Prüfung von 13. Dezember


N. B.
Diese Lernkarten bieten eine umfassende Einführung in die Architekturgeschichte auf Universitätsniveau, mit Fokus auf gotische und romanische Elemente. Sie behandeln detailliert Begriffe wie Säulen, Arkaden, Gewölbe und Strebewerk, sowie spezifische Merkmale wie Fialen, Krabben und Masswerk. Besonders nützlich für Studierende der Architektur und Kunstgeschichte, die sich mit der Analyse und dem Verständnis historischer Bauwerke vertraut machen möchten.
Karten
215
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Geschichte
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
17.11.2018 / 18.08.2023

Lernkarten

Querhaus

- Querschiff, quer zum Langhaus verlaufender Bauteil.

- Bei frühchristlicher Basilika eine seitliche Anwendung am Ostende des Langhauses, die nicht immer gleich breit, bzw. gleich hoch wie dieses sein muss und an die unmittelbar die àApsis anschliesst.

- Bei romanischen Kirchen folgt auf das Querhaus oft noch ein Chorjoch, wodurch der Grundriss kreuzförmig wird 
 

Chor 

- ist für das Chorgebet der Geistlichen und Mönche bestimmter Raum vor dem Hochaltar

- Trennt die Geistlichen und Mönche vom Laienraum

- Der Chor auch Binnenchor genannt, befindet sich traditionellerweise im Osten und wird umgeben von einem Chorumgang, welcher durch die Weiterführung der Seitenschiffe entsteht

- Zwischen Kirchenschiff und der chor-abschliessenden, mittelschiffsbreiten und halbkreisförmigen Apsis wurde ein rechteckiges Joch eingeführt, das Chorjoch oder auch, Vorchorjoch und Chorquadrat genannt

- Das sogenannte Chorjoch gestattet dem Bau einer Kirche, eine mehrräumige und gestaffelte Gestaltung eines Chores.

Chorjoch

- Chorquadrat, Vorchorjoch, Quadrum 

-  in der Gotik zwischen Polygonchor und Querschiff oder Kirchenschiff, ein rechteckiges Joch eingefügt

- . Das Chorjoch gestattet eine mehrräumige und auch gestaffelte Gestaltung des Presbyteriums, des Bereichs, in dem sich der Altardienst vollzieht

Polygonchor

- besteht aus mehreren Seiten eines beliebigen Vielecks und wird bestimmt durch das Verhältnis der Seitenzahl zum jeweiligen zu ergänzenden Polygon

- z.B. 5/10-Schluss; häufig schliesst der Polygonchor ab einen mehrchorjochigen Vorchor an

- Der Polygonchor kann auch zentralisierenden Charakter erhalten, recht zahlreich an got. Kirchen

Apsis

 

- ein halbkreisförmigen, mit einer Halbkuppel überwölbten Raum

- der einem ihm übergeordneten Hauptraum ein- oder angebaut ist und sich meist in seiner vollen Breite und Höhe zu diesem öffnet

- zumeist im Osten einer Kirche mit dem Altar oder als Teil des Chors 

Altar

- 2. ist in der Regel aus Stein und besteht aus der Altarplatte oder Mensa und deren Träger oder Stipes

- Dazu kommt im MA noch eine der Mensa oder hinter dem Altar angebrachte Schauwand

- das Altarretabel im frühen MA oft auch ein schützender und schmückender Überbau 

Mittelschiff

bei einer Kirche mittleres Schiff des Langhauses

Seitenschiff

Abseite, seitlich, meist zu beiden Seiten des Mittelschiffs angeordnete Raumteile, durch Wandöffnungen (Arkaden und dergleichen) mit Letzterem verbunden) àSchiff

Sanktuarium (Querschiff)

- der Raum mit dem Heiligtum 

- bei christlichen Kirchen der Chor mit dem Hochaltar, aber auch der ganze der Messhandlung, vorbehaltene Raum, der mittels Schranken, Gitter oder eines àLettners vom Laienraum abgetrennt ist

- Also Chor, Querhaus mit Vierung und auch vereinzelt das erste Langhausjoch

Westwerk

- im Wesen an eine Kirche angefügter, architektonischer und liturgischer selbständiger Baukörper 

- aus mittlerem, turmüberhöhtem Raumschacht und von Emporen umgeben

- die über Treppentürme in den westlichen Winkeln zugänglich sind

- kann auch über einem über vier Stützen gewölbtem Erdgeschoss erhoben sein (Vollwestwek genannt). 

Säulenbasilika

- Basilika, deren Schiffe durch Säulen getrennt sind

- (Binnendifferenzierung durch Säulen)

Pfeilerbasilika

- Basilika deren Hochschiffwände von Pfeilern getragen werden (im Gegensatz zur Säulenbasilika)

- (Binnendifferenzierung durch Pfeiler)

Emporenbasilika

Basilika mit Emporen über den Seitenschiffen

Empore

- "innen angebautes, zum Innenraum hin offenes, galerieartiges Obergeschoss, besonders in Kirchen"

- häufig über dem Seitenschiff (àEmporenbasilika) oder über dem Chorumgang, über dem Umgang von Zentralbauten in Westwerken oder im W. des Mittelschiffs oder Saals

- Man unterscheidet nach der Konstruktion offene und gedeckte Emporen

Scheinempore

- eine emporenähnliche Maueröffnung zwischen Seitenschiffarkade und Fensterzone hinter der sich kein begehbarer Raum befindet

- Scheinemporen führen meist in den oberen Teil der Seitenschiffe oder in den Dachraum

Krypta

- (überdeckter Gang) Gruft, gewölbter Raum unter dem Chor der Kirche

- aus unterirdischer Grab- und Reliquienkapellen, über denen der Altar errichtet war hervorgegangen

- ein gewölbter Gang (Stollenkrypta), der Apsis folgend auch ringförmig (Ringkrypta), später mehrschiffig (Hallenkrypta); auch ausserhalb des Kirchengrundrisses als Aussenkrypta

Reliquienverehrung

- religiöse Verehrung von Reliquien, Reliquie

- Überrest vom Körper eines Heiligen oder Gegenstand, der mit ihm in Zusammenhang steht

Hallenkirche 

- mehrschiffige Kirchenanlage mit gleicher Höhe oder annähernd gleicher Höhe (Staffelhalle) der einzelnen Schiffe,

- jedoch ohne selbständige Belichtung des Mittelschiffs. 

Staffelhalle

- Pseudobasilika, eine mehrschiffige Hallenkirche mit stufenförmig nach der Mitte zu ansteigenden Decken bzw. Gewölben in den einzelnen Schiffen

- jedoch ohne direkte Belichtung des Mittelschiffs (und der inneren Seitenschiffe, falls äussere Seitenschiffe vorhanden sind) Staffelbasilika

Staffelchor

- Chor mit gestaffelt angeordneten Apsiden 

- wobei auch die Querhausapsiden einbezogen werden können. 

Konchen

- halbrunder Anraum mit Halbkuppel wie die Apsis, jedoch ohne Altar

- auch an profanen Räumen (Dreikonchenanlage).

Polygonaler Chorabschluss

Geht vom Mittelpunkt des Kreises aus 

-> Fünfachtelschluss

Spolie

- ein wiederverwendeter Bauteil, der einem abgebrochenen Gebäude entnommen ist

- (meist Säulenschäfte, Kapitelle, Friese, Gesims

- Etwas altes (antikes) wird in ein neues Gebäude eingebaut

Trompen

- Trichtergewölbe, Trichternische, Teilgewölbe

- Gewölbezwickel in Form eines halben Hohkegels mit nach unten gekehrter Öffnung

- Über einem Quadrat, z.B. einer Vierung, kann durch vier Trompen an den Ecken (Ecktrichter) ein Klostergewölbe oder eine Trompenkuppel errichtet werden

Ringtonne

Halbtonne (Horngewölbe)

Flachtonne

Parabeltonne

Spitztonne

Steigende Tonne

Ringtonne

Schneckengewölbe

Längstonne mit Quertonnen

Kappen und Wangen

Kreuzgewölbe (Kreuzkappengewölbe)

Busung

Dreistrahlgewölbe

Klostergewölbe

Muldengewölbe

Spiegelgewölbe

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