Prüfungsrelevante Wirkstoffe Dresden

Wichtigste pharmakologische Wirkstoffe

Wichtigste pharmakologische Wirkstoffe


Samuel Kuhn
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Wirkstoffe, die für Prüfungen im medizinischen Studium relevant sind. Sie konzentrieren sich auf die Wirkungen, Hemmungen und Rezeptoren verschiedener Substanzen, insbesondere im Bereich der Antiarrhythmika, Antikonvulsiva und Neuroleptika. Die Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten, die sich auf ihre Prüfungen vorbereiten, da sie detaillierte Informationen zu den Wirkmechanismen und klinischen Anwendungen der Wirkstoffe liefern.
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350
Utilisateurs
3
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
21.01.2019 / 23.11.2020

Lernkarten

Mannitol, Sorbitol

  • Osmotische Diuretika
  • Erhöhung der Plasmaosmolarität
  • Hirnödem

Digoxin

  • Herzglykosid
  • MB: Nierenausscheidung, kürzere HWZ
  • IND: Vorhofflimmern und Herzinsuffizienz

Hemmung der Natrium-Kalium-ATPase, Anstieg der intrazellulären Natriumkonzentration, --¦ Na-Ca-Austaucher

=> Calcium vermehrt in der Zelle und steigert die Kontraktilität

Digitoxin

  • Herzglykosid
  • MB: Ausscheidung via Leber, sehr lange HWZ
  • IND: Vorhofflimmern und Herzinsuffizienz

Hemmung der Natrium-Kalium-ATPase, Anstieg der intrazellulären Natriumkonzentration, --¦ Na-Ca-Austaucher

=> Calcium vermehrt in der Zelle und steigert die Kontraktilität

Altinsulin (= Humaninsulin, = Normalinsulin)

  • i.v. möglich
  • IND: Typ 1 Diabetes, Typ 2 bei nicht ausreichender Wirkung oraler Antidiabetika

Insulin determir

  • lang wirksames Insulinanalogon (12 - 14h)

Insulin glargin

  • langwirksames Insulinanalogon (20 - 24h)

NPH-Insulin

= Neutral Protamin Hagedorn

  • Verzögerungsinsulin
  • sollte nicht mit kurzwirksamem Insulin gegeben werden, da sie dessen Wirkeintritt verzögern

Insulin lispro

  • schnell wirksames Insulinanalogon
  • kein Spritz-/ Essabstand

Insulin aspart

  • schnell wirksames Insulinanalogon
  • kein Spritz-/ Essabstand

Insulin glulisin

  • schnell wirksames Insulinanalogon
  • kein Spritz-/ Essabstand

Acarbose

  • alpha-Glucosidasehemmer: verzögert Glucoseaufnahme im Darm
    • sicheres Prinzip: geringere postprandiale Blutzuckerspitzen
    • stattdessen Vollkornprodukte (ballaststoffreiche Nahrung) wäre auch eine Möglichkeit!
  • schlechte Therapietreue wegen GI-UAW (starke Flatulez und teilweise Diarrhoe)
  • keine systemische UAW

Metformin

  • standard Antidiabetikum (Typ II)
    • keine Gewichtszunahme
    • keine Hypoglykämie-Gefahr
    • Hauptproblem: Laktatazidose
  • Wirkung:
    • Aktiverung der AMP-Protein-Kinase => Hemmung der hepatischen Gluconeogenese
    • Anstieg von HDL & Abfall von LDL
    • Senkung des Vit. B12-Spiegels
  • MdW bei Übergewichtigen: lebensverlängernde Wirkung belegt
  • Einschleichende Dosierung zu Therapiebeginn (GIT-Störungen
  • KI:
    • Nierenfunktionsstörungen (Clearence < 45ml/min)
    • Schwere Herzinsuffizienz bzw. respiratiorische Insuffizienz
    • Leberinsuffizienz
    • vor Gabe jodhaltiger Röngenkontrastmittel absetzten! (akute Niereneinschränkung möglich)

Glibenclamid, Glimepirid

  • Standard-Sulfonylharnstoff (Glibenclamid)
    • lang wirksam
    • bei Kontraindikation von Metformin
    • bei Fehlen einer Adipositas
  • WM: Blockade der ATP-abhänigen-K-Kanäle => Depolarisation der Zellmembran => Aktivierung von spannungsabhänigen Ca-Kanäle => verstärkte Insulinausschüttung
  • Cave:
    • hohes Hypoglykämie-Risiko!
    • Gewichtszunahme
    • KI: schwere Nieren- oder Leberfunktionsstörungen

Repaglinid, Nateglinid

  • Wirkmechanismus ähnlich wie bei Sulfonylharnstoffe, jedoch Glukose-abhängig
  • scheller und kurz wirksam
  • keine kardiovaskuläre Endpunktstudien

Pioglitazon

  • Insulinsensitizer:
    • erhöhte Empfindlichkeit des Fettgewebes, des Muskels und der Leber auf Insulin
      • vermehrte Aufnahme der Glukose im Blut
      • Gewicht steigt durch Fett- und Muskelzunahme
  • fehlender Zusatznutzen: nicht verordnungsfähig für gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland

Sitagliptin, Saxagliptin

  • DPP-IV-Hemmstoffe (Dipeptidyl-Peptidase IV): Hemmung des Inkretin-Abbaus
    • neues Prinzip, keine Langzeitstudien
    • evtl. erhöhte Pankreatitisinzidenz
    • keine Hypoglykämiegefahr
    • gewichtsneutral

Exenatid

  • Inkretinmimetikum: Wirkung am GLP-1-Rezeptor
    • stärker wirksam (als DPP4-Inhibitoren)
    • deutliche Gewichtsabnahme!
  • subcutan (Peptid)
  • neues Prinzip, keine Langzeitstudien
  • Risiko: Pankreatitis, Pankreaskarzinom?

Empagliflozin, Dapagliflozin

  • SGLT2-Inhibitor => geringere Glucoserresorption und somit vermehrte Ausscheidung über Urin
    • Reduktion von Gewicht und Blutdruck
    • keine Hypoglykämien induziert!
  • UAW: häufig Harnwegsinfekte

Heparin unfraktioniert

  • Antikoagulans: älterer Standard
  • IND:
    • akutes Koronarsyndrom
    • Überbrückung bei Vitamin-K-Antagonist-Therapieeinleitung (Verhinderung von Cumarinnekrosen)
    • Schwangerschaft

Heparin niedermolekular (z.B. Enoxaparin)

  • Antikoagulans:
    • länger wirsam (als unfraktioniertes)
    • keine PTT-Steuerung
    • Cave: Kumulation bei Niereninsuffizienz!

Hirudin

  • direkter Thrombininhibitor
  • NUR bei HITII (Heparin induzierte Thrombozytopenie)

Fondaparinux

  • selektive  Antithrombin-abhängige Faktor Xa-Hemmung
  • nur subcutan

Phenprocoumon

  • Vitamin-K-Antagonist: Hemmung der Gamma-Carboxylierung von Gerinnungsfaktoren
    • Standard (zunehmend ersetzt)
    • Wirkungseintritt ca. nach Tagen
    • INR prüfen!
  • IND: orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern, Thrombose, Lungenembolie
  • Cave:
    • Cumarinnekroesen (Heparin-Überbrückung!)
    • Teratogenität in der Schwangerschaft => Umstellung (sofern möglich) auf Heparin!

Dabigatran

  • direkte reversible Thrombin-Hemmung
  • oral

Rivaroxaban

  • direkte reversible Faktor Xa-Hemmung
  • oral
  • breitestes Indikationsspektrum

Apixaban

  • direkte reversible Faktor Xa-Hemmung
  • oral

Edoxaban

  • direkte reversible Faktor Xa-Hemmung
  • oral
  • jüngster Vertreter

ASS low dose (75-100mg)

  • Standard
  • preiswert
  • relativ selektive Thromboxansynthesehemmung in niedriger Dosis

Clopidogrel

  • Thrombozytenaggregationshemmer: irreversibler ADP-Rezeptorantagonist: 
    • Kombination mit ASS bei akutem Koronarsyndrom (beginn mit Aufsättigungsdosis)
    • (bei stabiler Angina pectoris kein Vorteil gegenüber ASS-Monotherapie)
  • bei Kombination mit anderen Gerinnungshemmern erhöhtes Blutungsrisiko
  • Prodrug: Wird (unter anderm) durch CYP2C19 in aktive Form umgewandelt
  • 7 Tage (= Thrombozyten-Lebensdauer) vor OPs absetzen

Prasugrel

  • Thrombozytenaggregationshemmer: irreversibler ADP-Rezeptorantagonist: 
    • Kombination mit ASS bei akutem Koronarsyndrom zur Phrophylaxe atherothrombotischer Ereignisse
      • beginn mit Aufsättigungsdosis
    • Alternative zu Clopidogrel v.a. bei Patienten mit Diabetes mellitus
    • Prodrug mit rascher Bioaktivierung: wirkung schneller und stärker als bei Clopidogrel
    • deutlich teurer als Clopidogrel

Ticagrelor

  • Thrombozytenaggregationshemmer: reversibel ADP-Rezeptorantagonist
    • Einsatz wie bei Clopidogrel bei akutem Koronarsyndrom (Aufsättigungsdosis & mit ASS)
    • keine Bioaktivierung
  • beträchlicher Zusatznutzen im Vergleich zu Clpidogrel bei instabiler Angina pectoris & NSTEMI!
  • deutlich teurer als Clopidogrel
  • trotz reversiblem Mechanismus, Absetzung 1 Woche vor elektiven OPs empfohlen

Abciximab

  • GP IIb/IIIa-Antikörper (pseudoirreversible Bindung):  verhindert Thrombozytenvernetzung
    • i.v. als Bolus + Infusion
    • sehr starke Wirkung
    • sehr teuer
    • nur für Hochrisikopatienten

Tirofiban

  • reversibler GP IIb/IIIa-Hemmer (niedermolekular): verhindert Thrombozytenvernetzung
    • sehr starke Wirkung
    • nur für Hochrisikopatienten

rt-PA

= recombinant tissue plasminogen activator / = Alteplase

  • Gewebsplasminogen-Aktivator
  • IND: bei Schlaganfall, Herzinfarkt, zur lokalen Lyse bei PCI (perkutane coronare Intervention)

Salbutamol / Fenoterol

  • Beta2-Sympathomimetikum Standard
  • kurz wirksam
  • IND: Asthma bronchiale Anfallstherapie

Salmeterol

  • Beta2-Sympathomimetikum
  • lang wirksam
  • langsam einsetztend
  • ab Asthma bronchiale Stufe III
  • keine Monotherapie

Formoterol

  • Beta2-Sympathomimetikum
  • lang wirksam
  • wegen schnellem Wirkungseintritt auch als Reliever
  • keine Monotherapie

Theophyllin

  • ab Asthma bronchiale Stufe III
  • wenig Studienevidenz

Montelukast

  • Antiasthmatikum: Leukotrienrezeptorantagonist
  • oral
  • Kinder
  • non-responder mind. 30%!

Cromoglicinsäure

  • Mastzellstabilisator
  • Prophylaxe allergische Rhinitis/Konjunktivitis
  • bei Asthma entbehrlich!

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