Pflanzenbau

Erich und Thomas

Erich und Thomas


J. H.
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen des Pflanzenbaus auf Berufslehrniveau. Sie konzentrieren sich auf die Bedeutung von Boden, Nährstoffen wie Stickstoff und Phosphor, sowie die Rolle von Wasser und Gülle für das Pflanzenwachstum. Die Karteikarten erklären auch, wie verschiedene Bodentypen und ihre Eigenschaften das Pflanzenwachstum beeinflussen und wie Bodenverdichtung vermieden werden kann. Landwirte und angehende Agrarwissenschaftler profitieren von diesen Lernkarten, um ein tieferes Verständnis für die Bewirtschaftung von Böden und die Optimierung der Pflanzenproduktion zu erlangen.
Cartes-fiches
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9
Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
16.03.2019 / 17.06.2021

Cartes-fiches

Welche Aufgaben haben die Spaltöffnungen auf der Unterseite des Blattes?
 

Sie regulieren durch Öffnen und Schliessen die Wasserverdunstung (Transpiration) der Pflanze sowie den Gasaustausch (CO2 und Sauerstoff).

Wozu dienen die Leitbündel (Blattnerv)?

Geben dem Blatt Halt.
Enthalten Gefässe für den Wassertransport
von Wurzel zum Blatt und Siebröhren für den
Transport von Zucker innerhalb der Pflanze.

Welche Aufgaben haben die Wurzeln?

Verankerung im Boden.
Aufnahme von Wasser und Nährstoffen.
Einlagerung von Energie und
Reservenährstoffe.

Wie läuft Wassertransport innerhalb der Pflanze? Erkläre.

Wasser und darin gelöste Nährstoffe werden
von Wurzeln nach oben transportiert. In
Blättern verdunstet der grösste Teil des
Wassers und zieht neues Wasser nach
(Sogwirkung).

In welchen Bereich der Wurzel werden Nährstoffe aufgenommen?

Hinter der Wurzelrinde werden die
Wurzelhaare gebildet, die die Nährstoffe
aufnehmen können. Ein Wurzelhaar lebt für
ein bis zwei Tage.

Erkläre die Unterschiede zwischen einer Pfahlwurzel und einer Büschelwurzel.

Die Pfahlwurzel hat eine verdickte
Hauptwurzel, aus der Seitenwurzeln und
Verzweigungen wachsen.
Die Büschelwurzeln bestehen aus einer Anzahl
gleich starker, bogenförmig nach unten
verlaufender Wurzeln.

Nennen Sie 6 Wachstumsfaktoren für die Pflanzen!

Licht, Kohlendioxid, Sauerstoff, Wasser,
Wärme, Nährstoffe (Stickstoff N, Phosphor P, Kalium K, etc.)

Erklären Sie das Gesetz des Minimums (Minimumstonne) anhand der Wachstumsfaktoren der Pflanze!

Das Wachstum der Pflanze wird durch
denjenigen Wachstumsfaktor begrenzt,
welcher im Minimum vorhanden ist.

Weshalb ergeben die landwirtschaftlichen Kulturen in sonnigen Lagen grössere Trockensubstanzerträge
als in schattigen?

Mit steigender Lichtstärke steigt die Menge
der Zuckerproduktion!

Wieso ist ein dichter Maisbestand (über 12 Pflanzen/m2) anfälliger, dass er umfällt (verglichen mit einem dünneren Maisbestand)?
 

Bei zu dichtem Bestand bilden die
Maispflanzen nur dünne Stängel → weniger
standfest

Beschreiben Sie zwei Beispiele, wie der Landwirt für genügend Licht in einer Kultur sorgen kann!

Standortwahl: Exposition Süd bei wichtigen
Kulturen.
Durch die Wahl eines genügenden Abstandes
zum Wald/Bäume.
Durch Bekämpfen des Unkrautes.
Bestandesdichte: richtige Saatstärke (nicht zu
viel), Reihenabstände richtig wählen.
Reduktion von Krankheiten/Schädlingen führt
zu mehr grüner Blattmasse.
Künstliches Licht in Gewächsekulturen.

Wie ist die trockene Luft zusammengesetzt? (wichtigste vier Verbindungen mit prozentualem Anteil
notieren)

Stickstoff (N2): 78 %
Sauerstoff (02): 21 %
Argon (Ar): 0.9 %                                               Kohlendioxid (CO2): 0.038 %

Aufgrund des weltweit hohen Verbrauchs an Erdöls (sowie Erdgas und Kohle) steigt der CO2-Gehalt der
Luft an. Ist dies nun für das Wachstum der Pflanze positiv?

Eine höhere CO2-Konzentration in der Luft
sorgt für ein besseres Wachstum
(vorausgesetzt alle anderen
Wachstumsfaktoren wie Wasser, etc. sind
genügend vorhanden).
Aber: Erhöhte CO2-Konzentration sorgt für ein
wärmeres Klima mit mehr extremen
Wetterverhältnissen (z. B. Hitze- und
Trockenphasen), was das Wachstum
vermindert

Erkläre, wie die Fotosynthese abläuft! Welche Stoffe sind dabei beteiligt?
Schreibe die Formel der Photosynthese auf.

Kohlendioxid und Wasser wird mit Hilfe von
Sonnenlicht zu Traubenzucker und Sauerstoff
umgewandelt.
6 CO2 + 6 H2O + Lichtenergie→ C6H12O6 + 6 O2

Wann betreibt die Pflanze Fotosynthese?

Bei genügendem Lichtangebot (sofern die
anderen Wachstumsfaktoren nicht
begrenzend sind wie zum Beispiel die
Temperatur)

Was ist unter der Assimilation zu verstehen?

Umbau von pflanzenfremden (anorganischen)
Stoffen in pflanzliche (organische) Stoffe. Der
erste Schritt der Assimilation ist die
Fotosynthese. Aus dem Traubenzucker
werden dann weitere organische Stoffe
gemacht (Stärke, Zellwände).
 

Wie gelangt neues CO2 in einen wachsenden Pflanzenbestand?
 

Durch Wind oder durch den Abbau von
organischem Material im Boden kommt neues
CO2 in den Bestand.

Erkläre in eigenen Worten, wie die Zellatmung abläuft! Welche Stoffe sind dabei beteiligt?
Schreibe auch die Formel der Zellatmung auf. Wann findet die Zellatmung statt?

Mit Hilfe von Sauerstoff wird Traubenzucker
zu Energie, Kohlendioxid, Wasser und Wärme
umgewandelt

C6H12O6 + 6 O2 +→Energie + 6 CO2 + 6 H2O

Zellatmung findet Tag und Nacht statt.

Was ist unter der Dissimilation zu verstehen?

Abbau von pflanzlichen (organischen) Stoffen
in pflanzenfremde (anorganische) Stoffe.
Reservestoffe (z. B. Stärke) wird in mehreren
Schritten zu Traubenzucker umgewandelt.

Dieser wird in der Zellatmung zur
Energiegewinnung in CO2 und Wasser
abgebaut.

Nenne zwei konkrete Massnahmen, um die Sauerstoffversorgung der Wurzeln sicherzustellen!

Erhaltung einer guten Bodenstruktur (gibt
bessere Sauerstoffversorgung).
Mechanische Lockerung des Bodens (z. B.
durch Bodenbearbeitung oder Hacken)

Wieso wirken sich warme Tage und kühle Nächte positiv auf den Zuckergehalt bei den Zuckerrüben
aus?

An warmen Tagen wird viel Zucker
produziert, während kalten Nächten ist die
Zellatmung nicht so gross. Das heisst der
Nettozuwachs (Assimilation - Zellatmung) ist
gross.

Beschreibe die 4 Hauptaufgaben des Wassers in der Pflanze!

Lösungs- und Transportmittel von
Nährstoffen.
Für die Fotosynthese wird Wasser benötigt
(Wasser als Baustein für den Aufbau von
Traubenzucker = Wachstum).
Transpiration: Kühlung der Pflanze und
Sogwirkung.
Zellen und Gewebe straff halten.

Erklären Sie die Bedeutung eines tiefgründigen Bodens auf die Wasserversorgung der Pflanzen!

Tiefgründiger Boden kann mehr Wasser
speichern als ein flachgründiger Boden. Das
heisst auf tiefgründigen Böden ist die
Wasserversorgung der Pflanzen besser
gewährleistet.

Erklären Sie, wie die Pflanze mit Hilfe der Osmose Wasser aufnehmen kann!

Ionenkonzentration (Nährstoff-Ionen) in den
Wurzelzellen ist grösser als in der
Bodenlösung. Wasser fliesst zum Ort der
höheren Konzentration (=Diffusion), das
heisst vom Boden in die Wurzelzellen.
Pflanze muss aktiv Nährstoffe aufnehmen
können, um höhere Ionenkonzentration in
Wurzeln aufbauen zu können!

Wie erfolgt der Wassertransport innerhalb der Pflanze? der Pflanze? Wie erreicht die Pflanze, dass das
Wasser in der Pflanze nach oben transportiert wird?
 

Durch wasserleitende Gefässe (Röhren, bei
denen nur noch die festen Zellwände
vorhanden sind) gelangt das Wasser von den
Wurzeln zu den oberirdischen Pflanzenteilen.

Erkläre an Beispielen, wann die Transpiration hoch beziehungsweise tief ist! Wie schützt
sich die Pflanze vor Austrocknung bei Wassermangel?

Bei hoher Temperatur (Nachmittag) ist
Transpiration der Pflanze am grössten, in der
Nacht ist Transpiration am niedrigsten.
Bei Wassermangel werden Spaltöffnungen
geschlossen, um Wasserverdunstung
herabzusetzen. Zudem rollen sich auch Blätter
(weniger Oberfläche für Verdunstung).
Durch Schliessen der Spaltöffnungen wird
Fotosyntheseleistung viel geringer.

Bodenverdichtungen sollen auch wegen der gleichmässigen Wasserversorgung der Pflanze
vermieden werden. Erkläre die Zusammenhänge!

Wurzeln gehen nicht tief nach unten: Wasser
in tiefen Schichten nicht erschliessbar.
Verdichtungen führen oft zu Staunässe, dies
führt zu Absterben der Wurzeln in
Stauschicht. Dadurch fehlen die tiefwachsenden Wurzeln in einer Trockenphase.

Erkläre den Zusammenhang zwischen Temperatur und Höhe des Wachstums am Beispiel
einer Maispflanze! Begriffe Minimum-, Maximum- und Optimumstemperatur in
Zusammenhang mit dem Wachstum einer Maispflanze!

Damit Mais mit Wachstum (und auch
Keimung) beginnt, ist eine minimale
Temperatur von 8 – 10 ° C nötig.
Zwischen 20 und 30 ° C haben wir das grösste
Wachstum bei Mais (= höchster
Tageszuwachs)
Oberhalb von 45 ° C würde Mais (auch bei
genügend Wasser) aufgrund der Hitze nicht
mehr wachsen.

Beschreibe drei Massnahmen, wie Sie im Freiland eine Erhöhung der Temperatur erreichen können.

Abdecken von Kulturen (Kartoffeln,
Erdbeeren) mit Vlies --> mehr Wärme.
Aufstellen von Folientunnels für Gemüse.
Frostberegnung während Apfelblüte um
Erfrieren zu vermeiden.
Bodenheizung installieren (z. B. aus
Fernwärme) für Spargeln.

Bei welchen klimatischen Bedingungen kann man von der Vegetationsruhe sprechen.

Wenn die Tagesmitteltemperatur während
fünf nacheinander folgender Tage unter fünf
Grad liegt, tritt die Vegetationsruhe ein.

Bedeutung des Nährstoffes

Kalium K

Erhöht die Widerstandskraft der Pflanze gegen Kälte und Wassermangel

Bedeutung des Nahrstoffes

Phosphor P

Wichtig für eine gute Befruchtung

Beudeutung des Nährstoffes

Stickstoff N

Wichtigster Baustein von Eiweissen

Mangelerscheinung

Phosphor P

Mangel sichtbar an rötlich-violetter Verfärbung älterer Blätter

Mangelsymptome

Stickstoff  N

Unterversorgung führt schnell zu Mindererträgen

Mangelsymptome

Stickstoff, Phosphor, Kali und Magnesium

Hauptnährstoffe, bei dessen Mangel sich die älteren Blätter aufhellen

Mangelsymptome

Calicium und Schwefel

Hauptnährstoffe, bei dessen Mangel sich die jüngeren Blätter aufhellen

Mangelsymptome

Stickstoff

Mangel führt zu Gelbverfärbung und Verblassung der älteren Blätter

Mangelsymptome

Bor

Mangel führt zu Herzfäule bei Zuckerrüben

Mangelsymptome

Magnesium

Mangel verursacht bei Zuckerrüben gelbe Flecken zwischen den Blattadern

Étudier