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N. S.
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Themen IT-Sicherheit und Datenschutz. Sie decken Bereiche wie Verschlüsselung, Authentifikation, digitale Signaturen, und Datenschutzgrundsätze ab, wobei Schlüsselkonzepte wie Schlüssel, Signatur, Integrität und Bedrohungen im Fokus stehen. Die Karteikarten sind ideal für Studierende und IT-Profis, die sich mit den technischen und rechtlichen Aspekten der Informationssicherheit vertraut machen möchten.
Cartes-fiches
132
Utilisateurs
0
Langue
Allemand
Catégorie
Informatique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
27.01.2019 / 28.01.2019

Cartes-fiches

Was sind hybride Systeme?

Verwendung von asymmetrischen und symmetrischen Verfahren

Was sind Hashfunktionen?

Digitaler Fingerabdruck, wie ein Barcode. Es wird alles zusammengefasst in einer Signatur.

Der Hashcode ist von Dokument abhängig. Hashfunktion = Einwegfunktion, nicht umkehrbar.

Was ist MD (Message Digest)?

Hashfunktion, die aus einer beliebigen Nachricht einen 128-Bit-Hashwert erzeugt

Ursprungstext kann nicht rekonstruiert werden

Was passiert bei einer symmetrischen Verwendung von Hash?

Sender verschlüsselt MD + Nachricht mit Secret Key

Empfänger entschlüsselt beide

Empfänger wendet Hashfunktion erneut auf Nachricht an und vergleicht das Ergebnis mit dem übermittelten MD

Was sind die Nachteile bei einer symmetrischen Verwendung von Hash?

Nur User mit dem secret Key können die Nachricht entschlüsseln

keine Verbindlichkeit gegeben

Was passiert bei einer asymmetrischen Verwendung von Hash?

Nur Besitzer von private Key kann Nachricht + MD signieren

Sender wendet Hashfunktion auf Nachricht an, verschlüsselt MD mit seinem private key. Signatur dessen hängt er an die Nachricht an und verschlüsselt das ganze zusätzlich mit public key vom Empfänger

Jeder Empfänger vom Klartext kann mit public Key nun verifizieren, ob der tatsächliche Absender auch die Mail geschickt hat

Was sind die Probleme hinter einem Schlüsselaustausch (symmetrisch/asymmetrisch)?

Symmetrisches Verfahren: Alle Partner benötigen einen gemeinsamen, geheimen Schlüssel

Asymmetrisches Verfahren: Partner benötigen den public Key des jeweils anderen

Was ist eine TTD (Trusted third party)?

Handelt den Austausch von Keys

Was ist die Herausforderung von TTD?

Es muss nachvollziehbar + beweisbar sein, dass public keys zu einer Person gehören (Identitätsbestätigung)

Wie sieht die Hierarchie solcher TTD aus?

Higher Level CA stellen die Zertifikate für untergeordnete CA aus

Vertrauen bei top-level CA/Root-CA sehr hoch (Beispiel: Bundesnetz ag)

Wie wird ein Zertifikat validiert?

Aufbau eines Zertifizierungspfades

Welche drei Arten von elektronischen Signaturen gibt es?

Einfach

Fortgeschritten

Qualifiziert

Was ist eine einfache, unregulierte Signatur?

Keine Anforderungen an Zertifikate, Schlüsselerzeugung

Nicht rechtlich gleichgestellt mit Schriftform

Geschädigter muss Schaden selbst nachweisen

Was ist eine fortgeschrittene Signatur?

Haftung von Signaturanbieter (bspw. Swisscom) für Richtigkeit + Vollständigkeit des Zertifikats

Rechtlich nicht gleichgestellt mit Unterschrift

 

Welches sind die Anforderungen an Zertifikatsaussteller (CA)?

Nachweis Zuverlässigkeit + Fachkunde

Geprüfte Umsetzung des Sicherheitskonzeptes für die CA

Muss Richtigkeit von public Keys beglaubigen

Was sind qualifizierte Signaturen?

Beruhend auf qualifiziertem Zertifikat + mit sicheren Signaturerstellungseinheit erzeugt

Rechtlich gleichgestellt mit Unterschrift

Welches sind die technischen Anforderungen bei qualifizierten Signaturen?

Schlüsselerzeugungskomponente EAL4 hoch

Komponente zur Speicherung EAL4 hoch

Komponente zur Signaturerstellung EAL4 hoch

Was ist der "Vertraulichkeit" zuzuordnen?

Was ist der "Verbindlichkeit" zuzuordnen?

Was ist der "Integrität" zuzuordnen?

Was ist der "Authentizität" zuzuordnen?

Was ist "Authentifikation"?

Überprüfung der Authentizität von Objekten/Subjekten

Erst dann ist Sicherstellung von Integrität und Vertraulichkeit möglich

Identifikation und Nachweis der Identität über zweifelsfreie Merkmale

Was sind zweifelsfreie Merkmale bei der Identifikation?

Subjekt muss Referenzen vorweisen

Menschliche Individuen, Geräte (mobile), Dienste (amazon, bank...)

Authentifikation für Objekte: Kryptografisches Hashverfahren

Subjekte: Benutzer, Prozesse

Welche drei Möglichkeiten zur Authentifikation gibt es (+Beispiele)?

Wissen: Pins, Passwörter, Schlüssel

Besitz: Smartcard, USB-Token, Sim-Karte

Biometrische Merkmale: Iris, Fingerabdruck

Beispiele für Mehrfaktor-Authentifikation?

Handy

E-Banking mit Token

Wie sieht die 2-Faktor-Authentifikation beim Handy?

Authentifikation über Pin: Wissen zu PIN, Besitz der SIM-Karte

Sim-Karte authentifiziert sich ggü. dem Netz mit geheimen Schlüssel

Webdienste: Passwort (Wissen) + per Handy zugestellter Einmalcode (Besitz)

Welche Probleme gibt es bei Passwörtern?

Zu viele PWs, zu kompliziert -> User verwenden oft das gleiche Passwort bei unterschiedlichen Diensten

Passwort Cracking: Frei verfügbare Crack-Tools

Social Engineering: "Ich benötige Ihr PW für Admin-Aufgabe"

Stalking: Passwort-Suche

Unverschlüsselte PW-Übertragung

Was ist die Problematik von gespeicherten PWs?

Unautorisierter Zugriff auf Webaccount; Diebstahl von Notebook

Synchronisierung + Speicherung in Clouddiensten bei externen DL

Was ist ein Challenge Response Verfahren?

Bei jedem Login neues Passwort generieren -> Authentifikation Subjekt ggü. Instanz

Instanz sendet Challenge (normalerweise Zufallszahl) an Subjekt

Subjekt berechnet mittels Entschlüsselung Response

Welche Lösungen gibt es für Einmalpasswörter?

Software-Lösung: S/KEY

Hardware-Lösung: RSA Secure (ID Token), Frage-Antwort-Spiel (CR)

Weshalb entstanden die Datenschutz-Grundprinzipien?

Abwehrrecht des Bürgers gegen übermächtigen Staat

An welche Richtlinie hat sich Datenschutz zu halten?

Verhältnismässigkeitsprinzip (Abwägung öffentliches Interesse – Eingriff in private Freiheiten)

Was ist das informationelle Selbstbestimmungsrecht?

Schutz der Privatsphäre ist ein Grundrecht.

Jeder soll bestimmen können, wem und aus welchen Gründen er Persönliches offenbart.

Was ist Persönlichkeit in Bezug auf persönliche Daten?

Physische, psychische, moralische und soziale Werte, die einer Person zukommen.

Was sind Personendaten in Bezug auf persönliche Daten?

Alle Angaben, die sich auf eine bestimmte/bestimmbare Person beziehen (natürlich sowie juristisch)

Was sind besonders schützenswerte Personendaten?

Religiöse, politische, gewerkschaftliche oder weltanschauliche Ansichten/Tätigkeiten

Gesundheit, Intimsphäre oder Rassenzugehörigkeit

Massnahmen oder soziale Hilfe

Administrative, strafrechtliche Verfolgung und Sanktionen

Was ist ein Persönlichkeitsprofil?

Zusammenstellung von Daten, die eine Beurteilung wesentlicher Aspekte der Persönlichkeit einer natürlichen Person erlaubt.

Welches sind die Schweizer Rechtsgrundlagen für Datenschutz?

BV/Grundrechte

Schweizerisches Datenschutzgesetz (DSG)

Verordnung zum Datenschutzgesetz (VDSG)

Kantonales Datenschutzgesetz (KDSG)

Was sind die Datenschutzgrundsätze?

Rechtmässigkeit der Datenerfassung + jeder Datenbearbeitung

Transparenz von Treu & Glauben, Erkennbarkeit

Verhältnismässigkeit + Zweckbestimmung (Datensparsamkeit/-vermeidung)

Bearbeitung nur zum angegebenen Zweck, aus den Umständen oder gesetzlich vorgesehen

Nur so viele Daten, wie es der Zweck unbedingt verlangt

Geeignet, angemessene und notwendige Mittel zur Bearbeitung von Personendaten

Was versteht man unter "Bearbeiten von Daten"?

Jeder Umgang mit Personendaten, unabhängig von den angewandten Mitteln und Verfahren, insbesondere das Beschaffen, Aufbewahren, Verwenden, Umarbeiten, Bekanntgeben, Archivieren oder Vernichten von Daten

Étudier