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N. S.
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Themen IT-Sicherheit und Datenschutz. Sie decken Bereiche wie Verschlüsselung, Authentifikation, digitale Signaturen, und Datenschutzgrundsätze ab, wobei Schlüsselkonzepte wie Schlüssel, Signatur, Integrität und Bedrohungen im Fokus stehen. Die Karteikarten sind ideal für Studierende und IT-Profis, die sich mit den technischen und rechtlichen Aspekten der Informationssicherheit vertraut machen möchten.
Cartes-fiches
132
Utilisateurs
0
Langue
Allemand
Catégorie
Informatique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
27.01.2019 / 28.01.2019

Cartes-fiches

Was sind mögliche Bedrohungen?

Viren, Würmer

DoS-Angriffe

DNS-Angriffe

SSL-Hacks

Spam

Programmierfehler

Was sind mögliche nichttechnische Bedrohungen?

Social Engineering (Ausnutzung menschlicher Schwächen)

Phishing (Diebstahl persönlicher Daten)

Überregulierung (Überlastung Sicherheitsverantwortliche durch zahlreiche Compliance-Anforderungen)

Welche möglichen Angreifer gibt es?

Insider: Frustrierte Ex-MA

Unfreiwillige (Folge von Social Engineering)

Hacker (meist keine pers. Vorteile aus Sicherheitslücken)

Cracker: Will Schaden hervorrufen/eigenen Vorteil

Script Kiddies: Hobby Hacker (als Spiel)

Industriespionage

Geheimdienstaktivität

Organisiertes Verbrechen, Erpresser

Welche Möglichkeiten zur Bedrohungsabwehr gibt es? (3)

Verhinderung: Zugriffsbeschränkungen, Sicherheit per Design

Erkennungstechniken/frühe Abwehr: Virenscanner, Programmcode analysieren

Auswirkungen begrenzen: Isolation von Anwendungen (sandboxing)

Was ist Buffer-Overflow?

Schwachstellen infolge fehlerhafter Programmierung von Software.

Programm checkt nicht, ob eingegebene Daten überhaupt in Puffer passt.

Zu grosse Datenmenge -> Overflow

Ermöglicht es dem Angreifer, einen eigenen Programmcode einzuschleusen

Problematisch bei systemnahen Sprachen wie C, C++

Was kann man gegen Buffer-Overflow vornehmen?

Sorgfältige Programmierung

Andere Programmiersprache

Verhinderung von Programmausführung in bestimmten Speicherbereichen

Was ist ein Computervirus?

Auf Wirtsprogramm angewiesen.

Zur Reproduktion fähig

Schadensteil: Kann (un)bedingt durch einen Auslöser aktiviert werden

Bedrohung von: Integrität und Vertraulichkeit

Welche Virentypen gibt es?

Programm-Viren: Kopieren sich in existierende Datei, bei Aufruf führt sich auch Virus aus

Boot Viren: Befallen Festplattenbereiche, die beim Hochfahren aufgerufen werden

Viren der 2. Generation: E-Mail Attachments, nicht auf Zerstörung, sondern das Sammeln von Daten aus

Makro-/Daten Viren: Integration in Office-Makros, schadenhafter Code in Datendateien (.ico)

Was kann man gegen Viren unternehmen?

Beschränkung der Schreibrechte

Verschlüsselung v. Anwendungen

digitaler Fingerabdruck

Virenscanner: Überwachung auf ungewöhnliche Aktivitäten, erkennen an Bytemustern/Codesequenzen

Was ist ein Computerwurm?

Nicht abhängig von Wirtsprogramm (nutzt bestehende Programme, bspw. Email)

Keine Integration in fremde Dateien/Bootsektoren

Zur Reproduktion fähig: über Netzwerke, USB-Sticks, Bluetooth

Ist auf Aufruf angewiesen (durch Nutzer oder Hilfsprogramm)

Besondere Bedrohung: Integrität, Vertraulichkeit, Verfügbarkeit

Was ist ein trojanisches Pferd?

Besitzt neben sichtbarer, gewünschter auch eine verborgene Funktion.

Beispiele: Staatstrojaner (Überwachung User via Bildschirm, Tastatur)

Phishing (pers. Daten)

Meist keine Reproduktions-Funktionen.

Was kann gegen ein trojanisches Pferd unternommen werden?

Verschlüsselung von Daten auf externen Datenträgern

Prinzip der minimalen Rechte (nur das, was die Person für die Arbeit benötigt)

digitales Signieren

Was ist ein Bot Netz?

Verbund von infizierten Rechnern (Zombies), die miteinander kommunizieren + ferngesteuert/kontrolliert werden (command & control server)
Bot ist ein Programm, das ohne menschliche Eingriffe Aktionen ausführt.

Meist unbemerkt von Nutzer.

Was ist Rootkit?

Automatische + komplexe Werkzeuge, die einem auf anderem Rechner Administratorenrechte beschaffen

Frei verfügbar, testen Lücken in Systemen

Ziel: Möglichst lange unentdeckt bleiben

Welche Sicherheitsprobleme gibt es auf der IP-Ebene/Netzwerkschicht?

Address Spoofing: Fälschung der Absenderadresse eines Datenpakets

Vertraulichkeit: Keine Verschlüsselung der Daten

Integrität: Keine Hash- oder sonstige Erkennungsfunktion

Verbindlichkeit: IP-Adressen sind nicht fälschungssicher

Welche Sicherheitsprobleme treten auf TCP/UDP-Ebene/Transportschicht auf?

UDP: Verbindungsloses Protokoll ohne Versandangaben/Empfangsbestätigung. Einschleusen von zusätzlichen/Entfernen von Datenpaketen möglich

TCP: Angriffe auf Sequenznr. möglich, modifizieren von Datenpaketen möglich aber aufwändiger als bei UDP

Was ist der Unterschied von TCP/UDP?

TCP = Verbindungsorientiert, alle Daten werden verfolgt + "quittiert"

UDP = Verbindungslos, keine Bestätigungen

Welche Sicherheitsprobleme gibt es auf der Anwendungsschicht (Netzdienste)?

DNS-Spoofing: DNS wird manipuliert, was zu vielen Angriffsszenarieren führen kann. Meist nicht enduser im Fokus, sondern Kommunikation hinter DNS.

DNS Cache Poisoning: Ältere PCS akzeptierten auch Antworten von Anfragen, die nicht gestellt wurden (Bsp.: Postfinance bei HTW Seite)

Authentifikation nur auf Basis von IP-Adressen/Domainname nicht ausreichend! Lösung: DNSSEC

Electronic Mail (SMTP): Store & forward-prinzip, keine Verschlüsselung, Übertragung im Klartext, keine Absenderüberprüfung. Lösung: Verschlüsselung von Dokumenten oder digitale Signatur

File Transfer Protocol (FTP): Client-Server-Prinzip, keine Verschlüsselung. Lösung: Lese/Schreibzugriff nur für autorisierte Nutzer; verschlüsseltes Datentransferprotokoll

Was sind die Sonderheiten von http?

Zustandslos, jede Anfrage wird als eigenständiges Ereignis behandelt.

PW müssen immer wieder neu eingegeben werden.

Was sind Cookies?

Vom Server generierte Datenstrukturen, in die Informationen über den zugreifenden Nutzer gespeichert werden.

Werden im Client-Browser gespeichert und bei jeder neuen Serveranfrage mitgesendet

Ziel: Erstellung User-Profiles, User-Wiedererkennung

Was ist Web Spoofing?

Verschleiern von Web-Server-Adressen.

Beispiel: paypal.com/paypai.com

Was ist RFI?

Remote File Inclusion

Eingaben von User ungefiltert auf Serverseite weiterverarbeitet

Was ist SQL-Injection?

Eingabedaten des Users werden vom Webserver als Kommando verstanden + ausgeführt. Manipulieren von Datenbankabfragen.

Was ist Information Leakage?

Anwendungen geben unbeabsichtigt Informationen zu Konfiguration, interne Abläufe oder Personen preis.

Beispiel: Sehr detaillierte Error-Beschreibung mit Angaben zu Datenbankstruktur

Wie kann man sich gegen Information Leakage schützen?

Konfiguration absichern

Überprüfung Unversehrtheit von System- und Logdateien

Filtern von Logdateien auf Auffälligkeiten

Forcieren von Passwortregeln

Was sind Port Scans?

Der Angreifer versucht zu so vielen Ports wie möglich zu kommen und zu schauen, ob diese frei geschaltet sind.

Bsp.: Läuft ein verwundbarer FTP oder Chat Server?

Für die Angreifer bietet das sehr interessante Informationen, welche er bei der eigentlichen Attacke benutzen kann.

Was ist TOR?

Netzwerk von virtuellen Tunneln. Daten werden mehrfach ver- und entschlüsselt und auf zufällige Wege geleitet.

Daten sind "anonym", durch Fingerprinting sind Schlüsse auf Identität trotzdem nicht ausgeschlossen.

Was beschreibt die Kryptologie?

Lehre der Methoden zur Ver- und Entschlüsselung von Daten zum Zweck der Geheimhaltung Dritter.

Was ist der Unterschied zwischen Steganografie und Kryptografie?

Steganografie: Verbirgt die ganzheitliche Existenz der Daten

Kryptografie: Ver- und Entschlüsselung von Daten

Was ist Kryptoanalyse?

Wissenschaft zur Entschlüsselung von Daten ohne Zugriff auf den verwendeten Schlüssel zu haben.

Wofür wird Kryptografie eingesetzt?

Identifikation/Authentifikation: Verschlüsselung von PW

Integrität: Erstellung digitale Fingerabdrücke

Verbindlichkeit: digitale Signaturen

Sichere Datenübertragung: Datenverschlüsselung WLAN

Was ist das Kerckhoff-Prinzip?

Ver- und Entschlüsselung darf nicht von der Geheimhaltung der Ver- und Entschlüsselungsfunktion abhängen.

Beispiel: Der Algorithmus hinter Verschlüsselung wird aufgedeckt; alle davon abhängigen Schlüssel sind damit ebenfalls enttarnt.

D.h. Der Schlüssel darf mit Kenntnis von Algorithmus nicht oder nur sehr schwer zu berechnen sein + der Schlüssel muss aus einem grossen Schlüsselraum stammen, damit er nicht mit geringem Aufwand durchsucht werden kann.

Was ist linguistische Steganografie?

Open Codes: Unverfänglich aussehende Nachricht, Jargon Code. Erfordern Absprache zw. Absender/Empfänger

Semagramme: Veränderung Schriftgrösse, Handschrift. Null Cipher (Verschlüsselte Info mit nicht-verschlüsselter Info gemischt)

Was ist technische Steganografie?

Geheimtinte, Wasserzeichen(nicht erkennbar für Menschen).
Versteckt in Bildern, Videos (Kino-Ortung), Tonspur

Was ist ein symmetrisches Verfahren?

Ver- und Entschlüsselungsschlüssel sind gleich oder leicht voneinander abzuleiten.

Kommunikationspartner haben einen geheimen, gemeinsamen Schlüssel: secret key

Weiter erforderlich: Sicherer Kanal zur Übermittlung des Schlüssels + sichere Aufbewahrung/Verwaltung

Repräsentatoren: DES, Tripe DES, Blowfish...

Was ist Blockchiffre?

Allgemein bekanntes und altes Verfahren, um Daten zu verschlüsseln. Für jede Ver- und Entschlüsselung braucht es einen Key.

Zu verschlüsselnder Klartext wird in Blöcke fester Länge (bspw. 64 oder 128 bit) aufgeteilt.

Wird blockweise verschlüsselt.

Was ist ein One-Time-Pad (Blockchiffre)?

Länge Schlüssel = Länge des zu chiffrierenden Textes

Was ist DES (Data Encryption Standard)?

1975 entwickelt, Blocklänge 64 bit.

Probleme: Schlüsselraum zu klein, Migrationspfad zu stärkerem Verfahren notwending

Lösung: DES behalten, Schlüsselraum vergrössern; Tripe DES (3x DES-Anwendung hintereinander)

Anforderungen: symmetrisches Verfahren, Schlüssel mind. 128bit. asymmetrisches Verfahren, Schlüssel mind. >= 2048bit

Welche Nachfolger von DES gibt es neben Tripe DES?

AES (offizieller US-geheimstandard)

Blowfish

Was ist ein asymmetrisches Verfahren?

Jede Partei hat ein Schlüsselpaar. Persönlicher, geheimer Schlüssel (private key) und einen öffentlich bekannten Schlüssel (public key).

Jeweilige Ableitung dieser Schlüssel ist NICHT möglich.

Empfänger gibt public key an Sender. Dieser verschlüsselt damit die Datei und sendet ihn an Empfänger. Empfänger entschlüsselt Datei mit private Key.

Beispiel: RSA

Probleme: Aufwand bei mehreren Empfängern, symmetrische Verfahren deutlich schneller

Étudier