Prüfungsrelevante Wirkstoffe Dresden
Wichtigste pharmakologische Wirkstoffe
Wichtigste pharmakologische Wirkstoffe
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Samuel Kuhn
Samuel Kuhn
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Wirkstoffe, die für Prüfungen im medizinischen Studium relevant sind. Sie konzentrieren sich auf die Wirkungen, Hemmungen und Rezeptoren verschiedener Substanzen, insbesondere im Bereich der Antiarrhythmika, Antikonvulsiva und Neuroleptika. Die Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten, die sich auf ihre Prüfungen vorbereiten, da sie detaillierte Informationen zu den Wirkmechanismen und klinischen Anwendungen der Wirkstoffe liefern.
Cartes-fiches
350
Utilisateurs
3
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
21.01.2019 / 23.11.2020
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Cartes-fiches
Midazolam
- kurz wirksames Benzodiazepin zur Prämedikation und Analgosedierung:
- Anxiolyse, Sedierung, Hypnose, Amnesie, zusätzlich antikonvulsive Wirkung
- UWA: Atemdepression => KI: COPD, Schlafapnoesyndrom, Myodystrophien, Myasthenien
Succinylcholin
- depolarisierendes Muskelrelaxanz: NikotinrezeptorAGONIST
- kurze Anschlagszeit (30-60s)
- 1. Wahl zur raschen einleitung: RSI = rapid sequence incution = "Illeuseinleitung"
- kurzeingriffe unter 15min
- zunehmend weniger eingesetzt
- Wichtig:
- kein Abbau durch ACh-Esterase!
- nicht antagonisierbar
- kürzeste Wirkdauer aller Muskelrelaxanzien
- Cave: Maligne Hyperthermie
Mivacurium
- nicht depolarisierendes Muskelrelaxantium
- kurzwirksam
cis-Atracurium
- nicht depolarisierendes Muskelrelaxantium
- mittellangwirksam
Pancuronium
- nicht depolarisierendes Muskelrelaxantium
- langwirksam
Rocuronium
- nicht depolarisierendes Muskelrelaxantium
- schneller Wirkeintritt
Neostigmin
- reversibler AChE-Hemmer
Serotonin-Syndrom
- Fieber (Schüttelfrost)
- Neuromuskulre Symptome
- Hyperrigidität
- Hyperreflexie
- Myokonie
- Tremor
- Psychopathologische Auffälligkeiten (delirante Symptome):
- Bewusstseins- und Afumerksamkeitsstörungen
- Desorientiertheit
- Verwirteiht
- GIT-Störungen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Diarrhö
- Vital bedohliche Komplikationen
- epileptiche Anfälle
- Herzrhythmusstörungen
- Koma
- Verbrauchskoagulopathie
- Multiorganversagen
Anticholinerges Delir
- Parasympathikuswirkung aufgehoben
- Sympathikus dominiert => gefährliche Stressreaktion
Malignes Neurleptische Syndrom
- Letalität ca. 20%
- Symptome:
- Rigor, Tremor
- Hyperthermie
- Entlgeisung der HKL-Steuerung (Tachykaride, labiler Blutdruck)
- Rhabdomyolyse
- Theraphie
- Neuroleptika absetzten
- intensivmedizinisdche Betreuung
- evtl. Dantrolen-Gabe
Diazepam
- lang (>24h) wirksames Benozodiazepin (allosterischer GABAA-Modulator => Aktivierung)
Flunitrazepam
- mittellang bis lang wirksames Benozodiazepin (allosterischer GABAA-Modulator => Aktivierung)
Lorazepam (Temesta®)
- mittellang (6-24h) wirksames Benozodiazepin (allosterischer GABAA-Modulator => Aktivierung)
- Anxiolytikum
- (Antikonvulsivum)
Lormetazepam
- mittellang (6-24h) wirksames Benozodiazepin (allosterischer GABAA-Modulator => Aktivierung)
- Hypnotikum
Oxazepam
- mittellang (6-24h) wirksames Benozodiazepin (allosterischer GABAA-Modulator => Aktivierung):
- vorwiegend als Anxiolytikum
- relativ langsame Resorption
Midazolam
- kurz (HWZ < 6h) wirksames Benozodiazepin (allosterischer GABAA-Modulator => Aktivierung):
- bei diagnostischen Eingriffen (Anästhesie, Intensivmedizin)
- CYP3A4-abhängige Metabolisierung
Triazolam
- kurz (HWZ < 6h) wirksames Benozodiazepin (allosterischer GABAA-Modulator => Aktivierung):
Zolpidem, Zopiclon
- Z-Stubstanzen (Benzodiazepin-ähnliche):
- kurz wirksam
- weniger anxiolytisch als BDZ
- antikonvulsiv
- muskelrelaxierend
Chloralhydrat
- Seditativum / Hypnotikum:
- risikoreich
- geringe therapeutische Breite
- kein Mittel der ersten Wahl!
- keine Verkürzung der REM-Phase
- keine Erhöhung der REM-Latenz
Amitriptylin
- Antidepressivum: NSMRI = Nicht-seletiver Monoamin-Rückaufnahme-Inhibitor
- v.a. Sedierung
- UAW (Blockierung verschiedener Rezeptortypen):
- M-Rezeptoren: zentrale und periphere anticholinerge atropinartige Effekte
- alpha1-Rezeptoren: Orthostatische Hypotonie, VErstopfung der Nase
- H1-Rezeptoren (zentral): Müdigkeit, SEdation
- Sonstige:
- Gewichtszunahme! (vermutlich 5-HT2- und/oder H1 Rezeptor)
- Senkung der Krampfschwelle
- direkte kardiale Wirkungen (neg. dromotrop / AV-Block)
- Suiziale Intoxikationen
- schwere therapierefraktäre kardiale Funktionsminderung und Rhythmusstörungen
- kein spezifisches Antidot!
- Cave: CYP2D6
Doxepin
- Antidepressivum: NSMRI = Nicht-seletiver Monoamin-Rückaufnahme-Inhibitor
- UAW (Blockierung verschiedener Rezeptortypen):
- M-Rezeptoren: zentrale und periphere anticholinerge atropinartige Effekte
- alpha1-Rezeptoren: Orthostatische Hypotonie, VErstopfung der Nase
- H1-Rezeptoren (zentral): Müdigkeit, SEdation
- Sonstige:
- Gewichtszunahme! (vermutlich 5-HT2- und/oder H1 Rezeptor)
- Senkung der Krampfschwelle
- direkte kardiale Wirkungen (neg. dromotrop / AV-Block)
- Suiziale Intoxikationen
- schwere therapierefraktäre kardiale Funktionsminderung und Rhythmusstörungen
- kein spezifisches Antidot!
- Cave: CYP2D6
Fluoxetin
- Antidepressivum: ältere SSRI = selektive Serotonin Reuptake-Inhibitoren
- akut weniger toxisch als NSMRI (und weniger UAW) => erhöhte therapeutische Breite
- suizidale Intoxikationen weniger gefährlich
- UAW:
- Unruhe, Agitiertheit
- GIT-Störungen
- Erhöhte Blutungsneigung (Serotoninspeicherung in Thrombozyten durch gleichen Transporter)
- Hyponatriämie (inadäquate ADH-Sekretion)
- Sexuelle Funktionsstörungen
- Cave: Inhibitor von CYP2D6
Paroxetin
- Antidepressivum: ältere SSRI = selektive Serotonin Reuptake-Inhibitoren
- akut weniger toxisch als NSMRI (und weniger UAW) => erhöhte therapeutische Breite
- suizidale Intoxikationen weniger gefährlich
- UAW:
- Unruhe, Agitiertheit
- GIT-Störungen
- Erhöhte Blutungsneigung (Serotoninspeicherung in Thrombozyten durch gleichen Transporter)
- Hyponatriämie (inadäquate ADH-Sekretion)
- Sexuelle Funktionsstörungen
- Cave: Inhibitor von CYP2D6
Citalopram
- Antidepressivum: neuerer SSRI = selektive Serotonin Reuptake-Inhibitoren
- hochselektiv => weniger interaktionen als ältere SSRI
- akut weniger toxisch als NSMRI (und weniger UAW) => erhöhte therapeutische Breite
- suizidale Intoxikationen weniger gefährlich
- UAW:
- Unruhe, Agitiertheit
- GIT-Störungen
- Erhöhte Blutungsneigung (Serotoninspeicherung in Thrombozyten durch gleichen Transporter)
- Hyponatriämie (inadäquate ADH-Sekretion)
- Sexuelle Funktionsstörungen
- LQT (dosisabhängig)
- Cave: CYP2D6
Sertralin
- Antidepressivum: neuerer SSRI = selektive Serotonin Reuptake-Inhibitoren
- hochselektiv => weniger interaktionen als ältere SSRI
- akut weniger toxisch als NSMRI (und weniger UAW) => erhöhte therapeutische Breite
- suizidale Intoxikationen weniger gefährlich
- UAW:
- Unruhe, Agitiertheit
- GIT-Störungen
- Erhöhte Blutungsneigung (Serotoninspeicherung in Thrombozyten durch gleichen Transporter)
- Hyponatriämie (inadäquate ADH-Sekretion)
- Sexuelle Funktionsstörungen
- Cave: CYP2D6
Venlafaxin
- Antidepressivum: SSNRI = selektiver Serotonin-Noradrenalin-Reuptake-Inhibitor
- hochselektiv => weniger interaktionen als ältere SSRI
- akut weniger toxisch als NSMRI (und weniger UAW) => erhöhte therapeutische Breite
- suizidale Intoxikationen weniger gefährlich
- UAW:
- Unruhe, Agitiertheit
- GIT-Störungen
- Erhöhte Blutungsneigung (Serotoninspeicherung in Thrombozyten durch gleichen Transporter)
- Hyponatriämie (inadäquate ADH-Sekretion)
- Sexuelle Funktionsstörungen
- Blutdruckerhöhung
- Cave: CYP2D6
Mirtazapin
- Antidepressivum: alpha2-Adrenozeptor-Antagonist (an präsynaptischem Autorezeptor)
- Steigerung der Noradrenalin Freisetzung durch Minderung der Negativ-Feedback-Hemmung
- UAW (durch weitere Rezeptorblockaden: H1, 5-HT2, 5-HT3):
- Müdigkeit, Sedation (teilweise erwünscht)
- Gewichtszunahme
- Orthostatische STörungen
- Blutbildveränderungen (bis Agranulozytose)
- nur gering anticholinerg
- geringere Toxizität als NSMRI
Moclobemid
- Antidepressivum: reversibler MAO-A Hemmer
- antriebssteigernd
- mit Latenz stimmungsaufhellend
- euphorisierende Effekte (auch) bei Gesunden
- verstärkte Wirkung von Sympathomimetika
- cave: Serotonin-Syndrom bei gleichzeitiger Kombi mit serotonergen Substanzen
Tranylcypromin
- Antidepressivum: irreversibler unselektiver MAO-Hemmer
- Cave: lebensbedrohliche hypertensive Entgleisungen bei Einnahme von tyraminhaltigen Lebensmittel (z.B. Käse, Rotwein, Nüsse) => verminderter Tyramin-Abbau verstärkt sympathomimetische Effekte
Johanniskraut
- bei leichter / milder Depression
- wirksam?
- Induktion von CYP3A4 und gp-170-Pumpen => Interaktionen mit diversen anderen Medikamenten!
Lithium
- Stimmungsstabilisator:
- Phasenprophylaxe bei unipolaren/bipolren rezidivierenden affektiven Störungen
- Lithium-Augmentation (bei theraapieresistenter Depression) => Wirkungsverstärkung von Antidepressiva
- normalisierend bei bestehender manischer Episode (erst nach 1-2 Wochen Wirkungseintritt)
- Antisuizidale Wirksamkeit
- bei Gesunden kein psychotroper Effekt (nur UAW)
- UAW:
- Durchfall
- Müdigkeit, feinschlägiger Tremor
- Euthyreote Struma
- Polyurie, Polydipsie (Hemmung ADH-Rezeptor-Signalkaskaden)
- Gewichtszunahme
- Cave
- erhöhtes Intoxikationsrisiko bei starkem Na+-Verlust => Lithium-Resorption steigt
- regelmässige Spiegelkontrolle
- teratogen
Carbamazepin
- Antikonvulsivum (Dibenzazepin): Natriumkanalhemmung
- MdW: Trigeminusneuralgie
- MdW: fokale Anfälle
- Phasenprophylaxe (bei z.B. bipolarer Störung, wenn Lithium nicht möglich)
- wirksam auch bei sekundär generalisierten Anfällen
- (nicht bei primär generalisierter Epilepsie, z.B. Absence)
- Spiegelkontrolle
- Cave:
- CYP3A4-Induktion => hohes Interaktionspotenzial
Neuroleptika (Antipsychotika)
- Antagonismus am D2-Rezeptor (kein Suchtpotenzial)
- Antipsychotische Wirkung nur bei entsprechend erkrankten Patienten sichtbar
- Latenz!
- Antiemetische Wirkung
- Sedierende Wirkung (bei niedrigpotenten => Blockade zetnraler H1-Rezeptoren im Gehirn)
- einige atypische Neuroleptika (Clozapin, Olanzapin): Multi Rezeptorantagonismus
- UWA:
- EPMS = Extrapyramidalmotorische Störungen
- Frühdyskinesien
- Parkinsonoid
- Akathisie
- Malignes neuroleptisches Syndrom
- niedrigpotente: anticholinerge Wirkung
- Sedation (H1)
- Orthostatische Dysregulation
- Galakorrhö, Amenorrhö
- Gewichtszunahme
- Senkung der Krampfschwelle
- LQT
- EPMS = Extrapyramidalmotorische Störungen
Malignes neuroleptisches Syndrom
- Letalität ca. 20%
- Neuroleptikum absetzen
- intesivmedizinische Betreuung
- evtl. Dantrolen-Gabe
Melperon
- Antipsychotikum: niederpotentes Neuroleptikum (D2-Rezeptor-Antagonist)
- Sedierung (v.a. geriatirscher Patienten)
- keine paradoxen Reaktionen
- kaum anticholinerg unerwünschte Wirkungen
Perazin
- Antipsychotikum: mittelpotentes Neuroleptikum (D2-Rezeptor-Antagonist)
- dosisabhängige gute antipsychotische Wirkung mit mässiger Sedierung
Haloperidol
- Antipsychotikum: hochpotentes Neuroleptikum (D2-Rezeptor-Antagonist)
- in niedrigen / mittleren Dosierungen gut antipsychotisch
- in hoher Dosierung zunehmend sedierend
Fluphenazin
Antipsychotikum: hochpotentes Neuroleptikum (D2-Rezeptor-Antagonist)
- in niedrigen / mittleren Dosierungen gut antipsychotisch
- in hoher Dosierung zunehmend sedierend
Flupentixol
- Antipsychotikum: hochpotentes Depot-Neuroleptikum (D2-Rezeptor-Antagonist)
- in niedrigen / mittleren Dosierungen gut antipsychotisch
- in hoher Dosierung zunehmend sedierend
- gesicherte Applikation (intramuskulär) & gute Bioverfügbarkeit: bei Langzeittherapie in Erwägung!
Clozapin
- Antipsychotikum: atypisches Neuroleptikum (D2-Rezeptor-Antagonist):
- nicht oder sehr selten Extrapyramidalmotorsiche Störungen (EPMS)
- Gewichtszunahme & diabetogen
- Agranulozytose
- teuer