Vitalzeichen
ZHAW Pflege Bsc 1. Semester
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Flashcards
Körperwärme kann unter anderem durch Keuchen und Zittern abgegeben werden. (Zittern erzeugt Körperwärme.)
Das Ohrthemometer misst die Körpertemperatur am zuverlässigsten, weil damit die Kerntemperatur erfasst wird, und sich diese am schnellsten verändert, wenn etwas nicht in Ordnung ist.(Messfehler liegen häufig an der falschen Messtechnik, nicht am Gerät. Die Temperatur der Körperschale passt sich der Umgebungstemperatur relativ rasch an.
Mit Arteria brachialis ist die Pulsschlagader am Handgelenk gemeint. (Die Pulsschlagader am Handgelenk heisst A. radialis)
Die Strömungsgeschwindigkeit ist in den Venen geringer als in den Kapillaren. (Die Blutströmungsgeschwindigkeit ist in den Kapillaren am geringsten, damit der Gasaustausch stattfinden kann.)
Sportler haben oft einen niedrigen Puls, weil ihr Herz gewohnt ist, sich an grössere Anstrengungen anzupassen.
Wenn sich der periphere Widerstand des Gefässsystems erhöht, steigt vor allem der diastolische Wert des Blutdrucks. (Der systolische Wert erhöht sich in dieser Situation.)
Ein Erwachsener atmet im Ruhezustand etwa 500ml Luft pro Atemzug ein.
Nennen Sie beeinflussende Faktoren im Zusammenhang mit der Atmung: körperliche Faktoren
Lebensalter, körperliche Anstrengung oder Inaktivität, Intaktheit des Herz-Kreislauf- und Lungensystems
Nennen Sie beeinflussende Faktoren im Zusammenhang mit der Atmung: psychologische Faktoren
Emotionen wie Unruhe, Angst, Zorn, Stress, Sorgen, Schreck, Erregung, usw.
Nennen Sie beeinflussende Faktoren im Zusammenhang mit der Atmung: soziokulturelle Faktoren
Rauch und Staub am Arbeitsplatz, Rauchen als Gewohnheit
Nennen Sie beeinflussende Faktoren im Zusammenhang mit der Atmung: Umgebungsabhägige Faktoren
Luft, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Ozongehalt der Luft, Luftverschmutzung, Belüftung von Räumen, Klimaanlagen.
Worüber gibt der Blutdruck Auskunft?
Sie wollen bei Herrn Schneider Alfred, 58 Jahre alt, Bankangestellter, der gestern wegen Fieber, Atemnot und Verschlechterung des Allgemeinzustandes eingeliefert wurde, den Blutdruck messen. Er möchte von Ihnen wissen, worüber der Blutdruckwert Auskunft gibt. Was antworten Sie ihm? Kreuzen Sie die richtige(n) Antwort(en) an.
Unsere Körpertemp. Ist in 2 Teile aufgeteilt: welche?
- Körperkern: Kopfinnere, Bauchraum, Brustkorb --> nicht variieren
- Körperschale: Extremitäten, Haut, Unterhaut --> variiert ist anpassungsfähig
Sollwert der Körpertemperatur?
Der Sollwert der Körpertemp. Beträgt im Mittel 37°C(individuelle Schwankungen von 36°-37,5°). Sie unterliegt tageszeitlichen Schwankungen (zirkadianer Rhythmus=innere Uhr) von ca. 0,6°C. Am niedrigsten ist die Temp. um ca. 03:00 und am höchsten um ca. 18:00Uhr. Durch Menstruationszyklus und Fieber kann es zu längerfristigen Sollwertverschiebungen kommen.
Wo befindet sich das Wärmeregulationszentrum?
Das Wärmeregulationszentrum ist im Gehirn und zwar im Hypothalamus(Hirnstamm) dort befinden sich zentrale Thermorezeptoren. Zusätzliche Infos kommen durch Kälte- und Wärmerezeptoren der Haut und des ZNS.
Ablauf der Temperaturempfindung und deren Regulierung
Wenn so zu sagen alles im Behaglichkeitsbereich liegt, wird die Umgebung weder als kalt noch als warm wahrgenommen, ändert ich der Normbereich jedoch wird alles wahrgenommen. Im Hypothalamus wird die gemessene Körpertemp.(Istwert) mit dem Sollwert verglichen. Bei Abweichungen wird reguliert: Überscheitet die Kerntemp. Den Sollwert dann wird die Hautdurchblutung und damit der Wärmetransport vom Körperkern zur Haut erhöht. Ist es jedoch umgekehrt wird die Durchblutung der Haut gedrosselt.
Periphere Gefässregulation
Diese dient dem Wärmeaustausch welche grösstenteils mit dem Blutstrom weitergeleitet wird. Die Steuerung der Vasomotorik(Bewegungsprozess der Blutgefässe) erfolgt durch
- Vasoaktive Substanzen: Acetylcholin, Histamin, Adrenalin, Noradrenalin
- Gegenreflektorische Vorgänge
welches sind geeignete Messorte (Körpertemperatur)?
- Gehöhrgang
- Stirn/Schläfe
- Oral
- Sublingual
- Axillar
- Rektal
- Vaginal
- Inguinal
- Auf der IPS -->Temp. Des Blutes über Pulmonaliskatheter, im Rektum über Rektalsonde und in der Harnblase über DK
Säuglingen fehlt die Fähigkeit Wärmeproduktion durch Muskelzittern zu steigern
Die höchsten Werte befinden sich im Rektum(je nach Tiefe). Für eine präzise Verlaufskontrolle muss Messtiefe festgelegt werden. Eine Axilläre Messung ist sehr vage da sie nur die Körperschalentemp. Misst.
Hypothermie: Definition, Ursachen, Folgen
unter 35°C sinkt die Temp. Unter 28°C kommt es zu Bewusstlosigkeit, später zu Atem- und Kreislaufstillstand
- Ursachen:
- Alkohol, Drogen
- Verletzungen, Krankheit, Unterernährung
längerer Aufenthalt in/oder kühlen, nassen Umgebungen
- grosser Blut- oder Flüssigkeitsverlust
Hyperthermie: Definition, Ursachen, Folgen
über 37,5°C ohne Sollwerterhöhung, andauernde 42°C führt zu O2-Mangel, Gewebszerstörung und Tod
- Ursachen:
- Krankheit, Verletzung
- fehlende/verminderte Schweissproduktion
- Aufenthalt in sehr heisser Umgebung
- Medinebenwirkungen, unangemessene Kleidung
Ursachen von Körpertemperaturstörungen sind:
- Störungen der Körpertemp. Entstehen durch Missverhältnis zwischen Wärmebildung/-aufnahme.
- Durch falsches Verhalten verursacht wie:
- Kälte, Regen, Sonne, Verbrennung, Unterkühlung etc. - Innere Störfaktoren sind
- Infektionen, Medikamente, direkt Hypothalamus betreffen z.B. Hirnblutung etc. - RisikogruppenàAlte und sehr junge, Hilfs-/pflegebedürftig
Hyperthermie Symptome und Formen:
- erhöhte Temp., gerötete, überwärmte, anfangs meist trockene Haut, erhöhte Atemfrequenz, Tachykardie, selten Krampanfälle/Fieberkrämpfe, manchmal Bewusstseinsveränderungen
- Formen:
-Hitzekollaps --> Hitzesynkope, grosser Blutanteil versackt in die Beine, durch Schwitzen veringert sich Extrazellulärvolumen
- Hitzekrämpfe --> Muskelzuckungen werden durch Natriumchloridmangel verursacht
- Hitzschlag --> Form der Überhitzung, lebensbedrohliche Situation, wird durch starke exogene Wärmezufuhr verursacht
- Sonnenstich --> eigentlich keine Hyperthermieform, da er durch direkte Einstrahlung auf Kopf und Nacken verursacht wird
- maligne Hyperthermie --> bei Narkosen durch Inhalationsgase und Muskelrelaxantien auftreten
Wichtig--> Pat. mit plötzlich auftretender hyperthermie --> IPS-Behandlung
Fieber wird in 6 verschieden Stadien aufgeteilt:
- 36,3-37,4°C afebril/Normalbereich
- 37,5-38,0°C subfebril/erhöht
- 38,1-38,5°C febril/leichtes Fieber
- 38,6-39°C mässiges Fieber
- 39,1-39,9°C hohes fieber
- >40°C hyperpyretische Fieber/sehr hoch
Welche Fieberarten gibt es?
- Infektiöses Fieber
- Resorptionsfieber
- Zentrales Fieber
- Durstfieber
- Toxisches Fieber
- Dreitagefieber
- Fieber unbekannter Ursache
Ursache für infektiöses Fieber
durch Mikroben wie Bakterien, Viren, Pilze(exogene Pyrogene) werden Prozesse im Organismus aktiviert
Ursachen für Resorptionsfieber
- Temp. Infolge Resorption(Aufnahme) von Wundsekret, Gewebetrümmern, Blutergüssen
Ursache für Dursfieber
- vor allem bei Säuglingen, Flüssigkeitsmangel gehört eher zur hyperthermie
Ursachen für Toxisches Fieber
- mögliche Reaktionen auf Körperfremdes Eiweiss, z.B. Bluttransfusion, Impfungen
Ursache für Dreitagefieber
Virusinfektion bei Kleinkindern, 3Tage zw. 39-40°C
Was ist ein Fieberkrampf?
- bei Kindern unter 5Jahren
- sehr schnell ansteigendes Fieber
- Fieberkrämpfe, plötzlicher Bewusstseinsverlust, rhythmische Extremitätzuckungen
- 2-5% mind. 1x davon betroffen damit ist es ein häufiger Notfall
- Einfache Fieberkrämfpe --> wenige Sekunden / schwereà>15‘ --> Medikation notwendig
- Untersuchungàausschluss von Infektionen des ZNS
Ziel der Atmung
Atmung hat das Ziel der O2-aufnahme und CO2-abgabe und das die Lunge ausreichend ventiliert(belüftet) wird
Es wird zw. Innerer und äusserer Atmung entschieden: erkläre
Gasaustausch zwischen Blut und Umgebung nennt man äussere Atmung. Die in der Zelle ablaufende Herstellung von ATP durch die Verbrennung von Nährstoffen, mit Hilfe des von der äusseren Atmung bereitgestellten O2, nennt man innere Atmung.
Eupnoe
Normale Atmung:
- Erfolgt unbewusst, entspannt und Beschwerdefrei
- Gleichmässige Atembewegungen
Beobachtungskriterien der Atmung:
- Rhythmus,
- Frequenz,
- Qualität,
- Volumen und
- Atemtyp
- Weitere Beobachtungskriterien
- Atemgeruch, -geräusch
Normaler Atemrhytmus bedeutet:
- Rhythmisch=regelmässig
- Willkürlich, beeinflusst
- Tiefe Atemzüge (Seufzen)
Ein Atemzug = einatmen(Inspiration) + ausatmen(Exspiration)+Atempause bis zum nächsten Zyklus.
Welche Veränderungen gibt es bei der Atemfrequenz?
- Tachypnoe
- Bradypnoe
- Apnoe
- Orthopnoe
- Dyspnoe
Apnoe
Atemstillstand
Dyspnoe
Atemnot