Vitalzeichen

ZHAW Pflege Bsc 1. Semester

ZHAW Pflege Bsc 1. Semester


D. S.
Diese Lernkarten bieten eine umfassende Übersicht über die Messung und Interpretation von Vitalzeichen wie Atmung, Fieber, Hautfarbe, Puls und Blutdruck. Sie decken verschiedene Atemmuster, Fieberformen, Messmethoden der Körpertemperatur, Blutdrucknormwerte und Pulsqualitäten ab. Ideal für Auszubildende in medizinischen Berufen, die ein fundiertes Verständnis der physiologischen und pathologischen Aspekte der Vitalzeichen benötigen, um Patienten gezielt zu beurteilen und zu versorgen.
Cartes-fiches
105
Utilisateurs
5
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Apprentissage
Créé / Mis à jour
07.01.2019 / 26.11.2025

Cartes-fiches

Orthopnoe

stärkste Atemnot

Dyspnoe hat verschiedene Bewertungsskalen, nach dem MRC Score:

  • 0 = Atemnot bei aussergewöhnlichen Belastungen
  • 1 = beim Treppensteigen, Bergaufgehen
  • 2 = beim Gehen gerader Ebene
  • 3 = bereits nach 100m anhalten
  • 4 = beim An- und Ausziehen

Zyanose 

Blauverfärbung von Lippen, Nägeln und Schleimhäuten. 

cheyne stokes atmung

Sie ist durch ein periodisches An- und Abschwellen der Atemtiefe und des Abstands der einzelnen Atemzüge voneinander charakterisiert.

 

Kussmaul- Atmung 

Die Kußmaul-Atmung ist sehr tief und regelmäßig. Sie ist Ausdruck der respiratorischenKompensation einer metabolischen Azidose. Durch maximale Abatmung des SäureäquivalentsKohlendioxid versucht der Organismus die Azidose zu limitieren.

Die Biot-Atmung 

Die Biot-Atmung ist eine Atemstörung, bei der tiefe, relativ gleichmäßige Atemzüge immer wieder durch längere, wiederkehrende Atempausen (intermittierende Apnoe) unterbrochen werden

Atemminutenvolumen?

  • Atemminutenvolumen = Atemfrequenz x Atemvolumen ca. 7.5 L/min

was bedeuten:

  • inspiratorisches Reservevolumen
  • exspiratorisches Reservevolumen
  • Viralkapazität 
  • Totalkapazität
  • Residualvolumen
  • Atemzugvolumen
  • funktionelle Residualkapazität

siehe Bild 

Hypoxie 

  • Hypoxie = O2 Gehalt ist so niedrig, dass die Versorgung der Zellen nicht mehr gewährleistet ist. 

Hypoxämie 

  • Hypoxämie = O2 Gehalt des Blutes sinkt unter den Normalwert ab àmuss nicht zwingen eine Einschränkung sein 

wo liegt das Steuerungszentrum für die Atmung?

  • Steuerungssystem für die Atmung -->  das Atemzentrum, liegt in der Medulla oblangata(oberhalb des Halsrückenmarks)

Schnappatmung 

vor dem Tod --> präfinal 

Folgende Bedingungen können zu einer Tachkardie  führen. 

Folgende Bedingungen können zu einer Hypertonie führen. 

Welche der folgenden Faktoren haben einen direkten Einfluss auf Blutdruck und Puls?

Wenn ich einen unregelmässigen Puls feststelle:

Sie messen bei einem Patienten intra-aural die Körpertemperatur. Resultat: 39.0°C. Vor einer Stunde war die gemessene Temperatur 38.2°C.

Sie tun Folgendes:

Der Blutdruck soll immer am durchgestreckten Arm gemessen werden, weil am gebeugten Arrm das Ergebnis der Messung höher ausfallen kann.

Um ein Pulsdefizit festzustellen, palpiere ich dieses an der Radialis- und an der Carotisarterie.

Flüssigkeits- und Blutverlust können zu einer akuten Hypertonie führen.

Patienten mit Atemnot kann geholfen werden, indem man sie aufsitzen und die Arme aufstützen lässt, weil dadurch die Atemhilfsmuskulatur aktiviert wird.

Kinder haben eine höhere Körpertemperatur, einen höheren Puls und eine höhere Atemfrequenz als Erwachsene.

Das Auftreten eines "silent gap" ist möglich, wenn ein Patient einen tiefen Blutdruck hat.

Möglicher Veränderungen der Haut und ihre Bedeutung:

  • Blässe:akut bei Fieber oder Schock, chronisch bei Anämie
  • Rötung:körperliche und/ oder psychische Anstrengung, Fieber, Allergien (fleckförmig)
  • Zyanosedurch zu wenig O2 im Blut: peripher (Zehen, Ohren, Nase etc), zentral: an Lippen als Zeichen einer Herzerkrankung oder respiratorische Insuffizienz
  • Ikterus:fortgeschrittene Leberzirrhose oder Gallengangstenose
  • Braunfärbung:Bronzehaut bei Morbus Addison, als Folge Bestrahlung
  • Erdbeerrote und warme Haut:Kohlenmonoxidvergiftung
  • Marmorierte/farblose Haut:bei sterbenden

Veränderungen des Hautturgors und die Ursache

Hautturgor:

  • Vermindert: Dehydration, Malnutrition
  • Erhöht. Ödeme

Veränderungen der AHutfeuchtigkeit und deren Ursache 

  • Sehr trocken, matt, glanzlos und schuppig:Fehlernährung, Hyperthyreose, frühes Zeichen von wasch Zwang
  • Trocken und schuppig:Neurodermitis, Psoriasis
  • Starke Schweisssekretion:vegetative Störungen, Adipositas, Hyperthyreose, lokal an Händen, Füssen, Achseln --> vegetative Störungen

Veränderungen Hautstruktur und die Ursachen 

  • Blasen:zb Dekubitus, Verbrennung
  • Narben:Op, Trauma
  • Geschwüre:zb diabetisches Gangrän, Ulcus crusis
  • Tumor (Schwellung):Traumas, Karzinom
  • Pergamentartige, dünne Haut:bsp langjährige Kortisoneinnahme
  • Entzündungen

ZVD (zentralvenösen Druck)

= wichtig für die Beurteilung von Blutvolumen und Herzleistung, bei zu geringem Blutvolumen ist automatisch das Niederdrucksystem verkleinert

HZV 

=Herzfrequenz x Schlagvolumen, in Ruhe ca 5.6 li

geeignete Taststellen für den Puls 

zentral: A. subclavia, A.Carotis (Achtung nur mit wenig Druck messen!!!), A. temporalis, A. facialis, A. femoralis, Fontanelle des Säuglings, Herzspitzenstoss

peripher:A. radialis A. poplitea, A. dorsalis pedis, A. tibialis posterio,A. brachialis, (A. ulnaris)

--> der 1. Pulsschlag wird mit 0 gezählt, da der Pulsschlag kein Ereignis von Sekundenbruchteilen ist, sondern ein Ablauf von Kontraktion und Entspannung

Puls: Messfehler:

  • wenn eigener Daumen zum Messen benutzt wird --> man spürt eigener Puls, 
  • zu leichten Druck -> nicht alle Schläge gezählt, 
  • zu starken Druck -> Pulswelle wurde unterdrückt, 
  • in Folge einer arteriellen Verschlusskrankheit -->Puls wurde an dem gesunden Arm gemessen (man sollte immer am kranken)

Was beurteilt man beim Pulsmessenalles?

 

  • Pulsqualität --> Vene weich, gut gefüllt 
  • Frequenz
  • Rhythmus 

Normokard 

Normokard:normaler Puls:

  • Foetus 150-160/min,
  • Neugeborene 120-140/min,
  • Kindergartenkind ca 100/min,
  • Jugendliche ca 85/min,
  • Erwachsene 60-80/min,
  • Senioren 70-90/min

Puls - Rhythmus(ist verändert bei Reizbildungs- und Reizleitungsstörungen

·     Extrasystole:physiologisch oder pathologisch: bei: vegetative Labilität, Nervosität, starkes Rauchen, Herzmuskelschäden, Koronarsklerose

·     Absolute Arrhythmie:bei Vorhofflimmern oder Klappenfehler

·     Adams-Stokes-Anfälle:bei Herzrhythmusstörungen (Asystolie, extreme Bradykardie oder Tachykardie), führen zur Minderdurchblutung des Gehirns

Pulsqualität

• Spannung/Härte:Gibt Auskunft über Gefässzustand 

  • Normal: weich 
  • Hypertonie: hart 
  • Hypotonie: sehr weich

Pulsqualität:

• Füllung/Grösse:Gibt Auskunft über Gefässfüllung, Kontraktionskraft des Herzens, Elastizität der Gefässe

  • Normal: gross (gut gefüllt) 
  • Kleiner Puls, wenn er schlecht gefüllt ist (bsp bei Blutverlust)
  • Grosser Puls, stark gefüllt (Bei Hypertonie)
  • Fadenförmiger Puls: wenn er klein, schnell und schlecht tastbar ist

Blutdruck- Einflussfaktoren 

Lage, körperliche Aktivität, Gefühlsveränderungen, Atmung, Nahrungsaufnahme, Tageszeiten, Alter, Geschlecht etc 

Blutdruck Normwerte:

  • Säuglinge 80/60,
  • Kleinkind 95/60,
  • Schulkind 100/60,
  • Jugendlicher 110/70,
  • Erwachsene 120/80,
  • ältere Menschen 150/90

Manschettenweite: beträgt 6/5 des Durchmessers der Extremität

Hypertonie 

  • eindeutig: systolisch über 160,
  • Symptome: Schwindel, Kopfschmerzen, Sehstörungen,
  • Später: Organschäden bsp Niere, Herz, Gehirn

Hypotonie 

  • Blutdruckwerte unter 100/60mmHg, chronisch oder chronisch rezidivierend, werden als Hypotonie bezeichnet.
  • Als akute Hypotonie wird der Schock bezeichnet:
  • Symptome: spezifisch der Wert,
  • unspezifisch: Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Leistungsschwäche, Schwindel, Kältegefühl in den Gliedmaßen, Schlafstörungen etc

 

Étudier