Immunologie

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L. T.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Immunologie auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf zentrale Konzepte wie Zellen, Rezeptoren, Antikörper und die Funktion des Immunsystems, einschließlich der Rolle von T-Zellen, B-Zellen und Antigenen. Die Karteikarten behandeln auch die Aufgaben und Regionen verschiedener Organe sowie die Bedeutung von Impfungen und Immunantworten. Ideal für Studierende und Fachleute, die ihr Verständnis der Immunologie vertiefen möchten, bieten diese Karten wertvolle Einblicke in die komplexen Mechanismen der Immunabwehr und deren Anwendung in der Praxis.
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Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
05.12.2018 / 06.06.2019

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Wie wirkt TNF alpha lokal bzw. systemisch?

  • lokal:
    • Induktion der Blutgerinnung,
    • dadurch Verschluss der kleinen Gefäße,
    • dadurch Verhinderung der Infektionsausbreitung
    • lokale Vasodilatation der größeren Gefäße
  • systemisch:
    • systemische Vasodilatation,
    • dadurch massiver Blutdruckabfall, Plasmaverlust, Blutgerinnung an multiplen Orten
    • Folge:
      • septischer Schock mit Multiorganversagen

Welche Funktion hat Fieber?

  • Hemmung der Pathogenaktivität
  • Förderung der adaptiven Immunantwort
  • Schutz vor schädlichen TNF-alpha-Effekten

Welche Funktion haben Chemokine?

Chemoattraktion, d.h. Rekrutierung von Zellen mit entsprechendem Rezeptor zum Infektionsort

Welche 3 Familien von Adhäsionsmolekülen sind wichtig für die Leukozytenrekrutierung/Extravasation und auf welchen Zelltypen kommen sie vor?

  • Selektine: Endothelzellen
  • ICAMs: Endothelzellen
  • Integrine: Leukozyten

Nennen Sie die 4 Schritte der Extravasation von Leukozyten (wo möglich mit dem Fachbegriff)!

  • Rolling-Adhäsion
  • Bindung ans Endothel
  • Diapedese
  • Migration im Gewebe

Wie korrelieren Funktion und Expression der MHC-I- bzw. -II-Komplexe?

 

  • MHC-I:
    • Erkennung und Abtötung von Zellen, die von intrazellulären Pathogenen infiziert sind
    • durch CD8-/cytotoxische T-Zellen
    • daher exprimiert auf (fast) allen Körperzellen
  • MHC-II:
    • exprimiert auf Effektorzelen, die durch T-Zellen aktiviert werden müssen (dendritische Zellen, Makrophagen,     B-Zellen)
    • erkannt durch CD4-T-Zellen
    • damit Aktivierung der Zielzelle

Wie wird die stabile Bindung des Peptids im MHC-Komplex erreicht?

  • Einbau beim Zusammensetzen des Komplexes
  • Komplex wird erst durch Einbau des Peptids stabil

Welche Charakteristika haben die Rezeptoren des unspezifischen Immunsystems?

  • die Rezeptoren werden vererbt- die Spezifität der Rezeptoren eines Typs ist gleich
  • die Rezeptoren werden auf allen Zellen eines Typs exprimiert
  • jeder Rezeptor erkennt ein breites Spektrum an Pathogenen
  • sie verursachen eine sofortige Reaktion

Welche Wirkmechanismen haben die Rezeptoren des unspezifischen Immunsystems?

  • zellgebunden: Aktivierung z.B. von Phagozyten
  • löslich: z.B. Komplementaktivierung, Pathogenopsonierung

Welche Gruppen von Molekülen sind an der Leukozytenaktivierung beteiligt, an welchen Prozessen genau?

  • Chemokine: Rekrutierung zum Infektionsort
  • Adhäsionsmoleküle: Extravasation
  • Rezeptoren: Erkennung von Chemokinen und Pathogenen

Nennen Sie 4 charakteristische Eigenschaften der Rezeptoren des spezifischen Immunsystems!

  • durch multiple Gensegmente kodiert
  • Gen-Rearrangement erforderlich
  • klonale Verteilung (auf einer Zelle nur Rezeptoren eines Typs)
  • können nahe verwandte Molekülstrukturen unterscheiden

Was sind die drei wichtigsten Funktionen von Antikörpern?

  • Opsonierung
  • Neutralisierung
  • Komplementaktivierung

Worin unterscheiden sich membrangebundene und lösliche Form des BCR?

  • membrangebunden: C-Terminus hydrophob, membranverankert
  • löslich: C-Terminus hydrophil, frei

Welche Funktionen übernehmen die Teile des Antikörpermoleküls?

  • variable Region (V-Region): Erkennungsfunktion
  • konstante Region (C-Region): Effektorfunktion

Wie setzt sich ein IgG-Molekül zusammen (Polypeptidketten, Größe)?

  • H-Kette: 50 kDa
  • L-Kette: 25 kDa
  • je 2x pro Molekül vorhanden d.h. 150 kDa

Wie bezeichnet man die Faltungsstruktur der Proteindomänen in Antiköpern? Wie setzen sie sich zusammen?

  • gesamt: ,,Immunoglobulin fold''
  • 2 beta-Faltblätter = beta-Barrel

Wie verteilt sich die Variabilität innerhalb der V-Region?

  • 4 Verbindungsstücke = framework regions (FR) = beta-Faltblatt
  • 3 hypervariable Regionen = complementary determing regions (CDR) = verbindende loops

Was ist ein Epitop, wie bezeichnet man es alternativ, wie groß ist es und welcher Molekülklasse gehört es üblicherweise an?

  • kleiner Bereich auf der Moleküloberfläche, der von einem Antikörper oder einem TCR erannt wird
  • wird auch Antigen-Determinante genannt
  • ca. 5 - 10 AS
  • Protein (Viren), Polysaccharid (Bakterien)

Welche beiden Arten von Epitopen gibt es und was sind die Unterschiede? Welche werden vom BCR (B-Zellrezeptor = Antikörper) und welche vom TCR ( T-Zellrezeptor) erkannt?

  • kontinuirliches = lineares Epitop: Segment der Polypeptidkette / TCR
  • diskontinuierliches = konformationales Epitop: durch Proteinfaltung entsanden/ BCR

Welche Kräfte sind an der ANtigenbindung beteiligt?

  • elektrostatisch
  • zwischen Dipolen in Wasserstoffbindungen

Welche Gensegmente sind an der Entstehung der V-Region des BCR beteiligt?

  • leichte Kette: VL - und JL- Segment
  • schwere Kette: VH- , DH- und JH-Segment

Welche Gensegmente werden (in welcher Reihenfolge) bei der somatischen Rekombination der leichten und der schweren Kette des B-Zellrezeptors (BCR) zusammengefügt?

  • leichte Kette: die Gensegmente V und J werden zusammengefügt
  • schwere Kette: erst das D- und J-Segment, dann das V- und DJ- Segment

Wie wird die Lücke zwischen J-Segment und dem Gensegment für die C-(konstante)Region geschlossen?

  • erst Transkription des Gens -->mRNA
  • dann Splicing --> Intron zwischen Segmenten wird entfernt

Warum gibt es an den Genloci der Immunoglobulin-Gene viele nichtfunktionelle Segmente, und wie bezeichnet man diese?

  • die einzelnen Segmente sind jeweils mehrfach vorhanden
  • Selektionsdruck aus jedes einzelne Segment gering
  • daher: Mutation --> Verlust der Funktionalität ohne Konsequenz
  • entstandene infunktionelle Segmente: Pseudogene

Welche Möglichkeiten zum Wechsel zwischen den unterschiedlichen Isotypen gibt es?

  • Wechsel zwischen IgM und IgD: alternatives Splicing der mRNA
  • andere Isotypen: Rearrangement /Rekombintion der DNA

Welche konservierten nichtkodierenden Sequenzen sind im Rearrangement der DNA bei der Entstehung der V-Region beteiligt? Was ist ihre Aufgabe?

  • Recombination signal sequences (RSS): Heptamer und Nonamer
  • Spacer: 12 bzw. 23 bp lang (1 bzw. 2 Helixdrehungen)
  • Legen die Position der Rekombination und die Reihenfolge der verwendeten Genelemente fest

Was versteht man unter der 12/23 Regel?

Steuerung der Rekombination:

RSS mit 12-bp-Spacer wird nur mit RSS mit 23-bp-Spacer verbunden

Wie unterscheiden sich coding joint und signal joint?

  • signal joint:
    • präzise Verbindung der Heptamere, kodiert nicht für Ig-Kette (extrachromosomaler DNA-Ring)
  • coding joint:
    • keine präzise Verbindung (zusätzliche Variabilität), kodiert für Ig-Kette

Aus welchen Komponenten besteht der Rekombinase-Komplex und wo bzw. wann werden sie exprimiert?

  • RAG-1, RAG-2:
    • Lymphozytenspezifisch, während Rekombinationsprozess
  • DNA-Ligase, Proteinkinase (Ku,PKc), (Exo)Nuklease (Artemis), TdT:
    • ubiquitär exprimiert (DNA-Reparaturenzyme)

Wie entstehen die unterschiedlichen Arten von Diversität des B-Zell-Rezeptors (BCR) während und nach dem/des Rekombinationsvorgangs?

  • kombinatorische Diversität:
    • verschiedene Versionen für jeden Segmenttyp
    • Kombination unterschiedlicher schwerer und leichter Ketten
  • Verbindungsdiversität:
    • Nukleotidaddition oder -subtraktion während Verbindung der Segmente bei Rekombination
  • somatische Hypermutation:
    • Entstehung von Punktmutationen in der V-Region der rearrangierten Gene für L- und H-Kette
    • führt zu höherer Affinität = Affinitätsreifung

Wo finden welche Schritte der B-Zell-Entwicklung statt?

  • Knochenmark:
    • Rearrangement der Immunoglobulin-Gene
    • Selektion der Selbst-Antigen-erkennenden Zellen
  • periphere lymphatische Organe:
    • Aktivierung der B-Zellen
  • Knochenmark, lymphoide Organe:
    • Differenzierung zu Plasma- bzw. Memory-Zellen

Wann findet primäre bzw. sekundäre Diversifizierung statt? Welche Prozesse sind daran jeweils beteiligt?

 

  • primäre Diversifizierung:
    • während Rekombinationsvorgang (kombinatorische Diversität, Verbindungsdiversität)
  • sekundäre Diversifizierung:
    • nach Rekombinationsvorgang (somatische Hypermutation, Genkonversion, Klassenswitch zwischen Isotypen)

Wie läuft die Affinitätsreifung des B-Zell-Rezeptors (BCR) ab?

  • Entstehung von Punktmutationen in der V-Region der rearrangierten Gene = somatische Hypermutation
  • besser bindende Mutanten werden bevorzugt stimuliert (z.B. durch T-Zellen) und proliferieren stärker
  • Wiederholung des Zyklus Mutation-Selektion möglich

Welche Typunterschiede zwischen Antikörpern gibt es?

  • Isotyp: verschiedene Gensegmente für C-Region (IgM, IgG etc.)
  • Allotyp: verschidene Allele des gleichen Gens für C-Region (genetischer Polymorphismus)
  • Idiotyp: verschieden arrangierte VL- und VH- Region

Welche Antikörper-Isotypen (Antikörper-Klassen) gibt es?

  • IgM
  • IgD
  • IgG
  • IgA
  • IgE

Welche Antikörper Isotypen können Multimere bilden? Mit wievielen Untereineiten?

  • IgM: Pentamere = 5 Untereinheiten
  • IgA: Dimere = 2 Untereinheiten (aber auch als Monomer!)

Welcher Antikörper-Isotyp findet sich mit der höchsten Konzentration im Blut? Wo findet man diesen Isotyp noch bzw. was kann nur dieser Isotyp?

  • IgG
  • auch in Extrazellulärflüssgkeit und Fruchtwasser; einziger Plazenta-gängiger Antikörper

Wie unterscheidet sich der Wechsel zwischen den Isotypen des BCR von der V(D)J-Rekombination?

  • immer produktiv, d.h. keine unbrauchbaren Produkte
  • andere Rekombinationssequenzen und -enzyme
  • findet erst NACH Antigenstimulation statt
  • von außen gesteuert, ncht zufällig stattfindend

An welchen Orten findet welcher Teil der T-Zell-DIfferenzierung statt?

  • Knochenmark:
    • T-Vorläuferzellen
  • Thymus:
    • Rezeptorgenrearragement 
    • Selektion positiv (körpereigene MHC-Moleküle) und negativ (körpereigene Antigene)
  • periphere lymphatische Organe:
    • Aktivierung nach Antigenkontakt
  • Infektionsort:
    • Stimulation anderer Zellen bzw. Abtöten infizierter Zellen

Welcher Mechanismus der Variabiitätsentstehung ist beim BCR, aber nicht beim TCR zu beobachten?

somatische Hypermutation (=Affinitätsreifung)

Étudier