Vitalzeichen

ZHAW Pflege Bsc 1. Semester

ZHAW Pflege Bsc 1. Semester


D. S.
Diese Lernkarten bieten eine umfassende Übersicht über die Messung und Interpretation von Vitalzeichen wie Atmung, Fieber, Hautfarbe, Puls und Blutdruck. Sie decken verschiedene Atemmuster, Fieberformen, Messmethoden der Körpertemperatur, Blutdrucknormwerte und Pulsqualitäten ab. Ideal für Auszubildende in medizinischen Berufen, die ein fundiertes Verständnis der physiologischen und pathologischen Aspekte der Vitalzeichen benötigen, um Patienten gezielt zu beurteilen und zu versorgen.
Flashcards
105
Students
5
Language
German
Category
Medical
Created / Updated
07.01.2019 / 26.11.2025

Flashcards

Körperwärme kann unter anderem durch Keuchen und Zittern abgegeben werden. (Zittern erzeugt Körperwärme.)

Das Ohrthemometer misst die Körpertemperatur am zuverlässigsten, weil damit die Kerntemperatur erfasst wird, und sich diese am schnellsten verändert, wenn etwas nicht in Ordnung ist.(Messfehler liegen häufig an der falschen Messtechnik, nicht am Gerät. Die Temperatur der Körperschale passt sich der Umgebungstemperatur relativ rasch an.

Mit Arteria brachialis ist die Pulsschlagader am Handgelenk gemeint. (Die Pulsschlagader am Handgelenk heisst A. radialis)

Die Strömungsgeschwindigkeit ist in den Venen geringer als in den Kapillaren. (Die Blutströmungsgeschwindigkeit ist in den Kapillaren am geringsten, damit der Gasaustausch stattfinden kann.)

Sportler haben oft einen niedrigen Puls, weil ihr Herz gewohnt ist, sich an grössere Anstrengungen anzupassen.

Wenn sich der periphere Widerstand des Gefässsystems erhöht, steigt vor allem der diastolische Wert des Blutdrucks. (Der systolische Wert erhöht sich in dieser Situation.)

Ein Erwachsener atmet im Ruhezustand etwa 500ml Luft pro Atemzug ein.

Nennen Sie beeinflussende Faktoren im Zusammenhang mit der Atmung: körperliche Faktoren

  1. Lebensalter, körperliche Anstrengung oder Inaktivität, Intaktheit des Herz-Kreislauf- und Lungensystems

Nennen Sie beeinflussende Faktoren im Zusammenhang mit der Atmung: psychologische Faktoren

Emotionen wie Unruhe, Angst, Zorn, Stress, Sorgen, Schreck, Erregung, usw.

Nennen Sie beeinflussende Faktoren im Zusammenhang mit der Atmung: soziokulturelle Faktoren

Rauch und Staub am Arbeitsplatz, Rauchen als Gewohnheit

Nennen Sie beeinflussende Faktoren im Zusammenhang mit der Atmung: Umgebungsabhägige Faktoren 

Luft, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Ozongehalt der Luft, Luftverschmutzung, Belüftung von Räumen, Klimaanlagen.

Worüber gibt der Blutdruck Auskunft?

Sie wollen bei Herrn Schneider Alfred, 58 Jahre alt, Bankangestellter, der gestern wegen Fieber, Atemnot und Verschlechterung des Allgemeinzustandes eingeliefert wurde, den Blutdruck messen. Er möchte von Ihnen wissen, worüber der Blutdruckwert Auskunft gibt. Was antworten Sie ihm? Kreuzen Sie die richtige(n) Antwort(en) an.

Unsere Körpertemp. Ist in 2 Teile aufgeteilt: welche?

  • Körperkern: Kopfinnere, Bauchraum, Brustkorb --> nicht variieren
  • Körperschale: Extremitäten, Haut, Unterhaut --> variiert ist anpassungsfähig

Sollwert der Körpertemperatur?

Der Sollwert der Körpertemp. Beträgt im Mittel 37°C(individuelle Schwankungen von 36°-37,5°). Sie unterliegt tageszeitlichen Schwankungen (zirkadianer Rhythmus=innere Uhr) von ca. 0,6°C. Am niedrigsten ist die Temp. um ca. 03:00 und am höchsten um ca. 18:00Uhr. Durch Menstruationszyklus und Fieber kann es zu längerfristigen Sollwertverschiebungen kommen.

Wo befindet sich das Wärmeregulationszentrum?

Das Wärmeregulationszentrum ist im Gehirn und zwar im Hypothalamus(Hirnstamm) dort befinden sich zentrale Thermorezeptoren. Zusätzliche Infos kommen durch Kälte- und Wärmerezeptoren der Haut und des ZNS. 

Ablauf der Temperaturempfindung und deren Regulierung

Wenn so zu sagen alles im Behaglichkeitsbereich liegt, wird die Umgebung weder als kalt noch als warm wahrgenommen, ändert ich der Normbereich jedoch wird alles wahrgenommen. Im Hypothalamus wird die gemessene Körpertemp.(Istwert) mit dem Sollwert verglichen. Bei Abweichungen wird reguliert: Überscheitet die Kerntemp. Den Sollwert dann wird die Hautdurchblutung und damit der Wärmetransport vom Körperkern zur Haut erhöht. Ist es jedoch umgekehrt wird die Durchblutung der Haut gedrosselt. 

Periphere Gefässregulation 

Diese dient dem Wärmeaustausch welche grösstenteils mit dem Blutstrom weitergeleitet wird. Die Steuerung der Vasomotorik(Bewegungsprozess der Blutgefässe) erfolgt durch

  • Vasoaktive Substanzen: Acetylcholin, Histamin, Adrenalin, Noradrenalin
  • Gegenreflektorische Vorgänge

welches sind geeignete Messorte (Körpertemperatur)?

  • Gehöhrgang
  • Stirn/Schläfe
  • Oral
  • Sublingual
  • Axillar
  • Rektal
  • Vaginal
  • Inguinal
  • Auf der IPS -->Temp. Des Blutes über Pulmonaliskatheter, im Rektum über Rektalsonde und in der Harnblase über DK

Säuglingen fehlt die Fähigkeit Wärmeproduktion durch Muskelzittern zu steigern

Die höchsten Werte befinden sich im Rektum(je nach Tiefe). Für eine präzise Verlaufskontrolle muss Messtiefe festgelegt werden. Eine Axilläre Messung ist sehr vage da sie nur die Körperschalentemp. Misst. 

Hypothermie: Definition, Ursachen, Folgen 

unter 35°C sinkt die Temp. Unter 28°C kommt es zu Bewusstlosigkeit, später zu Atem- und Kreislaufstillstand
- Ursachen:
- Alkohol, Drogen
- Verletzungen, Krankheit, Unterernährung
längerer Aufenthalt in/oder kühlen, nassen Umgebungen
- grosser Blut- oder Flüssigkeitsverlust

Hyperthermie: Definition, Ursachen, Folgen 

über 37,5°C ohne Sollwerterhöhung, andauernde 42°C führt zu O2-Mangel, Gewebszerstörung und Tod
- Ursachen:
- Krankheit, Verletzung
- fehlende/verminderte Schweissproduktion
- Aufenthalt in sehr heisser Umgebung
- Medinebenwirkungen, unangemessene Kleidung
 

Ursachen von Körpertemperaturstörungen sind:

  • Störungen der Körpertemp. Entstehen durch Missverhältnis zwischen Wärmebildung/-aufnahme.
  • Durch falsches Verhalten verursacht wie:
    - Kälte, Regen, Sonne, Verbrennung, Unterkühlung etc.
  • Innere Störfaktoren sind
    - Infektionen, Medikamente, direkt Hypothalamus betreffen z.B. Hirnblutung etc.
  • RisikogruppenàAlte und sehr junge, Hilfs-/pflegebedürftig

Hyperthermie Symptome und Formen:

  • erhöhte Temp., gerötete, überwärmte, anfangs meist trockene Haut, erhöhte Atemfrequenz, Tachykardie, selten Krampanfälle/Fieberkrämpfe, manchmal Bewusstseinsveränderungen
  • Formen:
    -Hitzekollaps --> Hitzesynkope, grosser Blutanteil versackt in die Beine, durch Schwitzen veringert sich Extrazellulärvolumen
    - Hitzekrämpfe --> Muskelzuckungen werden durch Natriumchloridmangel verursacht
    - Hitzschlag --> Form der Überhitzung, lebensbedrohliche Situation, wird durch starke exogene Wärmezufuhr verursacht
    - Sonnenstich --> eigentlich keine Hyperthermieform, da er durch direkte Einstrahlung auf Kopf und Nacken verursacht wird
    - maligne Hyperthermie --> bei Narkosen durch Inhalationsgase und Muskelrelaxantien auftreten
    Wichtig--> Pat. mit plötzlich auftretender hyperthermie --> IPS-Behandlung

Fieber wird in 6 verschieden Stadien aufgeteilt:

  • 36,3-37,4°C afebril/Normalbereich
  • 37,5-38,0°C subfebril/erhöht
  • 38,1-38,5°C febril/leichtes Fieber
  • 38,6-39°C mässiges Fieber
  • 39,1-39,9°C hohes fieber
  • >40°C hyperpyretische Fieber/sehr hoch

Welche Fieberarten gibt es?

  • Infektiöses Fieber
  • Resorptionsfieber 
  • Zentrales Fieber 
  • Durstfieber 
  • Toxisches Fieber 
  • Dreitagefieber 
  • Fieber unbekannter Ursache 

Ursache für infektiöses Fieber 

durch Mikroben wie Bakterien, Viren, Pilze(exogene Pyrogene) werden Prozesse im Organismus aktiviert

Ursachen für Resorptionsfieber 

  • Temp. Infolge Resorption(Aufnahme) von Wundsekret, Gewebetrümmern, Blutergüssen

Ursache für Dursfieber 

  • vor allem bei Säuglingen, Flüssigkeitsmangel gehört eher zur hyperthermie

Ursachen für Toxisches Fieber 

  • mögliche Reaktionen auf Körperfremdes Eiweiss, z.B. Bluttransfusion, Impfungen

Ursache für Dreitagefieber 

Virusinfektion bei Kleinkindern, 3Tage zw.  39-40°C

Was ist ein Fieberkrampf?

  • bei Kindern unter 5Jahren
  • sehr schnell ansteigendes Fieber
  • Fieberkrämpfe, plötzlicher Bewusstseinsverlust, rhythmische Extremitätzuckungen
  • 2-5% mind. 1x davon betroffen damit ist es ein häufiger Notfall
  • Einfache Fieberkrämfpe --> wenige Sekunden / schwereà>15‘ --> Medikation notwendig
  • Untersuchungàausschluss von Infektionen des ZNS

Ziel der Atmung 

Atmung hat das Ziel der O2-aufnahme und CO2-abgabe und das die Lunge ausreichend ventiliert(belüftet) wird

Es wird zw. Innerer und äusserer Atmung entschieden: erkläre 

Gasaustausch zwischen Blut und Umgebung nennt man äussere Atmung. Die in der Zelle ablaufende Herstellung von ATP durch die Verbrennung von Nährstoffen, mit Hilfe des von der äusseren Atmung bereitgestellten O2, nennt man innere Atmung. 

Eupnoe 

Normale Atmung:

  • Erfolgt unbewusst, entspannt und Beschwerdefrei
  • Gleichmässige Atembewegungen

Beobachtungskriterien der Atmung:

  • Rhythmus, 
  • Frequenz, 
  • Qualität, 
  • Volumen und 
  • Atemtyp
  • Weitere Beobachtungskriterien
    -  Atemgeruch, -geräusch

Normaler Atemrhytmus bedeutet:

  • Rhythmisch=regelmässig
  • Willkürlich, beeinflusst
  • Tiefe Atemzüge (Seufzen)

Ein Atemzug = einatmen(Inspiration) + ausatmen(Exspiration)+Atempause bis zum nächsten Zyklus. 

Welche Veränderungen gibt es bei der Atemfrequenz?

  • Tachypnoe 
  • Bradypnoe 
  • Apnoe 
  • Orthopnoe
  • Dyspnoe 

Apnoe 

Atemstillstand 

Dyspnoe 

Atemnot 

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