Humanbiologie
Humanbiologie Passerelle Compendio Glossar:
Humanbiologie Passerelle Compendio Glossar:
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Venös
Venöses Blut ist sauerstoffarm und dunkelrot. 1 Liter venöses Blut enthält im Mittel noch 140 ml Sauerstoffgas, das Hämoglobin ist noch zu 70% mit Sauerstoff beladen.
Verdauung
Bei der Verdauung wird die Nahrung mechanisch und chemisch in resorbierbare Stoff zerlegt. Die organischen Makromoleküle werden mit Verdauungsenzymen in ihre Bausteine gespalten
(Eiweisse in Aminosäuren, Kohlenhydrate in Einfachzucker, Fette in Fettsäuren und Glycerin).
Verdauungssystem
Das Verdauungssystem dient der Verdauung. Es besteht aus Mund, Speiseröhre, Magen, Dünndarm, Dickdarm, Leber und Bauchspeicheldrüse.
Vielfachzucker
Vielfachzucker sind Kohlenhydrate, deren Makromoleküle lange, z. T. verzweigte Ketten aus vielen Glucose-Molekülen sind: Stärke, Glykogen und Cellulose.
Viren
Viren bestehen aus einer Eiweisskapselt die Nucleinsäure (DNA oder RNA) enthält und evtl. von einer membranähnlichen Hülle umgeben ist. Sie haben keinen Stoffwechsel, kein Wachstum und keine Fortpflanzung und werden daher nicht zu den Lebewesen gezählt. Viren sind infektiöse Partikel. Sie bringen ihre Nucleinsäure in eine Wirtszelle und lassen sich von dieser vermehren. Durch Viren verursachte Krankheiten sind z. B. Grippe, Masern, Aids, Tollwut, Hepatitis A, Gelbfieber.
Vitalkapazität
Die Vitalkapazität ist das Luftvolumen der Lunge, das ausgetauscht werden kann (5—5.51).
Vitamine
Vitamine sind essenzielle Nahrungsbestandteile, die im Stoffwechsel in kleinen Mengen benötigt werden, aber nicht hergestellt werden können. Die meisten sind als Cofaktoren an der Arbeit von Enzymen beteiligt. Vitamine oder ihre Vorstufen (Provitamine) werden in der Natur von Pflanzen oder Mikroorganismen hergestellt. Man unterscheidet fettlösliche (A, D, E und K) und wasserlösliche (B und C). Unterversorgung kann zu Mangelkrankheiten führen.
Wasser
Wasser ist der mengenmässig dominierende Bestandteil des Körpers (50—70%). Reaktionen und Transportvorgänge finden meist in wässrigen Lösungen statt.
Nieren, Lunge, Haut und Darm scheiden täglich 2.51 Wasser aus.
Von den ca. 45 1 Wasser im Körper sind 30 1 in den Zellen, 12 1 zwischen den Zellen und 31 im Blut Nieren, Lunge, Haut und Darm scheiden zusammen täglich 2.51 Wasser aus.
Zellatmung
Die Zellatmung oder innere Atmung ist die in der Zelle ablaufende Oxidation der Glucose mit Sauerstoff zu Kohlendioxid und Wasser. Die freigesetzte Energie dient zum Aufbau von ATP.
Zelle
Die Zelle ist die einfachste Struktur, die selbstständig lebensfähig sein kann. Sie enthält einen Bauplan und eine Betriebsanleitung in Form von DNA Alle Zellen stimmen in ihrer grundsätzlichen Organisation überein. Die ca. 1014 Zellen des Menschen sind 0.004—0.20 mm gross.
Organe
Organe (gr. organon «Werkzeug») sind Teile des Körpers, die bestimmte Aufgaben erfüllen. Sie bestehen meist aus mehreren Geweben und sind oft zu Organsystemen zusammengeschlossen.
Osmose
Osmose (gr. osmos «das Stossen») ist eine Diffusion von Wasser durch eine selektiv permeable Membran. Das Wasser diffundiert zur Lösung mit der höheren Konzentration gelöster Stoffe.
Osmotischer Wert
Der osmotische Wert ist ein Mass für die Tendenz einer Lösung zur Wasseraufnahme. Er hängt von der Konzentration der gelösten Teilchen ab und entspricht dem Druck, der durch die Wasseraufnahme entsteht.
Parasiten
Parasiten sind Lebewesen, die von anderen leben und ihnen schaden. In der Medizin wird die
Bezeichnung nur für Eukaryoten verwendet (beim Menschen also für Einzeller und Würmer).
Bakterien und Viren werden als Krankheitserreger bezeichnet.
Pasteurisieren
Beim Pasteurisieren werden Lebensmittel u.Ä. auf 60-80 oc erhitzt, um die Haltbarkeit durch
Reduktion der Keimzahl zu verbessern.
Pathogen
Pathogen Krankmachend (gr. pathos «Leiden»).
Penicillin
Penicillin ist das älteste Antibiotikum, das medizinisch eingesetzt wird (seit 1944). Es wird vom Schimmelpilz Penici//ium notatum produziert.
Pepsin
Pepsin ist ein Verdauungsenzym, das Proteine in kürzere Peptide spaltet. Es wird von der Magenwand als inaktive Vorstufe (Pepsinogen) produziert und im Magensaft durch Salzsäure aktiviert.
Peptidasen
Peptidasen sind Enzyme, die Peptide schrittweise in die Aminosäuren spalten. Sie werden u.a. in der Bauchspeicheldrüse und in den Drüsenzellen des Dünndarms gebildet.
Peptide
Peptide sind Eiweisse. Ursprünglich wurde der Begriff für Moleküle aus weniger als 100 Aminosäuren verwendet, heute weitgehend synonym zu den Begriffen Proteine und -5 Eiweisse. Peptide bestehen aber immer aus einer einzigen Kette von Aminosäuren.
Peristaltik
Bewegung durch abwechselndes Kontrahieren von Ring- und Längsmuskeln, z. B. im Darm.
Pfortader
Die Pfortader ist das Blutgefäss, das venöses, nährstoffreiches Blut vom Darm zur Leber führt.
pH-Wert
Der pH-Wert ist eine Zahl (zwischen 0 und 14), die angibt, ob und wie stark sauer oder alkalisch eine Lösung ist. Er ist umso tiefer je höher die Säurekonzentration ist. Der pH-Wert ist der negative Logarithmus der Hydroniumionenkonzentration: pH = —log c(H30+).
Phagocytose
Phagocytose (oder Endocytose) ist die Aufnahme von Material in die Zelle bzw. in eine Vakuole durch Umfliessen (gr. phagein «fressen»).
Physiologie
Die Physiologie untersucht die Vorgänge in den Lebewesen (gr. physis «Natur»).
Plasma
Plasma ist die eiweissreiche Grundsubstanz in Zellen und Organellen. In der Medizin meist für Blutplasma.
Plasmaproteine
Proteine im Blutplasma dienen dem Transport, der Abwehr (Antikörper) und der Gerinnung. Sie tragen auch zur Konstanthaltung des pH-Werts und zum osmotischen Wert des Blutplasmas bei.
Plasmazellen
Plasmazellen sind B-Lymphocyten, die Antikörper gegen ein -Y Antigen bilden.
Plazenta
Die Plazenta ist das Organ, das den Embryo in der Mutter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Sie entsteht aus Geweben der Mutter und des Embryos.
Prägung
Durch die Prägung entstehen aus den Vorläuferzellen der Lymphocyten Millionen von verschiedenen Lymphocyten, die sich in der Form ihrer -Y Antigen-Rezeptoren unterscheiden.
Primärharn
Der Primärharn entsteht in den Nierenkörperchen durch Filtration des Bluts und hat, abgesehen von den Eiweissen, dieselbe Zusammensetzung wie das Blutplasma.
Primärreaktion
Die Primärreaktion ist die Reaktion des Immunsystems beim ersten Kontakt mit einem Antigen. Aus Millionen verschiedener B- oder T-Lymphocyten werden diejenigen mit dem passenden Antigen-Rezeptor aktiviert. Sie teilen sich und bilden Klone identischer Lymphocyten (B, Tc oder TH).
Entzündung
Eine Entzündung ist eine Reaktion der unspezifischen Abwehr auf Eindringlinge. Die Durchblutung der betroffenen Stelle wird erhöht (Rötung und Erwärmung), die Kapillaren werden durchlässiger und entlassen Abwehreiweisse, » Fresszellen und mehr Flüssigkeit (Schwellung).
Enzyme
Enzyme sind Eiweisse, die eine bestimmte biochemische Reaktion katalysieren. Sie werden in den Zellen produziert und können hier wirken oder ausserhalb der Zellen wie die Verdauungsenzyme.
Epithelien
Epithelien oder Deckgewebe sind kompakte ein- oder mehrschichtige Zellverbände an äusseren oder inneren Oberflächen. Sie können schützen (Haut), Stoffe aufnehmen (Darm) oder abgeben (Drusen) und sind entsprechend gebaut.
Nervöse Erregung
Nervöse Erregungen sind elektrische Impulse, die in Sinnes- oder Nervenzellen gebildet und vom Nervensystem geleitet und verarbeitet werden.
Erythrocyten (Ec)
Die Erythrocyten (roten Blutkörperchen) sind kleine, beidseitig eingedellte, scheibchenförmige Zellen ohne Zellkern. Sie enthalten das + Hämoglobin für den Sauerstofftransport und sind auch am Kohlendioxidtransport beteiligt. Die Ec entstehen im roten Knochenmark, leben etwa 4 Monate und werden dann in Milz und Leber abgebaut.
Essenziell
Essenzielle Stoffe müssen in der Nahrung enthalten sein, weil sie im Körper nicht hergestellt werden. Für den Menschen sind es: Vitamine, Mineralstoffe, 8 Aminosäuren und einige Fettsäuren.
Exkrete
Exkrete sind Abfallstoffe, die im Stoffwechsel anfallen und ausgeschieden werden = Exkretion.
Extrazellulär
Ausserhalb der Zellen.