PF27 Abdomen und Urogenialtrakt

BsC Pflege, ZHAW, 2. Semester

BsC Pflege, ZHAW, 2. Semester


M. V.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Untersuchung und Diagnostik des Abdomens und Urogenitaltrakts, geeignet für medizinisches Fachpersonal. Sie behandeln Leitsymptome wie Schmerzen und Miktionsstörungen, sowie Techniken wie Palpation, Perkussion und Auskultation. Die Karteikarten helfen bei der Identifikation von Erkrankungen wie Splenomegalie, Inkontinenz und verschiedenen Miktionsstörungen, und sind besonders nützlich für Ärzte und Pflegekräfte, die ihre diagnostischen Fähigkeiten vertiefen möchten.
Karten
72
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
12.04.2019 / 24.08.2020

Lernkarten

Leitsymptome des Abdomens 

  • Schmerz
    • sonerform Kolik 
  • Blähungen und Völlegefühl 
  • Obstipation und Diarrhö
  • Sodbrennen, Reflux
  • Inappetenz, Übelkeit & Erbrechen 
  • Schluckstörungen 
  • Dyshagie 
  • Häatemesie, Meäna 

Erweiterte Systemanamnese 

  • Allgemeine Fragen
    • Ernährung, Nahrungsaufnahme
    • Appetitveränderungen
    • Gewichtsveränderungen
    • Medis
    • Fieber
    • psychische & psychosoziale Faktoren
    • Defäktion und Miktion
    • Auslandaufenthalte 
  • PA
    • frühere amdominale Erkankungen und Operationen
  • FA
    • bekannte Abdominale Erkankungen 
    • GTI
    • Krebs 
    • Erbrechen (Nahrungsmittelvergiftung)
  • SA
    • Belastung druch Arbeit oder Familie 
    • Stress
    • Noxen
    • Allergien

Anamnese zum Mund und Rachen

  • Schmerzen
    • ständig oder sporadisch
    • beim Schlucken
  • Mundtrockenheit oder übermässiger Speichelfluss
  • Muntegeruch Fötor
    • Urinartig
    • Azetonartig 
    • Alkohl
  • Beläge der Zunge, Schleimhaut 

Leitsymptome Urogenitaltrakt 

  • Schmerzen:
    • Flanke, Blase, bei Mitktion
  • Miktionsstörungen
    • Dysurie, Algurie, Pollakisurie, Nykturie, Harnverhalt, Tenesmen
  • Veränderungen der Harnmenge 
    • Polyurie, Oligurie, Anurie 
  • Fabveränderung des URins 
  • Geruchsveränderungen 
  • Ausfluss vorhanden
  • Auffällige Gewichtszunahme, sichtbare Ödeme 

Auswirkungen auf den Alltag 

  • Lebensqualität/ Aktivitätsradius 
  • Frühere Probleme, Beschwerden beim Wasser lösen 
  • Frühere Blasenentzündungen

Geschlechtsspezifische Fragen für Frauen

 

  • Schwangerschaft bei Frauen
    • Beschwerden in der Schwangerschaft 
  • Menarche 
    • Erste Regelblutung 
  • Menopase 
  • Operationen
  • Fragen zu Regelmässigkeit, Dauer des Zyklus, Dysmenorrhoe, Stärke der Blutung 
  • vaginale Infektionen
  • letzter Besuch beim Gynäkologen 

Geschlechterspezifische Fragen Männer 

  • Prostatahyperplasie 
  • Vorekrankungen der Prostata 
  • Operationen
  • letzte ärtzliche Untersuchung 

Miktionsassessment Mögliche Diferentialdiagnosen zum 

  • vergörserte oder entzündete Prostata 
  • Strahlenbehandlungen
  • Blasenkrebs 
  • Blasensteine 
  • Diabetes
  • Nierenerkankungen 
  • Herschwäche 

Miktionsassessment 

  • Trikmenge
  • letze Miktion 
  • Störungen der Miktion 
  • Veränderungen der Urinmenge 
    • pollakisurie: Tag oder Nacht 
    • Oligurie 
    • Anurie 
  • Schmerzen bei der Miktion 
  • Harndrang 
  • Harnstrahl und Urinfluss
    • schwacher Strahl, Tröpfeln, Harnstotter 
    • massiver Einsatz der Bauchpresse
    • langes Warten bis zur Miktionsbeginn
    • Gefühl unvollständiger Entleerung 
  • Urinverlust
    • wann?
    • Quantität?
    • Miktionszeitpunkt?
    • Spüren sie den Verlust von Urin?

Fragen zur Sexualität 

  • Beide Geschlechter 
    • Partner
    • Aktuell sexuell aktiv
    • Sexuelle Ausrichtung 
  • Frauen
    • aktuelle Verhütungsmethode 
      • Methode effektiv
      • zufrieden mit der Methode 
      • Nebenwirkung
  • Männer
    • aktuelle Verhütungsmethode 

PA

  • Diabetes mellitus 
  • Kontrazeption
  • Geschlechtskrankheit gehabt 

FA

  • Diabetes mellitus 
  • Krebs der reproduktiven Organe 
  • Angeborene Anomalien 

SA

  • Kinder,
  • Familie
  • Beziehung 
  • persönliche Hygiene 

Inspektion von Lippen und Mundmukosa 

  • Wangentaschen: beidseitig 
  • Zunge
  • Mundboden
  • Gaumen
  • Beurteilungskriterien
    • Farbe
    • Ulzeration
    • Beläge 
    • Blutungen
    • Feuchtigkeit 

Inspektion der Abdomen

  • verhält sich der Patient ruchig oder massiv unrug
  • Hautstatus 
    • Nabel
    • Gefässzeichnung 
    • Operationsnarben
  • Konturen
    • Vorwölbungen
    • Asymmetrein 
    • Hernien 
  • Aufgetriebenes oder eingefallenen Abdomen,
  • Schwellungen in bereich der Flanken 
  • sichtbare Peristaltik oder Pulsationen 

Inspektion des Urogenitaltrakts 

  • Entwicklungsstand 
  • Foetor ex ore 
  • Hautkolorit 
  • Hauttugor und Zunge 
  • Ödeme 
  • Juckreiz
    • Kratzspuren
    • Urämisch
  • Shunt 
  • Harnröhre:
    • Ausfluss, Katheter
  • Inspektion des Urins 
    • Farbe, Geruch, Beimengungen

Auskultation

  • über allen 4 Quadranten, für 2 -4 Minuten 
  • Darmgeräusche 
    • 5 - 30/ min
    • hochfrequente Klick- und Gurgelgeräusche 
    • Quantität:
      • vermehrt oder vermindert, Hochfrequent oder Niederfrequent
    • Qualität
      • Leise Laut
      • pathologisch: hochgestellte DG
  • Gefässe und Nebengeräusche 
    • Aorta abdominales, Aa renales und Aa femorales 
    • physiologisch nicht hörbar  

Perkussion

  • Nierenloge
  • Perkussion der Blase 
  • Tympanitisch
    • nur im Abdomen 
    • bei Luft 
  • Schenkelschall
    • bei solidem Hintergrund 
    • Organ und Flüssigkeit 

Palpation wichtige Merkpunkte 

  • Hände des Patienten neben dem Körper 
  • am entferntester Stelle der Schmerzen beginnen 
  • Pankreas, Dünn- und Dickdarm, Niere sind normalerweise nicht tastbar 

Oberflächliche Palpation

  • einhändig 
  • Druckdolenz
  • Bauchdeckenspannung, Muskeltonus 
  • intra-/subkutane Knoten
  • Raumforderne Prozesse 
  • Bruchpforte 

Tiefe Palpation

  • Beidhängig 
  • Orgenvergrösserung und Verschieblichkeit
  • Leber
    • Palpation: Leberrand bei tiefer Inspiration über den Rigenbogenrand teils tastbar 
    • Krazauskultation: Stehtoskop auf dem Sternum, mit dem Spatel den Rand auskratzen
  • Milz
    • normalerweise nicht tastbar, läuft entlang der 10. Rippe 
  • Blase
    • erst bei genügender Füllung 

Punkte zur Beurteilun einer Appendizitis 

  • Mc Burne 
    • Strecke zwischen der Rechten Spina iliaca und Bauchnabel 
    • in der Hälfte 
  • Lanz Punkt
    • Strecke zwischen der Spina iliaca rechts und links 
    • 1/3
  • Knie Beuger Tesst
    • Psoas Dehnungs Zeichen 

Aszites 

  • in Rücken und Seitenlage perkutieren 
  • Lageabhängige Dämpfung 
  • Flankendämpfung in Rückenlage 

Algurie

  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Ursachen
    • durch HWI oder Harnblasensteine 
    • Männer Prostatitis
    • Fremdkörper in der Uretrha 
    • Harnblasenkarzinom

Innervation der Blase 

  • Sympahtikus aus den Segmenten Th12 - L2
  • Parasympathikus: S2 bis S4 

Dysmenorrhoe 

  • Regelschmerzen
  • Unterscheidung in primäre und sekundäre Dysmenorrhoe 

Dysurie 

  • erschwerte, gewollte Blasenentleerung 
  • kann zusätzlich schmerzhaft sein
  • Leitsymptom der Blasenentleerungsstörung 
  • Oft in Kombination mit Pollakisurie 

Loslasschmerz

  • nach der Druckentlastung 
  • hinweis auf Entzündungsprozessen
    • Peritonitis oder Appendizitis 
  • Blumberg Zeichen
    • kontralateralen Loslasschmerz

Musculus detrusor vesicae 

  • Blasenmuskel
  • Glatte Muskulatur aus 3 Schichten
    • äussere Längsmuskelschicht
    • mittlere zirkuläre Schicht
    • innere: Längsmuskelschicht
  • Wichtig für die Miktion

Detrusor Sphinkter Dyssynergie DSD

  • Blasenfunktionsstörung
  • gestörtes Zusammenwirken der beteiligten anatomischen Strukturen 

Dranginkontinenz

  • Syndrom der überaktiven Blase 
    • schlagartiger, ununterdrückbarer Harndrang 
    • Mindestens 8 Mitkionen/ 24h
  • OAB wet oder OAB dry
  • sensorisch: gestöhrte Wahrnehmung 
    • vorzeitiges Füllungsgefühl
    • Entzündung, Blasensteine oder Obstruktion
  • motorisch: gestörte Nervenimpulse

Belastungsinkontinenz

  • der erhöhte Bauchinnendruck bei Blastung, Pressen führt zur Harnverlust 
  • Einteilung in Grade
    • 1. Grad: Beim Husten und Niesen
    • 2. Grad: bei aprupten Körperbewegungen, Aufstehen und Hinsetzen
    • 3. Grad: bei unangestrengten Bewegungen im Liegen
  • Ursache: Descensus
  • Therapie 
    • Konservativ und Operativ

Mischinkontinenz

  • Kombination von Drang und Belastungsinkontinenz 

Überlaufinkontinenz 

  • entsteht durch eine übervolle Harnblase durch Abflussstörungen 
  • Ursache:
    • übergrosse Prostatavergrössergung 
    • Strikturen der Harnröhre 
    • neurologische Erkrankungen mit Erschlaffung des M. detrusor
      • Polyneuropathie 
  • Folgen:
    • Rückstau des Urins in die Harnleiter und die Nieren --> Gefahr der Niereninsuffizeinz bis zur Urämie 

Reflexinkontinenz

  • Durch Störung oder Zerstörung der Hemmungsbahnen --> Aktivitätsimpulse überwiegen
  • Reflexartigen Detrusor Kontraktionen mit Harnabgang 
  • keine Koordinationen der Muskeln
  • Ursache 
    • Querschnittslähmung oberhalb des Blasenzentrums 
    • degenerative zentralvenöse Verändrungen z.B MS

Palpation der Blase 

  • bei stark gefüllter Blase möglich
    • direkt über der Symphyse
    • Kugelrund, exquisit median, luktuierender Tumor 
  • ungefüllte Blase nurch palpierbar wenn die Wände stark hypertrophisch, entzündlich oder neoplastisch infiltriert sind.
    • z.B Wenn die Blase lange Zeit ein Hinderniss überwinden musste 

Hautveränderungen beim Chronischen Nierenversagen

  • Pruritus uräemicus: chronischer Juckreiz
  • Veränderungen der Hautfarbe 
    • Anämie bis Hyperpigmentierung 
  • Verfärbung der Nägel
  • Xerotis cutis: Trockene Haut
    • durch Verminderung von Talg und Schweissdrüsen
  • Beschleunigte Alterung der Haut 

Tenesmus 

  • schmerzhafter Harndrang 

Zwei Gläser Probe 

  • zur Groben Lokalisation einer Blutung im Urogentialbereich
  • Entleerung des Urins nacheinander in 2 Gläser 
  • Eitriger oder blutiger Urin aus Niere oder Harnblase --> beide Gläser gleich stark verfärbt 
  • Beimengungen aus der Harnröhre --> 1. Glas stärkter verfärbt als das 2. Glas 

Dysphagie 

Schluckbeschwerden 

Lernen