Prüfungsrelevante Wirkstoffe Dresden
Wichtigste pharmakologische Wirkstoffe
Wichtigste pharmakologische Wirkstoffe
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Flashcards
Olanzapin
Antipsychotikum: atypisches Neuroleptikum (D2-Rezeptor-Antagonist):
- nicht oder sehr selten Extrapyramidalmotorsiche Störungen (EPMS)
- massive Gewichtszunahme & diabetogen
- Sedation
- teuer
Quetiapin
- Antipsychotikum: atypisches Neuroleptikum (D2-Rezeptor-Antagonist):
- nicht oder sehr selten Extrapyramidalmotorsiche Störungen (EPMS)
- sehr häufig Gewichtszunahme & Sedierung
- teuer
- am häufigsten verordnetes Neuroleptikum!
- auch für schwere depressive Episoden bei bipolaren Störungen zugelassen
Risperidon
Antipsychotikum: atypisches Neuroleptikum (D2-Rezeptor-Antagonist):
- nicht oder sehr selten Extrapyramidalmotorsiche Störungen (EPMS):
- bei Tagesdosis > 6mg aber deutliche Zunahme der Häufigkeit!
- Gewichtszunahme & diabetogen
- teuer
L-Dopa
- Standard bei Parkinson:
- ältere (multimorbide) Patienten
- 30% der Patienten nach 5 Jahren Wirkugnsfluktuationen
- kardiopulmonale UAW und Auftreten von Psychosen
- Einschleichende Dosierung (orthostatische REgulationsstörungen)
- zu den Mahlzeiten versetzte Einnahme: Konkurrenz mit Aminosäuren um Transporter)
Carbidopa
- Decarboxylasehemmer zur Kombination mit L-Dopa
Benserazid
- Decarboxylasehemmer zur Kombination mit L-Dopa
Entacapon
- peripher wirkender COMT-Hemmer (Catechol-O-Methyl-Transferase):
- nur in Kombination mit L-Dopa
- Erhöhung der Verfügbarkeit von L-Dopa im Gehirn
- verringert Fluktuationen
- Cave: Verstärkung unerwünschter L-Dopa-Wirkungen
Amantadin
- NMDA-Rezeptorantagonist:
- Hemmung der glutamatergen Neurone im Nucleus subthalamicus
- Milde antihypokinetische Wirkung
- Reduktion von L-dopa-induzierten Dyskinesien
- i.v. Notfallmedikament zur Durchbrechung einer akinetischen Krise
- MB: v.a. Nieren-Elimination
Budipin
- NMDA-Rezeptorantagonist, Dopaminagonist & MAO-B-Hemmer
- hauptsächlich gegen Tremor
Pramipexol
- Dopaminagonist (Nichtergolinderivat - 1. Wahl bei idiopathischem Parkinson-Syndrom)
- initiale Monotherapie bei Jüngeren
Ropinirol
- Dopaminagonist (Nichtergolinderivat - 1. Wahl bei idiopathischem Parkinson-Syndrom)
- initiale Monotherapie bei Jüngeren
Piribedil
- Dopaminagonist (Nichtergolinderivat - 1. Wahl bei idiopathischem Parkinson-Syndrom)
- initiale Monotherapie bei Jüngeren
Cabergolin
- Dopaminagonist (Ergolinderivat - 2. Wahl bei idiopathischem Parkinson-Sydrom)
- Fibrosen!
Bromocriptin
- Dopaminagonist (Ergolinderivat - 2. Wahl bei idiopathischem Parkinson-Sydrom)
- Fibrosen!
Lisurid
- Dopaminagonist (Ergolinderivat - 2. Wahl bei idiopathischem Parkinson-Sydrom)
- Fibrosen!
Valproinsäure
- Breitspektrumantiepileptikum: GABA-Abbau-Hemmung und Blockade spannungsabhäniger Natriumkanäle
- rel. gut verträglich
- 1. Wahl bei primären generalisierten Anfällen und bei Absence
- Cave:
- Lebernekrosen bei Kindern!
- CYP-Inhibitor
Oxcarbazepin
- Antikonvulsivum: Natriumkanalhemmung
- Wirksamkeit wie Carbamazepin
- weniger Interaktionen
- weniger UAW
- teurer!
- Wirksamkeit wie Carbamazepin
Ethosuximid
- Antikonvulsivum: T-Typ Calciumkanalhemmung
- nur bei Absence (1. Wahl)
Lamotrigin
- Antikonvulsivum: Natriumkanalhemmung => verringerte Glutamat-Freisetzung
- bevorzugtes Mittel der 1. Wahl bei fokalen + primären generalisierten Anfällen
- auch bei Absence
- Induktion UGT (Glucoronosyltransferase)!
- derzeit MdW in der Schwangerschaft
Levetiracetam
- Antikonvulsivum: Beeinflussung Vesikelprotein => verringerte Glutamat-Freisetzung
- 1. Wahl bei fokalen Anfällen
- Zusatzmedikation bei primär generalisierten Anfällen
- auch bei Status epilepticus (intravenös)
- wenig UAW
- kaum Interaktionen => guter Kombi-Partner
- geringes Riskio psychiatrischer NW
Gabapentin
- Antikonvulsivum: N-Typ Calciumkanalhemmung => erhöht GABA-Freisetzung
- fokale Anfälle
- keine relevanten Interaktionen mit anderen Antiepileptika
- insgesamt gut verträglich
- Alternative zu Amitriptylin bei chronisch neuropathischen Schmerzen
Topiramat
- Antikonvulsivum:
- fokale + primäre generalisierte Anfälle
- Zusatzmedikation
- CYP-Inhibitor
Phenobarbital
- Antikonvulsivum: Agonistische Wirkung am GABAA-Rezeptor
- fokale Anfälle
- Zusatzmedikation bei primär und sek. generalisierten tonisch-klonischen Anfällen
- auch bei Status epilepticus (i.v.)
- CYP-Induktor
Vitamin-K-Antagonisten
z.B. Phenprocoumon
- Hemmung der Gamma-Carboxylierung von Gerinnungsfaktoren IX, X, II, VII (1972)
- Antikoagulation erst nach einigen (ca. 3) Tagen
- Cave: zuerst überwiegend gerinnungsfördernd, deshalb anfangs Heparinüberlappung (Cumarinnekrosen)
- INR von 2,0 - 3,0 einstellen ; zahlreiche Interaktionen!
- bei Überdosierung:
- Vit. K
- Substitution von Gerinnungsfaktoren
Beta-Adrenozeptor-Antagonisten (Beta-Blocker)
- nachgewiesene Prognoseverbesserung um 35% bei Herzinsuffizienz:
- Abschirmung des Herzens gegen chronische Überstimulation mit Catecholaminen
- akute Senkung der Herzfrequenz, der Herzkraf, ventrikulärer Arrhythmien, des Blutdrucks und des Energieverbrauchs
- Langfirstig Verbesserung der kontraktilen Funktion! (nach 3-6 Monaten)
- verhinderung catecholaminerger ventrikulärer Arrhythmien und des plötzlichen Herztods
- einschleichende Dosierung! => dann i.d.R. gut vertragen
Aldosteronrezeptor-Antagonisten
- nachgewiesene Prognoseverbesserung (aber kritische Wirkung auf die Niere) bei Herzinsuffizienz
- Verinderung von Hypokaliämie
- Verringerung von Fibrose am Herzen udn an der Niere (anti-remodeling)
- Antiarrhythmisch
- Ödemausschwemmung
Antiarrhythmika Klasse I
= Na+-Kanalblocker => Verlängerung der relativen Refraktärzeit:
proarrhythmisches und negativ inotropes Potenzial => zunehmend weniger in der Dauertherapie
KI: sturkturelle Herzerkrankungen!
- Klasse IA: APD verlängernd, zusätzliche K+-Kanal-Hemmung
- Ajmalin
- Klasse IB: APD (gering) verkürzend, sehr schnelle Abdissoziation vom Kanal (starke use-dependency)
- Lidocain
- Klasse IC: kein Einfluss auf APD, ausgeprägte Haftung am Kanal, proarrhythimsches Potenzial
- Flecainid
- Propafenon
Klasse II Antiarrhythmika
= Beta-Blocker
- wichtig bei VHF und bei ventrikulären Herzrhythmusstörungen
- Verbesserung der Prognose nach Myokardinfarkt mit chronischer Herzinsuffizienz
- Verringerung des Energieverbrauchs
- Verbesserung der Durchblutung durch VErlängerung der Diastolendauer
- Verhinderung proarrhythmischer Wirkungen von Noradrenalin/Adrenalin
Klasse III Antiarrhythmika
= K+-Kanal-Blocker:
- Wirkungsmechanismus: Hemmung von repolarisierenden K+-Kanälen => verlängert APD, unterbricht dadurch reentry-Kreise und unterdückt so frühzeitg einfallende Extrasystolen
- erhöhter Ca2+-Influx => positiv Inotrop, aber auch Torsade de pointes-Arrhythmien (LQT-Mechanismus)
Amiodaron:
- häufigstes Antiarrhythmikum im engeren Sinne (ausser Betablockern und Ca-Kanal-Blockern)
- zusätzlcich Klasse I, II und IV Wirkungen!
Sotalol:
- Klasse III und Beta-Blocker-Wirkungen
Klasse IV Antiarrhythmika
= Calcium-Antagonisten: nur Verapamil (und Diltiazem)
- negativ dromotrope Wirkung (durch Hemmung der L-Typ-Ca-Kanäle) am AV-Knoten => bei VHF
- bei Herzinsuffizienz kontrainduziert!
- Cave:
- nicht gleichzeitig mit Beta-Blockern!
- V. / D. hemmen CYP3A4 und P-Glykoprotein