FS19 TB Herz/Kreislauf

2. Bachelor Humanmedizin Uni Basel

2. Bachelor Humanmedizin Uni Basel


M. G.
Diese Karteikarten behandeln das Herz-Kreislauf-System auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf Themen wie Hypertonie, Herzaktion, Ventrikel und Blutdruck, sowie auf die Ursachen und Folgen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten, die sich auf Prüfungen vorbereiten, da sie wichtige Konzepte und klinische Anwendungen abdecken.
Karten
164
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
03.03.2019 / 27.04.2023

Lernkarten

Wie bezeichnet man den 1. Herzton noch?

  • S1
  • Anspannungston

Wie bezeichnet man den 2. Herzton noch?

  • S2
  • Klappenton

Wie bezeichnet man den 3. Herzton noch?

  • S3
  • Füllungston

Wie bezeichnet man den 4. Herzton noch?

  • S4
  • Vorhofton

Herztöne: Ursache & Zeitpunkt des 1. Herztons

  • Ursache:
    • Aufbau der Wandspannung des Ventrikels um das inkompressible Blut
    • (Verschluss der AV-Klappen; umstritten)
  • Zeitpunkt: Beginn der Systole (Anspannungsphase)

Herztöne: Ursache & Zeitpunkt des 2. Herztons

  • Ursache: Verschluss der Taschenklappen (Aorten- & Pulmonalklappe)
  • Zeitpunkt: Beginn der Diastole (Entspannungsphase)

Herztöne: Ursache/Entstehung des 3. Herztons

  • Einstrom des Blutes bei der Ventrikelfüllung

Herztöne: Ursache/Entstehung des 4. Herztons

  • Vorhofkontraktion

Welches sind die Hauptmechanismen der diastolischen Füllung bei erhöhter Herzfrequenz?

  • Ventilebenenmechanismus
  • verstärkte Vorhofkontraktion (Sympathikus ⇒ inotroper = kontraktionskraftsteigernder Effekt auf die Vorhöfe)

Welche herzmechanischen Parameter können mittels Echokardiografie nicht-invasiv dargestellt werden?

  • Grösse der Hohlräume (Vorhöfe & Ventrikel)
  • Dicke des Septums
  • Dicke der Myokardschichten
  • Klappenfunktion
  • Pumpfunktion
  • Füllungsvolumina
  • Schlagvolumen

Wie können Blutflüsse dargestellt werden?

  • mittels Doppler-Sonografie
  • nicht-invasiv

Wie können herzmechanische Parameter invasiv bestimmt werden?

  • mittels Herzkatheter

Wie ist die Pumpfunktion bei einer Ejektionsfraktion von ≥ 55%?

normal

Wie ist die Pumpfunktion bei einer Ejektionsfraktion von 45-54%?

leichtgradig eingeschränkt

Wie ist die Pumpfunktion bei einer Ejektionsfraktion von 30-44%?

mittelgradig eingeschränkt

Wie ist die Pumpfunktion bei einer Ejektionsfraktion von < 30%?

hochgradig eingeschränkt

Wie berechnet man die Ejektionsfraktion?

\(EF = {{SV} \over EDV} x 100\) (%)

Verhältnis von Schlagvolumen zu enddiastolischem Volumen im Ventrikel

Wie berechnet man das Schlagvolumen?

  • Differenz des enddiastolischen Volumens zum endsystolischen Volumen
  • SV = EDV - ESV (ml)

Wie gross ist das enddiastolische Volumen bei körperlicher Ruhe und bei körperlicher Arbeit?

(Richtwerte; können je nach Trainingszustand variieren)

  • in Ruhe: ca. 140 ml
  • bei Arbeit: ca. 180 ml

Wie gross ist das endsystolische Volumen bei körperlicher Ruhe und bei körperlicher Arbeit?

(Richtwerte; können je nach Trainingszustand variieren)

  • Ruhe: ca. 60 ml
  • Arbeit: ca. 20 ml

Wie gross ist das Schlagvolumen bei körperlicher Ruhe und bei körperlicher Arbeit?

(Richtwerte; können je nach Trainingszustand variieren)

  • Ruhe: ca. 80 ml
  • Arbeit: ca. 160 ml

Wie gross ist die Ejektionsfraktion bei körperlicher Ruhe und bei körperlicher Arbeit?

(Richtwerte; können je nach Trainingszustand variieren)

  • Ruhe: ca. 60-70%
  • Arbeit: bis zu 90%

Wie gross ist das Herzminutenvolumen bei körperlicher Ruhe und bei körperlicher Arbeit?

(Richtwerte; können je nach Trainingszustand variieren)

  • Ruhe (Hf 60/min): 5 l/min
  • Arbeit (Hf 200/min): 12-35 l/min

Wie gross ist die Kontraktionskraft bei körperlicher Ruhe und bei körperlicher Arbeit?

(Richtwerte; können je nach Trainingszustand variieren)

(approximativ aus de systolischen Blutdruck abgeleitet)

  • Ruhe: ca. 120 mmHg
  • Arbeit: ca. 200 mmHg

Welche Hypertonieformen werden nach Ätiologie unterschieden?

  • essentielle (primäre) Hypertonie (90-95% der Hypertoniker)
  • sekundäre Hypertonie (5-10% der Hypertoniker)

Was ist die essentielle Hypertonie?

  • Syn.: primäre Hypertonie
  • keine spezielle Ursache für die Hypertonie identifizierbar
  • vermutlich multifaktorielle Genese (Lebensstil, Umweltfaktoren, Genetik) → Risikofaktoren

Was ist die sekundäre Hypertonie?

  • es gibt eine Grunderkrankung, die die Hypertonie auslöst
  • bei Behandlung der Grunderkrankung normalisiert sich der Blutdruck

Hypertonie-Risikofaktoren

  • Alter
  • Rauchen
  • hoher Alkohol- und/oder Koffeinkonsum
  • hohe Kochsalzzufuhr
  • Bewegungsmangel
  • Adipositas
  • Dyslipidämie
  • Insulinresistenz
  • positive Familienanamnese
  • hohe psychische Belastung

Hypertonie: Genetik

  • bisher nur wenig bekannt
  • ca. 30-60% der gesamten Blutdruckvariabilität wird durch Genetik erklärt
  • monogenetische Formen:
    • starker Effekt
    • betreffen praktisch immer die Niere
    • sehr selten
  • polygenetische Formen
    • schwacher Effekt
    • Millionen von Polymorphismen
    • machen vermutlich Hauptteil der genetischen Variabilität aus

Beispiele für Erkrankungen, die eine sekundäre Hypertonie auslösen können (unvollständig)

  • Schlafapnoe-Syndrom
  • Nierenerkrankungen
    • Niereninsuffizienz
    • Nierenarterienstenose
  • Aortenisthmusstenose (angeborener Herzfehler)
  • endokrine Erkrankungen
    • Cushing-Syndrom
    • Hyperaldosteronismus
    • Hyperthyreose
  • Schwangerschaft

Folgen/Komplikationen der Hypertonie

  • Herz:
    • linksventrikuläre Hypertrophie (hypertensive Kardiomyopathie)
    • KHK (durch Mikro- und Makroangiopathie)
    • Myokardinfarkt
    • Vorhofflimmern
    • Herzinsuffizienz
  • Gefässsystem:
    • Arteriosklerose
      • hämorrhagische und ischämische Insulte (Schlaganfälle)
      • Herzinfarkt
      • periphere arterielle Verschlusskrankheit
      • Karotisstenose
    • Aortenaneurysma
    • Aortendissektion (in > 80% der Fälle ist Hypertonie der Auslöser)
  • Niere:
    • Niereninsuffizienz (hypertensive Nephropathie)
  • Auge:
    • hypertensive Retinopathie (Fundus hypertonicus)

Welche nichtmedikamentösen Massnahmen gibt es in der antihypertensiven Therapie?

Lifestyle-Änderungen

  • Reduktion des Alkoholkonsums
  • Reduktion des Salzkonsums
  • mediterrane Diät (viel Gemüse & Obst, wenig gesättigte Fettsäuren, wenig Fleisch)
  • Nikotinkarenz
  • Bewegung
  • Gewichtsreduktion
  • regelmässige Selbstmessung des BD und Dokumentation

Wie stark kann körperliche Aktivität den Blutdruck senken?

- 5/3 mmHg

Wie stark kann salzarme Ernährung den Blutdruck senken?

- 5/3 mmHg

Wie stark kann eine Gewichtsabnahme von - 10 kg den Blutdruck senken?

- 6/5 mmHg

Wie stark kann eine Reduktion des Alkoholkonsums den Blutdruck senken?

- 3.5/2 mmHg

Wie stark kann Supplementierung von Kalium den Blutdruck senken?

- 3/2 mmHg

Welche pathologischen Veränderungen können durch eine erhöhte Vorlast ausgelöst werden?

  • Ödeme
  • Organschädigung
  • gestörter Gasaustausch

Welche pathologischen Veränderungen können durch eine vermehrte Salz- und Wasserretention ausgelöst werden?

  • Ödeme
  • Organschädigung
  • Hypertonie

Koronare Herzkrankheit (KHK): Ursache

Missverhältnis zwischen O2-Angebot und O2-Bedarf im Herzmuskel (Myokard)

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