigt dort der hydrostatische Druck (Druck der Wassersäule) welcher schliesslich den Osmosevorgang beendet.

Wieso muss die Plasmaosmolarität konstant gehalten werden?

Weil es sonst zu lebensgefährlichen Flüssigkeitverschiebungen zwischen den Flüssigkeitsräumen kommen kann.

Was ist der kolloidosmotische Druck?

Das ist der osmotische Druck, der durch Eiweissmolekäle (auch Kolloide genannt) in den Gefässen erzeugt wird.

Wie funktioniert die Filtration? Wo findet sie vorwiegend statt?

  • Unter Filtration versteht man den Transport von Flüssigkeiten durch eine semipermeable (halbdurchlässige) Membran, wobei eine hydrostatische Druckdifferenz zwischen den beiden Seiten der Membran die treibende Kraft ist. 
  • Im menschlichen Organismus erfolgt die Filtration vorwiegend im Bereich der Blutkapillaren, wobei der druch den Herzschlag erzeugt Druck in den Kapillaren, der hydrostatische Druck, das Blutplasma in das Intersitium abpresst.

Was ist der aktive Transport? Nenne ein Beispiel

  • Aktiver Transport bedeutet die Beförderung einer Substanz durch die Zellmembran unter Verbrauch von Energie, die aus dem Zellstoffwechsel zur Verfügung gestellt wird.
  • Eine Substanz kann gegen ein Konzentrationsgefälle durch die Membran befördert werden, z.B. die Natrium-Kalium-Pumpe

Welche Arten von Bläschentransport gibt es? Wie funktionieren sie?

  • Die Endozytose, sollen grössere Teilchen durch die Zelle aufgenommen werden, stülpt sich die Zellmembran ein und dasa aufzunehmende Teilchen wird von Zellausläufern umschlossen.
  • Die Phagozytose, bezeichnet die Endozytose von ganzen Zellen.
  • Die Exozytose, hier werden grössere Moleküle nach aussen hin abgegeben, der Transport verläuft in umgekehrter Richtung wie bei der Endozytose.

Wo findet die Proteinbiosynthese statt?

Im Zytoplasma an den Ribosomen

Was sind die vier DNA-Basen?

  • Adenin
  • Thymin
  • Guanin
  • Cytosin

Was ist der erste Schritt der Übertragung von genetischen Informationen vom Zellkern ins Zytoplasma und wie funktioniert dieser?

Es wird eine Zwischenkopie der DNA erstellt, die RNA. Dieser Schritt heisst Transkription.

Was sind die vier RNA-Basen?

  • Adenin
  • Uracil
  • Guanin
  • Cytosin

Wie viele Gene hat der Mensch ungefähr?

20 000

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