ZHAW Pflege 1. Semester


D. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Diätetik im Gastrointestinaltrakt auf Berufslehrniveau. Sie behandeln Themen wie Zöliakie, Laktoseintoleranz, Allergien, Mangelernährung und spezielle Kostformen wie Turmix oder flüssige Kost. Besonders nützlich sind sie für Gesundheitsberufe, die Patienten mit Verdauungsproblemen oder speziellen Ernährungsbedürfnissen betreuen, da sie detaillierte Informationen zu Symptomen, Therapien und Ernährungsempfehlungen liefern.
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3
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
14.01.2019 / 26.02.2026

Flashcards

Ab wann sind Blähungen abnormal? 

wenn sie Schmerzen oder Spasmen verursachen oder sie sozial unverträglich werden 

Welches Organ bestimmt über die Schwerverdaubarkeit?

  • Magen
  • dünndarm
  • später dann auch der Dickdarm 

Definition Refluxoesophagitis 

Entzündung der Speiseröher druch Rückfluss von Magensäure 

Ursachen der Refluxoesophagitis 

  • Hiatushernie 
  • Primäre oder sekundäre Insuffizienz des unteren Oesophagusphinkters 
  • Motilitätsstörungen des Magens 
  • Verzögerte Magenentleerung 
  • Arzneimittel 

Symptome einer Refluxoesophagitis

  • Aufstossen von Säure ohne Übelkeit
  • Sodbrennen
  • Brennen im Rachen
  • Retrosternale Beschwerden (Differenzialdiagnose Angina Pectoris)
  • Langsam entwickelnde Heiserkeit oder Fremdkörpergefühl im Hals
  • Bauchschmerzen

Therapie bei Reflux

Abklärung beim Arzt!

  • Ausschluss einer Helicobacter Pylori Infektion Magensäurehemmende Medikamente

Allgemeine Massnahmen:

  • Vermeiden von enger Kleidung
  • Kopfende des Bettes höher stellen
  • Bis 3h nach dem Essen nicht schlafen gehen
  • Vermeiden von Nikotin
  • Kein Sport direkt nach dem Essen
  • Selten: Chirurgische Massnahmen

Ernährungsempfehlung bei Reflux:

 

LVK

Langfristig:

  • Häufig kleine Mahlzeiten
  • Fettarme, aber eiweissreiche Kost
  • Vermeidung von säurehaltigen oder schleimhautirritierenden Nahrungsmitteln
  • Alkohol, Schokolade, Pfefferminztee, koffeinhaltige und kohlensäurehaltige Getränke massvoll konsumieren
  • Kaffee und Alkohol zu den Mahlzeiten konsumieren

Was ist eine Xerostomie 

Mundtrockenheit 

Ursachen für Xerostomie

  • Diverse organische Ursachen (z.B. Tumore)
  • Strahlentherapie / Chemo
  • Psychische Probleme
  • Medikamente
  • Depression
  • Alter

Folgen von Xerostomie 

  • Schmerzen
  • Mundhöhlenentzündung
  • Soor,
  • Pilz
  • Geschmacksstörungen
  • Kaubeschwerden
  • Mundgeruch
  • Prothesenunverträglichkeit
  • Malnutrition

Ernährungsempfehlung bei Xerostomie 

  • Hohe, über Tag verteilte Flüssigkeitszufuhr
  • Konsistenz beachten:Nahrungsmittel mit hohem Wassergehalt bevorzugen Trockene, klebrige Nahrungsmittel meiden
  • Kleines Volumen (anreichern)
  • Zucker- und säurearme Gesamtnahrung
  • Zu stark gesalzene oder gewürzte Nahrungsmittel meiden Stimulierung der Speichelproduktion
  • Unbedingt Malnutrition beachten!

Von welcher Kostform wird die weich-pürierte Kost IMMER abgeleitet?

LVK

Definieren Sie die Konsistenz der weich-pürierten Kostform.

  • Die Nahrungsmittel und Speisen sind weich gekocht, fein geschnitten, evt. püriert, so dass sie mit der Zunge am Gaumen zerdrückt, so dass die Speisen nach max. zweimal Kauen schluckbar sind

Flüssige Kost Zusammenfassend 

  • Ist dem Energiebedarf plus/minus angepasst.
  • IMMER LVK
  • Konsistenz: homogen-flüssig, evt. abgebunden Ausschliesslich als Übergangsernährung einsetzen
  • Cave: nicht bedarfsdeckend!

Turmix ZF

  • Ist dem Energiebedarf angepasst.
  • IMMER LVK
  • Konsistenz: homogen-püriert, evt. passiert, evt. abgebunden
  • Cave: nicht bedarfsdeckend!

Nenne chronische entzündliche Darmerkrankungen 

  • Colitis Ulceroa --> auf den Dickdarm beschränkt 
  • Morbus Crohn --> kan den ganzen Verdauungstrakt betreffen 

Ernährungstherapie bei colitis Ulcerosa (im Schub)

  • Konsistenz anpassen  --> Flüssge oder Turmix Kost 
  • Energie gewährleisten 

was bedeutet MNA?

Mini Nutritional Assessment 

Welche Fragen werden mit dem MNA geklärt?

  • Ernährungszustand (Appetit, Gewichtsverlust, Body Mass Index)
  • Mobilität
  • Akute Krankheit / psychischer Stress
  • Psychische Situation

was fällt unter einen Normalen Ernährungszustand laut MNA?

  • 12-14 Punkte
  • Screening wiederholen bei einem akuten Vorfall, einmal im Jahr bei Personen im Altersheim und alle 3 Monate bei Personen im Spital 

was fällt unter Risiko für Mangelernährung beim MNA?

  • 8-11 Punkte 
  • weiteres Vorgehen siehe Bild 

was fällt bei MNA unter Mangelernährung?

  • 0-7 Punkte 
  • weiteres Vorgehen siehe Bild 

 

Folgen der Mangelernährung 

  • Gewichtsverlust 
  • Hypoalbiminämie 
  • Geschwächte Abwehrkräfte 
  • Psychische Störungen/Einsamkeit 
  • Harnwegs- und Atemwegsinfektionen 
  • Stürze und Frakturen 
  • Dekubitus --> verschlechterte Wundheilung 
  • verminderte Lebensqualität 
  • häufigere Arztbesuche 
  • längere Spitalaufenthalte 
  • längere Erholungszeit 

Wie kann man Mangelernährung vorbeugen?

• Energie-Zufuhr beachten

• Eiweiss-Zufuhr beachten

• 5 – 6 kleine Mahlzeiten pro Tag essen

• energiehaltige Getränke
• Vitamine & Mineralstoffe beachten• Hygienische Zubereitung beachten

was sind die Auslöser für Intoleranzen /Allergien 

  • Individuelle genetische Veranlagung
  • Pflanzen der Umgebung
  • Essgewohnheiten
  • Allergene, die für allergische Reaktionen auf Nahrungsmittel verantwortlich sind
  • Ernährung mit viel Alkohol, Kaffee &Gewürzen
  • Körperliche Anstrengung & psychischer Stress

Welches sind häufige Allergene bei Erwachsenen?

  • Haselnuss 
  • Apfel 
  • Walnuss/ERdnuss
  • Kiwi 

Welches sind häufige Allergene bei Kindern?

  • Kuhmilch 
  • Hühnerei 
  • Erdnuss
  • Weizen 
  • Soja 
  • Fisch 

Symptome bei Allergien 

  • Anschwellen der Zunge 
  • Atemnot 
  • Asthma-Anfall 
  • Heftiger Juckreiz 
  • Nesselausschlag 

Allergische Reaktion der glatten Muskulatur = entzündliche Reaktion

  • Heuschnupfen
  • Asthma
  • Konjunktivitis

Spätreaktion von Allergien 

  • Hautreaktionen: Rötungen Schwellungen Jucken
  • Symptome im Gastro-Intestinaltrakt: Zöliakie, Blähungen, Malabsorption

→ Gefahr der Malnutrition

Was ist Laktoseintoleranz 

Laktoseintoleranz infolge eines Laktasemangels in der Dünndarmschleimhaut

  • Angeborener (kongenitaler) Laktoseintoleranz
  • Primäre (erworbene) Laktoseintoleranz
  • Sekundäre Laktoseintoleranz

Symptome Laktoseintoleranz 

  • Blähungen 
  • Bauchschmerzen 
  • Durchfälle 

Folgen: Keine ernsthaften Komplikationen, jedoch sehr unangenehm 

 

Diagnose Laktoseintoleranz 

  • Besserung der Symptome durch Ausschluss der laktosehaltigen Nahrungsmittel (Eliminationsdiät)

  • Expositionstest mit Laktose

  • H2-Atemtest

  • (Gentest)

Was ist Zöliakie 

Unverträglichkeit gegen Klebereiweiss (Gluten)

Wo ist überall Gluten enthalten?

Weizen= Gliadin  

Roggen = Secalin

Gerste= Hordein

Hafer = Avenin  

Folgen einer Zöliakie beim Erwachsenen 

Krankheitsgefühl und Leistungsschwäche Müdigkeit, Abgeschlagenheit
Appetitlosigkeit oder ständiges Hungergefühl Gewichtsabnahme

Folgen einer Zöliakie bei Erwachsenen 

Symptome, die den Darm betreffen

  • Durchfall
  • Blähungen
  • Verstopfungen
  • Übelkeit

Folgen einer Zöliakie bei Kindern 

  • Wachstumsstörungen
  • Aufgeblähter Bauch
  • Geringes Körpergewicht
  • Durchfall (glänzende, übelriechende Stühle)
  • Appetitlosigkeit, Blässe
  • Missmutigkeit, Weinerlichkeit
  • Zahnentwicklungsstörungen

Therapie Zöliakie 

  • Konsequente, lebenslange glutenfreie Ernährung
  • Medikamente heilen die Zöliakie nicht
  • Medikamente werden nur bei Mangelerscheinungen gegeben

Vorteile einer Behandlung bei Zöliakie 

  • Dünndarmschleimhaut normalisiert sich wieder
  • Nährstoffe werden vom Körper aufgenommen und verwertet
  • Gewichtsverlust wird wieder ausgeglichen
  • Gesundheitlicher und körperlicher Zustand bessert sich wieder
  • Spätfolgen werden minimiert --> Erhöhtes Krebsrisiko 

Study