Opioide

(Anästhesie) Morphin, Fentanyl, Remifentanil, Alfentanil, Narcan

(Anästhesie) Morphin, Fentanyl, Remifentanil, Alfentanil, Narcan


E. M.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über Opioide und ihre Anwendungen in der Medizin. Sie decken Aspekte wie die Wirkungen, Dosierungen, Indikationen und Kontraindikationen von Substanzen wie Remifentanil, Fentanyl, Alfentanil, Pethidin und Morphin ab. Besonders betont werden die Wirkungsdauer, der Wirkungseintritt und die pharmakokinetischen Eigenschaften dieser Opioide, einschließlich ihrer Metabolisierung und Elimination. Diese Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten und Fachkräfte, die sich mit der Anwendung und den Risiken von Opioiden in der Schmerztherapie vertraut machen möchten.
Karten
62
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
08.03.2019 / 09.03.2020

Lernkarten

Fentanyl - Wirkungseintritt

2 – 5 Min. (max. Wirkungseffekt)

Fentanyl - Wirkungsdauer

ca. 30 Min.

t- ½ β Elimination 2,5 – 3,5 h

Fentanyl - Indikationen

  • intraoperative Analgesie
  • Verabreichung i.v., spinal und peridural möglich

Fentanyl - Kontraindikationen

  • Sectio caesarea vor Abnabeln

Fentanyl - Interkationen

zentral dämpfende Substanzen und Opiate potenzieren sich

Fentanyl - Dosierungen

1 – 3 mcg/kg KG vor ITN, intraoperativ i.v.

Fentanyl - Pharmakokinetik

Absorption  → nach i.v.-Gabe wird die max. Wirkung nach 2 – 3min. erreicht

Distribution  → aufgrund ihrer Affinität bildet Fentanyl ein Depot in der Skelettmuskulatur und im Fettgewebe.  Die Rückverteilung aus den peripheren Speichern erfolgt langsam.

Metabolismus  → wird in der Leber abgebaut

Elimination  →  75% wird renal ausgeschieden, weniger als 10% in unveränderter Form

Fentanyl - Wirkung auf Organsysteme

Respirationstrakt

 

  • zentrale Atemdepression bis Apnoe, Atemfrequenz ▼, AMV ▼ (Atemminutenvolumen), VT ▼ (Volumentidal)
  • CO2-Antwort vermindert, Hustenreflex gedämpft
  • hohe Dosen erhöhen Bronchialmuskulaturtonus (CAVE Asthmatiker)
  • Thoraxrigidität (=Thorax versteift)

 

Herz-Kreislauf-System

  • Hypotonie (venöses pooling, arterielle Dilatation)
  • Bradykardie
  • geringe negativ inotrope Wirkung
  • Abnahme des VO2

 

Nieren

Ausscheidung der Metaboliten

 

Leber

Metabolisation

 

Andere

  • MDT: Magen-Darmmotilität ▼ (Magenpassage bis um 12h verlängert), Tonus des sphinkters Oddi ▲, Tonuszunahme im Antrum und Duodenum (Therapie: Buscopan oder Glucagon)
  • Augen: Miosis

Naloxon - Wirkung

Opiat Antagonist

kompetitiver Antagonist auf μ, K und delta-Rezeptoren

Naloxon - Wirkungseintritt

1 – 2 Min.

Naloxon - Wirkungsdauer

30 – 60 Min.

Naloxon - Nebenwirkungen

  • Hypertonie
  • Tachykardie
  • Hyperventilation
  • Schmerzen
  • Akuter Opiatentzug bei Süchtigen

Naloxon - Dosierung

1 Amp. à 0,4mg auf 10ml NaCl 0,9% verdünnen

Verdünnung = 0,04mg/ml oder 40mcg/ml

 

40mcg-weise eintitrieren bis zum gewünschten Effekt; eine vollständige Reversion der Analgesie sollte vermieden werden!

Remifentanil (Ultiva) - chemische Eigenschaften

Synthetisches Opioid, als freie Base in Glycin und HCL: pH 3.0

Remifentanil (Ultiva) - Wirkung

Dosisabhängige Sedierung und Analgesie

Remifentanil (Ultiva) - Wirkungsort

an den Opiatrezeptoren im ZNS und RM, selektiver μ- Agonist

Remifentanil (Ultiva) - Wirkungseintritt

60 – 90 Sekunden

bei konstanter Infusion wird der max. Effekt nach 15 – 20 Min. erreicht

Remifentanil (Ultiva) - Wirkungsdauer

5 – 10 Min. (maximale Wirkung am Rezeptor 1 – 2 Min.)

t- ½ β Elimination 5 – 14 Min.

Remifentanil (Ultiva) - Indikationen

  • Ambulante Chirurgie
  • Lange OP-Dauer
  • Plastische-, Neuro-, und Carotischirurgie
  • Kombinationsverfahren
  • TCI mit Propofol und Ultiva

Remifentanil (Ultiva) - Kontraindikationen

  • Schockzustände
  • weder Spinal, noch Epidural applizierbar (Glycin ist ein aktivierender Neurotransmitter und kann Krämpfe auslösen)

Remifentanil (Ultiva) - Dosierungen

Wichtig! → Dosierung nach Idealgewicht!

Im Alter Dosisreduktion um 30 – 50%

Bolus    →    1γ /kg KG (über 30 Sek.)

Perfusor  →  0.05 – 0.5 γ /kg/Min.

Remifentanil (Ultiva) - Wirkungen auf Organsysteme

ZNS

  • Sedierend (Hypnose nur mit Ultiva nicht genügend)
  • Analgetisch
  • Miosis

 

Atmungssystem

  • Ausgeprägte Atemdepression bis Apnoe
  • Hypoxiestimulus und CO2-Antwort gedämpft
  • Thoraxrigidität

 

Herz-Kreislauf-System

  • ausgeprägte Hypotonie und Bradykardie

 

Metabolismus

  • wird über unspezifische Plasma- und Gewebesterasen abgebaut
  • Unabhängig der Leber, Niere, Cholinesterase und Pseudocholinesterase

 

Verdauungssystem

  • Nausea und Vomitus

 

Muskulatur

Muskelrigidität

Postop.: Shivering möglich (Pethidin 25 – 50 mg i.v.)

 

Wichtiges/Verschiedenes

Senkt MAC

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