Pflanzenbau
Erich und Thomas
Erich und Thomas
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Flashcards
Mangelsyptome
Kali
Bei Mangel sterben die Blätter vom Rand her ab und rollen sich ein
Mangelsyptome
Calcium
Mangel vor allem bei tiefem Boden-pH
Mangelsymptom
Magnesium
Mangel verursacht bei Weizen gelbe Streifen zwischen den Blattadern
Mais kann in einem kalten Juni oft Symptome von Phosphormangel zeigen. Was machst du??
Abwarten, bis es wieder wärmer wird. Der
Phosphormangel tritt meist nur auf, weil der
Phosphor im Boden vorübergehend zu wenig
verfügbar ist aufgrund der Temperatur.
Erklären Sie fünf Mechanismen, wie die Wurzel Nährstoffe im erschliessen kann.
Wurzelausscheidungen: Beschleunigung der
Nährstofffreisetzung (Mineralisation) in
Wurzelnähe
Diffusion: Nährstoffe fliessen aufgrund
Konzentrationsgefälle zur Wurzeloberfläche
hin.
Wasserfluss: Wasserentnahme durch Wurzel
löst Wasserfluss von weiter weg aus: Mit
fliessendem Wasser gelangen auch darin
gelöste Nährstoffe zu den Wurzelhaaren.
Mykorrhiza: Verlängerung/Vergrösserung der
Wurzelhaare durch Symbiose mit
Mykorrhizapilzen (bessere Wasser- und
Phosphoraufnahme). Pilze erhalten als
Gegenleistung von Pflanzen Zucker.
Wurzelwachstum: Pflanzenwurzeln wachsen
zu Nährstoffen hin
Wieso ist ein verdichteter Boden schlecht für die Nährstoffaufnahme?
Wurzeln können bei Verdichtungen nicht
atmen (fehlender Sauerstoff) und dadurch
auch keine Energie durch die Zellatmung zur
Verfügung stellen, die zur aktiven Aufnahme
der Nährstoffe benötigt wird.
Ein verdichteter Boden hemmt das Wachstum
der Wurzeln, wodurch nur ein Teil des Bodens
erschlossen werden kann.
Weshalb bringt es nichts, wenn man bei anhaltender Trockenheit Ammonsalpeter ausbringt? Erkläre!
Pflanze nimmt Stickstoff vor allem in Form
von Nitrat (=Salpeter) auf, welcher im Wasser
zuerst aufgelöst werden muss.
Was ist unter dem pH-Wert verstehen? Was ist ein saurer, was ein basischer pH-Wert?
pH-Wert ist das Mass für die Bodenreaktion.
Er gibt an, wie viele Wasserstoffionen (H+-
Ionen) im Bodenwasser gelöst sind.
Sauer: pH-Wert unter 7. Viele H+-Ionen
vorhanden.
Basisch: pH-Wert über 7. Wenige H+-Ionen
vorhanden.
Erkläre, weshalb ein pH-Wert von 6.0 bis 7.0 ideal ist! Beschreiben Sie verschiedene Gründe
Die meisten Hauptnährstoffe (N, P, K, Ca, Mg)
sind in diesem pH-Bereich am besten
pflanzenverfügbar im Boden.
Bodenlebewesen sind in diesem Bereich am
aktivsten.
Die meisten Pflanzen gedeihen in diesem
Bereich am besten.
Welche Spurenelemente sind bei einem hohen pH (pH-Wert von 7.5 - 8) schlecht pflanzenverfügbar?
Bor, Mangan, Eisen, (Kupfer, Zink)
Welche Böden können viele Nährstoffe speichern? Nenne zwei Beispiele
Tiefgründige Böden (viel Feinerde bis in
grosse Bodentiefe)
Böden mit hohem Humusgehalt (schwarze
Böden)
Böden mit viel Ton und Schluff
In welchen vier Verfügbarkeitsstufen können Nährstoffe im Boden vorhanden sein? Beschreibe zu
jeder Verfügbarkeitsstufe ein Beispiel, wie die Nährstoffe im Boden vorliegen!
Gelöst: Nährstoffe sind im Bodenwasser
gelöst und einfach aufnehmbar.
Austauschbar: Nährstoffe haften an negativer
Oberfläche von Ton oder Humus und können
durch die Wurzelaktivität (Energieaufwand) in
die Bodenlösung überführt werden. Das
heisst, die Nährstoffe sind für die Pflanzen
verfügbar.
Nachlieferbar: Nährstoffe sind zwischen den
Tonplättchen (im Ton) oder im Humus
„gefangen“ und daher nicht unmittelbar
pflanzenverfügbar
Fixiert: Nährstoffe sind in Steinen oder
organischem Material (Pflanzen,
Bodenlebewesen) gebunden und daher nicht
pflanzenverfügbar
Was ist unter Mineralisierung zu verstehen?
Organisches Material wird durch
Bodenlebewesen zersetzt. Dadurch werden
Nährstoffe frei, das heisst pflanzenverfügbar.
Bei welchen Bodenbedingungen ist die Nährstofffreisetzung im Boden vermindert. Begründe
jeweils kurz.
Bodenverdichtung, Verschlämmung:
Bodenlebewesen haben zu wenig Luft (wenig
aktiv)
Kalter Boden: Bodenlebewesen noch wenig
aktiv
Nässe im Boden nach hohen Niederschlägen:
wenig Luft im Boden für Bodenlebewesen
Trockenheit: fehlende Feuchtigkeit hemmt
Bodenlebewesen
Fehlende Bodenbearbeitung(ausser
langjährige Direktsaatsysteme): wenig Luft
im Boden
Wenig Kunstwiesen in Fruchtfolge:
langjährige Kunstwiesen (mit Klee) fördern NFixierung
im Boden und Regenwürmer
Geringer Einsatz von Hofdünger/Kompost:
weniger Bodenaktivität
Heller Boden (tiefer Humusgehalt): wenig
organisches Material im Boden, welches
zersetzt werden kann
Flachgründiger Boden: geringer Horizont von
Feinerde, welcher Nährstoffe speichern und
freisetzen kann.
Welche Aussage ist möglich, wenn die Bodenanalysen nach der CO2-Methode gemacht wurden?
Aussage über das Angebot an sofort
pflanzenverfügbaren Nährstoffen.
Welche Parameter müssen bei den Bodenanalysen im Rahmen des ÖLN zwingend analysiert werden?
Bodenart (mit Fühlprobe), Humusgehalt (für
Ackerparzellen), pH, Phosphor, Kalium
Erklähre folgener Begriff
Anorganische Bodenbestandteile
Mineralische Bodenbestandteile; d.h. aus dem Gestein entstandene Mate-rialien (Sand, Ton, Kalk etc.)
Erklähre folgender Begriff
Organische Bodenbestandteile
Aus pflanzlichem oder tierischem Material entstandene Bodenbestandteile (Erntereste, Mist)
Erklähre folgender Begriff
Bodenfruchtbarkeit
Die verschiedenen Bedingungen im Boden, die zusammen ein gesundes und ertragreiches Wachstum der Kulturen ermöglichen; Fehler bei der Bewirtschaftung können die Bodenfruchtbarkeit reduzieren
Erklähre folgender Begriff
Bodenstrucktur
Die festen Bestandteile des Bodens, die zusammen ein Gerüst mit Hohlräumen bilden
Erklähre folgender Begriff
Bodenkrümel
Von Auge noch knapp sichtbare Klümpchen aus organischem und anorganischem Material, die in einem gesunden Oberboden den Hauptteil der Bodenstruktur bilden
Erkläre folgender Begriff
Bodenschluss
Kontakt des Bodens mit dem Saatgut; wichtig für die Keimung
Erklähre folgender Begriff
Erosion
Oberflächliches Abtragen von Erdmaterial durch Regen oder Wind; Verlust von fruchtbarem Boden; häufig auf verschlämmten Böden
Erklähre follgender Begriff
Humus
Wichtiger Bestandteil des Oberbodens; besteht aus abgestorbenem organischem Material, das bereits weitgehend abgebaut ist
Erklähre folgender Begriff
Kapillarer Wasseraufstieg
In einem intakten Boden sind die Bodenporen so fein, dass Wasser aus tiefer lie-genden Bodenschichten in den Oberboden aufsteigen kann (Kapillarkraft)
Erklähre folgender Begriff
Konservierendes Anbausystem
Saatverfahren mit reduzierter Bodenbearbeitung
Erklähre folgender Begriff
ÖLN
Ökologischer Leistungsnachweis; an diese Vorgaben müssen sich alle Betriebe halten, welche Direktzahlun-gen beziehen. Der ÖLN bezweckt eine umweltschonende Produktion.
Erklähre folgender Begriff
Oberboden
Die obersten 20-30 cm eines Bodens, wo genügend org. Material und Luft vorhanden sind, sodass Bodenlebewesen vorkommen.
Erklähre folgender Begriff
Unterboden
Die unter dem Oberboden liegende Schicht aus zersetztem Gestein, welche kaum Humus und Bo-denlebewesen enthält; Pflanzenwurzeln dringen jedoch bis in den Unterboden vor
Erklähre folgender Begriff
Pflugsohle
Verdichtete Schicht im Boden auf Pflugtiefe, welche kein Wasser und keine Wurzeln durchlässt. Entstehung durch schmieren der Flugschare sowie Schlupf und Druck der Traktorräder in der Pflugfurche
Erklähre folgender Begriff
Rückverfestigung
Andrücken des Bodens nach der Bodenbearbeitung mit einer Walze, um grössere Hohlräu-me zu eliminieren und Bodenschluss herzustellen
Erklähre folgender Begriff
Schluof
Kurzzeitiges Durchdrehen des Traktorrades (oft unmerklich)
(Rennvelo im Schlamm)
Erkläre folgender Begriff
Stoppelbearbeitung
Oberflächliches Aufreissen und Durchmischen eines Stoppelackers mit Grubber oder Egge.
Erklähre folgender Begriff
Verschlämmung
Aufschwemmen von feinen Bodenteilchen bei Regen; die oberflächennahen Bodenporen wer-den mit Feinmaterial aufgefüllt; das Wasser kann nicht mehr versickern; Krustenbildung nach dem Abtrocknen; Verschlämmung führt oft zu Erosion.
Pflanzen beziehen über die Wurzeln lebenswichtige Stoffe aus dem Boden. Damit das Wur-zelwachstum und die Stoffaufnahme optimal funktionieren, muss der Boden bestimmte Eigenschaften erfüllen:
Nenne drei lebenswichtige Stoffe, die über die Wurzeln in die Pflanze gelangen.
Wasser, Nährstoffe, Sauerstoff (Sauerstoff gelangt v.a. über die Blät-ter in die Pflanze, jedoch benötigt die Wurzel auch Sauerstoff aus den Bo-denporen, um wachsen zu können).
Beschreibe drei Bodeneigenschaften, die dazu beitragen, dass die lebenswichtigen Stoffe für die Pflanzen in ausreichender Menge verfügbar sind.
lockere Struktur: viele Bodenporen, dadurch viel Luft im Boden (rund ¼ des Bodenvolumens ist Luft!)
hoher Humusanteil: lockere krümelige Struktur, Wasser und Nährstoffe bleiben im Boden gespeichert
viele Bodenlebewesen, v.a. Regenwürmer: dadurch lockere krüme-lige Struktur; rascher Abbau von organischem Material, dadurch gute Ver-fügbarkeit von Nährstoffen
Beschreibe für jedes der folgenden Bodenlebewesen eine positive Wirkung auf die Bodenfruchtbarkeit:
(a) Insekten, z.B. Tausendfüssler,
(b) Regenwürmer,
(c) Mykorrhiza-Pilze,
(d) Bakterien.
(a) Insekten zerkleinern abgestorbene Pflanzenteile und fördern so die Humusbildung
(b) Regenwürmer durchmischen, belüften, lockern und stabilisieren den Boden, auch sie zerkleinern abgestorbene Pflanzenteile und fördern die Humusbildung
(c) Mykorrhiza-Pilze erleichtern den Pflanzenwurzeln mit ihrem feinen Geflecht (= grosse Oberfläche) die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen.
(d) Bakterien wandeln die im Humus und in Düngern enthaltenen Nähr-stoffe so um, dass sie für die Pflanzen verfügbar werden.
Gebe jeweils den ungefähren Tonanteil von leichten, mittelschweren und schweren Böden an.
leicht < 15%
mittel 15-30%
schwer > 30% bis > 50%
Gebe für den Bodentypen "leichte Böden" jeweils drei aus landwirtschaftlicher Sicht erwünschte und unterwünschte Eigenschaften an.
+ mit geringem Kraftaufwand bearbeitbar
+ nach Regen rasch wieder befahrbar und bearbeitbar
+ erwärmen sich schnell →rasches Wachstum
-anfällig für Erosion
-trocknen rasch aus können in der Tiefe verdichten, weil kaum natürliche Rissbildung auftritt (wegen Tonmangel)
Gebe für den Bodentypen "schwere Böden" jeweils drei aus landwirtschaftlicher Sicht erwünschte und unterwünschte Eigenschaften an.
+sehr fruchtbar (speichern Was-ser und Nährstoffe)
+geringeres Erosionsrisiko
-Bearbeitung erfordert hohen Kraftaufwand
- verschmiert und verdichtet rasch
- trocknet langsam ab