BIO112 - Zusatz
Zusätzliche Begriffe zu BIO112 UZH
Zusätzliche Begriffe zu BIO112 UZH
-
- 1 / 423
-
Lernkarten
Historischer Zufall (WGD)
WGD -> Whole Genome Duplication
Historischer Zufall und nur eine Momentaufnahme dieses Falles.
Regulatorische oder funktionelle Spezialisierung (Bezüglich Pflanzenzytoskelett)
In Wurzelhaaren können verschiedene Aktine ein mutantes Aktin2 ersetzen -> keine funktionelle Spezialisierung aber zellspezifische Expression (Aktin1 in reproduktiven Organen)
Dazu kann ein Versuch durchgeführt werden: Verschiedene Actinsequenzen geprüft ob sie den Phänotyp retten können.
Zeigt nun: Es handelt sich bei der Arabidoxis um eine regulatorische Flexibilität, während es sich bei der Drosophila um eine funktionelle Divergenz handelt.
Reverse fountain streaming
Cytoplasmatisches Streaming -> Grosse Partikel nicht in der Spitze, nur kleine Vesikel an der Spitze. (Am Beispiel des Pollenschlauchs)
Aktinabhängige Mobilität: Chloroplasten
Je nachdem wie gross die Lichteinstrahlung auf ein Chloroplast ist, muss sich der Chloroplast vertikal drehe um die Oberfläche gegenüber dem Licht zu vermindern.
Ein grosser Chloroplast. Je stärker das Licht, desto mehr dreht sich der Chloroplast bis er vertikal liegt und möglichst wenig Licht aufnimmt.
Wie kann Ich wissen ob Actin dafür zuständig ist? Element hinzufügen welches Actin hemmt.
Kortikale Mikrotubuli
Sie orientieren die Zellpolarität und -elongation. Sie sind unterhalb der Zellmembran sehr parallel angeordnet. Kortikale MT (Zellkortex) und Zellulose Mikrofibrillen (Zellwand) haben die gleiche Orientierung.
Die Pflanzenzelle kann sich nur durch den Turgodruck ausdehnen, wenn auch Mikrotubuli anwesend sind welche sich ausdehnen können. Die Aufnahme von Wasser in die Vakuolen produziert einen hohen Turgodruck auf die Zellwand. Wenn diese aufgelockert wird, beispielsweise durch Zellwandproteine, kann sich die Zelle ausdehnen (Streckenwachstum). Die Mikrofibrillen sind immer senkrecht zur Elongationsrichtung.
Wie orientieren sich Mikrotubuli nach aus in der Pflanzenzelle?
Die Orientierung wird durch mechanische Kräfte reguliert. Sie regulieren sich meist dem Stress aus.
Wovon hängt die Reorientierung der Mikrotubuli ab?
Sie hängt von der Minus-End Dynamik ab.
Auch hängt sie vom Gen SPIRAL2 (SPR2) ab. Dies markiert das Minus-Ende der MT und verlängert die Lebenszeit potentieller "severing sites". Die dadurch erhöhte MT Dynamik erlaubt die schnelle Reorientierung des MT Arrays. Sie besitzen nun die Möglichkeit sich 90 Grad zu drehen und gegen das Licht zu wachsen. Siehe Video (Vorlesung)
Vergleich Interphasen und Mitotischer Extrakt beüzglich Astern
Es wird ein Extrakt aus Xenopus Eiern genommen. Ein Extrakt in der Interphase und der andere in mitotischer Phase. Durch Taxol-induzierte Polymerisation können sich Mikrotubuli bilden. Im Interphasenextrakt entstehen Mikrotubuli aber keine radiale Astern. Beim mitotischen Extrakt entstehen radiale Astern. Diese Mikrotubuli funktionieren sogar, wenn Spermien dazugegeben werden, es bildet sich eine Äquatorialplatte mit Bipolarität.
Die Zellteilung (M-Phase)
Die zentrale Aufgabe der Zellteilung ist die Komponenten einer Zelle in zwei Teile aufzuteilen so, dass beide Tochterzellen alles Notwendige zum überleben und wachsen erhalten. Das funktioniert nur, wenn alle Funktionen mindestens im Doppel vorliegen und gerecht aufgeteilt werden.
In der frühen Embryogenese ist soviel Material, dass viele Zellteilungen hintereinander geschene, ohne die Notwendigkeit von Zellwachstum. Der Vorteil darin besteht, dass eine schnelle Entwicklung ohne Ernährung möglich ist. Ohne Wachstum werden die Zellen immer kleiner.
Aufteilung der Zellteilung
Kernteilung und Cytokinese.
Während der Kernteilung wird die DNA mit der Erbinformation ganz präzise in zwei Teile aufgeteilt. Man unterscheidet dabei die Mitose, die ungeschlechtliche DNA Teilung und die Meiose, welche zur geschlechtlichen DNA Teilung notwendig ist.
Die Cytokinese teilt das Cytoplasma mit der separierten DNA auf und schliesst die Zellteilung ab. Die DNA muss präzise aufgeteilt werden, während die Organellen +/- verteilt werden können.
Was haben alle Spindelformen gemeinsam?
Bipolare Struktur
Die Phasen der Mitose (Pro-, Prometa-, und Metaphase)
Prophase: Verdoppelte DNA wird verdichtet und Spindelaufbau beginnt. -> Duplizierte Centrosomen werden separiert.
Prometaphase: In meisten Eukaryotenzellen bricht der Zellkern auf. Die Centromere mit den Kinetochoren der Schwesterchromatide sind nun frei für die +Enden. Je nach Zellart öffnet sich der Zellkern nicht vollständig oder gar nicht.
Metaphase: Chromosomenpaare sind in der Spindelmitte angeordnet. Je ein Centromer ist über die Mikrotubuli mit jeweils einem Spindelpol verbunden.
Die Phasen der Mitose (Ana- und Telophase, Cytokinese)
Anaphase: Die Schwesterchromatiden werden getrennt und auseinandergezogen zu den Spindelpolen. Gleichzeitig entfernen sich die Centrosomen voneinander.
Telophase: Ein neuer Zellkern bildet sich, was die Mitose abschliesst. Gleichzeitig beginnt die Cytokinese.
Cytokinese: Sie trennt nun die beiden neuen Zellkerne und den Rest der Zelle ab und schliesst somit die Zellteilung ab.
Prophase - Entstehung der mitotischen Spindel
Die Centrosomen mit den Centriolen wurden vor der Mitose dupliziert und dienen nun meist als zwei unabhängige Zentren der Mikrotubulikeimbildung via den r-Tubulin-Ring-Komplex (r-TuRC). Noch ausserhalb des Zellkerns entsteht eine erste bipolare Struktur. Dabei produzieren mehrere Mikrotubulimotoren die notwendige Kräfte. Die -Enden sind Richtung Spindelpole und die +Enden können somit davon wegwachsen.
Die Mikrotubuli wachsen in einem dynamischen Gleichgewicht.
Dynein hält sich an der Membran fest. Sobald es ein Mikrotubuli erfasst hat, will es zum anderen Ende laufen. Da es aber fixiert ist, zieht es automatisch am Mikrotubuli.
Prometaphase - Die Zellkernmembran entfällt
Die Aktivierung der M-Cdk (Eine Kinase: Zentraler Regulator der Zellteilung) verändert die Proteinkomposition der Kernhülle (v.a. Kernporenproteine und Lamina). Die Lamina wird phosphoryliert, weswegen die Kernhülle zerfällt. Die sich bildende Spindel kann nun die geschwächte Kernhülle mittels Dynein zerreissen. Die Kernhülle wird vom Endoplasmatischen Retikulum absorbiert.
Prometaphase - Die Chromosomenausrichtung I
Kinetochor: Grosser Proteinkomplex im Bereich der Centromere, der Mikrotubuli und Chromosomen verbindet. Der innere Kinetochor verbindet mit der DNA mittels einer speziellen H3 Histonvariante. Der äussere Kinetochor verbindet mit den Mikrotubuli +Enden. (Bei uns 40/Kinetochor)
Auf was muss beim Verbinden geachtet werden? Bipolare Ausrichtung, damit während der Anaphase je ein Chromosom an die beiden Spindelpole gezogen werden kann.
Ndc80 produziert einen Hohlraum, darin können die Mikrotubuli noch wachsen
Prometaphase - Die Chromosomenausrichtung II
Die freigelegten mitotischen Chromosomen rekrutieren ein GEF (RCC1) -> MERKEN!
Dieses GEF aktiviert die Ran GTPase. Da Ran das GTP global hydrolysiert, entsteht ein RanGTP Gradient um die Chromosomen.
RanGTP: Fördert das Mikrotubuliwachstum in der Nähe der Chromosomen und aktiviert ein Protein welches die Keimbildung neuer Mikrotubuli um die Chromosomen fördert. Chromosomen können sich auch mit Hilfe der Chromokinesine über die Chromosomenarme mit den Mikrotubuli verbinden.
Prometaphase - Chromosomen und Spindel verbinden sich
Prometaphase - Kräfte die auf Chromosomen wirken
Drei Hauptkräfte können während der Prometaphase auf die Kinetochoren wirken.
1) Mikrotubulidepolymerisation
2) Mikrotubulipolymerisation
3) Kinesin 4 und 10