BM 2

DT, Storytelling, Kommunikation, Marke, Social Media, FFF

DT, Storytelling, Kommunikation, Marke, Social Media, FFF


Lorena Beck
Diese Karteikarten behandeln fortgeschrittene Marketingkonzepte auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Markenführung, Storytelling und Unternehmenskommunikation. Sie decken Themen wie die Rolle von Mitarbeitern als Markenbotschafter, die Bedeutung von Unternehmens- und Markenkultur sowie die Integration von Marketing in das Geschäftsmodell ab. Zielgruppen sind Studierende und Fachleute, die ihre Kenntnisse in strategischer Markenkommunikation vertiefen möchten.
Karten
46
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Marketing
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
15.01.2019 / 15.01.2023

Lernkarten

ST: Was braucht jede Gute Geschichte?

  1. Grund - sinnstiftende Marke
  2. Held - Protagonist
  3. Konflikt - Transformation
  4. emotional - Emotionel
  5. viral - Transmediales Erzählen

ST: Unterschied multimedia, crossmedia, transmedia?

  • Multimedia = One story, many forms, one channel.
  • Crossmedia = One story, many channels.
  • Transmedia = One storyworld, many stories, many forms, many channels.

ST: Was sind erfolgreiche Bilder/Motive, die emotional ansprechen?

  • Analogien/Vergleiche
  • Kontraste
  • Universals
  • Regelhaftes
  • Kreuzungen
  • Vertrautes
  • Überraschendes
  • Transformierendes
  • Du

ST: Was schafft man mit Bildern, Konturen, Farben & Perspektive?

  • Authentizität (schlafendes Baby)
  • kulturelle Relevanz (Obama in München)
  • sensorische Stimulanz (Foodporn)
  • Storytelling.

ST: Sicpack des visuellen Storytellings?

  1. Hingucker (Mann umarmt Löwe)
    sind überraschend, irritierend, provozierend, Bilder mit Wow-Effekt
  2. Schnellschuss (einfache Infografik)
    sind schnell, effizient, simpel, reduziert, logisch, fokussiert, «So ist das also. Habe verstanden»
  3. Augenschmaus (Schönes Bild von schöner Frau unter Wasser)
    Ästhetik, Schönheit, Gefälligkeit, Wohlfühlfaktor, Klarheit, Passion, Detailliebe, Fest für Sinne
  4. Tagträumer/Türöffner (Tiere, Reisebilder)
    regen die Fantasie an, machen neugierig, triggern Geschichten, laden zum Träumen ein
  5. Zeitgeist (Game of Thrones Verarschung mit der Queen)
    subtil, humorvoll und ironisch, mutig und schamlos, kombinierend und kopierend, Mashup
  6. Trittbrettfahrer/Meme Hijacking (Meme von Trump: «Orange is the new black»)
    tagesaktuell und in Echtzeit erzählt, emotional & sympathisch, flexibel, spontan, humorvoll

ST: Transmediales Storytelling: Beispiele für Formen/Formate, welche überall verfügbar und erlebbar machen werden?

  • Laptopt
  • Smartphones / Tablets
  • Spielekonsolen
  • interaktive Plakate
  • Grossflächen
  • intelligent vernetzte Möbel
  • Kleidungsstücke

Diese werden überall verfügbar und erlebbar machen.

ST: Unterschied journalistisches ST und Corporate ST?

  • journalistisches Stortelling setzt auf Nachrichtenwert
  • Corporate Storytelling setzt auf emotionalen Effekt guter Geschichten (=hilft der Identifikation mit Marke)

ST: Future of Storytelling?

Pu der Bär wird als andere Form z.B. Webprojekt wie Bear 71 als ganz normal wahrgenommen, statt als künstlerische Ausnahme bewundert und ausgezeichnet.
Geschichten von Helden, Schurken und Welten werden in Zukunft nicht mehr von einem Autor in einem Ursprungsmedium erzählt und dann in den anderen wiederholt, sondern simultan von vielen in allen Formaten weitererzählt.«

ST: Future of Storytelling: Neue Funktionen und Arbeitsabläufe?

  • Neue Rollenbeschreibungen: Chief Storyteller, Story Edotor, Social-Media-Experte
  • Neue Arbeitsweisen: schnell, flexibel, tagesaktuell, tranmedial
  • Neuer Journalismus: Newsroom, Storyroom, Meme-Monitoring
  • Neue Kreativprozesse: (gleichen sich der Kreativ-Branche an) Writers Rooms, Serielles Erzählen,...

ST: Einsatzegbiete für Big Data in Marketing & Corporate ST:

  • Ästhetik (Visual Storytelling mit Data)
  • Ideen (Big Data meets Big Ideas)
  • Location (Storytelling an nur einem Ort - Mixed Reality)
  • User Nutzen (User Brand Experience (UBX)

ST: Neue Technologien für Storytelling?

  • VR (Bsp. Schulreise mit Bus)
  • AR
  • Hologramme
  • Face and Eye Tracking als neue Storytelling Varianten

ST: Experiencial Storytelling vs. Immersive Storytelling?

Experiencial:

  • erfahren
  • Storyworld ergänzt Realität
  • Spielerisches entdecken

Immersive:

  • eintauchen
  • Storyworld verschmilzt mit Realität
  • Rollenspiel

10 Schritte zum Kommunikationskonzept?

  1. Briefing
  2. Situationsanalyse
  3. Rebriefing
  4. Kommunikationsziel
  5. Zielgruppen (Personas)
  6. Botschaft
  7. Kommunikationsstrategie
  8. Massnahmen
  9. Umsetzungsplan
  10. Erfolgskontrolle

Kommunikationskonzept: 1. Briefing?

  • Ausgangslage beschreiben
  • Pain Points und Erwartungen abfragen (was soll sich ändern? Hindernisse?)
  • relevante interne und externe Unterlagen und Infos sammeln
  • Kontaktpersonen und Partner bestimmen
  • Meilensteine setzen
  • Form des Konzepts festlegen (Fliesstext, Präsi,...)

Kommunikationskonzept: 2. Situationsanalyse?

  • Gesammelte Unterlagen & Informationen studieren
  • Infolücken füllen (nachfragen)
  • Markt analysieren
  • Medienrecherche (ergiebt ein Fremdbild)
  • Branchenübersicht, externe Kultur
  • IST interne Kultur & Kommunikation (Selbstbild)
  • IST externe Kommunikation (Selbstbild)
  • CD Rules
  • Personas / Zielgruppe
  • SOLL: Wo will das Unternehmen hin?
  • Fazit: Was ist das Kernproblem? Was kann Kommunikation beitragen und was NICHT?

Kommunikationskonzept: 3. Rebriefing?

  • Haben wir richtig verstanden, dass...?
  • Könnte man das oder jenes auch so sehen,...? (Perspektivenwechsel)
  • Was müssen wir jetzt noch wissen?

Kommunikationskonzept: 4. Kommunikationsziel?

  • Was wollen wir mit unserer Kommunikation erreichen & bis wann?
    z.B. "Politiker erkennen, dass wir nachhaltig sind"
  • Kommunikationsziel muss positiv formuliert sein
  • erst WAS und nicht WIE (noch keine Botschaft oder Massnahmen)
  • Je enger das Ziel gefasst wird, desto eher wird es erreicht
  • Können wir die Zielerreichung messen und wie?

Kommunikationskonzept: 5. Zielgruppen (Personas)?

  • Personas beschreiben und priorisieren
  • Wie leben sie?
  • Müssen wir die Customer Journey anschauen?
  • Welche Kanäle nutzen sie?
  • Welchen Influencern folgen sie?
  • Grösste Herausforderung: Gibt es einen echten Insight für die Personas?

Kommunikationskonzept: 6. Botschaft?

  • Was soll bei der Zielgruppe ankommen?
  • Botschaft ist das, was sich in den Köpfen bewegt, nicht was und wie gesendet wird
  • Neben der Hauptbotschaft können nur wenige Teilbotschaften stehen

Kommunikationskonzept: 7. Kommunikationsstrategie?

  • legt Leitidee und deren Tonalität fest
    (z.B. frech, sanft, humorvoll,...)
  • Idee muss in einem Satz gesagt werden können
  • legt den Handlungsrahmen über 1-3 Jahre fest
  • legt das Budget über die Zeit fest
  • legt die Dramaturgie über die Zeit fest
  • legt Massnahmen-Pakete fest
  • definiert, was nicht getan wird

Kommunikationskonzept: 8. Massnahmen?

  • Erst jetzt kommen spezifische Inhalte und Kanäle ins Spiel
    (Medien, Events, Lobbying)
  • Cross-mediale Zusammenhänge auf der Zeitachse abbilden
  • Busgets den Einzelmassnahmen und Kanälen zuweisen
  • Key Performance Indices (KPI) zuweisen

Kommunikationskonzept: 9. Umsetzungsplan?

  • detaillierter Zeitplan
  • Zusammenhang zu externen Ereignissen
    (Feiertage, Sportevents,...)
  • Projektorganisation

Kommunikationskonzept: 10. Erfolgskontrolle?

  • Was bedeutet Erfolg in diesem Projekt?
    (Umsatzsteigerung, Wahrehmungsveränderung)?
  • Ist der Erfolg mit den KPIs abgebildet?
    Ist die Messzahl mit dem Kommunikationsziel verknüpft?

Was sind KPIs?

  • Key Performance Indices
  • Schlüsselkennzahlen, die die unternehmerische Leistung widerspiegeln und als Zielvorgaben dienen
  • Bsp. Traffic auf einer Website
  • Cost per Click

Die Marke als aktiver Teil des Geschäftsmodells?

  • Schlüsselpartnerschaften
    Welche Partner haben Potenziel für Co-Branding?
  • Schlüsselaktivitäten
    Wie können wie unsere Kernprozesse für die Profilierung der Marke nutzen?
  • Leistungsversprechen
    Welchen Anteil hat die Marke am Leistungsversprechen? Wie wird der emotionale Anteil am Leistungsversprechen im Geschäftsmodell berücksichtigt?
  • Beziehungspflege
    Wie passen Markenwerte und Art der Beziehungspflege zusammen?
  • Kundensegmente
    Welche Kundensegmente prägen das Markenimage?
    Für welche Segmente ist die Marke besonders attraktiv?
  • Schlüsselressourcen
    Welche unserer Ressourcen liefern Geschichten für die Marke und prägen sie?
  • Kanäle
    Wie können die Vertriebskanäle auch als Kommunkationskanäle genutzt werden?
    Welche Kommunikationskanäle sind typisch für die Marke?
  • Kostenstruktur
    Sind die Kostenstrukturen mit den Markenwerten vereinbar?
  • Zahlflüsse
    Wie prägen Zahlflüsse die Marke?

Die Marke als aktiver Teil des Geschäftsmodells: Was kann passieren?

In gewissen Fällen, wenn die Marke besonders stark und das damit verbundene Produkt nicht lebensnotwendig ist, kann die Marke selbst zur eigentlichen Value Proposition werden.

Inwiefern hält die Unternehmenskultur das Unternehmen als Organismus zusammen?

Unternehmenskultur besteht aus Regelwerken (Normen, Tabus, Glaubenssätze), die nirgends festgeschrieben sind. Sie entsteht, wo Menschen zusammen eine soziale Gemeinschaft bilden. Und sie begrenzt den Handlungsrahmen in der Organisation und prägt die Wahrnehmung der Marke.

Gegenüber Veränderungen ist die Unternehmenskultur sehr resistent.

Zwiebelschalenmodell von Kulturen?

Unternehmenskultur ist selbst wieder eingebettet in übergeordnete Kulturen, die den Handlungsrahmen der Unternehmenskultur ihrerseits eingrenzen.

  • Vielleicht passt eine Marke in gewisse Kulturen gar nicht hinein.
  • Die Unternehmenskultur eröffnet und begrenzt den Denk- und Handlungsraum eines Unternehmens
  • Unternehmenskulturen sind in lokale und globale Kulturen eingebettet

Die Unternehmenskultur bestimmt, was möglich ist. Zu egoistische & zu adaptive Kulturen können das Unternehmen gefährden.

Selbstbild & Fremdbild: erkläre!

Selbst- & Fremdbild sind nie gleich, aber sie müssen überlappen.

Genau wie einzelne Menschen hat auch eine Organisation wie beispielsweise ein Markenunternehmen ein Bild von sich selbst. Und dieses Selbstbild ist immer ein anderes als das Bild, das Aussenstehende vom Unternehmen haben, also das Fremdbild.

Selbstbild und Fremdbild sind nie gleich, sie sollten aber so nahe beieinanderliegen, dass noch das Gefühl erhalten bleibt, man meine das Gleiche. Unterschiedliche Perspektiven also auf das Gleiche.

IST & SOLL: erkläre!

Eine Unternehmensmarke muss ein SOLL kommunizieren (nach innen & aussen), es muss aber glaubwürdig sein (nach innen und aussen).

Jede Organisation strebt ein Ziel oder eine Vision an – kurzfristig und langfristig. Das SOLL ist Bestandteil jeder Identität, die nicht völlig entmutigend ist.

Das SOLL darf aber nur soweit vom IST entfernt sein, wie interne und externe Zielgruppen noch glauben können. Sonst wirkt es krankhaft.

Marke & Marketing: erkläre!

  • Es gibt Veränderungen in der Kommunikation, dies führt aber zu Chancen für kleine Unternehmen.
  • Marke schafft Identität und Identität gibt Halt.
  • Analogie: Die Marke fördert und liefert den Treibstoff, den das Marketing braucht, um zu verkaufen.
  • Zuerst Markenführung, dann Marketing-Kampagnen (Siroop hatte keinen Erfolg, da sie nur Marketing machten)

Welche Rolle spielen die Mitarbeitenden in Marke & Marketing?

Die Mitarbeitenden …

  • … sind Markenbotschafter.
  • … sind Zielgruppe der Marke.
  • … brauchen Spielraum.

SoMe: Reihenfolge (Kreis von Innen nach Aussen)?

  1. Story
  2. Themen
  3. Protagonisten
  4. Formate
  5. Kanäle

SoMe: Was sind mögliche Ziele von Social Media?

  • Image aufbauen
  • Eine Community aufbauen
  • Kundenservice anbieten
  • Produkte bewerben
  • Verkaufen
  • Meinungsführer / Super-User erreichen
  • Join the conversation / Mitmachen
  • Rückmeldungen bekommen
  • Themen setzen

SoMe: Beispiel Coop: Was wird wo gepostet?

Facebook
Schwerpunkt-Themen, Interaktionen & bisschen alles…

Instagram
Fokus Produkte & Kulinarik (& ein bisschen Lifestyle)

Twitter
Unternehmenskommunikation (Bsp. Kommunikation Eröffnung eines neuen Logistikzentrums)

YouTube
Mehr als nur Host, auch Bumpers

Snapchat
Blick in die Grundbildung

SoMe: Seeding?

= gezielte Verbreiten von Inhalten in sozialen Netzwerken über Influencer oder weitere Online-Medien

Im Fokus steht das Hero Piece
Im Rahmen vom Produktionsprozess werden weitere Bewertbildinhalte produziert (z.B. Pre-Roll, Facebook Filme, Insta-Animationen,...)
Des weiteren werden Bilder, Outtakes, Making-offs, Editorial,... produziert

SoMe: Was kann alles Seeding sein?

  • eigene Kanäle (online & offline!)
  • Mitarbeiter
  • Influencer
  • Ambassadoren (Botschafter)
  • Native Advertising
  • Paid Media

SoMe: Was sind Pre-Rolls und Bumpers?

Pre-Rolls sind äusserst kurz, nervig und teils skippable
Best Practice: Missing Person Pre-Roll Case Study (in Australien)

Bumpers dauern meist nur 5 Sekunden
Best Practice: Bernie Sanders

SoMe: Was sind mögliche Instagram-Inhaltsformate?

  • Photo Ad
  • Carousel Ad
  • Stories Ad
  • Newsfeed Video Ads

SoMe: Was sind mögliche Snapchat-Inhaltsformate?

  • Snap Ads
  • Filters
  • Lenses (AR-Filter)

Tipps:

  • weniger als 5 Sekunden
  • Swipe up for more
  • focus on a singular message
  • use sound design

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