Flussbau
Flussbau; ETHZ Master, Vertiefung Wasserbau G.R. Bezzola
Flussbau; ETHZ Master, Vertiefung Wasserbau G.R. Bezzola
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Flashcards
natürliche Gerinneform steilerer Flüsse mit intensiver Gschiebeführung
verzweigter Zustand
Kolk; räumlich begrenzte Erosionen des Flussbetts. eine lokal erhöhte Erosionsintensität resultiert infolge:
- erhöhter Strömungsgeschwindigkeit
- erhöhter Turbulenz
- Sekundärströmungen
Kolke werden aber auch durch Einbauten wie Verengungen, Wehre, Abstürtze, Brückenwiderlager und Brückenpfeiler sowie Buhnen verursacht.
Drei Arten von Kolk
- durch einen vertikalen Strahl (Überfälle)
- durch horizontalen Strahl (Anschluss an ein Tosbecken)
- morphologische Kolke (Flusskrümmungen, Strecken mit alternierenden Bänken oder verzweigten Gerinnen)
Berechnung nach KOTOULAS sowie TSCHOPP UND BISAZ
Benötigte Parameter
\(q\): spezifischer Abfluss
\(\Delta h\): Höhendifferenz
\(d_{90}\): charakteristischer Korndurchmesser des Untergrundmaterials
Kolkwassertiefe \(T=S+h_u\)in m für den all ohne Geschiebezufuhr
Vorsicht Gültigkeitsbereich; vollkommener und unvollkommener Überfall werden unterschieden
unvollkommener Überfall
Abflusstiefe im Überfallquerschnitt grösser als die kritische Tiefe und im Unterwasser stellt sich nicht ein Tauchstrahl ein.
Strömungsverhältnisse eher der Situation bei einem Horizontalstrahl
Kolk eher weniger Tief
\(T'=S'+h_u\approx 0.84(S+h_u)\)
Annäherung Unterschied (Energielienien) Wasserspiegellagen von Ober- und Unterwasser
Querverlauf der Sohle im stationären Zustand
\(h=h_m\Big({r \over r_m}\Big)^K\)
Für K existieren verschiedene Ansätze
Eintiefung bei Verengung
Eintiefung durch vermehrten Abfluss, da alles duch Engstelle und vergrösserte Fliessgeschwindigkeit oder
Eintiefung duch zustätzlich, lokalen Kolkungen an dem in den Flussquerschnitt vorspringenden Hindernis infolge Umlenkung der Strömung.
Berechnung der Kolktiefe
Ansatz von MELVILLE
Berücksichtigung verschiedener Wirkungen verschidener Einflüsse durch Überlagerung der entsprechenden Einflussfaktoren
- berücksichtigen der wichtigsten Einflussgrössen: h und L die Grundtiefe \(K_{y\ L}\) des Kolks bestimmen
- Einflüsse der Zuströmung, der Kornverteilung des Sohlenmaterials, der Form und der Anordnung des Bauwerks sowie der Gerinnegeometrie duch empirisch ermittelte Einflussfaktoren Ki quantifiziert.
- Kolktiefe: \(S=K_{y\ L}K_IK_dK_S^*K_\delta ^*K_G\)
Grundtiefe ist abhängig von h/L
Einflussfaktoren MELVILLE
- Anströmgeschwindigkeit (Strömungsintensität, KI): unterschiedliches Kolkverhalten bei: Reinwasserbedinungen oder bei Geschiebetransport
- Korndurchmesser Kd: Definiert durch L/d50>25
- Bauwerkform K*s: abhängig von L/h
- Ausrichtung des Bauwerks K*_delta: abhängig von L/h
- Gerinnegeometrie KG: vorallem dann wichtig, wenn Vorlandabfluss ganz abgelenkt werden muss (Brücke)
Kolktiefe=Gundtiefe*Einflussfaktoren
Verteifung um den Pfeiler ist eine Folge des Kolkes nicht eine Ursache. Hufeisenartige strömung löst sich ab und führt entlang des Pfeilers
Ansatz nach MELVILLE: \(S=K_{y\ L}K_IK_dK_SK_\delta \); Kolktiefe an einem Pfeiler der Breite D
Für freistehenden sylindrischen Pfeiler, häufiger Fall Pfeilerdurchmesser kleiner als 0.7h => max. Kolktiefe ca. 2.5*D
Einflussfaktoren nach MELVILLE Pfeilerkolk
\(S=K_{y\ L}K_IK_dK_SK_\delta \)
- Anströmgeschwindigkeit (Strömungsintensität, KI): unterschiedliches Kolkverhalten bei: Reinwasserbedinungen oder bei Geschiebetransport
- Korndurchmesser Kd: Definiert durch D/d50>25 (D=Pfeilerbreite)
- Pfeilerform Ks: abhängig von D/h
- variable Pfeilerbreite
- Treigut
- Anströmwinkel, Ausrichtung de Pfeileres K_delta: abhängig von D/h
- Gerinnegeometrie; unbedeutend, solange für S verwendete Abflusstiege und Fliessgeschwindigkeit die Zuströmbedinungen des Pfeilers chrakterisieren
Flussbauliche Konzepte:
Stabiles Gerinne, dabei über ausreichende Kapazität verfügen, um anfallendes Wasser und die zugeführten Sedimente schadlos abführen
bei frühe grosse Korrektionsprojekten standen Aspekte des Hochwasserschutzes deutlich im Vordergrund
Bei Projektierung heutiger projekte muss folgenden Kriterien Rechnung getragen werden:
- naturnahe Gestaltung, natürlich
- Gewährleisten einer vielfältigen Struktur des Gewässersohle und Uferbereiche
- Längsvernetzung
- Quervernetzung
- Reduktion Nährstoffeintrag (Pufferzone /-Streifen)
- Förderung Selbstreinigungskraft Fliessgewässer
reiner Hochwasserschutz
Mit der reinen Hochwasserkorrektion wird die in alluvialen Ebenene vorhandene Aufteilung zwichen Flussgerinne und Überschemmungsgebiet beibehalten. Durch die Eindämmung werden die potenteillen Überflutungsflächen und damit auch die Retentionswirlung bei Hochwasser reduziert
Der Vorteil des Doppelprofils liegt dabie in der weitgehenden Entflechtung der Kapazitäts- und der Stabilitätsproblematik.
Auf den Vorländers: i.d.R. infloge geringere Abflusstiefen-> geringere Geschwindigkeit und Schleppkräfte. Grasnarbe soll als Erosionsschutz dienen
Freibord nach KOHS detailiertere und neuere Empfehlung der Kommission für Hochwasserschutz des Schweizerischen Wasserwirtschaftsverbands
Freibord: \(f_{e}=\sqrt{f_{w}^2+f_{v}^2+f_{t}^2}\)
w: Unschärfen in der Bestimmung der Wasserspiegellage
v: Wellenbildung und Rückstau an Hindernissen
t: zustätzlich benötigtem abflussquerschnitt für Treibgut unter Brücken
Normalprofil
Sind Abflussregim, Sedimentparamter, Linienführungund damit auch Längsgefälle gegeben, wird anhand der Gerinnebreite und der Gestaltung der Uferbereiche die Transportkapazität des Gerinnes bestimmt. Diese muss auf die Zufuhr in die bertrachteten Flusstrecken abgestimmt sein, um eine stabile Sohlenlage zu gewährleisten.
Blockwurf und Bolcksatz
Blockwurf: Uferböschung flächig abgedeckt, Ufer vor Erosion schützen; Wurf, da Blöcke mehr oder weniger zufällig platziert werden; häufig mehrlagig
Bolcksatz: Blöcke sorgfälltig platziert; meist nur einlagig