Analgetika
BsC Pflege, 2. Semester
BsC Pflege, 2. Semester
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Flashcards
Verwendung von TTS
- geeignetes Hautareal
- sauber, unbehandelt, unbehaart, gesund, trocken, nicht irritiert, nicht ölig
- nach Abziehen der SChutzfolie mind 15 -30s auf der Haut andrücken
- zusätzliche Wärmequele meiden --> stärkere Wirkung
- Estrogenpflaster sollen nicht auf der Brust angebracht werden
- Duschen, Baden ist kein Proble, Achtung beim Sonnenbaden
- Adäquate Entsorung: Zusammenkleben des Pflaster
- enthält noch Wirkstoff im System
Patientenkontollierte Analgesie (PCA)
Definition: vom Patient selbst gesteuerte, parenterale oder rückenmarksnahe Zufuhr von Analgetika durch eine elektronisch gestreute Pumpensystem
Indikation
- Postoperative Analgesie
- chronisches Schmerzsyndrom
- schmerztherapie in der Palliativmedizin
- Tumorschmerztherapie
Co Analgetika Definition
- keine klassischen Analgetika
- sind Substanzen, die bei speziellen Schmerzdyndrom analgetisch wirken
Adjuvantien
- sind zur Prophylaxe und Therapie von Analgetika induzierten Nebenwirkungen
- Dazu gehören
- Laxantien
- Antiemetika
- Protonenpumpenhemmer
Physiologie Cortisol
- Produktion in der Nebenneiren gesteuert durch
- zirkadianer Rhythmus
- Peak zwischen 6 -18 Uhr
- tiefster spiegel zwischen 18 -24 Uhr
- Stress
- Produktion steigt auf das 10 FAche
- zirkadianer Rhythmus
- Physiologische Funktionen
- Kohlenhydrat-, Eiweiss- und Fettstoffwechsel
- Elektrolytstoffwechsel
- Hämatologie
- Entzündungsreaktionen/Immunsystem
- ZNS/ Herz- Kreislauf
Indikationen der Glucocorticoide
- Substitutionstherapie bei Niereninsuffizienz (Cortisol, Cortison)
- Akuttherapie bei anaphylaktischem Schock, Asthma Anfall
- Langzeittherapie bei Allergien, rheumatischen Erkrankungen
- Antiemetische Therapie
- Lokaltherapie: Haut, Augen, Lunge, Gelenke, Darm
Kontraindikationen der Glucocorticoide
- Bei akuter Therapie keine KI (Cave: lebensnotwendig)
- Relative KI:
- Ulcus / Osteoporose / Infektionskrankheiten
- Erhöhte Thromboseneigung
- Psychische Vorerkrankungen
- Glaukom
- Schwangerschaft
Nebenwirkungen der Glucocorticoide
- nach Einmalgebe
- kaum NW (selbst nach sehr hoher Dosis)
- Langzeitgabe:
- Cushing-Syndrom (Vollmondgesicht, Stammfettsucht)
- Ödeme
- Osteoporose
- Infektionen
- Hyperglykämie/Diabetes
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Hypertonie)
- Wundheilung ↓
- Glaukom
- stimmungshemmend
- usw.
Allgemeine Therapieempfelungen der Glucocorticoide
- so kurz und niedrig wie möglich, bzw, so lange und hoch wie nötig
- Zirkadane Therapie:
- frühmorgendliche Gabe (6 -8 Uhr)
- 4 wichtigste NW beachten und kontrollieren
- Hyperglykämie, Diabetes
- Osteoperose
- Infektion
- Herz- Kreislauf- Erkrankungen
- Ausschleichen beim Absezten
- abhängig von THerapiedauer und Kortikosteroiddosis
- von 5mg/d bis 1mg/Monat
- Notfalltherapie: auch Hochdosistherapie kann nach wenigen Tagen ohne Auschleichen beendet werden
WHO Grundsätze
- Schmerz ist eine muldidimensonale Erfahrung --> Multidimensionale Erfassung notwendig
- keine Verzögerung in der Behandlung
- Entstprechen der Schmerzintensität stufenweise vorgehen --> WHO Schema
- Dauernde Schmerze --> regelmässige Gabe von Analgetika
- Reservemedikation für Durchbruchschmerzen
- Opioide sind ein Teil der Behandlung, sie lösen nicht alle Probleme
- häufigstes Problem ist ihrer zu restriktiver Gebrauch
- Re Evaluation der palliativen Therapie
Faustregel nach WHO
- By the mouth: Chronische Schmerztherapie soll oral erfolgen
- By the clock: Chronische Schmerzen erfordern eine regelmässige Schmerzmittelgabe, entsprechend der Wirkdauer
- By the ladder: Der Schmerzintensität angepasst in drei Stufen
Neuropathische Schmerzen
- Schmerz durch primäre Läsion oder Dysfunktion peripherer nozizeptiver Neuronen oder zentraler Neuronen
- charakterisiert durch brennen, ziehende, elektrisierende und blitzartige Schmerzen
- Beispiel
- mechanisch: Engpass Syndromm
- entzündlich: Zoster Neuralgie, Borreliose
- metabolisch: Diabetes
- toxisch: Alkoholismus
- Ischämie, CVI
Schmerzanalyse bei Tumorschmerzen
- Voraussetzung für erfolgreiche Schmerztherapie
- Analgetika und Co Analetika sind bei verschiedenen Schmerzsyndromen unterschiedlich effektif
Therapie der Tumorschmerzen
- Therapie nach WHO Stufenschema
- Schmerztherapie
- oral
- in festen Intervallen
- nach dem Stufenschema
- Basismedikation und Reserveedikation
- Erhöhung bei Bedarf der Dosis, Intervall aber nicht verkürzen
- Cave Akkumulationsgefahr
Therapie des Spannungskopfschmerzes
- Allgemeine Massnahmen
- Ausdauersport, Entspannungstechnik
- Akuter Spannungskopfschmerz
- Paracetamol
- Ibuprofen
- keine Triptane --> unwirksam
- Chronischer Spannugnskopfschmerz
- 1. Wahl: Amitriptylin (Antidepressivum)
- falls nach 6 Wochen kein Erfolg, dann Wechsel
- keien regelmässige Analgetikagabe
- Cave: Analgetika induzierte Kopfschmerzen
- 1. Wahl: Amitriptylin (Antidepressivum)
Migräne
Symptomatik:
- attackenweise heftige, meist einseitige (können die Seite wechseln), pulsierend-pochende Kopfschmerzen
- Währende der Attacke besteht Appetitlosigkeit, Übelkeit (80%), Erbrechen (40-50%), Lichtscheu (60%), Lärmempfindlichkeit (50%)
- Aura: Sehstörung, Lichtblitze, Gesichtsfelddefekte
- Migräne mit Aura (85-90%)
- Migräne ohne Aura (10-15%)
Pathophysiologie:
- Währende der Attacke kommt es zur Erweiterung von Gefässen im Gehirn und erhöhter Freisetzung von Neurotransmittern (u.a. Serotonin)
Trigger: Alkohol, Stress, Hormonschwankungen
Tripane
- Wirkungsmechanismus: Serotonin-Agonisten
- möglichst frühe Einnahmen!
- Wenn keine Wirkung, dann keine weiteren Tabletten einnehmen
- Nebenwirkungen:
- Wärmegefühl, Druckgefühl im Brustbereich, Hautrötung, Blutdruckanstieg, Parästhesien an Extremitäten
- Kontraindikationen: Hypertonie, koronare Herzkrankheit, Angina pectoris
- Beispiele: Zomig®, Imigran®, Maxalt®, Relpax®
Therapie der Migräne
Leichte Migräneattacke:
- Nicht-Opioide-Analgetika:
- NSAR (Bsp. Ibuprofen)
- Paracetamol
- + Antiemetikum Paspertin® oder Motilium® --> Reduktion der Übelkeit und Förderung der Analgetika Resorption
Schwere Migräneattacke:
- Triptan
- + Antiemetikum Paspertin® oder Motilium®
Migräneprophylaxe
Empfohlen bei
- > 3 Migräneattacken / Monat, Attackendauer > 72 h, unzureichendes Ansprechen auf Akkutherapie
Mittel der 1. Wahl:
- Betablocker (Metoprolol, Propranolol)
- Calciumantagonist (Flunarizin = Sibelium®)
- Antikonvulsiva (Topamirarat, Valproinsäure)
Mittel der 2. Wahl:
- Betablocker (Bisoprolol)
- NSAR (Naproxen, Acetylsalicylsäure)
- Magnesium
- Antidepressivum (Amitryptilin)
Rheumatische Erkrankungen
Beschreibung: entzündliche und nicht-entzündliche Erkrankungen des Bewegungsapparates (Gelenke, Bindegewebe, Gefässe)
Wichtigste Arzneistoffgruppen in der Therapie:
- Saure nicht-opiod-Analgetika (NSAR)
- Glucocorticoide
- „Basistherapeutika“ = DMARD (disease modifying antirheumatic drugs) --> z.B. Methotrexat, Antikörper (z.B. Humira®, Enbrel®, Remicade®, etc.)