Pflanzenbau

Erich und Thomas

Erich und Thomas


J. H.
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen des Pflanzenbaus auf Berufslehrniveau. Sie konzentrieren sich auf die Bedeutung von Boden, Nährstoffen wie Stickstoff und Phosphor, sowie die Rolle von Wasser und Gülle für das Pflanzenwachstum. Die Karteikarten erklären auch, wie verschiedene Bodentypen und ihre Eigenschaften das Pflanzenwachstum beeinflussen und wie Bodenverdichtung vermieden werden kann. Landwirte und angehende Agrarwissenschaftler profitieren von diesen Lernkarten, um ein tieferes Verständnis für die Bewirtschaftung von Böden und die Optimierung der Pflanzenproduktion zu erlangen.
Cartes-fiches
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9
Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
16.03.2019 / 17.06.2021

Cartes-fiches

Das C:N-Verhältnis beschreibt das Verhältnis von Kohlenstoff (C) und Stickstoff (N) im Mist.

Nenne ein Beispiel für einen Hofdünger mit weitem C:N-Verhältnis (> 40:1) und
erklären Sie, welches Problem beim Einsatz dieses Hofdüngers entstehen kann.

Beispiel: Strohreicher Pferdemist
Problem: Der gesamte vorhandene N wird
verarbeitet, sodass der Rotteprozess zum
Stillstand kommt. Wenn solcher Mist auf
Ackerland ausgebracht wird, entzieht er dem
Boden viel Stickstoff, welcher dann für die
Pflanzen nicht mehr verfügbar ist
(Stickstoffsperre).

Erklären Sie, weshalb das Volumen eines Misthaufens während der aeroben Rotte kleiner und
das C:N-Verhältnis enger wird. Argumentieren Sie mit einem Prozess, der während der Rotte
abläuft.

Die Mikroorganismen bauen das Stroh ab. Dabei
wird Kohlenstoff in CO2 umgewandelt, das in die
Luft entweicht.
Im Verhältnis wird mehr Kohlenstoff freigesetzt
als Stickstoff, das heisst, das Verhältnis zwischen
C und N wird kleiner.

Das Gewässerschutzgesetz macht den Landwirtschaftsbetrieben bauliche Auflagen bezüglich
der Lagerung von Mist. Nenne zwei dieser gesetzlichen Anforderungen.

Mist muss auf einer undurchlässigen betonierten
Mistplatte aufbewahrt werden.
Das Sickerwasser muss aufgefangen und in eine
Güllegrube geleitet werden.

Welche Vorgaben sind im Aargau zu beachten, wenn Mist auf dem Feld zwischengelagert
werden soll. Nenne drei Vorgaben.

Verbindliche Angaben des Merkblatts
«Mistlagerung» beachten:

  •  nur auf düngbarer Fläche
  •  Miete mit Blache zudecken
  •  Lagerdauer höchstens 8 Wochen
  •  Ausreichender Abstand zu Schächten und Drainagen einhalten

Regelmässige Mistgaben verbessern die Bodenfruchtbarkeit. Nenne zwei Gründe.

Mist wird zum Teil zu Humus umgewandelt. Humus
ist wichtig für die Krümelbildung und die
Wasserspeicherung.
Mistgaben fördern die Vermehrung der
Bodenlebewesen. Diese durchlüften und
stabilisieren den Boden und setzen Nährstoffe für
die Pflanzen frei.

Bei zu hohen Mistgaben geht Stickstoff in Form von Ammoniak und Nitrat verloren. Gebe
die Richtwerte für die Ausbringmenge von Rindermist (in t/ha) an, die nach guter
landwirtschaftlicher Praxis nicht überschritten werden sollten.

Pro Gabe sollten in der Regel nicht mehr als 25 t
pro ha Mist auf Acker- und Grünflächen
ausgebracht werden.

Du  willst auf einer Grünlandfläche 20 t/ha Rindermist ausbringen. Wie gehen Sie vor, um
sicherzustellen, dass am Ende die benötigte Menge Mist ausgebracht und gleichmässig auf der
Parzelle verteilt ist? Faustregel: 1m3 Rindermist entspricht ca. 0,7 t.


a) Beschreibe mindestens zwei Vorgehensschritte.

b) Welche Möglichkeiten hast du, um die Ausbringmenge pro Fläche zu regulieren?

a.) 1. Benötigte Anzahl Ladungen berechnen (Sie
kennen das Ladevolumen Ihres Miststreuers und
die Grösse der Parzelle; mit der Angegebenen
Faustregel können Sie ausrechnen, wie viele
Ladungen nötig sind, um 20 t Mist auszubringen)

2. Nach der ersten Durchfahrt abschätzen, ob die
ausgebrachte Mistmenge pro Fläche stimmt. Bei
Bedarf Ausbringmenge pro Fläche regulieren.

b.) Vorschubgeschwindigkeit der Miststreuers
anpassen, Fahrgeschwindigkeit anpassen.

Begründ folgende Grundsätze zum optimalen Einsatz von Mist im Futterbau:
«Auf Wiesen ist es sinnvoll, Mist im Herbst (kurz) vor Vegetationsende auszubringen.»

So kann der Mist noch im Herbst «einwachsen»
(im Frühjahr kann trockenes Wetter das
einwachsen verhindern, sodass der Mist oben
aufliegt und das Futter verschmutzt).

«Wird Mist im Frühjahr oder Sommer auf Wiesen ausgebracht, sollte dieser zum
Ausbringzeitpunkt bereits gut verrottet sein.»

Je besser verrottet der Mist ist, desto geringer ist
die Gefahr der Futterverschmutzung.

«Laufstallmist sollte nicht direkt vom Stall auf Grünland ausgebracht werden. Er sollte zuvor
einige Wochen zwischengelagert werden.»

Der hohe Gehalt an pflanzenschädigenden
Gärstoffen verlangsamen das Wachstum. Der hohe
Strohanteil erhöht das Risiko für
Futterverschmutzung.

Begründe folgende Grundsätze zum optimalen Einsatz von Mist im Ackerbau:
«Mist sollte nicht untergepflügt, sondern flach in den Boden eingearbeitet werden.»

Flach eingearbeiteter Mist wird zu Humus
umgewandelt. In tiefen Bodenschichten verfault
der Mist und bildet wurzelschädigende Stoffe.

«Für Ackerkulturen (ausgenommen Wintergetreide) erfolgt die Mistgabe mit Vorteil bereits mit
der Saat der vorangehenden Zwischenkultur.»
Begründung:

Mist enthält einen hohen Anteil organisch
gebundenen Stickstoffs. Die grösste
Nährstoffmenge wird daher erst nach einigen
Monaten freigesetzt, wenn der Mist im Boden
abgebaut ist.
Ausserdem bauen sich die wurzelschädigenden
Stoffe ab, bis zur Saat/Pflanzung der Hauptkultur.

Was ist unter einer Gärgülle zu verstehen?

Rinder- oder Schweinegülle, die in einer
Biogasanlage vergoren wurde.

Gärgülle enthält wesentlich mehr verfügbaren Stickstoff als Vollgülle aus der Güllegrube.
Leite daraus zwei Grundsätze für den richtigen Einsatz von Gärgülle ab.

Verdünnen, sodass der Gehalt demjenigen von
Vollgülle entspricht (ca. 1-1,5 kg Nverf/m3).
Falls Verdünnungsgrad geringer: Geringere
Mengen einsetzen als bei Vollgülle (≤ 20 m3 / ha)
Mit Schleppschlauch ausbringen.

Kompost und Mistkompost verrotten beide unter aeroben Verhältnissen (mit Luft). Was ist nun
der Unterschied zwischen Kompost und Mistkompost?

Beim Mistkompost ist das Ausgangsmaterial ein
Mist (Hofdünger), beim Kompost ist das
Ausgangsmaterial vor allem pflanzliches Material
(Grünabfälle aus der Grüngutsammlung).

Was ist unter Bodenaktivität zu verstehen? Wie kann diese positiv beeinflusst werden?

Stoffliche Umwandlungsprozesse im Boden,
welche durch die Bodenlebewesen zustande
kommen. Zu den Bodenlebewesen zählen lebende
Organismen, die im Boden vorkommen, vom sehr
kleinen Bakterium bis zu den Regenwürmern.

Was ist unter Bodenaktivität zu verstehen? Wie kann diese positiv beeinflusst werden?

Stoffliche Umwandlungsprozesse im Boden,
welche durch die Bodenlebewesen zustande
kommen. Zu den Bodenlebewesen zählen lebende
Organismen, die im Boden vorkommen, vom sehr
kleinen Bakterium bis zu den Regenwürmern.

Was ist der Unterschied zwischen einem Einnährstoff- und einem Mehrnährstoffdünger?

Einnährstoffdünger enthalten nur einen der drei
wichtigsten Nährstoffe N, P, K (und allenfalls noch
geringe Mengen an anderen Nährstoffen).
Mehrnährstoffdünger enthalten zwei oder alle
drei der wichtigsten Hauptnährstoffe N, P, K (oft
im richtigen Verhältnis des Bedarfs einer Kultur).

Nennedrei Stickstoff-Formen, die in Mineraldüngern vorkommen, und geben Sie deren
Wirkungsgeschwindigkeit (schnell, mittel, langsam) an. Geben Sie auch die jeweilige Abkürzung (2-
Buchstaben-Code) für die jeweilige Stickstoff-Form an.

NS: Stickstoff liegt in Form von Nitrat (= Salpeter)
vor; Stickstoff in dieser Form wirkt schnell
NA: Stickstoff liegt in Form von Ammonium vor;
Stickstoff in dieser Form wirkt mittel (bei warmen
Temperaturen wirkt er schneller)
NU: Stockstoff liegt in Form von Harnstoff (= Urea)
vor; Stickstoff in dieser Form wirkt langsam
Eselsbrücke: Die drei Stickstoff-Formen in dieser
Reihenfolge geschrieben bilden das Wort «S A U».

Welche P-Formen gibt es in Mineraldüngern? Bitte Abkürzung und deren Bedeutung aufnotieren!

PS: Phosphor in wasserlöslicher Form: wirkt sehr
schnell
PA oder PC: Phosphor nur in säurelöslicher Form:
wirken langsam

Mineraldünger sind brennbar und explosiv. Nenne drei Vorsichtmassnahmen bei der Lagerung, mit
denen Sie diesen Risiken vorbeugen.

Mineraldünger und andere Chemikalien in
getrennten Räumen lagern.
Mineraldünger nicht mischen (vor allem nicht
Ammonsalpeter mit Kalksalpeter).
Brandschutzvorschriften beachten (nicht Rauchen,
keine Funken verursachen).

Bei falscher Lagerung von Mineraldüngern können Qualitätsverluste auftreten (Verklumpung oder
Zerfall der Körner). Nenne zwei Massnahmen bei der Lagerung von Mineraldünger, um
Qualitätsverlusten vorzubeugen.

vor Feuchtigkeit schützen, vor Sonnenlicht
schützen

Erkläre die Bedeutung folgender Gehaltsangaben auf einem Düngersack.

a.) 20.5.8

b.) 12.0.18

c.) 15.8.25.3

Es sind Prozentangaben.

a.) 20 % N, 5% P, 8 % K

b.) 12 % N, 18 % K, kein Phosphor

c.) 15 % N, 8 % P, 25 % K, 3 % Mg (= Magnesium)

Wie Lautet sie Formel für die benötigte Düngermenge für eine vorgegebene Parzelle.

(Bekannt ist die Gewünschte Nährstoffmenge, der Nährstoffgehalt des düngers und die Parzellengrösse)

gemüschte Stickstoffmenge / Stickstoffgehalt in % * 100 * Parzellengrösse 0 Düngermenge

z.B.

30 Kg N/ha / 18%N * 100 * 1.5ha = 250 Kg

In den meisten Ackerkulturen wird die Stickstoffdüngung in mehrere Gaben aufgeteilt (z.B. bei Mais
eine Startgabe und eine zweite Gabe im 3- bis 6-Blatt Stadium.)
a) Begründe, weshalb nicht der gesamte Stickstoffbedarf der Kultur in einer Düngergabe
verabreicht wird.

Es würde mehr Dünger in den Boden gelangen, als
die Jungpflanzen aufnehmen können. Der
überschüssige Stickstoff würde in Form von Nitrat
ins Grundwasser sickern.

Erkläre, warum bei den anderen
Nährstoffen (Phosphor, Kali etc.) meistens keine Aufteilung des Düngers in mehrere Gaben nötig ist.

Phosphor und Kali haften im Boden viel besser als
Stickstoff. Es bildet sich ein «Depot», von dem die
Kultur während ihrer Entwicklung zehren kann.

Mineraldünger sollten wenn möglich oberflächlich in den Boden eingearbeitet werden. Im Grünland
oder in Getreidekulturen sollten Mineraldünger vor leichtem (!) Regen ausgebracht werden. Begründe!

Damit wird verhindert, dass sich auf der
Bodenoberfläche Harnstoff oder Ammonium zu
Ammoniak umwandelt und somit Stickstoff in die
Luft verloren gehen kann.

Nennen Sie zwei wichtige bauliche Anforderungen an die Abdeckungen von Güllegruben

  • massive und sichere Auflage
  •  grosse Abdeckungen unterteilen
  •  Roste ≤ 4 cm Stababstand / Gitter ≤ 5 cm Maschenweite
  •  hohe Korrosionsbeständigkeit (rostfreier Stahl)
  • Radlast ≥ 4 Tonnen

Beim Lagern und Aufbereiten von Gülle sind Sicherheitsvorkehrungen notwendig, um Unfälle
und Gesundheitsschäden zu vermeiden. Beschreibe die notwendigen Vorkehrungen für
den Schutz von Mensch und Tier. Gesucht sind jeweils zwei Vorkehrungen für die folgenden
Gefahren:


a) In die Güllegrube stürzen und ertrinken

b) An Güllegasen ersticken

c) Brand oder Explosion von Güllegasen

a.)

  •  stabile, tragfähige Abdeckungen verwenden (keine Bretter, die sich einfach entfernen lassen)
  •  offene Gruben immer mit Absperrung sichern
  •  nicht ungesichert am Grubenrand stehen beim rühren
  •  Kinder beaufsichtigen

 

b.)

  • Beim Rühren Schieber der Schwemmkanäle schliessen
  •  Beim Rühren für ausreichende Durchlüftung der Ställe sorgen oder Tiere ins freie treiben
  • Beim Rühren Hoftoiletten abschliessen

 

  •  Bei Arbeiten im Gülleloch/Güllesilo vorher mehrere Stunden mit kräftigem Gebläse belüften und Gebläse während den Arbeiten laufen lassen
  •  Arbeiten am Gülleloch nicht alleine ausführen – zwei weitere Personen sichern

c.)

  • In Ställen und am offenen Gülleloch nicht rauchen

und keine Funken erzeugen.

Erkläre, weshalb auch eine vollständig geleerte Güllegrube mit einem leistungsfähigen
Gebläse belüftet werden muss, bevor und während eine Person darin Reparatur- oder
Unterhaltsarbeiten verrichtet?

Schwefelwasserstoff (H2S) und Kohlendioxid (CO2)
sind schwerer als Luft. Sie bilden einen
unsichtbaren See aus Gas in der leeren
Güllegrube. Wer diesen Gasen ausgesetzt ist, kann
bereits innert weniger als 1 Minute das
Bewusstsein verlieren.

Um Gewässerverschmutzung durch Abschwemmung zu verhindern, dürfen flüssige Dünger nur ausgebracht werden, wenn der Boden saug- und aufnahmefähig ist. Nenne vier
Bodenzustände, bei denen das Ausbringen von Gülle gesetzlich verboten ist.

wassergesättigt, ausgetrocknet, gefroren,
schneebedeckt

Welche Einschränkungen gelten für die Bewirtschaftung von Pufferstreifen entlang von
Waldrändern und Hecken bezüglich Düngung und Pflanzenschutz?

keine Düngung (ausser in Weiden durch
Weidetiere)
PSM nur als Einzelstockbehandlung mit den
bewilligten Wirkstoffen.

Welche Mindestabstände zu Oberflächengewässern gelten jeweils für den Einsatz von
Düngern und für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln?

Ausscheidung von Gewässerräumen sind
verbindlich.

Falls noch keine Gewässerräume ausgeschieden
sind:
Dünger mind. 3 Meter
Pflanzenschutz: mind. 6 Meter (je nach Mittel bis
100 m Abstandsauflagen)

Wie breit muss der Pufferstreifen entlang von Waldrändern und Hecken sein?

3 Meter

Auch entlang von Wegen ist ein Pufferstreifen einzuhalten. Wie breit muss dieser
mindestens sein?

50 cm

Wozu dient die Zellwand bei der Pflanze? Woraus besteht die Zellwand?

Gibt der Zelle Form, Gestalt und Schutz. Besteht vor allem aus Zellulose (Rohfaser).

Welche Teile der Zellen machen die Fotosynthese?

Blattgrünkörner (Chloroplasten)

Wozu dienen die Mitochondrien der Zelle?

Veratmen Traubenzucker und machen daraus Energie, welche die Pflanze für die Lebensprozesse benötigt (z. B. Erhaltungsbedarf)

Welcher Teil der Zelle trägt die Erbanlagen und steuert die Lebensvorgänge der Zelle?

Zellkern

In welchen Zellen des Blattes spielt sich vor allem die Fotosynthese ab? Wo befindet sich dieses Gewebe?

Palisadengewebe. Es befindet sich unterhalb der Oberhaut.

Étudier