Baustoffe 2, ZFI15.8b

Kärtchen für ZFI Lehrmittel Baustoffe 2. Erstallt am 18.02.2019

Kärtchen für ZFI Lehrmittel Baustoffe 2. Erstallt am 18.02.2019


R. M.
Diese Lernkarten decken die Grundlagen der Baustoffe im Bereich der Berufslehre ab. Sie konzentrieren sich auf Materialien wie Beton, Mörtel und Kunststoff, sowie deren Eigenschaften, Funktionen und Anwendungen. Besonders behandelt werden die Zusammensetzung und Verarbeitung von Beton, die verschiedenen Arten von Mörtel und deren Zusätze, sowie die Verwendung von Gesteinskörnung. Die Karteikarten richten sich an Fachleute und Auszubildende im Bauwesen, die ihr Wissen über Baustoffe vertiefen und praktische Anwendungen verstehen möchten.
Karten
82
Lernende
8
Sprache
Deutsch
Kategorie
Naturkunde
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
18.02.2019 / 05.05.2019

Lernkarten

Warum ist Feuer eine Gefahr für (Stahl)Beton? Welche Massnahmen trifft man dagegen?

Der rasche Tempearaturwechsel führt zu Dehnung was wiederum zu Rissen und Absprengungen führt.

Ausserdem sollte der Stal nicht zu heiss werden, weil er sonst seine tragfähigkeit verliert.

 

Eine Bauteil dicke von min. 20cm und genügend Überdeckung (min 3cm) garatiert i.d.R einen genügend grossen Brand wiederstand.

Zusätzlich kann man den Beton noch beschichten.

Ist der Beton Säure/Lauge beständig? Wenn nein. Massnahme?

Säure = grundsätzlich nicht beständig

Lauge = nur in hoher Konzentrazion schädlich

 

Schützen durch resistente Beschichtung

Was geschieht bei einer Karbonatisierung und was kann man dagegen tun?

Zementstein ist alkalisch. Durch eindringen von Kohlensäure verliert er seine alkahlität, wodruch der rostschutz für das Eisen entfällt.

Karbonatisierung dringt nur ca. 2-3cm in Beton. Besteht also genügend Überdeckung ist das Eisen nicht gefärdet.

Was bedeutet AAR? Was geschieht dabei? Was kann man dagegen tun?

AAR = Alkali-Aggregat-Reaktion

Alkalische Porenlösung reagiert mit der GK, wenn GK raktiv veranlagt ist. (ist bei siliziumhaltigen GK (z.b Quarz) der Fall). Das führ zu einer Volumenzunahme, es entstehen Risse.

Geschädigte Teile müssen ersetzt werden

Nach welchen zwei Arten kann Beton Dosiert werden?

  1. nach Massen (BM+GK+W = 2400kg)
  2. nach Volumen (V = Masse / Dichte)

Welche zwei Mischarten gibt es?

  1. Zwangmischer -> Mixerprinzip
    • zentral
    • auf Baustelle
  2. Freifallmischer -> Wasseradprinzip
    • transportbeton-Fahrmischer (unterwegs oder aus Baustelle)
    • kleiner Betonmischer auf der Baustelle

Welche Kontrollen müssen vor dem Betonieren gemacht werden?

Schalung

  • Tregfähigkeit Schalung
  • Schalungs-Einlagen
  • Aussparungen
  • Betonier-Etappen
  • Anordung/Art der Auflager sür Decken/Träger

Bewehrung

  • Querschnitt
  • Abstände
  • Lage
  • Zulagen, Durchstanzen, Kragbewehrung u.s.w.

Welche Vorarbeiten zum betonieren sind nötig?

  • Schalung reinigen und benetzen (sonst entzieht das Holz dem Beton flüssigkeit)
  • Betoniervorgang planen:
    • Ausgangs/Endpunkt (Etappen)
    • Geräte und Material vorbereiten
    • Beton und Eisen frühzeitig bestellen

Worauf muss man beim einbringen des Betons achten?

  • in gleichmässigen Schichten einbringen, verteilen und verdichten
  • Verdichten bis keine Luftblasen mehr aufsteigen und die Oberfläche glänzig ist (z.b mit Tauchvibrator o. Balkenvibrator)

Wie lange kann man Beton nachbehandeln?

Bei normalem Beton und einer Umgebungsteparatur bis min. 5 Grad = 3-5 Tage

 

Wie kann man Beton nachbehandeln?

Sommer

  • mit Wasser berieseln 
  • Abdecken mir PE-Folie (verfindert frühzeitiges wasserverdunsten)
  • Aufsprizen eines wasserdichten Films (Wachsemulsion) -> Strassenbau

Winter

  • Abdecken mit Wärmematten
  • Schliessen und beheizen der angrenzenden Räume
  • evt. GK vorwärmen

Wann kann Beton ausgeschalt werden?

Bei Temperaturen von 10-20 C:

Wände und Stützen -> 1-2 Tage

Balken und Platten (normaler Zement) -> 10-20 Tage (je nach Spannweite)

 

Bei vorgänigem Ausschalen muss mit dem Prüfhammer die Druckfestigkeit ermitteltwerden. Ausschalen ist gestattet wenn die Hälte des Mittelwertes erreicht wird.

Nach welche Eigenschaften kann Frischbeton geprüft werden?

  • Rohdichte
  • Luftporengehalt
  • Wassergehalt
  • Konsistenz (verdichtungsmass, Ausbreitmass, Setzmass)

Wie kann Festbeton geprüft werden?

  • mit der Druckfestigkeit (Würfel oder Zylinder (Neubauten), Bohrkern und Rückprallhammer (best. Bauten) 
  • mit Zug- und Biegezugfestigkeit (siehe Normen)

Wo nach wird Betonstahl klassiert?

Fliessgrenze und Duktilität

Was Bedeutet die Bezeichnung "B500A"?

B = Betonstahl

500 = Fliessgrenze -> 500 N/mm2

A = Duktilitätsklasse -> 2.5 % (Duktilitätsklasse = Dehnung bei Höstlast in %)

Welche Baustahl wird wofür verwendet?

B500A = Ringe, geschweisste Matten

B500B = Stäbe, Ringe, geschweisste Matten

B700B = Stäbe, Ringe, geschweisste Matten

B500C = Stäbe, Ringe, geschweisste Matten

Was bedeuten die verschiedenen Duktilitätsklassen?

A = 2.5%

B = 5%

C = 7.5%

Welche Eigenschaften hat Spannstahl im Vergleich zum Betonstahl?

  • höhere Festigkeit (durch kaltziehen erreicht)
  • verliert z.T sein plastisches Verformungsvermögen
  • höherer Kohlenstoffgehalt = kann nicht geschweisst werden

Was bedeuten die einzelnen Teile der Mattenbezeichnung "B335.39"?

B = biaxial (in beide richtungen)

335 = Stahlquerschnitt in mm2/m

39 = Mattenlänge = 3900 mm

Was ist der Vorteil von Matten?

Matten kann man mit Endhaken bestellen wo durch der Stoss verkleinert werden kann.

Welche Bewehrungsanschlüsse gibt es?

  • Rückbiege-Anschluss (Comax)
  • Anschluss-Korb (fiRipa)
  • Kragplattenanschluss
  • Geschraubter Anschluss
  • geklebter Anschluss

Wann wird Faserbeton eingesetzt?

  • dünne vorfabrizierte Bauteile (Faserzementrohre)
  • Bpl im Industriebereich, öffentlicher Verkehr...
  • Spritzbeton

Was ist CFK-Klebebewehrung?

Kohlenfaserkunststoff-Lamellen, welche zur Verstärkung nachträglich aufgeklebt werden.

Was sind die Ursachen für Schäden am Beton?

  • Planungsfehler 40%
  • Ausführungsmängel 30%
  • falsche Materialwahl, Umwelteinflüsse, Alterung 30%

Welche üblichen Schäden gibt es?

  • Poröser, rissiger Beton (falsche zusammensetzung o. Nachbehandlung)
  • Risse (fehlende Schwindbewehrung)
  • Abzeichnende, rostige Armierung (zu kleine Überdeckung)
  • Betonabplatzungen (Bewehrungs Korrosion wegen zu kleiner Überdeckung)

Wie läuft eine Zustandsanalyse ab?

  1. visuelle Begutachtung
    • Risse, Abplatzungen, Absandungen
    • undichte Stellen
    • ist Tragsicherheit noch gewährleistet?
  2. Messungen am Objekt
    • Druch-/Zugfestigket mit Rückprallhammer
    • Karbonatisierungstiefe mit Farbindikator
    • Bewehrungsdeckung mit Profometer und Hohlstellen durch abklopfen
    • Feuchtigkeitsgehalt und Wasseraufnahmefähigkeit mit spez. Geräten
    • Bewehrungs-Korrsionsstellen mit Potentialmessung lokalisieren
  3. Labormessungen
    • mechanische Werte: Zug-/Druckfestigkeit, Elastizitätsmodul
    • physikalische Werte: Rohdichte, Porosität, Feuchtgkeitsgehalt
    • chemische Werte: Karbonatisierungs tiefe, Chloridgehalt, Zementgehalt

Was Bestimmt hauptsächlich das Sanierungsonzept?

 

Das Kosten-Nutzverhältniss

Wie läuft die Ausführung einer Sanierung ab?

  1. abtragen
  2. entrosten
  3. reprofilieren

Woraus besteht Mörtel?

BM + GK + W + ev.ZS

Welche Bindemittlesorten werden für Mörtel verwendet?

Portlandzement CEM

Hydraulischer Kalk HK

Gips oder Anhydrit

Kunststoffe

Weche Gesteinskörung sorte wird für Mörtel verwendet?

Gesteinsmehl und Sand -> feine GK 0-4mm / 0-8mm

Wie viel Wasser wird für Mörtel verwenden?

Masse ca. 50% der BM-Masse

Welche Zusätze werden für Mörtel verwedet?

  • Flliessmittel
  • Dichtungsmittel
  • Verzögerer
  • Kunstharze

Welche Mörtel-Arten gibt es?

mineralisch gebundener Mörtel

Zement-Mörtel CM

verlängerter Mörtel VM

Gips-/ Anhydrit-Mörtel GM o. AM

Kunststoff-Mörtel

Kunststoff-vergüteter-Mörtel KVM -> Kunststoff als Zusatz

Kunststoff-gbundener-Mörtel KGM -> Kunststoff ist das Bindemittel

Wo wird Mörtel verwendet?

  • Mauerwerk und Versetzarbeiten
  • Verputz
  • Überzug- / Belag
  • Oberflächenschutz

Was ist die Funktion vom Unterbau einer Strasse?

  • Erhöhung des Verkehrstrasse gegnüber dem best. Terrain
  • Allenfalls Verbesserung der Tragfähigkeit des Untergrunds

Was ist die Funktion von Übergangsschicht?

  • Material-Trennung
  • Wasser-Filter
  • Zugband für Lastverteilung

Besteht aus Geotextil zwischen Untergrung und Fundationsschicht

Aus welchen Schichten und aus welchem Material besteht Belag?

Schichten= Tragschicht T + Decke D

Material = Asphaltbeton AC = BM + GK + evt. ZS

Was ist das Bindemittel für Belag?

Bitume = Erdöldestilat

(Je nach Anwendung in verschiedenen Härten)

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