Diätetik im Gastrointestinal-Trakt
ZHAW Pflege 1. Semester
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Flashcards
Ab wann sind Blähungen abnormal?
wenn sie Schmerzen oder Spasmen verursachen oder sie sozial unverträglich werden
Welches Organ bestimmt über die Schwerverdaubarkeit?
- Magen
- dünndarm
- später dann auch der Dickdarm
Definition Refluxoesophagitis
Entzündung der Speiseröher druch Rückfluss von Magensäure
Ursachen der Refluxoesophagitis
- Hiatushernie
- Primäre oder sekundäre Insuffizienz des unteren Oesophagusphinkters
- Motilitätsstörungen des Magens
- Verzögerte Magenentleerung
- Arzneimittel
Symptome einer Refluxoesophagitis
- Aufstossen von Säure ohne Übelkeit
- Sodbrennen
- Brennen im Rachen
- Retrosternale Beschwerden (Differenzialdiagnose Angina Pectoris)
- Langsam entwickelnde Heiserkeit oder Fremdkörpergefühl im Hals
- Bauchschmerzen
Therapie bei Reflux
Abklärung beim Arzt!
- Ausschluss einer Helicobacter Pylori Infektion Magensäurehemmende Medikamente
Allgemeine Massnahmen:
- Vermeiden von enger Kleidung
- Kopfende des Bettes höher stellen
- Bis 3h nach dem Essen nicht schlafen gehen
- Vermeiden von Nikotin
- Kein Sport direkt nach dem Essen
- Selten: Chirurgische Massnahmen
Ernährungsempfehlung bei Reflux:
LVK
Langfristig:
- Häufig kleine Mahlzeiten
- Fettarme, aber eiweissreiche Kost
- Vermeidung von säurehaltigen oder schleimhautirritierenden Nahrungsmitteln
- Alkohol, Schokolade, Pfefferminztee, koffeinhaltige und kohlensäurehaltige Getränke massvoll konsumieren
- Kaffee und Alkohol zu den Mahlzeiten konsumieren
Was ist eine Xerostomie
Mundtrockenheit
Ursachen für Xerostomie
- Diverse organische Ursachen (z.B. Tumore)
- Strahlentherapie / Chemo
- Psychische Probleme
- Medikamente
- Depression
- Alter
Folgen von Xerostomie
- Schmerzen
- Mundhöhlenentzündung
- Soor,
- Pilz
- Geschmacksstörungen
- Kaubeschwerden
- Mundgeruch
- Prothesenunverträglichkeit
- Malnutrition
Ernährungsempfehlung bei Xerostomie
- Hohe, über Tag verteilte Flüssigkeitszufuhr
- Konsistenz beachten:Nahrungsmittel mit hohem Wassergehalt bevorzugen Trockene, klebrige Nahrungsmittel meiden
- Kleines Volumen (anreichern)
- Zucker- und säurearme Gesamtnahrung
- Zu stark gesalzene oder gewürzte Nahrungsmittel meiden Stimulierung der Speichelproduktion
- Unbedingt Malnutrition beachten!
Von welcher Kostform wird die weich-pürierte Kost IMMER abgeleitet?
LVK
Definieren Sie die Konsistenz der weich-pürierten Kostform.
Die Nahrungsmittel und Speisen sind weich gekocht, fein geschnitten, evt. püriert, so dass sie mit der Zunge am Gaumen zerdrückt, so dass die Speisen nach max. zweimal Kauen schluckbar sind
Flüssige Kost Zusammenfassend
- Ist dem Energiebedarf plus/minus angepasst.
- IMMER LVK
- Konsistenz: homogen-flüssig, evt. abgebunden Ausschliesslich als Übergangsernährung einsetzen
- Cave: nicht bedarfsdeckend!
Turmix ZF
- Ist dem Energiebedarf angepasst.
- IMMER LVK
- Konsistenz: homogen-püriert, evt. passiert, evt. abgebunden
- Cave: nicht bedarfsdeckend!
Nenne chronische entzündliche Darmerkrankungen
- Colitis Ulceroa --> auf den Dickdarm beschränkt
- Morbus Crohn --> kan den ganzen Verdauungstrakt betreffen
Ernährungstherapie bei colitis Ulcerosa (im Schub)
- Konsistenz anpassen --> Flüssge oder Turmix Kost
- Energie gewährleisten
was bedeutet MNA?
Mini Nutritional Assessment
Welche Fragen werden mit dem MNA geklärt?
- Ernährungszustand (Appetit, Gewichtsverlust, Body Mass Index)
- Mobilität
- Akute Krankheit / psychischer Stress
- Psychische Situation
was fällt unter einen Normalen Ernährungszustand laut MNA?
- 12-14 Punkte
- Screening wiederholen bei einem akuten Vorfall, einmal im Jahr bei Personen im Altersheim und alle 3 Monate bei Personen im Spital
Folgen der Mangelernährung
- Gewichtsverlust
- Hypoalbiminämie
- Geschwächte Abwehrkräfte
- Psychische Störungen/Einsamkeit
- Harnwegs- und Atemwegsinfektionen
- Stürze und Frakturen
- Dekubitus --> verschlechterte Wundheilung
- verminderte Lebensqualität
- häufigere Arztbesuche
- längere Spitalaufenthalte
- längere Erholungszeit
Wie kann man Mangelernährung vorbeugen?
• Energie-Zufuhr beachten
• Eiweiss-Zufuhr beachten
• 5 – 6 kleine Mahlzeiten pro Tag essen
• energiehaltige Getränke
• Vitamine & Mineralstoffe beachten• Hygienische Zubereitung beachten
was sind die Auslöser für Intoleranzen /Allergien
- Individuelle genetische Veranlagung
- Pflanzen der Umgebung
- Essgewohnheiten
- Allergene, die für allergische Reaktionen auf Nahrungsmittel verantwortlich sind
- Ernährung mit viel Alkohol, Kaffee &Gewürzen
- Körperliche Anstrengung & psychischer Stress
Welches sind häufige Allergene bei Erwachsenen?
- Haselnuss
- Apfel
- Walnuss/ERdnuss
- Kiwi
Welches sind häufige Allergene bei Kindern?
- Kuhmilch
- Hühnerei
- Erdnuss
- Weizen
- Soja
- Fisch
Symptome bei Allergien
- Anschwellen der Zunge
- Atemnot
- Asthma-Anfall
- Heftiger Juckreiz
- Nesselausschlag
Allergische Reaktion der glatten Muskulatur = entzündliche Reaktion
- Heuschnupfen
- Asthma
- Konjunktivitis
Spätreaktion von Allergien
- Hautreaktionen: Rötungen Schwellungen Jucken
- Symptome im Gastro-Intestinaltrakt: Zöliakie, Blähungen, Malabsorption
→ Gefahr der Malnutrition
Was ist Laktoseintoleranz
Laktoseintoleranz infolge eines Laktasemangels in der Dünndarmschleimhaut
- Angeborener (kongenitaler) Laktoseintoleranz
- Primäre (erworbene) Laktoseintoleranz
- Sekundäre Laktoseintoleranz
Symptome Laktoseintoleranz
- Blähungen
- Bauchschmerzen
- Durchfälle
Folgen: Keine ernsthaften Komplikationen, jedoch sehr unangenehm
Diagnose Laktoseintoleranz
Besserung der Symptome durch Ausschluss der laktosehaltigen Nahrungsmittel (Eliminationsdiät)
Expositionstest mit Laktose
H2-Atemtest
(Gentest)
Was ist Zöliakie
Unverträglichkeit gegen Klebereiweiss (Gluten)
Wo ist überall Gluten enthalten?
Weizen= Gliadin
Roggen = Secalin
Gerste= Hordein
Hafer = Avenin
Folgen einer Zöliakie beim Erwachsenen
Krankheitsgefühl und Leistungsschwäche Müdigkeit, Abgeschlagenheit
Appetitlosigkeit oder ständiges Hungergefühl Gewichtsabnahme
Folgen einer Zöliakie bei Erwachsenen
Symptome, die den Darm betreffen
- Durchfall
- Blähungen
- Verstopfungen
- Übelkeit
Folgen einer Zöliakie bei Kindern
- Wachstumsstörungen
- Aufgeblähter Bauch
- Geringes Körpergewicht
- Durchfall (glänzende, übelriechende Stühle)
- Appetitlosigkeit, Blässe
- Missmutigkeit, Weinerlichkeit
- Zahnentwicklungsstörungen
Therapie Zöliakie
- Konsequente, lebenslange glutenfreie Ernährung
- Medikamente heilen die Zöliakie nicht
- Medikamente werden nur bei Mangelerscheinungen gegeben
Vorteile einer Behandlung bei Zöliakie
- Dünndarmschleimhaut normalisiert sich wieder
- Nährstoffe werden vom Körper aufgenommen und verwertet
- Gewichtsverlust wird wieder ausgeglichen
- Gesundheitlicher und körperlicher Zustand bessert sich wieder
- Spätfolgen werden minimiert --> Erhöhtes Krebsrisiko