Vitalzeichen

ZHAW Pflege Bsc 1. Semester

ZHAW Pflege Bsc 1. Semester


D. S.
Diese Lernkarten bieten eine umfassende Übersicht über die Messung und Interpretation von Vitalzeichen wie Atmung, Fieber, Hautfarbe, Puls und Blutdruck. Sie decken verschiedene Atemmuster, Fieberformen, Messmethoden der Körpertemperatur, Blutdrucknormwerte und Pulsqualitäten ab. Ideal für Auszubildende in medizinischen Berufen, die ein fundiertes Verständnis der physiologischen und pathologischen Aspekte der Vitalzeichen benötigen, um Patienten gezielt zu beurteilen und zu versorgen.
Cartes-fiches
105
Utilisateurs
5
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
07.01.2019 / 26.11.2025

Cartes-fiches

Auskultatorische Lücke:

(silent gap) Hauptsächlich bei Patienten mit Hypertonie 

• 2. Herzton (Korotkoff II) ist nicht hörbar (Ursache des Phänomens unbekannt)

• Oft hören wir 1. Herzton nur leise, dann Stille, dann hören wir 3. Herzton und meinen, es sei der erste. Folge: 3. Herzton wird fälschlicherweise als systolische Wert interpretiert (= falsch niederer systolischer Wert)

 

Temperatur: 

Zu beachten beim Messen: 

… der Patient vorher 10-20 Minuten geruht haben 

… zur gleichen Tageszeit 

…am gleichen Messort und 

…mit dem gleichen Messgerät gemessen werden. --> mehrere male muss gemessen werden ansonsten gibt es keine Auskunft über den Verlauf etc. 

Wärmeregulationszentrum

(dort wird der Sollwert konstant gehalten) im Zwischenhirn, dem Hypothalamus. Durch Rezeptoren wird die Kerntempi registriert

Wie funktioniert die Wärmeregulation durch den Hypothalamus?

Im Hypothalamus wird die gemessene Körpertemperatur (Istwert)mit dem Sollwert verglichen. Bei Abweichungen wird reguliert: überschreitet die Kerntemperatur den Sollwert, dann wird die Hautdurchblutung und damit der Wärmetransport vom Körperkern zur Haut erhöht. Liegt hingegen die Kerntemperatur unter dem Sollwert, wird die Durchblutung der Haut gedrosselt.  

Rektal Tempimessung 

  • Rektal:
  • Vorteile:rasch, entspricht weitgehend Körperkerntempi, 
  • Nachteile:unangenehm, je nach Tiefe Messunterschiede bis zu 1 Grad, mögliche Keimverschleppung, reagiert verzögert auf aktuelle Veränderungen der, Körperkerntempi, 
  • Messbereich: 26-42 Grad

Axillar Tempimessung 

  • Axillar:
  • Vorteile:angenehm, leichte Durchführung, 
  • Nachteile:lange Messzeit, ungenaues Messergebnis,
  • Messbereich:35-42 Grad

Inguinal Tempimessung 

(kontinuierliche Messung) 

  • Vorteile:Speicherung der Tempi, sowie Alarmfunktion, 
  • Nachteile:Messung der Hauttempi (Fehlerquelle), 
  • Messbereich:32-42 Grad

Oral/ sublinguale Tempimessung 

  • Vorteile:leichte Durchführung, 
  • Nachteile:Messwerte kann bsp durch warmes/kaltes Essen/Trinken beeinflussen, je nach Ort --> Tempi unterschied, 
  • Messbereich:32-43.9 Grad 

Gehörgang Tempimessung 

 

  • Vorteile:angenehm, Ergebnis entspricht der Kerntempi, sehr kurze Messdauer,
  • Nachteile:teuer, 
  • Messbereich:0-100 Grad 

Stirn/Schläfe Tempimessung:

  • Vorteile:In Nähe grosser Blutgefässe kann Tempi gut gemessen werden, 
  • Nachteile:relativ neu daher keine grossen Erfahrungen. 
  • Messbereich:20-42.2 Grad

was bedeutet remittierendes Fieber?

 morgen Normalwerte, abends hohes Fieber, Ursache: Sepsis, TPC

intermittierendes Fieber?

·     Wechsel zw. Sehr hohem Fieber und kein Fieber, Ursache Sepsis, Pyelitis etc

rekurrierendes Fieber?

·     Wechsel zw mehrtägigen Fieberschüben und fieberfreien Intervalle (2-5 Tage) Ursache: Malaria, Borreliose

undulierendes Fieber

·     wellenförmiger Verlauf, langsamer Anstieg, einige Tage sehr hohes Fieber, dann langsamer Fieberabfall, dann einige Tagen bis Wochen fieberfrei, dann Wiederholung Ursache: Tumore

Biphasisches Fieber

Tempi anstieg, dann Abfall, erneuter Anstieg

Ursache: Meningokokkensepsis

Medikamente/Antipyretische Therapie

Antipyretika unterbrechen die Pathophysiologischen Vorgänge, die zur Sollwertverstellung im Hypothalamus führen, sind fiebersenkend und analgetisch

 

 

Fiebersenkende Therapien

Physikalische Maßnahmen

Maßnahmen greifen nicht direkt in die pathophysiologischen Fiebervorgänge im Temperaturzentrum ein, sondern sie sollen dem Pat. Bei seiner Wärmeabgabe unterstützen.

Biot-Atmung:

werden periodisch kräftige Atemzüge gleicher Tiefe von apnoeischen Pausen unterbrochen: bei Störungen des Atemzentrums bsp direkter Hirnverletzungen, Blutungen im Hirn etc 

Cheyne-Stokes-Atmung: 

atmet zuerst klein, flach, geräuschlos, werden allmählich tiefer und schwellen dann wieder ab bis Atempausen: bei Koma, Hirndruckerhöhung, funktionelle Schäden des Atemzentrums etc 

Seufzer Atmung:

regelmässige Atempausen: bei adipösen Pat als eine Form des Schlafapnoesyndroms 

Bradypneu

Bradypnoe: bezeichnet man eine verlangsamte Atmung mit weniger als 16 Atemzüge pro Min.

Tachypneu

Tachypnoe: bezeichnet man eine beschleunigte Atemfrequenz mit mehr als 20 Atemzüge pro Minute 

Normopnoe 

15-20 Atemzüge pro Minute 

Inspiratorische Dyspnoe: 

·      Brodeln und Gurgeln: Fremdkörper 

·      Keuchen: Anstrengung 

·      Röcheln: Atemnot 

·      Rasseln/Brodeln: Lungenödem 

·      Blubbern/Rasseln: Sekretansammlung im Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien 

·      Lautes Schnarchen/Rasseln: Hirnverletzungen 

·      Hartes, pfeifendes Geräusch: Obstruktion oder Stenose der oberen Atemwege 

·      Schnappend: schwerste Schädigung des Atemzentrums 

exspiratorische Dyspnoe 

·      Pfeifender, schnarchenden Ton: Lungenentzündungen 

·      Pfeifen und Giemen: Asthma, spastische Bronchitis, Emphysem 

·      Hartes, pfeifendes Geräusch (exspiratorischer Stridor): Verengungen der tieferen Luftwege 

Étudier