Embryologie
Medizin 1SJ FS2019
Medizin 1SJ FS2019
-
- 1 / 154
-
Cartes-fiches
Akrosombildung
Aus dem Golgiapparat entsteht ein neues Organell das Akrosom. Entspricht einer enzymhaltigen Kappe mit Proteasen (=Lysosom), die bei der Durchdringung der Zona pellucida der Eizelle eine wichtige Rolle spielt.
Das reife Spermium ist schlank, die Mitochondrien sind im Mittelstück dicht und ringförmig den äusseren Ringfasern angelagert. Die DNS im Kern ist maximal kondensiert. Es gibt fast kein Zytoplasma mehr.
Wenn die Spermien nun vollständig differenziert sind, dann treten sie in das Lumen der Tubuli ein und werden durch Pulsationsbewegungen (von den Myofibroblasten ausgehend) der Tubuli und der Ductuli efferentes in den Neben-hoden transportiert, wo sie ihre Motilität erlangen.
Steuerung der Testosteronproduktion
Die Testosteronproduktion wird vom hypophysärem LH (Luteinisierungshormon) gesteuert. Es besteht ein negativer Rückkoppelungsmechanismus unter Einbeziehung des Hypothalamus. LH bindet an LHRezeptoren auf den Leydig-Zellen und stimuliert die Bildung von Testosteron, das seinerseits die Sertoli Zellen Stimuliert. Ausgeprägte Zyklen in der Hormonproduktion, wie sie bei der Frau bestehen, existieren nicht.
Das hypophysäre FSH wirkt auf die Sertolizellen, in denen es die Bildung eines Testosteron-bindenden Proteins (Androgen bindendes Protein, ABP) auslöst. Dadurch kann Testosteron von der Sertolizelle in die luminalen Zone transportiert und dort konzentriert werden. Testosteron ist für die Spermatogenese entscheidend. Testosteron wird aber auch über Blut und Lymphe abgeführt. Es wirkt offenbar auf sämtliche Gewebe, insbesondere auch auf das Gehirn(!) und auf die Geschlechtsorgane selbst.
wo bindet LH? was für eine Wirkung?
LH bindet an LHRezeptoren auf den Leydig-Zellen und stimuliert die Bildung von Testosteron, das seinerseits die SertoliZellen Stimuliert.
Leydig'sche Zwischenzellen.
Zwischen den Hodenkanälchen, im lockeren Bindegewebe, liegen die Leydig'sche Zwischenzellen. Dies sind Hormonzellen, die vor allem das männliche Geschlechtshormon Testosteron erzeugen und ins Blut und in die Nachbarschaft ausschütten. Dies bewirkt (zusammen mit den Hormonen der Nebennierenrinde) den Beginn der Pubertät und somit die Spermienreifung. Die Leydig'schen Zwischenzellen erlangen bei der Pubertät unter dem Einfluss des hypophysären LH (Luteinisierungshormon) ihr zweites Blütestadium. (Ein erstes Blütestadium machten die Leydig'schen Zwischenzellen bei der Embryonalentwicklung des Hodens durch).
Oogenese
Unter Oogenese ist der Prozess zu verstehen, bei dem aus Oogonien reife Eizellen (Oozyten) hervorgehen.
Bei der Reifeteilung entstehen aus einer weiblichen Keimzelle (44 plus zwei X-Chromsoemen) vier Tochterzellen, die jede 22 Autosomen und X-Chromosomen besitzt. Nur eine davon entwickelt sich zu einer reifen Eizelle. Die anderen drei, die Polkörperchen, erhalten kaum Zytoplasma und degenerieren in der weiteren Entwicklung. Aus der männlichen Keimzelle entstehen zwei Tochterzellen mit 22 Autosomen plus ein X-Chromosom und zwei mit 22 Autosomen plus ein Y-Chromosom. Alle vier entwickeln sich zu reifen Spermien.
Wichtig!: Primaere Oozyte arretiert in 1. Reifeteilung (Dictyotaen)
Die Reihenfolge der Entwicklung der weiblichen Keimzelle lautet wie folgt:
Urkeimzelle → Oogonie → Primäre Oozyte → primäre Oozte im Diktyotän Geburt. Die weitere Entwicklung / Reifung der Oozyte setzt erst wenige Tage vor dem Eisprung wieder ein
Die Reihenfolge der Entwicklung eines Follikels läuft über verschiedene Follikelstadien:
Primordialfollikel → Primärfollikel → Sekundärfollikel → Tertiärfollikel (Graaf'scher Follikel) Da der Follikel zu jedem Zeitpunkt der Entwicklung absterben kann (= Atresie), erreichen nicht alle das Stadium des Tertiärfollikels
Bildung von Eizellen und Spermien
Bei der Reifeteilung entstehen aus einer weiblichen Keimzelle (44 plus zwei X-Chromsoemen) vier Tochterzellen, die jede 22 Autosomen und X-Chromosomen besitzt. Nur eine davon entwickelt sich zu einer reifen Eizelle. Die anderen drei, die Polkörperchen, erhalten kaum Zytoplasma und degenerieren in der weiteren Entwicklung. Aus der männlichen Keimzelle entstehen zwei Tochterzellen mit 22 Autosomen plus ein X-Chromosom und zwei mit 22 Autosomen plus ein Y-Chromosom. Alle vier entwickeln sich zu reifen Spermien.
warum ist die Diktyoän-Phase so wichtig für die Oozyten?
Wichtig!: Primaere Oozyte arretiert in 1. Reifeteilung (Dictyotaen)
- Diktyotän dient der Fehlerverhinderung, für welche sich das Risiko mit jeder Teilung erhöht.
Dauer der Sperma - / Oogenese? ab Pubertät
- Spemium: Ca. 2 Monate vom Spermatozyt zum Spermium
- Oozyt : Ein Zyklus
Spermatogenese vs. Oogense
das Ergebnis? (Anzahl)
- Es entstehen vier funktionsfähige Gameten (Spermien)
- Es entstehen eine funktionsfähige Einzelle und drei für den Körper funktionslose Polkörperchen
Oogenese
Nach der Einwanderung der Urkeimzellen in die Genitalleiste proliferieren diese und bilden Keimstränge. In der Genitalanlage laufen dann die folgenden Vorgänge ab:
- Proliferationssschub (15 Woche bis 7 Monat)
- Nach Eintritt der Oogonien in die Meiose ändert sich ihre Bezeichnung. Sie heissen nun primäre Oozyten.
- Stadium Diplotän: Arretierung - „Meiose-inhibierende Faktor“ (MIF)
- Ruhephase: Diktyotän
Während sich die Oogonien zu primären Oozyte wandeln, werden die Eizellen umstrukturiert. Nachdem sie in der Prophase I der ersten Reifeteilung arretiert sind, werden sie isoliert (Zellbrücken werden aufgelöst) und einzeln von einer einschichtigen Lage von flachen Follikelepithelzellen eingeschlossen. (Eizelle + Follikelepithel = Primordialfollikel).
Nach der Einwanderung der Urkeimzellen in die Genitalleiste proliferieren diese und bilden Keimstränge. In der Genitalanlage laufen dann die folgenden Vorgänge ab:
Proliferationssschub (15 Woche bis 7 Monat)
was passiert?
Aus den Urkeimzellen entstehen durch rasch aufeinanderfolgende Mitosen viele durch Zellbrücken verbundene Zellklone von Oogonien. Die Zellbrücken sind für einen synchronen Eintritt in die nachfolgende Meiose nötig
wan werden die Oogonien zu Oozyten?
Nach Eintritt der Oogonien in die Meiose ändert sich ihre Bezeichnung. Sie heissen nun primäre Oozyten.
Oozyten im Stadium des Diplotän der Prophase 1 und die darauffolgende Diktyoän Phase
Die primären Oozyten werden im Stadium des Diplotän der Prophase I (Prophase der ersten meiotischen Teilung) arretiert. Diese Arretierung geschieht durch ein kleines Peptid, den „Meiose-inhibierende Faktor“ (MIF), der von den Follikelepithelzellen gebildet wird. Kurz vor der Geburt haben alle Oozyten im fetalen Ovar das Diplotänstadium erreicht. Die nun einsetzende Ruhephase der Meiose wird Diktyotän genannt und dauert bis zur Pubertät, wo monatlich ein paar primäre Oozyten die erste Reifeteilung vollenden. Zur zweiten Reifeteilung und zum nachfolgenden Eisprung gelangen jeweils nur wenige Oozyten (sekundäre Oozyten plus 1 Polkörperchen). Die restlichen monatlich herangereiften Oozyten werden atretisch. Die im Ovar verbleibenden primären Oozyten können im Extremfall bis zur Menopause im Diktyotän verharren, ohne je in einem Zyklus heranzureifen.
Von der Geburt an gibt es also zwei verschiedene Strukturen, die es zu unterscheiden gibt, die sich zumindest begrifflich nicht zeitgleich weiterentwickeln:
- Einmal die weibliche Keimzelle, die bei der Geburt eine primäre Oozyte ist, sich aber erst nach der Pubertät weiterentwickeln kann (hormoneller Zyklus / Ovarialzyklus ist dazu nötig).
- Zum anderen der Follikel (Follikelepithel + Eizelle), der sich vom Primordialfollikel aus ebenfalls über mehrere Follikelstadien weiterentwickeln kann. (Eine beschränkte Weiterentwicklung kann für einige Follikel schon vor der Geburt einsetzen).
Die Reihenfolge der Entwicklung eines Follikels läuft über verschiedene Follikelstadien:
Primordialfollikel → Primärfollikel → Sekundärfollikel → Tertiärfollikel (Graaf'scher Follikel)
Da der Follikel zu jedem Zeitpunkt der Entwicklung absterben kann (= Atresie), erreichen nicht alle das Stadium des Teritärfollikels
Atresie
der Folikel kann zu jedem Zeitpunkt der Entwicklung absterben
Vorläufer der Follikelepithelzellen, wann und was?
Am Ende des 3. Monats bilden die Oogonien Zellballen, die von einer Schicht aus flachen Epithelzellen umgeben sind. Alle Oogonien in einem Zellballen stammen wahrscheinlich von einer einzelnen Urkeimzelle ab. Die flachen epithelialen Zellen sind die Vorläufer der Follikelepithelzellen.
wan ist das Maximum der Keimzellen im Ovar - ca wieviel?
Im 5. Entwicklungsmonat erreicht die Gesamtzahl der Keimzellen im Ovar ihr Maximum. Sie wird auf 7 Mio. geschätzt. Zu diesem Zeitpunkt setzt der Zelltod ein. Viele Oogonien und primäre Oozyten degenerieren und werden atretisch. Zum Zeitpunkt der Geburt (schon im 7. Monat) ist die Mehrzahl der Oogonien zugrunde gegangen. Alle überlebenden primären Oozyten sind jetzt einzeln von einer dünnen einlagigen Schicht sogenannter Follikelepithelzellen umgeben.
Reifung der Primordiafolikel vs. Reifung eines Teritärfolikel - hormonabhängig?
- Es wird angenommen, dass die anfängliche Reifung der Primordialfollikel hormonunabhängig und damit bereits schon im Zeitraum von der Geburt bis zur Pubertät stattfinden kann.
- Die letzte Phase der Reifung eines Teritärfolikels zu einem grossen sprungbereiten Follike (GraafFollikel) l bleibt dabei für die Zeit der regelmässigen Zyklen, nach der Pubertät vorbehalten. - horonabhängig
Es können grundsätzlich 3 Entwicklungsstadien unterschieden werden.
- ruhend
- wachsend
- sprungreif
- ruhend (0) Primordialfollikel
- wachsend (1 - 3) Primär-, Sekundär-, Tertiärfollikel
- sprungreif (4) Bläschen- od. Graaf‘scher Follikel
Wenn die Primärfollikel überleben, entstehen Sekundärfollikel mit durch Proliferation aus den einschichtigen Follikelepithelzellen entstandenem mehrschichtigem Follikelepithel. Dieses wird nun Stratum granulosum (3) (Granulose) genannt.
Bei den Sekundärfollikeln wird zwischen Eizelle und Follikelepithel eine im LM helle Glykoprotein-Schicht, die Zona pellucida (2), sichtbar. Sie ist azellulär und dient als hüllende Schutzschicht. Zytoplasma-Ausläufer der anliegenden Granulosazellen, gelangen aber trotzdem durch die Zona pellucida an die Eizelle und stellen so ihre Versorgung sicher
Tertiärfollikel. Überleben die Sekundärfollikel, entstehen Tertiärfollikel. Ihr Kennzeichen ist ein mit Liquor gefüllter Hohlraum, das Antrum folliculi (6). Die Eizelle liegt an dessen Rand in einem vom Granulosaepithel (endokrin: produziert Progesteron und Östrogen) gebildeten Hügel, dem Cumulus oophorus. (7) Der reife Follikel wird von zwei Bindegewebschichten umgeben. Der inneren gefässreichen Theca interna (4) mit grossen Lipid-reichen Zellen (endokrine Funktion: Östrogensynthese (!), Östrogen ist für Reifung der Eizellen verantwortlich.) und einer äusseren fibrösen Schicht, der Theca externa (5), welche einen Übergang zum Stroma ovarii bildet und grössere Gefässe enthält.
Theca interna
für was notwendig?
inneren gefässreichen Theca interna mit grossen Lipid-reichen Zellen (endokrine Funktion: Östrogensynthese (!), Östrogen ist für Reifung der Eizellen
Entscheidend für ein erfolgreiches Follikelwachstum ist ein gut ausgebildetes Kapillarnetz in der Theca interna. Die genauen Kontrollmechanismen die zur Auswahl eines Follikels und zur Reifung bis zum Graaf'schen Follikel führen, sind noch unbekannt. Vor der Ovulation geschieht ein Wachstumsschub des Tertiärfollikels.
Entwicklung der weiblichen Keimzellenzahl in Abhängigkeit verschiedener Lebensphasen
Das normale, gängige Schicksal eines Follikels oder weiblichen Keimzelle ist die Atresie. Die Ovulation dagegen stellt ein Ausnahme-Schicksal dar.
Die Keimzellenzahl im weiblichen Organismus unterliegt während der Fetalperiode starken Schwankungen aufgrund der folgenden Phasen: A-E
- Phase A – Einwandern von Keimzellen, Bildung von „Keimsträngen“, 6.-8. Woche
- Phase B – Wachstumsschub: Zellklone von Oogonien bilden sich, verbunden durch Zellbrücken. 9.-22. Woche
- Phase C – Die Oogonien werden zu primären Oozyten, treten in Prophase der ersten Reifeteilung ein 12.-25. Woche
- Phase D – Arretierung primärer Oozyten im Diktyotän der Prophase, Entstehung von Primordialfollikeln, 16.-29. Woche
- Phase E – Mengenmässige ansteigender Untergang von Keimzellen und Atresie in allen Follikelstadien. ab 14. Woche
Follikelatresie
vor und nach der Geburt
Follikelatresie tritt jedoch zu bestimmten Zeitpunkten (fetal, postnatal, Beginn der Menarche) verstärkt auf.
Am stärksten ist die Abnahme nach Erreichen der maximalen Anzahl von 7 Mio. (pro Ovar) Keimzellen in der 20. Woche, also noch in der Fetalzeit. Schon während der Prophase der Meiose, vor allem im Pachytän-Stadium sind die Zellen besonders anfällig und gehen ein. Dies kumuliert sich mi der Follikelatresie, die ab der 16. Woche, sobald die Pimordialfollikel gebildet sind einsetzt. Aufgrund beider Vorgänge schrumpft die Keimzahl auf einen Drittel. Unmittelbar nach der Geburt setzt eine weitere, kurze Periode erhöhten Untergangs ein. Während der Fetalzeit werden in der Plazenta Geschlechtshormone produziert. Es kommt zu hohen Östrogen-Spiegeln im Blut der Mutter und des Feten. Diese lösen im weiblichen Feten eine nennenswerte Reifung von Primordialfollikeln bis hin zu Tertiärfollikeln aus. Wenn nach der Geburt die Geschlechtshormon Spiegel im Feten sinken, werden alle vorgereiften Follikel atretisch.
Die dritte, zeitlich längste aber dafür nicht mehr so starke Periode erhöhten Untergangs, findet während der Pubertät statt. Denn mit dem Einsetzen der Pubertät (mit etwa 12 Jahren), kommt es wieder zu einer erhöhten Östrogenproduktion, welche zu einer Reifung der inneren und äusseren Geschlechtsmerkmale führt. Von den 500'000 Follikeln (250‘000 pro Ovar), die am Anfang der geschlechtsreifen Zeit in beiden Ovarien vorhanden sind, erreichen insgesamt nur etwa 450 den Follikelsprung und führen damit zur Freisetzung einer Eizelle (Ovulation). Zusatz. Mit der kontinuerlichen Abnahme der Follikelzahl nimmt auch die Produktion von Östrogenen ständig ab. Wenn mit etwa 50 Jahren keine Follikel mehr vorhanden sind, dann sistiert die Östrogenproduktion und es tritt die Menopause ein.
Ovarialuzyklus - wieviele Teritärfolikel werden zur Reifung angeregt
Mit jedem Ovarialzyklus werden in jedem Ovar etwa 3--11 Tertiärfollikel zur weiteren Reifung angeregt. Dabei entwickelt sich normalerweise nur ein dominanter Follikel zum sprungreifen Graaf-- Follikel, während die übrigen Tertiärfollikel apoptotisch degenerieren (sog. Follikelatresie).
Entwicklung des Graafscher Follikel oder Bläschen b
Etwa eine Woche vor der Zyklusmitte entwickelt sich in einem der beiden Ovarien der dominante Follikel. Dieser wächst schneller als die übrigen Tertiärfollikel und bereitet sich auf den Eisprung vor. Er erreicht einen Durchmesser von bis zu 25mm und wird auch als Graafscher Follikel oder Bläschen bezeichnet. (Erst ab der Pubertät. )
wie wird die Eizelle ernährt bis kurz vor Eisprung
Bis knapp zwei Tage vor dem Eisprung beschränkte sich die Reifung der Eizelle auf die Aufnahme von Stoffen (Anlegen des Dotters), die ihr von den umgebenden Granulosazellen gereicht wurden. Dieser Stoffaustausch wird durch Zytoplasmafortsätze der Granulosazellen, die durch die Zona pellucida hindurch in der Eizelloberfläche verankert sind, vermittelt