Marketing & Unternehmenskommunikation
Marketing- und Unternehmenskommunikation Werbung Verkaufsförderung Public Relations Sponsoring Event Management Direct Marketing Online & Mobile Marketing
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Lernkarten
Definition der Werbezielgruppen: Wofür
Bei der Bestimmung geht es darum, möglichst umfassend und abgrenzend die Zielgruppen, abgelei-tet von den Marketingzielgruppen zu definieren. Es handelt sich dabei um die Empfänger unserer Botschaft. Die Zielgruppe ist der Personenkreis, den wir mit der Kommunikation erreichen wollen. Diese verfügen über gemeinsame quantitative und qualitative Merkmale.
Die Kernzielgruppe kann nach welchen Merkmal-Gruppen beschrieben werden?
- Beschreibung nach demografischen und sozioökonomischen Merkmalen (soziodemografisch)
- Beschreibung nach psychologischen Merkmalen
- Beschreibung nach verhaltensorientierten Merkmalen
Was sind demografische und sozioökonomische Merkmale?
- Geschlecht
- Alter
- Bildung
- Berufstätigkeit
- Wohnort
- Haushalteinkommen
- Haushaltgrösse
Was sind psychologische Merkmale?
Motive, Interessen, Einstellungen.
- Lebensstil/Persönlichkeit
- Innovationsbereitschaft (offen für Neues)
- Qualitätsansprüche (hoch, mittel, gering)
- Preisbewusstsein (sparsam, bereit mehr zu zahlen)
Was sind verhaltensorientierte Merkmale?
- Kaufverhalten (Ort, Intervalle, Spontankauf, Plankauf, Anlässe, Selbstkäufer/Verwender)
- Freizeitverhalten (sportlich oder eher kulturell interessiert, genussorientiert etc.)
- Informationsverhalten/Kommunikationsverhalten (hoher/geringer Informationskonsum, Einstel-lung gegenüber Werbung, Leseverhalten (Tageszeitungen, Sonntagspresse, Special Interest, Fach-presse), TV-Konsum (Sendegefässe)
AIDA
- Attention Aufmerksamkeit erregen: Wissensziele Produktkenntnis, Bekanntheitsgrad, Bezugsquellen
- Interest Interesse wecken Einstellungsziele Interesse wecken, positives Image
- Desire Wunsch wecken Motivationsziele Vorteile, Nutzen, Sparmöglichkeiten
- Action Handlung auslösen Handlungsziele (Verhalten) Info-Beschaffung, Bestellung
Produktlebenszyklus
- Einführung (Einführungswerbung)
- Wachstum (Expansionswerbung)
- Reife (Stabilisierungswerbung)
- Sättigung (Erhaltungswerbung)
- Rückgang (Erinnerungswerbung)
Kognitive Ziele
- Bekanntheitsgrad: Diese Zielsetzung wird ins Zentrum gestellt, wenn ein Produkt, eine Firma in der Zielgruppe zu wenig bekannt ist. Bekanntheit ist grundsätzlich die Voraussetzung, die erfüllt sein muss, bevor man sich mit den anderen Zielsetzungen auseinandersetzt. (gestützt/ungestützt)
- Wissensziele: Es geht darum, Produkteigenschaften beim Zielpublikum zu verankern.
Affektive Ziele (emotionale Ziele)
Einstellungsziele: Einstellungsziele sind Zielsetzungen, die meistens nur über längere Zeit erreichbar sind. Ziele, welche häufig eng mit der Positionierung des Unternehmens zusammenhängen. Mögliche Ziele sind zum Beispiel Imageziele, Abbau von Hemmfaktoren, Profilierung usw.
Konative Ziele (verhaltensorientierte Ziele)
Verhaltensziele: Verhaltensziele sind konative Ziele. Das Zielpublikum soll sich so verhalten, wie wir dies gerne möch-ten. Zum Beispiel Probierkäufe tätigen, unser Produkt in die Evaluation einbeziehen, sich eingehen-der informieren usw.
Ziele sind dann messbar, wenn sie welche Fragen beantworten?
- Zielinhalt: Was? Was soll erreicht werden?
- Zielausmass: Wieviel? In welchem Umfang soll das Ziel erreicht werden?
- Zielgruppe: Bei Wem? In welcher Zielgruppe soll das Ziel erreicht werden?
- Geografischer Raum: Wo? In welchem Gebiet soll das Ziel erreicht werden?
- Zeitraum: Bis wann? Bis wann soll das Ziel erreicht werden?
Positionierung
Die Positionierung ist die tra-gende und verkaufende Werbeidee. Sie zeigt auf, wie sich unsere Marktleistung gegenüber den Mit-bewerbern abgrenzt und aus Sicht der Konsumenten gesehen werden soll bzw. mit welchen Attribu-ten in Verbindung gebracht wird. Kommunikative Positionierungen leiten sich in der Regel von der Marketingpositionierung ab. Im Unterschied zur Marketingpositionierung ist die kommunikative Positionierung aber eine Aussage, also verbaler Natur (Feinpositionierung).
Copyplattform (Kreativstrategie)
Die Copyplattform bildet die Basis für die grafische/kreative Umsetzung der angestrebten Strategie und zwar visuell und verbal. Die Werbebotschaft muss so umgesetzt werden, dass die Zielgruppen die Marktleistung so wahrnehmen, wie es die Positionierung anstrebt.
Was sind die Aufgaben der Mediaplanung?
Die Mediaplanung sorgt dafür, dass die richtigen Leute zum richtigen Zeitpunkt mit den richtigen Medien in der richtigen Häufigkeit in Kontakt kommen. Das heisst, welche Werbeträger bieten bei möglichst geringem Kostenaufwand die höchste Effizienz? Die Mediaplanung muss ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis schaffen.
Mediazielgruppe
Auf der Basis der Werbezielgruppe wird nun die Mediazielgruppe definiert. Je nach Höhe der defi-nierten Ziele sowie dem zur Verfügung stehenden Budget wird diese nun eingegrenzt. Die Mediaziel-gruppen werden wie die Werbezielgruppen nach soziodemografischen, psychografischen, motivati-ons- und verhaltensorientierten Merkmalen beschrieben.
Mediaziele
Basierend auf den Werbezielen werden die Mediaziele festgelegt. Dabei sprechen wir von Kontakten und Reichweite. Hohe Reichweite bedeutet, dass ungefähr 80 % der Zielgruppe mindestens einmal erreicht werden muss. Hohe Kontakte bedeuten, dass gemäss Lerntheorie die Zielgruppe mindestens sieben Mal mit der Botschaft in Kontakt kommen muss.
Mediastrategie: Nenne die zwei Hauptstrategien
- Reichweiten- oder Breitenstrategie: Möglichst viele Personen in der definierten Zielgruppe min-destens einmal erreichen.
- Kontakt- oder Tiefenstrategie: In der Zielgruppe mit wenigen Personen mehrere Kontakte schaf-fen.
Welches sind die wichtigsten Medien?
- Zeitungen
- Zeitschriften
- Fernsehen
- Radio
- Kino
- Online
- Mobile
- Direktwerbung/Direct Marketing
- Aussenwerbung
Intermediavergleich
In diesem Schritt werden die Hauptmedien und die ergänzenden Medien mit Hilfe des Intermedia-vergleiches bestimmt. Das heisst, welche Mediengattungen oder welcher Mix von Mediengattungen sind besonders geeignet, die definierte Zielgruppe anzusprechen und die optimale Leistung zu erzielen.
Mit dem Intermediavergleich werden aufgrund von relevanten Kriterien die in Frage kommenden Medien, vorab Werbeträger, einander gegenübergestellt und beurteilt. Wichtig ist dabei eine sinn-volle Taxierung, die von „sehr gut“ bis „nicht gut“ gehen kann. Auf einen Blick wird somit ersichtlich, welche Medien „unsere“ Kriterien ideal erfüllen und in die Medienplanung aufgenommen werden sollen.
Intermediavergleich: Kriterien für die Auswahl der Medien
- Charakteristik des Mediums
- Nutzerschwerpunkte
- Begegnung Zielperson/Medium
- Quantitative Medialeistung, Reichweiten und Kontakte
- Werbeangebotsformen
- Einschaltkosten
- Eignung/Aufgabe im Mediamix
Werbewirkungskontrolle
Grundsätzlich muss es im Interesse des Erstellers des Konzepts liegen, den möglichen Erfolg oder Misserfolg einer Kampagne festzustellen. Aus diesem Grund wird eine Messung der erreichten Wir-kung vorgenommen. Dies soll am Beispiel des Kreislaufs der Werbeerfolgskontrolle exemplarisch aufgezeigt werden.