FS19 TB Herz/Kreislauf

2. Bachelor Humanmedizin Uni Basel

2. Bachelor Humanmedizin Uni Basel


M. G.
Diese Karteikarten behandeln das Herz-Kreislauf-System auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf Themen wie Hypertonie, Herzaktion, Ventrikel und Blutdruck, sowie auf die Ursachen und Folgen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten, die sich auf Prüfungen vorbereiten, da sie wichtige Konzepte und klinische Anwendungen abdecken.
Flashcards
164
Students
3
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
03.03.2019 / 27.04.2023

Flashcards

Koronare Herzkrankheit (KHK): Auslöser

Gefässverengung, Minderdurchblutung, Sauerstoffunterversorgung (Ischämie) durch z.B.:

  • Atherosklerose
  • tachykarde Rhythmusstörungen
  • Koronarspasmen
  • Koronarsklerose
  • Thrombose
  • Myopathie

Koronare Herzkrankheit (KHK): Leitsymptom

Angina pectoris

  • anfallsartiger Schmerz in der Brust
  • kann Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt oder plötzlichen Herztod auslösen

Koronare Herzkrankheit (KHK): Therapieansatz

pharmakologisch:

  • Erhöhung des O2-Angebots
  • Verringerung des O2-Bedarfs
  • Verringerung der Herzfrequenz
  • Verringerung von Vor- und Nachlast (Pre- und Afterload)

ggf. chirurgisch:

  • Bypass

akutes Koronarsyndrom & Myokardinfarkt: Ursache

  • Stenosierung oder kompletter Verschluss einer Koronararterie
  • bei Myokardinfarkt: kompletter, irreversibler Untergang von Herzmuskelgewebe

akutes Koronarsyndrom & Myokardinfarkt: Auslöser

  • meist aus einer KHK hervorgehend

akutes Koronarsyndrom & Myokardinfarkt: Leitsymptome

  • akut einsetzender Thoraxschmerz (oft retrosternal/linksthorakal)
  • EKG: Hebung (STEMI) oder Senkung (NSTEMI) der ST-Linie

akutes Koronarsyndrom & Myokardinfarkt: Therapieansatz

schnell! akute Notsituation, "time is muscle"

  • allgemein:
    • Sauerstoffgabe
  • medikamentös:
    • Schmerzmedikation (reduziert Stress, verbessert O2-Angebot)
    • Antikoagulation
    • thrombolytische Therapie ("Lyse")
  • mechanische Revaskularisation:
    • Ballon
    • Stent

akutes Koronarsyndrom & Myokardinfarkt: Therapieansatz medikamentös

Medikamente, die

  • Thromben auflösen
  • Sauerstoffbedarf verringern
  • Sauerstoffzufuhr erhöhen

Wie sieht die pharmakologische Prävention und Nachbehandlung bei kardiovaskulären Erkrankungen im Allgemeinen aus?

  • Thrombozytenaggregationshemmer: Aspirin, Clopidogrel
  • Blutdrucksenkung bei Hypertonie
  • Cholesterinsenkung (LDL): Statine
  • Diabeteskontrolle: Metformin
  • Supplementierung von Vitamin D und Folsäure

Wozu können Herzkreislaufmedikamente eingesetzt werden? (mit Beispiel)

  • Primärprophylaxe
    • Thrombozytenaggregationshemmer
  • Sekundärprophylaxe
    • Antikoagulation nach stattgefundener Thrombose
  • akute Therapie
    • Antianginosa bei KHK
  • chronische Therapie
    • Diuretika bei Herzinsuffizienz

Was sind Vorteile der Kombinationstherapie bei kardiovaskulären Erkrankungen?

  • die einzelnen Wirkstoffe werden geringer dosiert → weniger Nebenwirkungen
  • Angriff auf mehrere Zielstrukturen → bessere Wirksamkeit
  • Ausnutzen von kompensierenden Effekten

Was sind Nachteile der Kombinationstherapie bei kardiovaskulären Erkrankungen?

  • bei freier Kombination Dosistitration notwendig
  • bei unterschiedlicher Pharmakokinetik Wirkungsschwankungen
  • bei fixer Kombination wenig Flexibilität

Bsp. für Medikamente, die den Risikofaktor LDL-Cholesterin beeinflussen

Statine

Bsp. für Medikamente, die den Risikofaktor Hypertonie beeinflussen

  • Thiaziddiuretika (Diuretikum + Antihypertensivum)
  • Angiotensin II-Rezeptorblocker
  • Calciumkanalblocker

Bsp. für Medikamente, die den Risikofaktor Homocystein beeinflussen

Folsäure

Klinisches Bild eines akuten arteriellen Verschlusses (z.B. im Rahmen einer paVK)

6 "P" nach Pratt

  • Pain
  • Paleness (Haut blass, im Verlauf ggf. zyanotisch)
  • Pulselessness
  • Paralysis (Bewegungsstörung)
  • Paresthesia (Sensibilitätsstörung)
  • Prostration (Schock)
  • im Skript: Poikilothermia (wechselwarm)??

Definition pAVK

  • Störung der arteriellen Durchblutung der Extremitäten
  • chronische Gefässkrankheit der Arterien
  • entsteht durch Stenose (Einengung) oder Okklusion (Verschluss)

Hauptursache der pAVK?

Arteriosklerose (in ca. 95%) mit Hauptrisikofaktoren

  • Nikotinabusus
  • Diabetes mellitus
  • arterielle Hypertonie
  • Dyslipidämien

Welche Arterien sind am häufigsten betroffen von einer pAVK?

  • in > 90% der Fälle ist die untere Extremität betroffen
  • Beckenarterien (Aorta abdominalis und Aa. iliacae)
  • Beinarterien (Oberschenkel > Unterschenkel)
  • Armarterien (< 10% der Fälle)

Was sind die häufigsten Ursachen einer Embolie?

  • kardiale Ursache in 90% der Fälle
  • z.B. Vorhofflimmern, Klappenvitien

Definition & Berechnung: Herzindex (HI)

  • Syn.: kardialer Index, cardiac index (CI)
  • dient der Beurteilung der Herzleistung
  • Berechnung: \(HI = {{Herzminutenvolumen} \over Körperoberfläche [m2]}\)

Wann kann eine chronische Volumenbelastung (chronische Vorlast-Erhöhung) auftreten und welche Form von Hypertrophie ist die Folge?

Wann kann eine chronische Druckbelastung (chronische Nachlast-Erhöhung) auftreten und welche Form von Hypertrophie ist die Folge?

Was ist ein Herzvitium?

  • Herzfehler/-fehlfunktion
  • angeborene oder erworbene Fehlbidlung des Herzens oder einzelner Herzstrukturen, z.B. der Herzklappen

Welches sind die 4 "Hauptprobleme" in der Erwachsenenkardiologie?

(betreffen alle die linksseitigen Herzklappen)

  • Aortenstenose
  • Aorteninsuffizienz
  • Mitralstenose
  • Mitralinsuffizienz

Was ist häufiger?

Was ist häufiger?

Wie hoch ist der Druck im linken Vorhof physiologischerweise? (left atrial pressure)

10 mmHg

Was ist bei Aortenklappeninsuffizienz im Röntgen-Thorax zu sehen?

  • Kardiomegalie
  • vergrösserter linker Ventrikel
  • Betonung der Aorta
  • pulmonal-venöse Kongestion

Art der Belastung und Veränderung des Myokards bei Aortenklappenstenose

  • Druckbelastung im linken Vorhof
  • führt zu konzentrischer Hypertrophie

Art der Belastung und Veränderung des Myokards bei Aortenklappeninsuffizienz

  • Volumenbelastung im linken Vorhof
  • führt zu exzentrischer Hypertrophie

Art der Belastung und Veränderung des Myokards bei Mitralklappeninsuffizienz

  • Volumenbelastung im linken Ventrikel
  • führt zu exzentrischer Hypertrophie

Art der Belastung und Veränderung des Myokards bei Mitralklappenstenose

  • Druckbelastung im linken Vorhof
  • führt zu Dilatation des linken Vorhofs

Wie berechnet man das Herzminutenvolumen?

HMV = HF x SV

HMV = HF x (EDV x EF)

  • Herzminutenvolumen (L/min)
  • Herzfrequenz (b/min)
  • Schlagvolumen (mL)
  • enddiastolisches Volumen (mL)
  • Ejektionfraktion (%)

Wie hoch muss der Perfusionsdruck im Hirn mindestens sein?

MAPHirn ≥ 40 mmHg

Wie hoch ist der Druck in der Aorta?

MAPAorta ≥ 60 mmHg

normale Hämodynamik in Ruhe:

  • MAPHirn
  • MAPAorta
  • TPR

  • MAPHirn 80 mmHg
  • MAPAorta 100 mmHg
  • TPR 18 E

Wie wirkt der Sympathikus auf Chronotropie, Inotropie und Vasomotorik?

  • Chronotropie: Tachykardie (Herzfrequenz steigt)
  • Inotropie: positiv (Schlagvolumen nimmt zu)
  • Vasomotorik: Konstriktion (peripherer Widerstand steigt)

Wie wirkt der Parasympathikus auf Chronotropie, Inotropie und Vasomotorik?

  • Chronotropie: Bradykardie (HF sinkt)
  • Inotropie: negativ (Schlagvolumen nimmt ab)
  • Vasomotorik: Dilatation (peripherer Widerstand nimmt ab)

Regulationsbreite der Herzfrequenz

  • 60 - 180 bpm
  • → 3.0x

Study