FAWI M494 Projektteam führen Zusammenfassung
Zusammenfassungen Compendio
Zusammenfassungen Compendio
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Flashcards
Was ist das AKV-Prinzip?
Aufgaben:
Aufforderung bzw. Verpflichtung
Kompetenzen:
mit der Aufgabe verbundene Befugnisse bzw. Rechte
Verantwortung:
Pflicht zur vereinbarungsgemässen Aufgabenerfüllung
Beim Delegieren sind auf folgende Regeln / Kriterien zu beachten:
- Adressatengerecht
- Nur an die direkt unterstellten Mitarbeitenden.
- Fähigkeiten und Kapazitäten berücksichtigen.
- Zumutbar
- Zusammenhängende, vollständige Aufgaben
- Im Umfang bewältigbare Aufgaben
- Verbindlich
- Zweck und Ziel der Aufgabe, weitere wichtige Informationen
- Schriftliche Aufgabenstellung, besonders bei komplexeren Aufgaben
- Vorgehen bei Abweichungen oder Verzögerungen
- Überprüfbar
- Unterstützungsbereitschaft bei Problemen oder Schwierigkeiten
- Regelmässige Fortschrittskontrollen bei umfangreicheren Aufgaben
- Konstruktives Feedback
Welches sind die 3 Beurteilungsebenen der Mitarbeiterbeurteilung?
Feedback
Laufende Rückmeldungen auf das Arbeitsverhalten dienen der Motivation und Förderung der Mitarbeitenden.
Leistungsbeurteilung
Die Basis für die Bewertung der Arbeitsergebnisse und Leistungen bilden die vereinbarten Ziele. Das Ziel der Leistungsbeurteilung ist, über Belohnungen Leistungsanreize zu schaffen.
Potenzialbeurteilung
Mit der Bewertung der Mitarbeiterpotenziale soll die Laufbahn- und Nachfolgeplanung im Unternehmen sichergestellt werden.
Was wird mit Coaching als Führungsaufgabe verstanden?
Unterstützender Beratungsprozess, der das Fördern und Fordern, Anleiten und Helfen, Moderieren und Integrieren der Mitarbeitenden beinhaltet.
Grundsätzlich gilt: Der Coach ist für die Gesprächsführung, nicht für die Problemlösung zuständig.
Es gibt zwei Formen der Gruppenbildung und -leitung:
Formell
als von aussen bestimmte Zweckgemeinschaft mit einer offiziellen Leitung
Informell
als selbst bestimmte Interessengemeinschaft mit einer freiwilligen Leitung
Massnahmen des Erfolgsfaktors Umfeld:
Teamförderliche äussere Rahmenbedingungen schaffen: Strategie, Struktur, Kultur.
Massnahmen des Erfolgsfaktors Aufgaben:
Zweckdienliche Aufträge als Team- oder als Einzelarbeit erteilen
Massnahmen des Erfolgsfaktors 'Ich':
Persönliche Bereitschaft und Fähigkeit zur konstruktiven Teamarbeit durch Integrationsfähigkeit, Kooperationsbereitschaft, Lösungsorientierung, Engagement und Veränderungsbereitschaft
Massnahmen des Erfolgsfaktors 'Wir':
Sach- und Beziehungsebene der Teamarbeit bewusst fördern durch
- produktive Arbeitsbedingungen: Teamziele, Aufgabenverteilung, Entscheidungsregeln und -kompetenzen und Zeitmanagement.
- Wir-Gefühl: Zusammenhalt (Teamgeist) und Umgang miteinander (Teamklima) mittels offener Kommunikation und Information, wertschätzender Feedbacks, konstruktiver Kritik sowie gegenseitiger Unterstützung.
Eine kontinuierliche Teamentwicklung sichert den nachhaltigen Teamerfolg. Die Führungsperson fördert diese selbst oder mit externer Unterstützung. Anlass dazu geben typischerweise:
- Neues Arbeits- oder Projektteam bzw. neue Teamzusammensetzung
- Standortbestimmung in einem bestehenden Team (Reflexion)
- Strukturelle Veränderungen im Umfeld
- Problemklärung und -lösung (Meinungsverschiedenheiten) • Konfliktbewältigung auf der Beziehungsebene
Sachorientierte Faktoren der Arbeitsorganisation im Team:
- Teamziele
- Aufgabenverteilung
- Entscheidungen
- Zeitmanagement
Wichtige Faktoren für das Teamklima:
- Kommunikations / Information
- Feedback / Kritik
- Unterstützung
Gemäss dem Modell von B. W. Tuckman durchlaufen gruppendynamische Prozesse vier entscheidende Phasen:
- In der Forming-Phase lernen sich die Gruppenmitglieder gegenseitig kennen. Die Bewältigung der gemeinsamen Aufgabe steht noch nicht im Vordergrund.
- In der Storming-Phase decken die Gruppenmitglieder ihre unterschiedlichen Vorstellungen auf. Meinungsverschiedenheiten, Konflikte und Machtkämpfe werden ausgetragen.
- In der Norming-Phase entwickelt sich der Gruppenzusammenhalt, indem die Rollen verteilt und gemeinsame Regeln aufgestellt werden.
- In der Performing-Phase wird die Gruppe produktiv tätig und konzentriert sich auf die Zielerreichung.
Die Rollenverteilung innerhalb eines Teams regelt die Aufgaben, Rechte und Pflichten der Teammitglieder, von denen erwartet wird, dass sie sich rollenkonform einbringen. Nenne die 4 Ansätze der Rollenverteilung.
- Soziodynamische Rangstruktur (Schindler)
- Riemann- Thomann-Kreuz (Riemann/ Thomann)
- Verhaltensorientierte Rollenfunktionen (Brocher)
- Dynamisches Rollenmodell (Belbin)
Grundlagen und Ausprägungen des Ansatzes Soziodynamische Rangstruktur (Schindler):
In jeder Gruppe entwickelt sich eine Rangdynamik, aus der sich folgende Positionenverteilung ergibt:
- Alpha: Gruppenführung, Repräsentant nach aussen
- Beta: versteckte Gruppenführung, potenzieller Gegenspieler von Alpha
- Gamma: Gefolgsleute von Alpha, anonyme Mitglieder
- Omega: Gegenspieler von Alpha und dadurch Aussenseiter oder inneres Feindbild
Der Gegner steht ausserhalb der Gruppe und verkörpert somit das äussere Feindbild, von dem sich die Gruppe abzugrenzen bemüht.
Grundlagen und Ausprägungen des Ansatzes 'Riemann- Thomann-Kreuz':
Grundlagen und Ausprägungen des Ansatzes 'Verhaltensorientierte Rollenfunktion (Brocher)':
Ein Team wird arbeitsfähig, wenn es drei Verhaltensweisen vereinigt:
- Aufgabenrollen: Konzentration auf Sachebene, Aufgabe und Zielerreichung
- Aufbau- und Erhaltungsrollen: Konzentration auf Beziehungsebene, Gruppenklima
- Individualrollen (dysfunktionale Rollen): selbstbezogenes Verhalten und dadurch Behinderung der Gruppenarbeit
Grundlagen und Ausprägungen des Ansatzes 'Dynamisches Rollenmodell (Belbin)':
Ein funktionierendes Team vereinigt insgesamt neun unterschiedlich ausgeprägte Eigenschaften und Verhaltensmuster, die einander ausgleichen:
Kommunikationsorientiert: Koordinator, Wegbereiter, Teamarbeiter
Handlungsorientiert: Macher, Umsetzer, Perfektionist
Wissensorientiert: Erfinder, Beobachter, Spezialist
Typische Anlässe für die Einberufung einer Teamsitzung sind:
- die gegenseitige Information besonders wichtiger oder heikler Themen
- die Lösung eines Problems
- die gemeinsame Entscheidungsfindung oder Konfliktlösung
Die zweckmässige Sitzungsvorbereitung umfasst:
Inhaltliche Vorbereitung
- Thema und Sitzungsziele konkretisieren.
- Teilnehmerkreis bestimmen.
- Sitzungsleitung bestimmen: selbst oder eine Drittperson.
- Traktandenliste und Moderationsleitfaden entwerfen.
Organisatorische Vorbereitung
- Infrastruktur, Medien und Moderationshilfsmittel auswählen.
- Pausen einplanen, Verpflegung und Unterkunft organisieren.
- Protokollform und -führung bestimmen.
- Sitzungseinladung an die Teilnehmenden verschicken.
Eigene, innere Vorbereitung
- Sachebene: eigene Sicht des Sachverhalts, der Ziele, Erwartungen und Ergebnisse
- Beziehungsebene: Klärung der Rolle, der eigenen Interessen und der Akzeptanz
Die erfolgreiche Durchführung der Sitzung lässt sich durch ein strukturiertes Vorgehen und den Einsatz geeigneter Moderationstechniken unterstützen. Nenne min. 5 Moderationstechniken:
- Steckbrief
- Paarinterview
- Erwartungsabfrage
- Brainstorming
- Kartenabfrage
- Abfrage auf Zuruf
- Punktabfrage
- Matrixdiagramm
- Problemanalyseschema
- Zwei-Felder-Schema
- Szenariotechnik Steckbrief
- Paarinterview
- Erwartungsabfrage
- Brainstorming
- Kartenabfrage
- Abfrage auf Zuruf
- Punktabfrage
- Matrixdiagramm
- Problemanalyseschema
- Zwei-Felder-Schema
- Szenariotechnik
- Massnahmenplan
- Stimmungsbarometer
- Blitzlicht
Typische Moderationsaufgaben während der Sitzung sind:
Zeitmanagement:
Pünktlich anfangen und aufhören, Zeitplan zu Beginn der Sitzung vorstellen und während der Sitzung konsequent kontrollieren, Einverständnis über Zeitplan oder Reihenfolge der Themen einholen.
Visualisierung:
Komplexere Zusammenhänge und Zwischenergebnisse aufzeigen.
Verbindliche Ergebnisse:
Schriftliche Massnahmenpläne formulieren, die Zielerreichung bei jedem Traktandum kontrollieren.
Anteilnahme:
Auf die Teilnehmenden eingehen, positive und konstruktive Grundhaltung auch im Umgang mit Störungen vorleben, Wertschätzung zeigen.
Verhaltensregeln:
Gemeinsam vereinbarte Verhaltensregeln einhalten, deren Verletzung konsequent sanktionieren.
Die zweckmässige Sitzungsnachbearbeitung umfasst:
- Reflexion: Erkenntnisse gewinnen und Konsequenzen ziehen.
- Sitzungsbeschlüsse festhalten und Umsetzung kontrollieren.
- Sitzungsprotokoll den Teilnehmenden weiterleiten.