Blut/Optometrie
Anatomie bei Gutzi, 1. Semester
Anatomie bei Gutzi, 1. Semester
-
- 1 / 44
-
Flashcards
Was sind die Funktionen des Blutes?
Transport von Stoffen (Sauerstoff, Abfallstoffe, Kohlendioxid, Wärmestoffe)
Regulation (pH-Wert, Temperatur, Blutdruck)
Schutz (Blutgerinnung, Immunabwehr)
Wie sieht das Blutplasma aus und aus was besteht das Blutplasma?
Blassgelbe, leicht trübe, wässrige Lösung
Besteht aus 91.5% Wasser, 7% Proteine und 1.5 andere gelöste Stoffe
Welchen Zweck erfüllen die Plasmaproteine?
- ca. 70g/Liter
- aufrechterhalten des kolloidosmatischen Drucks
- Pufferfunktion des Blut pH-Werts
- Transport von wasserlöslichen Stoffen, Hormonen, Enzymen
- Gleichgewichtserhaltung (Homöostase)
- Blutgerinnung (Bestandteil des Komplementssystems)
- Immunsystem
- Entzündungen
Nenne drei Plasmaproteine?
Albumin, Globulin, Fibrinogen
Für was ist das Plasmaprotein Albumin und wo entsteht es?
- mengemässig das wichtigste Plasmaprotein 54%
- Aufrechterhaltung des kolloidosmotischen Drucks (teil des osmotischen Drucks in Flüssigkeit)
- Transportproteine für wasserunlösliche Substanzen (Fettsäuren, Bilirubin, Medikamente)
- werden in Leber gebildet - Halbwertszeit 17-27 Tage
Für was ist das Plasmaprotein Globulin zuständig und wo entsteht es?
- ca. 40%
- alpha1-Globuline 4%, alpha2-Globuline 8%, beta-Globuline 12%
werden von der Leber produziert
Transportproteine (v.a. Lipoproteine)
Bestandteile des Gerinnungssystems
bei Entzündungsreaktionen
- gamma-Globuline 16%
Werden von B-Lymphozyten (Plasmazellen) gebildet
Immunglobuline, Abwehrstoffe des Blutplasmas IgA, IgD, IgE, IgG, IgM
Für was ist das Plasmaprotein Fibrinogen zuständig und wo wird es gebildet?
7%
- Blutgerinnung
- in der Leber
Was ist der Hämokrit des Blutes?
- der Volumenanteil der zellulären Elemente im Blut
bei Männer 40-45% und bei Frauen 38-46%
je höher der Hämokrit desto zäher fliesst das Blut
Welche Funktionen haben die Erythrozyten?
rote Blutkörperchen, 99% der Hämatokrit
- Transport und Abgabe von Sauerstoff durch Hämoglobin
- reagieren sehr stark auf Veränderungen des osmotischen Drucks ihrer Umgebung
hypertone Lösung - EC verlieren Wasser und schrumpfen - Stechapfelform
hypotone Lösung - EC nehmen Wasser auf und platzen - Hämolyse (Hämoglobin wird freigesetzt)
Was ist der Inhalt eines Erythrozyten?
- Hämoglobin = roter eisenhaltiger Blutstoff
- sind homogen im Licht- als auch im Elektronenmikroskop
Vie wiele Eryhtrozyten haben wir?
Männer 5.3Mio/Mikroliter Blut und Frauen 4.6Mio. pro Mikroliter Blut
- abhängig vom Sauerstoffbedarfs des Körpers und vom Sauerstoffangebot in der Lunge
- Anämie = Blutarmut - Verminderung der Erythrozyten und oder Verminderung des Hämoglobingehalts in den Erythrozyten unter die Norm
- Polyglobulie = Vermehrung der Erythrozyten im peripheren Blut bei meist normalen Blutplasmavolumen
Wo werden die Erythrozyten gebildet und wie lange ist ihre Lebensdauer?
- rotes Knochenmark (Wirbelkörper, Brustbein und andere platte Knochen)
- aus Stammzellen werden Retikulozyten und dann Erythrozyten (ca. 120Mio/min)
- reife Erythrozyten enthalten keinerlei Organellen
- 120 Tage Lebensdauer
Wo werden die Erythrozyten abgebaut?
- Milz, Leber, Knochenmark
- aus eisenfreiem Hämoglobinanteil wird der Gallenfarbstoff Blilirubin gebildet während das Eisen gespeichert und weitergebraucht wird
Nenne alle Leukozyten?
neutrophile Granulozyten 60-70%
eosinophile Granulozyten 2-5%
basophile Granulozyten 0.5-1%
Lymphozyten 20-25%
Monozyten3-8%
Beschreibe die Funktionen der Leukozyten?
- die Luekozyten und die lymphatischen Organe bilden das Immunsystem
- der grösste Teil der Leukozyten benutzt das Blut als Transportsystem (5% im Blut der Rest in den Geweben, Organen, Knochenmark)
- entfalten ihre Wirkung ausserhalb des Gefässsystems
- amöboide Fortbewegung
- haben einen Zellkern
- Leukozytenmigration/Leukozytendiapedes = wie Leukozyten durchs Gewebe gehen (gehen durch die intakte Wand der Blutkapillare)
Wie viele Leukozyten haben wir?
- 4000-8000/Mikroliter
- Leukozytose = Leukozyten sind vermehrt - über 10000/Mikroliter
- Leukopenie = Leukozyten sind vermindert - unter 2000/Mikroliter
Wo werden die Leukozyten gebildet?
- rotes Knochemark ausser Lymphozyten, die vermehren und differenzieren sich in den lymphatischen Organen
- nach der Ausreifung gelangen sie ins periphere Blut
Beschreibe die neutrophilen Granulozyten?
- färbt sich nicht gross an (neutral) (60-70% )
- Phagozytose (Makrophagen sind grosse und Mikrophagen kleine Fresszellen)
- von allen Granulozyten am meisten - sind unsere Rambos, greifen alles an was sie als fremd empfinden
- Zellen der unspezifischen Abwehr in der Frühphase
Granula enthält eine Vielzahl lysosomaler Enzyme, aufgenommene Krankheitserreger und ZElltrümmer werden abgetötet
meist gehen die Granulozyten zugrunde -> Eiterbildung
bleiben ca. 10-12h im Blut und wander dann ins Gewebe aus, überleben ca. 1-2 Tage im Gewebe
Beschreibe die basophilen Granulozyten?
- färbt sich dunkelviolett an (0.5-1%)
- sind die kleinsten Granulozyten
- sie enthalten als einzige keine auflösenden Enzyme -> sind nicht an Phagozytose beteiligt
- tragen igE-Rezeptoren - wirken bei Allergien mit
- Granula enthält hauptsächlich Histamin und Heparin (-> wirkt der Blutgerinnung entgegenm Lebensdauer unter einem Tag)
Beschreibe die Lymphozyten?
- Zellen der spezifischen Abwehr (bspw Tumorzellen)
- nur ungefähr 1% sind in der Blutbahn, die restlichen 99% sind in den lymphatischen Organen und in den Geweben
- haben ca. die Grösse der Erythrozyten, grosser Zellkern, zahlreiche Ribosomen, sie besitzen keine Graunula, Zytoplasma ist nur ein schmaler Saum
- kleine Lymphozyten können sich weiterdifferenzieren (sind keine Endzellen)
- grosse Lymphozyten kommen hauptsächlich in den lympphatischen Organen vor
Beschreibe die Monozyten?
- grösste weisse Blutzellen
- aöboide Fortbewegung
- ovaler bis nierenförmiger Kern, zahlreiche Lysosomen
- werden im Knochenmark gebildet, sind ca. 20-30h im Blut und wander dann ins Gewebe aus -> heissen jetzt Makrophagen (=Phagozyten im Gewebe)
- unspezifische Abwehr: Phagozytose und intrazelluläre Abtötung von Bakterien, Pilzen, Parasiten, geschädigte Körperzellen
- spezifische Abwehr: Antigenpräsentation
- können Stunden bis Jahre leben
Was sind die Funktionen der Thrombozyten?
150000-400000
- Blutgerinnung
bei Gefässverletzungen setzen Blutplättchen ihre serotininhaltige Granula frei -> Vasoconstriktion
haften im Gebiet einer Schädigung leicht an Kollagen an -> Thrombozytenpropf -> Blutstillung
Thrombozytenphospholipide -> Aktivierung des Thromboplastin (Instrinsicsystem der Blutgerinnung)
Wie sehen die Thrombozyten aus?
- Kernlose, flache, scheibenförmige Zellfragmente mit Durchmesser 2-5Mikrometer
- Serotininhaltige Granula reguliert Spannung auf die Blutgefässe
- unter der Membran liegen mehrere aufeinandergeschichtete Mikrotubuli für äussere Form
- im Innern sind Mitochondrien und Alphagranula
- ruhende Plättchen = bikonkave Scheibenform mit glatter Oberfläche
- aktivierte Plättchen = eher rundliche Form, Oberfläche blasenförmige Membranausstülpungen
Wo werden die Thromboyzten gebildet, wie lange leben sie und wo werden sie abgebaut?
- entstehen durch Abschnürung von Magakaryozytenn, die sich im Knochenmark befinden
- leben ungefähr 8 Tage
- werden hauptsächlich von der Milz abgebaut
Wie funktioniert die Hämatopoese/Blutbildung?
- Bildung der Zellen des Bluts (Blutkörperchen) aus blutzellbildenden Substanzen
- Viele Blutkörperchen haben eine begrenzte Lebensdauer - daher ständige Erneuerung
- bei einem Erwachsenen Menschen werden täglich Milliarden reie Blutzellen gebildet
- findet im roten Knochemmark statt
spezialisierte Binde- und Stammzellgewebe im Zentrum der grossen Knochen, dient der Bildung von Blutzellen (eine Stammzelle kann sich immer wieder teilen und weiterentwickeln)
beim Kind wird in den langen Röhrenknochen noch Blut gebildet, beim Erwachsenen befindet sich dort Fettmark
Wie entstehen verschiedene Blutgruppen?
- Eryhtrozyten besitzen auf ihrer Oberfläche Blutgruppenantigene
sie lösen im fremden Organismus die Bildung von Antikörper aus
mehr als 30 verschiedene Bltgruppensysteme können bestimmt werden
das AB0-System und das Theusussystem haben eine besondere klinische Bedeutung
Beschreibe das AB0-System?
- die spezifischen Bindungsstellen für Antikörper an der Erythrozytenmembran sins Glykosphingolpipide (Zucker mit Fetten), di man als Agglutinogene (Antigene) bezeichnet
- der molekulare Aufbau ist genetische festgelegt, also vererbt
- Blugruppe A bestitz Antiglutinogen A, B besitzt B und 0 besitzt keine
- Agglutinine (Antikörper) sind gegen Erythrozytenantigene gerichtete Antikörper (igM)
Wie funktioniert die Bluttransfusion beim AB0-Systems?
- 0 und A sidn häufige Blutgruppen, B selten und AB sehr selten
- es darf nr gruppengleiches Blut übertragen werden
- wenn der Empfänger Antikörper gegen die Spender Antigene besitzt, entstehen Verklumpungen -> deshalb im Zweifelsfall immer 0 geben
Beschreibe das Rheusus-System?
- unterschiedliche Antigene CDE, aber die entscheidende immunogene Wirkung hat nur das D
- positiv = wenn das Antigen vorhanden, negativ wenn das Antigen nicht vorhanden
- 80% der Menschen sind positiv und 15% negativ
- die Antikörperbildung entsteht erst wenn man einmal in Kontakt war mit positivem Blut
Was ist eine Rheusus-Inkompatibilität?
die Antikörperbildung trifft ur bei rhesus-negativen auf
- wenn Vater positiv und Mutter negativ hat -> Kind kann positiv von Vater erben, jetzt bildet Mutter Antikörper weil sie über Nabelschnur in Kontakt gerät
wenn Mutter ein zweites Mal schwanger wird, wird Fötus über Plazenta angegriffen, heute spritzt man einfach Antigen-D-igE damit keine Antikörperbildung statt findet
Was ist das Hämoglobin?
- Hämoglobin setzt sich aus zwei Teilen zusammen Häm/Globin (jedes Hämoglobin besitzt 4 Globine -> 4 Hämgruppen)
Globine = Eiweissanteil, Aminosäurenketten die um eine Hämgruppe gefaltet sind
jede Hämgruppe besteht aus einem Eisenatom und einem Farbstoffmolekül
Wie funktioniert der Sauerstofftransport?
- Oxygenierung = Anlagerung von O2, Desoxygenierung = Abspaltung von O2
- Das Eisenatom des Hämoglobin ist die Bindungsstelle für den Sauerstoff
- pro Eisenatom kann sich ein Sauerstoffmolekül binden (heisst pro Hämoglobin max. 4 Sauerstoffmoleküle)
- im Normalfall sind 98% der Bindungsstellen besetzt = Sauerstoffsättigung
Körper verbraucht nur 25% des Sauerstoffs -> Sauerstoff im benösem Blut 75%
Wie funktioniert der Kohlendioxid Transport im Blut?
- im Körper entstehen pro Minute ca. 200ml Kohlendioxid, 10% werden in gelöster Form im Blutplasma transportier und 20% werden an Hämoglobin (Aminosäurekette des Globins) gebunden - die restlichen 70% wandel die Erythrozyten in Bikarbonat um (mihilfe der Carboanhydrase)
- das Kohlendioxid entsteht bei der inneren Atmung als Stoffwechselprodukt der Zellen
- gelangt über Kapillarmembran ins Blutplassma ins innere der Erythrozyten
hier trifft es auf Carboanhydrase, welches es in Bikarbonat (HCO3) und ein Wasserstoff-Ion H+ umwandelt
wird teils im Plasma un dteils in den Erythrozyten zur Lunge transportiert
in der Lunge kommt es unter der Wirkung der Carboanhydrase zur umgekehrten Reaktion -> aus CO2 wird H2O gebildet -> Rest des Kohlendioxids bleibt im Plasms und bildet dort den Bikarbonatpuffer
-
Wie ist die Sättigung von arteriellem und venösem Blut?
- Arterielles Blut hat eine Sättigungn von 97% (mehr O2 und weniger CO2)
- venöses Blut hat eine Sättigung von 73% (weniger O2 und mehr CO2)
wie wird die Eryhtrozytenbildung gesteuerrt?
- sinkt der Sauerstoff im Blut wird die Erythroproteinbildung im Knochenmark angeregt -> Transport-Kapazitätserhöhung für den Sauerstoff
Wie funktioniert die Hämostase und was ist sie?
- physiologische Mechanismen um den Blutverlust möglichst gering zu halten
- läuft in 2 schritten ab 1. prämer Blutstillung und 2. sekundäre Blutgerinnung
- die Blutgerinnung kann über zwei Systeme in Gang gesetzt werden
1. Intravasales System = Kontakt des Blutes mit den Kollagenfibrillen, die unter dem Gefässendothel liegen
2. Extravasales System = über die Zerstörung von Gewebe
- Blutungszeit 2-4Minuten - Zeitspanne zwischen Verletzung und Stillstand der Blutung
- Gerinnungszeit 8-10 Minuten - Zeitspanne bis zur endfültigen Blutstillung durhc Bildung eines festen Propfes