Haut

ZHAW BsC Pflege 1.HS

ZHAW BsC Pflege 1.HS


M. V.
Diese Karteikarten bieten einen detaillierten Einblick in die Anatomie und Physiologie der Haut, geeignet für Fortgeschrittene. Sie behandeln die verschiedenen Schichten der Haut, wie die Epidermis und Dermis, sowie deren Bestandteile wie Basalmembran und Langerhanszellen. Die Lernkarten erklären die Funktionen von Hautsensoren, Nervenendigungen und Rezeptoren, die für die Wahrnehmung von Reizen wie Druck, Vibration und Temperatur verantwortlich sind. Zudem werden Prozesse wie Wundheilung, die Rolle von Bindegewebe und die Unterscheidung verschiedener Hautdrüsen, einschließlich Talg- und Schweißdrüsen, behandelt. Diese Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten und Fachleute, die ihr Verständnis der Hautstruktur und -funktion vertiefen möchten.
Flashcards
57
Students
2
Language
German
Category
Biology
Level
Other
Created / Updated
01.01.2019 / 24.11.2023

Flashcards

Haut 

  • grösstes und schwerstes Organ des Menschen 
  • Unterscheidung in Kutis und Subkutis 
  • Besitzt 3 Hauptschickten
    • Epidermis 
    • Dermis 
    • Subkutis 

Funktionen der Haut 

  • passiver Schutz vor Druck, Stoss, Reibung, Wärme, Kälte, Strahlen, Mikroorganismen
  • Schutz vor Wasserverlust 
  • Beteiligt an der Immunabwehr 
  • Aufnahme von Sinneseindrücken über Hautsensoren bzw Sinnesrezeptoren 
  • Mitbeteiligung an der Regulation der Körpertemperatur 
  • Stoffaufnahme und Abgabe 
  • Ausdrucks- bzw Kommunikationsfunktion
  • Die Haut und Unterhaut prägt das Körperrelief

Leistenhaut 

  • haarlos 
  • Vorkokkemn:
    • Handfläche, Fussohle
  • Relief
    • Verlaufen in feinen parallelen Furchen
    • Machen die Haut griffsicher
    • für jeden Mensch charakterisitsch 

Stratum corneum

  • Hornschicht 
  • enthält kernlose Hornschuppen
  • Kreatin halitge Zellen
  • Elastizität durch Wasseraufnahmefähigkeit 

Stratum lucidum

  • helle schicht 
  • Zellen verlieren ihren Zellerkn (Karyolyse) 

  • Stratum granulosum

  • Körnerschicht 
  • Kernhaltige Zellen 
  • bereits im Um- oder Abbau 
  • Hier entstehen die Keratohyalinkörper 

Stratum spinosum 

  • Stachelzellschicht 
  • Zellen durch Zytoplasmaausläufer verbunden 

Stratum basale 

  • Basalschicht 
  • Zellen über Hemidesmosomen mit Basalmembran verbunden
  • Stammzellen der Epidermis
    • bleiben zeitlebens teilungsfähig 
    • Tochterzelen wandern in Richtung Epidermisoberflche und synthetisieren dabei Keratin
    • Erneuerung innerhalb von 30d 
    • Melanozyten, Mechanorezeptoren und Lagerhans Zellen in der  Basalschicht 

Hydrolipidmantel 

  • schützt vor dem Austrocknen 
  • attraktiver Lebensraum für Mikroorganismen
  • physiologische Hautflora 
    • Mikroorganismen bilden eine Schuztschicht gegen pathogene Keime 
    • produzieren Bekteriouzine: antibakterielle Substanzen 

Schichten der Epidermis 

zelluläre Bestandteile der Epidermis 

  • stratum corneum: 
    • Keratinozyten 90%
  • Stratum granulosum
    • Langerhanszellen 
  • Stratum spinosum
    • Melanozyten 
  • Stratum basale 
    • Merkelzellen 

Hornzellen 

  • Korneozyten
  • vollständig verhornt, kein Zellkern, starr und unbeweglich 
  • Ausgefüllt mit Keration und geometrisch angeordnet 
  • werden abgestossen 
  • Funktion
    • erschwert das Eindringen von Fremdstoffen 
    • verhindert den Verlust von Wasser aus tiefern Schichten 

Zellmörtel 

  • ermöglicht den Wasserrückhalt 
  • Hornschichtlipide
    • Ceramiden: wichtiger Bestandteil Linolsäure 
    • Cholesterolderivate 
    • freie Fettsäuren 
    • weitere Lipiden 
  • Ceramide und Linolsäure sind bei trockener und kranker Haut vermindert, fördert die Austrocknung 
  • Ohne die Schicht würden wir ca 20L wasser am Tag verlieren 

Immunsystem der Haut 

  • besteht aus Kerationzyten und dem Hydrolipidmantel
  • wehren vielfältige Angriffe körperfremder Substanzen oder infektöser Keime aus der Umwelt ab 
  • Keratonzyten können phagozytieren und sind in der Lage nach einer Infektion Immunmodulatoren zu bilden 

Zellgewinnung und Zellverlust der Hornschicht 

  • Zellgewinnung:
    • durch Mitose im Stratum basale 
  • Zellverlust 
    • durch terminale Differenz
    • durch Apoptose 

Funktionen der Melanozyten 

  • bilden das Melanin
  • die Melaninanteil bestimmen die Hautfarbe 
  • befinden sich im
    • Stratum basale und Stratum spinosum der Epidermis 
  • zeigen langsame Vermehrung und geringe Mobilität 
  • Hauptfunktion: Synthese von Melanin, Transfer von Melanosomen in Keratinozyten 
  • Melanin-„Versorgung“ von ca. 30 Keratinozyten durch einen Melanozyten 

Faktoren, die die Hautfarbe bestimmen 

  • Melaninanteil 
    • Pigment der Oberhaut 
  • Karotinanteil 
    • Pigment der Leder- und Unterhaut 
  • Durchblutung der Blutkapillaren 

Funktion der Nägel

  • Schutz der Finger und Zehenkupen 
  • Hilfsmittel der Greiffunktion 
  • harte Kreatinplatten
  • Wachstum ca 0,5 mm/Wo
  • Turnover
    • Fingernägel 4 - 6 Monaten 
    • Fussnagel 12 -18 Monate 

Aufbau der Haare 

  • Haarwurzel
    • reicht bis in die Kutis, teils bis in die Subkutis 
  • Bulbus 
    • am Ende, zwiebelförmige Struktur
    • beherbergt die Haarpapille 
  • Haarpapille 
    • enthält neue Zellschichten
    • zur Bildung neuer Haarzellen
    • Blutgefässe, Nährstoffe
  • Haarfollikel
    • umschliesst die Haarwurzel
    • von empfindlichen Nervenfasern umgeben 

Haarzyklus 

Ekkrine Schweissdrüsen 

  • generalisiert, unterschiedliche Dichte 
  • unabhängig von Haarfollikeln 
  • cholinerge Innervation 
  • Funktion 
    • Thermoregulation 
    • Ausscheidung 

Apokrine Schweissdrüse 

  • Axillen, Genitalregion 
  • in Haarfollikgel münden adrenerge Innervation 
  • Funktion: Pheromon- Produktion 

Hautdrüsen 

  • Unterscheidung zwischen Talg-, Schweiss und Duftdrüsen 

Talgdrüsen 

  • sind an Haarfollikel gebunden an Lippen, Penis, Schamlippen und Augenlidern
  • unabhänigig von Haaren an der Oberfläche
  • Ceruminaldrüsen
    • spezielle Form von Talgdrüsen
    • im Gehörgang 
    • produzieren Ohrenschmalz (Cerumen)
  • keine an Hand und Fusssohlen 

Schweissdrüsen

  • Ausführungsgänge Enden in einer Hautpore
  • Ausgenommen:
    • Lippenrand, Nagelbett, Eichel, Klitoris, kleine Schamlippen und Tromelfell 
  • hohe Dichte an
    • Hand- und Fusssohlen

Duftdrüsen

  • Ausführungsgänge enden an Haarfollikeln
  • an Achselhöhlen, Schamregionen, Bereich der Brustwarzen
  • produzieren zu beginn der Pubertät ein duftendes Sekret 

Dermis 

  • fibroelastisches Gewebe von hoher Reiss-festigkeit und Elastizität 
  • Bestandteil
    • extrezelluläre Matrix aus Glykosaminglykane, Proteoglykane 
    • Fasern
    • Zellen 
    • Blutgefässe, Lymphgefässe, Nerven 

Bindegewebe 

Bindegewebe 

  • grösstes, ganzheitlich durchziehendes System 
  • zur Ver undEntsorgung der Zellen 
  • reguliert das Zelle- Milieu System
  • Ort aller Entzündungs und Abwehrvorgänge
  • Transitstrecke für alle transportierenden Substanzen
  • Enden freie Nervenendigungen von sensiblen und sympathischen Nervenfasern
  • Stoffwechselprodukte reichern sich im Bindegewebe an 

Langerhanszellen in der Epidermis 

  • Aussenposten des Immunsystems 
  • Stammen aus dem Knochemakr
  • Geben der Haut die Form
  • haben selbst eine dentdritischen Form 
  • Kommen relativ gleichmässig in der Epidermis vor
  • bilden ein dichtes dreidimensionales Netzwerk um die hornbildenden Hautzellen (Keratinozyten)

Basalmembran 

  • Basalzellschicht
    • unterste Schicht der Basalmembran
    • Kerationzyten teilen sich ständig
  • liegt zwischen Basalzellschicht und der Dermis
  • es handelt sich hierbei um eine spezialisierte Form der extrazellulären Matrix
  • umhüllt die Fett- und Muskelzellen
  • enthält den Radikalenfänger Vitamin C
  • Schädigung der Basalmembran können schwere Organschädigungen zur Folge haben

Subkutis 

  • Unterhaut 
  • wird von zahlreichen festen Fasern des Koriums durchzogen
    • verankert die Haut an die darunterliegenden Strukturen 
  • an den Fussohlen und an der Kopfschwarte sind die Fasern stark ausgeprägt und zahlreich, deshalb ist die Haut unverschieblich 

Dekubitus 

  • lokale Schädigung der Haut und des darunterliegenden Gewebes durch länger andeuernde Druckeinwirkung 
  • Kompression --> Durchblutungsstörungen, --> regionale Mangelversorgung in Form von Rötung. kann zum absterben der Haut reichen. 
  • besonders gefährdete Regionen wo Haut direkt dem Knoche aufliegt 

Hautsensoren 

 

  • Merkelzellen / Tastscheiben: Druck 
  • Ruffini-Körperchen: Druck, Scherkräfte, Hautdeformierung 
  • Meissner-Tastkörperchen: Vibration, Hautkontakt, Bewegung eines Gegenstandes auf der Haut 
  • Haarfollikel: Vibration, Hautkontakt, Berührung 
  • Pacini-Lamellenkörperchen: höherfrequente Vibration 
  • Freie Nervenendigungen: Hautdeformation, Kälte Wärme, Gewebeschädigung

Bewusstwerden von Sinneseindrücken 

  1. Reiz erregt einen Rezeptor 
  2. Auslösung eines Nervenimpulses, Leitung zum Gehirn
  3. Filterung der Rezeptorsignalen 

Merkelzellen 

  • Mechanorezeptoren
  • befinden sich in der Basalschicht 
  • Durchschnittlich 16 Merkelzellen pro mm2
  • melden Druck
  • wichtig für das Tastgefühl 

Study