fert1 Laser
Kartei
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Philipp Lenz
Philipp Lenz
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen und Anwendungen von Lasertechnologie auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Prinzipien verschiedener Lasertypen wie CO2-, Nd- und Faserlaser, deren Effizienz und Nachteile. Themen wie Laserstrahlschneiden, -schweißen und -bohren werden detailliert erklärt, einschließlich der Verwendung von Schneidgasen wie Stickstoff und Sauerstoff. Die Karteikarten sind ideal für Studierende und Fachleute in der Physik, die ein tiefes Verständnis der Lasertechnologie und ihrer praktischen Anwendungen erlangen möchten.
Karten
52
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Physik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
01.02.2019 / 03.02.2020
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Lernkarten
Prinzip des Lasersublimierschneidens?
- Laser: Verdampfen des Werkstoffs
- Schneidgas: Inertgas z.B. Stickstoff, Argon, Helium
- Schneidgasfunktion: Ausblasen des verdampften Materials
- Einsatzgebiet: nichtmetallische Werkstoffe (Papier, Keramik, Holz, Kunststoffe)
Vor- und Nachteile des Lasersublimierschneidens?
- Vorteile:
- kleine Schmelzfilmdicken (glatte Schnittkanten)
- kleine Ausdehnung der Wärmeeinflusszone (WEZ), geringe Wärmebelastung des Werkstücks
- keine Oxidation der Schnittkante
- Anwendung besonders bei Werkstoffen ohne ausgeprägten Schmelzpunkt (Holz, Papier)
- Nachteile:
- hohe Intensitäten erforderlich
Prinzip des wasserstrahlgeführten Laserstrahlschneidens
- Wasserstrahl dient als Lichtleiter
- Reflektiert das Licht an seinem äusseren Rand (Totalreflexion)
- So kann Laserstrahl sehr genau und mit hoher Energiedichte (bis 50MW/cm^2) geführt werden
- Laserfokus lässt sich dabei auf eine Länge von 30 bis 70mm strecken
- Fokusdurchmesser lässt sich durch ändern des Wasserstrahldurchmessers einstellen
Welche Bohrstrategien gibt es?
- Einzelpuls Bohren
- Perkussions Bohren
- Trepanieren
- Wendelbohren
Was sind die Nebenwirkungen beim Bohren?
Schmelzen / Verdampfen absorbierender Materie
Vorteile des Laserschweissens?
- unterschiedliche Materialarten und -stärken schweissbar
- hohe Automatisierbarkeit, hohe Verfahrens- und Geometrieflexibilität
- hohe Schweissgeschwindigkeit
- hohe Schweissnahtqualität bei geringer Nacharbeit
- geringe thermische Werkstoffbeeinflussung
- werkstoffgerechte Steuerbarkeit der Energieeinbringung
Wie sieht eine konventionelle Schweissnaht aus?
- Schmelzzone
- partielles Schmelzen
- Grobkornzone
- Feinkornzone
- Teilaustenitisiert
- Grundwerkstoff
Wie sieht eine Laserstrahlschweissnaht aus?
- Schmelzzone
- partielles Schmelzen
- Feinkornzone
- Teilaustenitisiert
- Grundwerkstoff
Was sind die Anwendungsbereiche für das Wärmeleitungsschweissen mit Laserstrahlung?
- dünnwandige Werkstücke
- Schweissanwendungen mit vergleichsweise grossvolumigen Schmelzvolumen und gewünschter Kantenverrundung
- Schweissanwendungen mit geringen Einschweisstiefen
Prinzip des Wärmeleitungsschweissens?
- Wärmestau an der Oberfläche
- Wärmeleitung in Tiefe und Breite
- Oberflächentemperatur erreicht Schmelztemperatur
- Absorptionsgrad ändert sich
- Schmelzerzeugung beginnt
Prinzip des Tiefschweissens?
- Erzeugung des Dampfkanals:
- Metalldampf verdrängt Schmelze und erzeugt Dampfkanal (=Keyhole)
- Mehrfachreflexion im Dampfkanal erzeugt erhöhte Leistungseinkopplung
- Mit Tiefe nimmt Leistungseinkopplung zu
- "Bohren" endet nach Pulsdauer
- Metalldampf beeinflusst Laserstrahl: Absorbiert Leistung, vergrösessert Fokusdurchmesser
- Bei Durchschweissung tritt Strahlung unten aus
Unerschiede CO2, Nd:YAG und Faserlaser im Laserstrahlschweissen
- CO2 Laser
- hohe Leistung
- schlechte Absorptionseigenschaften
- Nd:YAG Laser:
- relativ geringe Leistung
- durch kürzere Wellenlänge bessere Energieeinkopplung in den Werkstoff
- Faserlaser
- durch kürzere Wellenlänge bessere Energieeinkopplung in den Werkstoff
- hohe Leistung
- hohe Strahlqualität